
Erwartungsgemäß voll sind heute die Social-Media-Profile von netten, gutgemeinten Neujahrsbotschaften, heimeligen Bildchen und herzigen Sinnsprüchen. Man möchte einander schnell noch möglichst Positives und Erbauliches zurufen – einfach, weil man das gemeinhin so zu tun pflegt, an einem x-beliebigen 31. Dezember eines x-beliebigen Jahres. Das ist gewiß auch so in Ordnung, und angesichts unserer seit mindestens einem Jahrzehnt im unaufhaltsamen Abwärtsstrudel befindlichen Gegenwart auch mehr als verständlich. Was diesen Downfall des Westens angeht, so habe ich jenen im zurückliegenden Jahr wieder in teils enervierend erschöpfenden Texten zur Genüge seziert – und damit die Leselust vieler ausgiebig strapaziert. Daher gibt es hier und heute auch keinen zeitraubenden Jahresabsch(l)uss-Essay mehr, wenngleich ein langer Rückblick, bestehend aus retrospektiv eigentlich kaum mehr glaubhaften, aber nichtsdestotrotz völlig realen Fakten und Geschehnissen, nahezu fertig geschrieben vor mir liegt. Den mag ich aber dann doch niemandem mehr zumuten.
Von Westen, hinterm großen Teich, schickt immerhin gerade ein Funken Hoffnung sein freiheitliches Licht zu uns herüber – aber es wird bald weit mehr brauchen, als nur wartend und wünschend über einen zukünftigen, helleren Morgen schreibend zu sinnieren. Bald schon werden unsere europäischen Heimatländer von nackter Gewalt durchzogen sein, weil das Gros der Schlichtesten und Einfältigsten unserer Völker aus purer Dummheit Zerstörern, Räubern und Verbrechern zu höchsten Ämtern verhalf – die ihrerseits nun mit Ausdauer dafür sorgen, dass wieder andere Zerstörer, Räuber und Verbrecher unsere Länder bis fast zur Unkenntlichkeit transformieren. Dieser Schaden wird weder in unserer noch in der kommenden Generation zu beheben sein – was auszusprechen keine Schwarzmalerei, sondern einzig kalter Realismus ist. Man möge mir insofern verzeihen, wenn ich heute nicht in Feierlaune bin, keine Spaß-Memes poste und um irgend eine nächtliche Stunde auch keine Sektkorken knallen lasse. Vielleicht kommen diese Zeiten wieder; momentan bin ich mir darob allerdings nicht so sicher.
Schafseigenschaften der Mehrheit
Wer meine textlichen Gedanken über die Jahre ein wenig kennt, weiß, daß ich vor allem dem Gros des gemeinhin leider doch recht ordinären und dumpfen Volkes, welchem ich stets und vorbehaltlos Schafseigenschaften zuspreche, nicht sonderlich gewogen bin. Kurz: meine misanthropischen Züge kann ich nur schwer oder gar nicht verleugnen. Das ist Tatsache. Die Corona-Zeit war diesbezüglich für mich letztlich nur der finale, Augenöffner. „Verbietet uns endlich was!“, stand 2021 in Majuskel-Brüllschrift auf dem Plakat eines militanten Coronafetischisten geschrieben. Erinnert sich noch jemand? Mir ist dies bis heute unvergessen – steht diese bizarre Offenbarung für mich doch exemplarisch für die unermessliche Einfalt und Obrigkeitshörigkeit dieses Volkes, oder zumindest jenes Großteils erbärmlicher Menschen, die ich aus tiefstem Herzen verachte. Diese mindere Mehrheit ist der Bremsklotz am Rad der Veränderung; das Brett vor dem Kopf der Erkenntnis; das Knebeltuch vor dem Mund der Wahrheit; das Vorhängeschloß an der Tür zur Freiheit. Sie ist der Dolch im Herzen des Aufrechten.
Und heute? Gegenwärtig blöken sie wieder aus ihrem Stall – nach Zuckersteuer, Wärmesteuer, Fleischsteuer, Lichtsteuer und Glückssteuer; nach Geschwindigkeitsbegrenzung, Autoverbot, Böllerverbot, Heizungsverbot, AfD-Verbot, Denkverbot und Sprachverbot. Sie tun dies am allerliebsten, wenn es um neue Einschränkungen und Verbote geht und insbesondere gegen den Nachbar von vis-à-vis, den sie aus Gründen, die sie nicht einmal zu artikulieren imstande sind, einfach nicht leiden können. Wenn dann die nächste Verbotswelle das verdutzte Schaf selbst trifft, versteht das verdutzte Schaf nicht, wie das gerade passiert ist und warum es plötzlich in einer Diktatur, einem sozialistischen Kult oder in einer wahnhaften Sekte landen konnte, in der nur noch die Wölfe das Sagen haben.
Dahindämmern im trügerischen “Frieden”
Es ist exakt jenes Herdenvolk, welches uns Freie gängelt, tyrannisiert, anschwärzt und uns „Faschisten“ nennt. Noch immer begreifen das die wenigsten. Sie dämmern stattdessen in trügerischem „Frieden“ dahin, bis es unumkehrbar zu spät ist. „Wer nicht zu echtem Kampf fähig ist, ist nicht friedlich, sondern harmlos!“ Das Zitat bringt es auf den entscheidenden Punkt – der erst verstanden wird, wenn der Leidensdruck zu groß wird. Noch ist er es offenbar nicht; aber der Tag steht unmittelbar bevor.
So – nun ist der Artikel doch wieder länger geworden als geplant. Dabei hatte ich eigentlich vor, wie kürzlich geschrieben, in der stillen Zeit nur noch Erquickendes zu posten! Das ist wohl gerade gescheitert… mea culpa! Deshalb final: Auch wenn dieser Text jetzt nicht mehr so recht zum obigen Beitragsbild passen will, möge jenes von mir selbst aufgenommene Foto (siehe Bildunterschrift) eventuell dennoch für etwas Frohsinn und jahresendzeitliche Wonne sorgen. Mir gibt der vertraute Blick durch dieses winzige Fenster meines 400 Jahre alten Hauses stets innere Ruhe und einen kurzen Glücksmoment. Vielleicht kann ich davon, gerade nach den etwas düsteren Worten, etwas an meine Leser abgeben. In diesem Sinne: Auf ein Neues! Hoffen wir, dass das kommende Jahr wenigstens ein paar Lichtblicke bringt. Das wäre schon was. Gebrauchen können wir‘s jedenfalls alle.
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9 Antworten
Hört vor allem in gleichgesinnten Kreisen auf, Euch gegenseitig das Leben schwer zu machen! Besinnt Euch darauf, was im Leben wirklich wichtig ist (Freundschaft, Zusammenhalt, Erlebnisse) und lasst Euch nicht verbiegen! Das schon mal eine ganze Menge und gar nicht so schlecht!
„Den mag ich aber dann doch niemandem mehr zumuten.“ Wir sind Hartes gewöhnt, also auf.
Noch etwas zu dem Bild oben. Es tut einfach nur gut. Wenn es in der Stube warm ist und gemütlich ein paar Kerzen brennen kann ich mir diese schöne Weihnachtsstimmung sehr gut vorstellen. Mir ist diese Stimmung schon gefährdet, weil ich überall wo ich hinkomme nur noch überflutet werde. Ob das im Einkaufszentrum ist, wo sich die goldenen Weihnachtsbäume nur so stapeln, oder ob das in der Innenstaft dieser Kleinstadt ist, die ebenfalls lichtüberflutet ist. Auch der Andre Rieu, dessen frühere Weihnachtssendungen (1998) ich gern gesehen habe, ist protzig geworden. In der Öffentlichkeit ist Weihnachten schon längst ersetzt durch eine Lightshow. Und das dürfte in den nächsten Jahren auch noch Weihnachten den Garaus machen. Naja, wir versuchen das, so weit es noch geht, für uns privat noch nach alter Weise zu machen.
Ich bin leider zu alt, aber ich hätte mir gewünscht, jetzt im Alter, noch einmal Weihnachten wie in meiner Kindheit zu erleben. Wenn man bedenkt, wie lange es schon Weihnachten gibt, wie lange es relativ konstant gelaufen ist (Ludwig Tieck 1791) und wenn man jetzt zusehen muß wie es von geisteskranken Leuten binnen weniger Jahre zerstört wird, kann man nur hoffen das sich deren Geisteskrankheit bis zum Wahnsinn fortsetzt.
Einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Keine komplizierte Technik, kein Fake; nur mit meinem älteren iPhone geschossen. …
Ja, ist erstmal ok, aber…
Auf Rollfilm (100ASA) 6X9 mit z.B. angesetzem Sternfilter und etwa Bl11 bei ca 8sec BelZeit (Drahtauslöser) kommt auch was schönes raus.
Und Vorteil, die Aüflösung ist gigantisch größer als bei einer besch*** Telefonoptik!
Tip-> Zeiss Ikonta 6×9 Rollfilmkamera mit Zentralverschluss
…Guten Rutsch ins neue Jahr an alle Autoren, Leser und Kommentatoren.
Werter Herr Schneidereit, ich habe mich sehr gefreut, zum Jahresende noch einen Artikel von Ihnen auf Ansage! vorzufinden. Wie schon alle vorhergehenden konnte ich auch diesen in keiner Weise negativ finden und hätte deshalb gerne auch Ihren Jahresrückblick gelesen. Die Ruhe, die Ihnen offenbar der Anblick der Natur und die unzerstörbare Gesetzmäßigkeit des Laufs der Himmelskörper vermittelt,
drückt sich auch in all Ihren Artikeln aus. Und das ist wunderbar!
In den zurückliegenden Jahren sah ich dem vor uns liegenden neuen Jahr immer mit mehr oder weniger Unbehagen entgegen. Das ist diesesmal erstaunlicherweise anders. In mir herrscht Ruhe trotz der Dinge, die kommen werden.
Ihnen und allen Autoren sowie den Lesern von Ansage! wünsche ich für das kommende Jahr viel Kraft und Schutz von ganz oben!
Alles Gute für Sie Herr Schneidereit fürs Neue Jahr! Es wird eines der schwersten! Vertrauen Sie mir! Ich komme aus der Zukunft…
Mein Silvester :
Zehn Dosen Bier (so fühle ich mich heute morgen auch , zusätzlich zu dem Mist den ich morgens sowieso immer an der Backe habe , wie verdaut und ausge xxxxx),
Um 23 Uhr waren wir im Bett , nachdem ich stundenlang den Hund beruhigen musste , der knurrend und winselnd neben mir lag.
Dann doch noch eine furchtbar lange Nacht mit Geknalle und einem aufbellenden Hund…
Und dem Wissen dass dieses Jahr alles noch schlimmer wird als letztes.
Also, ich kann den Artikel voll und ganz nachvollziehen!
Danke für diesen ehrlichen und wahrhaften Bericht. Ich sehe es genauso wie Sie, und doch muß ich immer wieder diese „Etikette“ bewahren. Wegen der Hoffnung … (?) Aber meine Verzweiflung wird in Wahrheit immer größer. Vor allem beim Beobachten der Menschen – egal, ob im Familien- oder „Freundes“-Kreis. Es ist ein Trauerspiel.
Herzliche Grüße von
Inge Schwarzenböck
Hubig will wegen Volksverhetzung das Wahlrecht absprechen
Schon der Termin ist auffällig. Ein Gesetzentwurf, der am 30.12. veröffentlicht wird, kann nichts Gutes beinhalten. Und das, was angeblich vor allem Ärzte und Sanitäter schützen soll, ist wieder einmal ein Paket mit vielfach bedenklichem Inhalt.
https://rtde.press/inland/266245-hubig-will-wegen-volksverhetzung-wahlrecht/
ZITAT: „Wer nicht zu echtem Kampf fähig ist, ist nicht friedlich, sondern harmlos!“
Mit anderen Worten: Gewalt ist keine Lösung, so lange man sie nicht anwendet.
ZITAT: „Keine komplizierte Technik, kein Fake; nur mit meinem älteren iPhone geschossen. …“
Ja genau, keine komplizierte Technik. Die ersten IPhones waren noch pure Elektromechanik. 🙂