Nachruf

Nachruf

Am Ende: Mehr tot als lebendig ist diese Kanzlerschaft (Foto:Imago)

Friedrich steht vor dem Aus. Das kann er nicht überleben. Ein „Herbst der Reformen“ wird trotzdem nicht kommen. Wahrscheinlicher ist die Sintflut. Woran wird man sich beim Namen Merz erinnern? Vielleicht an die Kurzversion der Vita: Da tritt einer tönend als Freimaurermeister an und mauert so lange an der Brandwand herum, bis man oben nur noch einen Deckel draufsetzen muss. Fertig ist die Gruft. Türen waren nie vorgesehen. Wer kann, verlässt jetzt die Baustelle. In der Luft hängt nur noch Geruch von Verwesung. Ende.

Man könnte es natürlich auch etwas ausführlicher machen und ein paar „Einordnungen“ zu den Stationen eines Kanzlerversagens abgeben. Etwa so: Nach Stall riecht er nicht, der Friedrich. Man mag ihn nicht in der Partei. Er gilt als Sonderling. Er schleppt die Demütigungen durch Mütterchen Merkel mit sich, wie England die verlorenen Elfmeterschießen. Irgendwann reicht es doch zur Kandidatur. Die Regentschaft aber steht unter keinem guten Stern. Merz stolpert ins Amt. Als erster deutscher Kanzler wird er nicht gewählt. Um den nackten Kaiser doch noch auf den Thron zu hieven, muss hastig die Geschäftsordnung des Bundestags geändert werden. Die Wahl wird wiederholt. Nun “stimmt” das Ergebnis. Gut wird nichts. Die ”letzte Patrone der Demokratie” erweist sich – exakt so, wie von vielen vorhergesagt – als Rohrkrepierer.

Keine Netzwerke, keine Ideen

Der Frühstücksdirektor sieht zwar aus wie ein akzeptabler Führer, aber er führt nicht. Er kann das nicht. Hinter der Denkerstirn verbergen sich eine überbordende Selbstüberschätzung und viel heiße Luft. Seinem Agieren zuzusehen bereitet Schmerzen. Mal versucht er, Donald Trump zu imitieren, mal will er Politik aussitzen wie Angela weiland, mal wirkt er in seiner simulierten Entschlossenheit (“Lassen sie es mich in aller Deutlichkeit sagen!”) noch zerknitterter und unglücklicher als sein wortkarger Vorgänger mit der Aktentasche. Friedrich der Unbelehrbare spinnt keine Netzwerke, er hat keine Ideen, er tut für das Land rein gar nichts, sondern er erschafft sich mit atemberaubender Treffsicherheit einen Gegner nach dem anderen.

Als selbsternannter „Außenkanzler“ erarbeitet er sich beim Konzert der Großen auf der Weltbühne mit beharrlichem Geschwätz und dümmlichem Grinsen den Status einer drapierten Topfpflanze. Bald verliert er auch den. Er wird einfach nicht mehr eingeladen, wenn es um irgendwas geht. Zu Hause bei den Kartell-Linken und den Staatsmedien verdirbt er es sich mit gelegentlichen großspurigen Ankündigungen, “konservative” Politik zu machen. Die ist ihm von seinen Wahlverwandten untersagt.

Verlässliches Zurückrudern

Er schafft es dennoch irgendwie, in den urbanen Milieus als Beinahefaschist zu gelten, den man beobachten muss. Seine Parteibasis wiederum brüskiert er mit dem verlässlichen Zurückrudern und endlosen Ergebenheitsadressen an eine “sensible” sozialdemokratische Trümmertruppe mit absonderlichsten Figuren an der Koalitionsspitze. Und bei seinen Wählern schließlich verspielte er in Rekordzeit sämtliches Kapital mit der dreisten Verkehrung sämtlicher Wahlversprechen in ihr Gegenteil.

Statt Schuldenbremse gibt es Rekordschulden. Statt geschlossener Grenzen offene. Statt Abschiebung massenhafte Einbürgerung. Statt weniger Bürokratie gibt’s Behördenaufwuchs. Aus Steuererleichterung wird noch weniger Netto vom Brutto. Aus “Links ist vorbei!” wird die endgültige “Beerdigung von Rechts”. Am Ende hat er nicht, wie versprochen, die AfD halbiert, sondern die eigene Partei.

Sog des Ertrinkenden

Den ultimativen Schlusspunkt setzt er nun mit einem grotesk dilettantischen ad-hoc-Umbau seiner Regierung, bei dem alle Betroffenen dort landen, wo sie erklärtermaßen nie hinwollten. Begründung gibt’s keine. Ihm war halt so. Dem Merz. Die Desavouierten, Genötigten, Vorgeführten und Vergewaltigten versuchen sich irgendwie noch dem Sog des bereits Ertrinkenden zu entziehen. Gequält lächeln sie in die Kameras. Merz zieht durch – und sinkt und sinkt. 12 Prozent Zufriedenheit mit seiner Arbeit sind bereits ein statistisches Negativ-Novum im Land. Wohin soll’s noch gehen? Merz wird jetzt schon von seinen eigenen Parteiverbänden in durchgesteckten Schreiben demonstrativ zur persona non grata erklärt.

Nein, das kann er nicht überleben. Es sei denn, irgendeine Interessengruppe schiebt ihn noch ein paar verzweifelte Monate lang wie den seligen Joe Biden in die Abendnachrichten und lässt eine Signaturmaschine auf den Autogrammkarten unterschreiben. Ein solches Unterschriftengerät heißt übrigens „Autopen“. Eine Autopsie des Kanzlers wird damit vermutlich nicht angeordnet. Madame Tussauds hat bereits ihr Desinteresse an einer Wachsfigur erklärt. Und Gunther von Hagens hatte ihn auch nicht auf der Liste.

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10 Kommentare

  1. Apropos „sozialdemokratische Trümmertruppe“:
    Die SPD, die rasant an Zustimmung verliert, hat vorgeschlagen, die 5%-Hürde für Parteien abzusenken. Die Linken begrüßten diesen Vorschlag ausdrücklich.

    Klar: So ein Selbstrettungsmechanismus für Wahlverlierer ist dringend erforderlich, um „unsere Demokratie“ zu stärken.
    (Spott aus)
    😜

  2. Er wird das überleben.
    Denn in den Blockparteien ist niemand in Sicht, der diesen Job machen kann und auch will.
    Der Verkehrsministerkandidat war nur der Anfang. Immer mehr Ratten werden das sinkende
    Schiff mit vollen Taschen verlassen. Bestes Beispiel Spahn.
    Und der sogenannte „Kabinettsumbau“ ist der letzte Versuch noch ein paar Getreue an sich
    zu binden bevor die Koalition (der Willigen) auseinanderfliegt.
    Ein Sonnenkönig im Berliner Traumschloss (BKAmt) mit des Kaisers neuen Kleidern.
    „Der Staat bin ich“. Zumindest bis zum endgültigen Zusammenbruch.

  3. @Das kann er nicht überleben.
    warten sie es ab – der hat noch genug zeit und Muße, das Land aufzulösen und in die Obhut der EU zu übergeben nach Art23GG .
    Und da werden auch alle mitmachen, denn sie haben bei den Corona-verbrechen, den Klima-Betrügerein auch alle mitgemacht – sie können nicht zurück !
    Dieses angebliche Kritisieren an merz ist nur nach dem Vorbild des Young-global-Leader Kubicki – rechts volkstümlich grummeln und dann links abstimmen!
    Es geht nur um die Frage, wie sie AFD verhindern, nicht um das ob !

    1. Sie denken zu negativ.

      Ihre Gedanken senden Energien aus, die vom Universum reflektiert werden und auf Sie zurückkommen.
      Je mehr negative Gedanken Sie aussenden, desto wahrscheinlicher ist es, daß Sie erleben werden, was Sie am meisten fürchten.
      Das gilt jederzeit für alle und für jeden.

      Und wenn ein ganzes Volk solche Gedanken aussendet, rauscht es früher oder später ins Verderben.
      Die Deutschen scheinen mit fast jedem Unheil in Resonanz zu sein. Darum wird es ihnen schlecht ergehen. Mal wieder!
      — — —
      Bin gespannt, wieviele Dislikes ich für diesen Kommentar kassieren werde.
      Diese werden dann nur bestätigen, was ich oben dargelegt habe.

    2. Grundgesetz Art. 23 in der Originalfassung vom 23. Mai 1949

      „Artikel 23

      Dieses Grundgesetz gilt zunächst im Gebiete der Länder Baden, Bayern, Bremen, Groß-Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern. In anderen Teilen Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen."

      Und was steht da heute drin? Finde den Fehler!!!

      Nun ja, der Plan war über eine Fiskal- bzw. Währungsunion in Anlehnung der USA ein „Vereinigtes Europa“ den Nationalstaaten überzustülpen. Nur leider ist das Unternehmen inzwischen krachend gescheitert, da einige der EU-Länder ihre Hoheitsrechte nicht (vollumfänglich) an diese „Institution“ abtreten wollen. Inzwischen ist sogar ein früheres EU Land aus diesem unsäglichen Konstrukt ausgetreten!

      Es kann meiner Meinung nach nicht angehen, dass Hoheitsrechte ohne Zustimmung vom Volk in die Hände Dritter gegeben werden kann.

      Wer in die Geschichte zurückblickt weiß, dass bisher ALLE „Großreiche“ als auch Währungsunionen gescheitert sind – und die „EU“ mit Sicherheit keine Ausnahme bleiben wird.

      Carpe diem.

  4. Merz steht hinter seiner eigenen Brandmauer und brennt lichterloh. Weil ihm das nicht reicht, shüttet er noch Benzin über sich. Der Typ war der größte Fehlgriff, den das Volk je gewählt hat. Aber der Fritze macht brav was ihm aufgetragen wurde: Er transformiert das Vermögen der Bürger zu Black Rock! Mehr war auch nie angedacht. Der Rest der Politclowns in Berlin und sonstwo kämpft brav gegen RÄCHTS und blendet den Terror von Links aus. Hauptsache der Bürger zahlt!

    1. „Der Typ war der größte Fehlgriff, den das Volk je gewählt hat.“

      Das Volk hat diesen umstrittenen, mutmaßlich Kanzlernden nicht gewählt.

      Ich darf daran erinnern, daß der Kanzler von der stärksten Partei gestellt und vom Parlament gewählt wird.
      Das Wahlvolk kann darauf mit seinem Wahlverhalten nur indirekt Einfluss nehmen.

      Wer bei der letzten Wahl CDU gewählt hat, hat geholfen, diesen Fritze ins Amt zu hieven.
      Jeder mit etwas Restverstand wußte, daß der Typ eine Luftpumpe ist.
      Offenbar ist Verstand in Deutschland ziemlich wenig vorhanden.

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