Nach Klima-Gesülze von Verkehrspräsident Hillebrand: Austrittswelle beim ADAC

Nach Klima-Gesülze von Verkehrspräsident Hillebrand: Austrittswelle beim ADAC

Kündigungsschreiben an den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (Symbolbild:Imago)

Kurz vor Weihnachten hatte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand mit einem Interview in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ für Entsetzen gesorgt und eine Austrittswelle beim mit (noch) 21 Millionen Mitgliedern zweitgrößten Automobilclub der Welt bewirkt. Hillebrand hatte gefordert, Diesel und Benzin zu verteuern, sich vehement gegen eine Rücknahme der Abschaffung des Verbrennermotors ausgesprochen und verkündet: „Europa muss an ehrgeizigen CO2-Minderungszielen festhalten, denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen“. Dazu bekenne sich der ADAC „ganz klar“. Die CO2-Bepreisung sei „ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen“. Die Leute bräuchten „den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen“.

Dass der Präsident eines Automobilverbandes die Spritpreise für die überwältigende Mehrheit seiner Mitglieder verteuern will, die ruinöse CO2-Bepreisung leidenschaftlich befürwortet und das alles im Namen einer nicht existierenden Klimakrise, auf die Deutschland selbst dann, wenn es sie wirklich gäbe, keinerlei Einfluss hätte, stieß bei vielen ADAC-Mitgliedern verständlicherweise auf wenig bis überhaupt kein Verständnis: Tausende kündigten ihre Mitgliedschaft, noch immer hält die Austrittswelle an. Der ADAC reagierte darauf mit der bei solchen Anlässen üblichen Methode, die sich aktuell gerade auch beim schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther beobachten lässt (der seine unmissverständlichen Zensurforderungen gegen freie Medien wie „Nius“, die er als „Feinde der Demokratie“ beschimpfte, ganz  haben will): Hillebrands Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen und falsch wiedergegeben worden, behauptet der ADAC gegenüber seinen ausgetretenen Mitgliedern – obwohl die Quellenlage absolut eindeutig ist.

Phrasendrescherei in Antwortschreiben an gekündigte Mitglieder

Das hält die Krisen- und PR-Teams beim ADAC aber nicht ab, dreist das glatte Gegenteil zu behaupten: Der Präsident habe sich nicht für „pauschale Kraftstoffverteuerungen“ ausgesprochen, sondern ausdrücklich darauf hingewiesen, dass solche Maßnahmen behutsam eingeführt werden müssten, um starke Preisschwankungen zu vermeiden und die Belastungen für Verbraucher zu begrenzen. Für den ADAC sei entscheidend, dass Mobilität bezahlbar bleibe. Man spreche sich für den Klimaschutz aus, plädiere gleichzeitig aber auch für Entlastungen an anderer Stelle. So habe die Politik etwa auf Drängen des ADAC die Entfernungspauschale erhöht und die Netzentgelte für den Haushaltsstrom reduziert. Das schreibt der ADAC nun sogar – im Wortlaut seiner Presseerklärungen – in seinen Antwortbriefen auf die Kündigungen.

Abgesehen davon, dass Hillebrand sehr wohl den Eindruck vermittelte und keinen Zweifel offen ließ, dass der ADAC-Präsident die Besteuerung von Luft (nichts anderes ist die “CO2-Bepreisung”) ausdrücklich befürwortete, scheint man beim beim ADAC offenbar weiter nicht zu erkennen, dass die gesamte Klimapolitik unbegründet, überflüssig und vor allem ruinös für die Bürger und vor allem Autofahrer ist. Genau wie die Autoindustrie, die sich dem Klimasozialismus begeistert ausgeliefert hat und nun ihrem selbstverschuldeten Untergang entgegentaumelt, sägt auch der ADAC an dem Ast, auf dem er sitzt – ist aber in seiner ideologischen Verbohrtheit gar nicht mehr fähig, sich dies bewusst zu machen. Mit phrasenhafter Schadensbegrenzung versucht man nun, die berechtigte Wut der Mitglieder zu besänftigen, ohne zu erkennen, dass viele davon den gesamten Klimairrsinn ablehnen, zu dessen Verfechter Hillebrand sich im Namen seines Verbandes macht. Außer der Ausrede, man habe seine Aussagen verkürzt und sinnentstellend wiedergegeben, fällt dem ADAC nichts ein. Zur Heilung des angerichteten Vertrauensverlusts ist das zu wenig, dieser lässt sich nicht mehr so einfach wegschwurbeln. Wer die eigenen Mitglieder verrät, muss auch mit den Folgen leben.

21 Antworten

  1. Deutschlands verweichlichte, pervertierte Wohlstandskinder ruinieren alles! Die erste Generation baut auf, die Zweite verwaltet – und die Dritte fährt alles wieder gegen die Wand!

    30
    1
  2. Alles gleichgeschaltet, bestes Beispiel ist die Umstellung jeglicher Unternehmenskommunikation auf duzen, Anfang der Dekade. Bis zur letzten Bedienungsanleitung. Wie ist sowas möglich? Ich weiß es nicht, allerdings sollte man sich doch von der Vorstellung verabschieden, irgend ein Chef würde sich um Kundenproteste scheren. Was hier läuft ist viel größer, Propaganda ist überall. Nachrichten, Werbung, wenn ich mich mal amüsieren möchte, schaue ich ins Magazin unserer Wohnungsgesellschaft, das übertrifft sogar das des ADAC. Komplett Neusprech, Mixed Paare usw.
    Statt ADAC kann man übrigens einen Schutzbrief abschließen, gibt’s auch bei günstigen Autoversicherungen.

    21
  3. Naja, Austrittswelle!

    Ein paar tausend Leute (5000?) von 21 Millionen sind ausgetreten!

    Das sind NULL Prozent!
    0,02!

    14
    1
  4. Der ADAC steht schon länger nicht mehr für seine Mitglieder ein. Eigentlich ist er ja die Interessenvertretung der Autofahrer in Deutschland, aber vermutlich fühlen sich die Vorstände sehr wohl in dieser Kumpanei mit den Regierenden. In der Vergangenheit wurden Autotests und Umfragen gefälscht- wer erinnert sich noch daran? Außerdem hat der ADAC hinsichtlich der Digitalisierung des Kraftfahrzeuges die Interessen der Fahrer nach einem freien Fahren nicht berücksichtigt und auch nichts dagegen unternommen. Ich meine den gläsernen Fahrer durch die ständige Erfassung seiner Bewegungsdaten usw. Das Auto ist eigentlich in seiner Datensammelwut nicht mehr zu bremsen. Daher kann die Schlußfolgerung nur lauten: Austreten! Kein Euro versteuerten Geldes mehr für diesen Verein. Die wunderbaren sog. ‚Gelben Engel‘ tun mir leid. Aber das leistet heute jede KFZ-Versicherung auch.

    17
    1. Wenn man sich die Bewertungen bei Google mal ansieht, so sehen die überwiegend sehr schlecht aus. Und dabei handelt es sich um alte Bewertungen und nicht solche, die aufgrund dieser Aktion mal eben so reingesetzt wurden. Ich selbst hatte vor Jahrzehnten ein ähnliches Erlebnis, was dort in den Bewertungen häufig geschildert wird. Bin damals davon ausgegangen, dass ich einfach Pech hatte, wenn ich aber die Bewertungen (vom Hauptverein in München, es gibt ja auch Untergruppen beim ADAC) lese, so erlebe ich meine damalige Erfahrung mit dem ADAC wieder, die dafür sorgte, dass ich stundenlang an einer Raststätte wartete und dann erst gegen 3 Uhr nachts im Hotel ankam. Und das auch nur, weil zufällig ein anderer Autofahrer ebenfalls den ADAC gerufen hatte und man dem gelben Engel davon erzählte, dass da noch Jemand schon stundenlang wartet. Der Abschlepper teilte mir dann mit, dass er schon schön geschlafen hätte als der Anruf des anderen Mitglieds kam und der ADAC wohl nicht wusste, dass er seit wenigen Wochen einen neuen Vertragspartner (nämlich ihn) hat. Das alles in einer Zeit als es noch keine Handys gab und ich gerade Anfang 20 war, so dass sich meine Eltern natürlich Sorgen machten.

      Allerdings hatte ich auch noch einige Jahre früher sehr gute Erfahrungen mit dem ADAC gemacht. Ich vermute, dass der ADAC zu groß geworden ist. Den Schilderungen nach klang das so, als ob teilweise die rechte Hand nicht weiß was die linke tut.

      Während der Verein „Mobil in Deutschland“ sehr gute Bewertungen und zudem noch eine Petition gegen das Verbrennerverbot gestartet hat. So stelle ich mir einen Automobilclub vor. Dort soll man Überstunden geschoben haben, um die Masse an Mitgliedsanträgen ehemaliger ADAC-Mitglieder bewältigen zu können, wie bei Tichy zu lesen war. 😉

  5. Was wieder einmal mehr in aller Deutlichkeit vor Augen führt, das jemand, welcher ein (hohes) Amt oder sonstige Führungspositionen in jeglichen Zweigen innehat, trotz vielleicht auf dem Papier eindrucvsvoller Vita, nicht im mindesten ein Garant für Intelligenz oder gesunden Menschenverstand darstellt.
    Man sieht es tagtäglich aufs Neue.
    Seltsam? Aber so steht es geschrieben…

    14
    1
  6. Ich habe den ADAC in 50 Jahren nur 1 mal gebraucht. Die Abschleppkosten musste ich trotzdem bezahlen, obwohl das immer anders dargestellt wird. Ausgetreten bin ich vor 5 Jahren schon, denn ich bekomme für den Mitgliedsbeitrag monatlich ein Magazin mit Werbung und anderem Schwachsinn. Der ADAC hat genauso seine Berechtigung verloren wie die SPD. Immer linker und unnützer für den normalen Bürger. Aber vielleicht sucht sich der ADAC ja neue Mitglieder in ganz anderen Hemisphären.

    21
  7. Ein „Klima“-Aktivist (genau genommen eine Rockefeller-Propaganda-Marionette) als Vorsitzender eines AUTOMOBIL-Klubs. Ein erklärtes Ziel der „Klima“-Agenda ist bekanntlich die Abschaffung des Individualverkehrs. Der Herr Präsident propagiert also die Abschaffung des erklärtes Sinns seines Vereins.

    „Bock zum Gärtner“ wäre noch die harmloseste Umschreibung dieser Personalie, und sofortiger Austritt aus diesem Verein bei nichtsofortiger Demissionierung dieses Herrn ist die einzig sinnvolle Reaktion, Und da diese „Klima“-Marionette an seinem Sessel klebt (ist vermutlich gut dotiert): Austreten !

    Go woke, go broke.

    24
  8. 👁️👺👁️
    …., Erderwärmung begrenzen
    😂😂😂
    *Die Evolution ist erst dann positiv verlaufen, wenn das Gehirn – ich habe keine Ahnung-, und -ich halte den Mund- sinnvoll verknüpfen kann.
    👁️⚡👁️

    6
    1
  9. @Klima-Gesülze von Verkehrspräsident Hillebrand
    wenn ich daran denke, wie Merkel den ADAC zusammengemischt hat, als der sich damals die E-Auto-Geschichte kritisierte, und die Mitglieder still danebenstanden, kann ich schon nachvollziehen, wie er da kriecht – schließlich will er seinen Job behalten.
    Der Block-Partei schwimmen di Felle davon, uns sie wissen nicht, wie sie sich schützen und am Futtertrog bleiben können – deshalb schlagen sie mit immer mehr Gewalt um sich und fahren alles auf, was von ihnen abhängig ist oder was sie erpressen und nötigen können!

    14
  10. Schon seit Jahren stinken mir gewaltig die grünen bzw. woken Tendenzen im Vorstand des ADAC.
    Mit geballter Faust in der Tasche zahle ich nach wie vor den Beitrag, weil mir der ADAC an sich schon oft und verlässlich geholfen hat. Also: Vorstand und Klimafans raus bzw. entmachten.
    Dafür back to the roots:
    ADAC als Vertreter der automobilen Fahrer und der zugehörigen Wirtschaft. Dafür zahle ich gern.

    14
    1
      1. DIe Alternativen sind vermutlich genauso unterwandert wie der ADAC. Wenn man viele Menschen kontrollieren will, dann muss man Massenorganisationen wie den ADAC schaffen und dafür sorgen, dass die Leitung mit eigenen „Agenten“ besetzt ist. Die Leitung des ADAC und vermutlich auch die der anderen Autoclubs sind längst auf Linie gebracht. Man ist gut beraten, wenn man sich von Organisationen und Verbänden unabhängig macht. Auch letztere dienen der politischen Kontrolle damit deren Mitglieder in Reih und Glied marschieren. Jeder sollte Unabhängigkeit anstreben: Selbständig denken und selbständig handeln.

  11. ADAC ist doch heute mehr Reisebüro/Reseller für allen möglichen Rentner-Plunder, Interessenvertretung der Autofahrer ist das schon lange nicht mehr. Wer dort Mitglied ist, ist schon kurz vor der Einweisung ins Altersheim. Diese Zielgruppe hält man mit Angstgeschichten bei der Stange (Wenn sie mal auf den Weg zur Apotheke einen Unfall haben kann sie nur der ADAC retten,…).

  12. Die Gesellschaft der Vernünftigen, der nicht Ideologisierten muss sich dringend um die Frage kümmern, wie man Wahn ausrotten kann! Wenn nötig auch mit unpopulären und härtesten Mitteln, auch unter der Prämisse von größeren Kollateralschäden zugunsten einer überlebensfähigen, Vernunft und Verstand geführten Minderheit.

  13. Ich bin schon vor Jahren ausgetreten. Damals war der Anlass die Kampagne ‚wir sind nicht deutsch‘. Wenn das so ist, brauchen sie mich als Mitglied ja nicht. Als Antwort darauf habe ich von ADAC einen beleidigten und schnippischen Brief erhalten.

  14. Eine einfache Google Anfrage bringt des Rätsels Lösung, warum sich der ADAC entgegen seiner Mitglieder für ökosozialistische Klimaziele stark macht. Meine Anfrage wie folgt; Ist der ADAC Teil des ESG? Die Antwort war bejaend und eindeutig. Jedes Uternehmen welches dem ESG angeschlossen ist, kann gar nicht anders als pro Klimairrsinn zu propagieren, ein Abweichen würde dazu führen, daß das Unternehmen, nirgendwo mehr Kapital abstauben kann, da es markttechnisch betrachtet, von Kreditgebern isoliert wird. Viele Menschen reiben sich verwundert die Augen, sind irritiert, warum urplötzlich beliebte Label, sich dem Regenbogenvielfaltsaktivismus anschließen und ihre gesamte Propaganda….ups ich meinte natürlich Werbung, darauf ausrichtet uns auf die kunterbunte Vielfaltswelt einzuschwören. Mittlerweile gibt es kaum eine Werbung, in der nicht Schwarze, oder zumindest Farbige Meinschen, die Hauptakteure sind, so daß man sich manchmal vorkommt, als sei man mitten im tiefsten Afrika, anstatt im urweissen Europa. Man fragt sich dann, was die Unternehmen dazu verleitet, so exessiv pro Migration, pro Woke und sogar teilweise pro antiweiss zu sein, entsprechend eine Agenda brachial durchzudrücken, die auf große Ablehnung der Konsumenten trifft. Wie erwähnt laufen alle Fäden beim ESG zusammen, daher lohnt ein Blick auf die Organisation, die uns allen noch sehr viel Freude bereiten wird und von der wir dennoch noch viel zu wenig wissen.