„Nicht genesen“ trotz Antikörpern: Wie Immune zur Impfung gezwungen werden

Die Spritze muss in den Arm: Kerngesund, Antikörper – aber trotzdem impfreif (Foto:Imago)

Es ist ein Dauerbrenner-Thema, das vor allem Genesene seit langem umtreibt, deren Corona-Infektion länger als sechs Monate zurückliegt: Diese brauchen nämlich zusätzlich zum amtlichen „Genesenenzertifikat“, das während des ersten Halbjahrs seit der Erkrankung als Immunitätsnachweis genügt, zwingend die Impfung. Allerdings nicht in zwei Dosen, sondern bei ihnen genügt nur eine, in Verbindung mit der das besagte, eigentlich abgelaufene Genesenenzertifikat dann unbefristet als vollwertige „Impfbescheinigung“ wirkt. So will es die deutsche Gesundheitsbürokratie. Was auf den ersten Blick nachvollziehbar wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen – wie so vieles in dieser sogenannten Pandemie, die als grandioser Testlauf des politischen Schwachsinns durchgehen könnte – als eine unsinnige, grotesk vordergründige und willkürliche Regelung.

Denn: Entscheidend dafür, ob und wie lange eine genesene Person vor Reinfektion und Weitergabe des Virus geschützt ist, ist die Indikation einer erworbenen körpereigenen Immunität. Deren Nachweis erfolgt durch einen Bluttest, den sogenannten Antikörpertest, in dem der Antikörper-Tither bestimmt wird (zumeist in der standardisierten Einheit „Binding Antibody Units“ pro Milliliter, kurz „BAU/ml“). Der Normwert sollte hierbei bis 25,6 BAU/ml liegen, unter 10 gilt er als sehr gering, bei Frischgeimpften oder Genesenen kurz nach überstandener Erkrankung kann er im Bereich von 1.000, 2.000 BAU/ml oder höher mehr liegen.

Allerdings ist eigentlich schon das Vorhandensein von sehr wenigen Antikörpern grundsätzlich ausreichend, da Immunglobuline und spezifische Zellen im Immunsystem (wie jedem noch aus dem Schulunterricht bekannt sein dürfte) über eine Art „Gedächtnis“ verfügen – und immer dann, wenn es zu einer Erregerexposition kommt, passgenau und blitzartig Antikörper produzieren können. Ein hoher Tither von Sars-CoV2-IgK-Antikörpern ist also nicht gleichbedeutend mit einem besonders „kräftigen“ Schutz, sondern verweist nur darauf, dass kürzlich ein Viruskontakt stattfand, der vom Körper angemessen bewältigt wurde. Umgekehrt wiederum sagt ein niedriger Tither nichts über eine fehlende Immunität aus.

Missverständnisse um den Antikörperspiegel

Die deutsche Regelung zur Einstufung als „Genesener“ – mit allen sich daraus ergebenden schwerwiegenden Folgen im Kontext der nun geltenden 3G- und bald de facto 2G-Regeln – orientiert sich jedoch überhaupt nicht am individuellen und konkreten Antikörperbestand einer Person. Sondern sie rechnet stur einen Zeitraum von sechs Monaten seit behördlicher Erfassung der Infektion per PCR zurück (plus einem Krankheitszeitraum nebst Puffer von insgesamt 28 Tagen), um so das „Verfallsdatum“ des Genesenenstatus zu definieren. Wessen Infektion älter ist, der muss sich zwingend (mindestens einfach) impfen lassen, um weiterhin als „genesen“ durchzugehen – und zwar unabhängig von seiner Antikörperanzahl. Grund hierfür ist die ebenso sture wie stupide Pauschalannahme, nach sechs Monaten wäre jemand auf natürlichem Weg „vermutlich“ nicht mehr ausreichend geschützt gegen das Virus (dies übrigens in Analogie zu den künftigen Auffrischungs- oder Folgeimpfungen, die eine angenommene nachlassende Wirkung der Erst- und Zweiimpfungen kompensieren sollen).

Selbst wenn sich der Betreffende nun per sporadischem Antikörpertest – der auf eigene Kosten durchzuführen sind und rund 22 Euro kostet – regelmäßig seinen Titherwert abchecken lässt und sich besagter innerhalb (bzw. sogar oberhalb) des Normwerts bewegt, kann er sich dadurch keinesfalls von der Pflicht zur Impfung befreien lassen – und das, obwohl er den wissenschaftlich eindeutigen Nachweis erbracht hat, dass die pauschale Vermutung einer nach spätestens sechs Monaten nachlassenden natürlichen Immunität in seinem individuellen Fall widerlegt ist. Dass die Impfung (und damit die zusätzliche Konfrontation des bereits auf Sars-CoV2 trainierten Immunsystems mit künstlichen Antikörpern und Spike-Proteinen) unter dieser Voraussetzung nicht nur überflüssig ist, sondern sogar grob kontraindiziert und potentiell gefährlich sein könnte, interessiert die Impfpolitik nicht.

Ebenso wahllos und unlogisch ist auch das einzige Kriterium, an dem eine „überstandene Infektion“ festgemacht wird. Denn dieses muss ein positiver PCR-Test sein, der – siehe oben – eben maximal ein halbes Jahr alt sein darf, um hierauf einen Genesenenstatus zu begründen. Ausgerechnet dieses inzwischen von vielen Ländern gar nicht mehr als valider Nachweis anerkannte Verfahren – mit seiner Fehleranfälligkeit und daher nur bedingten, weil interpretationsabhängigen Aussagekraft (Stichwort Zyklenzahl und cT-Wert) – ist sozusagen die „Zulassungsvoraussetzung“ dafür, dass die Immunisierung durch durchgemachte Infektion anerkannt wird. Dadurch jedoch werden alle nicht „ertesteten“ Fälle unbemerkt überstandener, asymptomatischer Corona-Infektionen einfach ignoriert –  die inzwischen bei einen nennenswerten Anteil der Bevölkerung vermutet werden, gerade bei den Jüngeren. All diese sind zwar auch „genesen“, doch ihnen hilft aus de vorgenannten Gründen nicht einmal ein positiver Antikörpertest als Nachweis der überstandenen Infektion: Aus Sicht des Corona-Staats gelten sie unter keinen Umständen als Genesene, sondern als „normale“ Ungeimpfte.

Künstlich geleugnete Genesene als zusätzliches „Kanonenfutter“ für die Impfung

Diese medizinisch unsinnigen und irrationalen Rechtsnormen dienen – na was wohl – ausschließlich pharmazeutischen Interessen. Es geht um die Offenhaltung einer möglichst großen Impfzielgruppe, um im wirtschaftlichen Interesse der Hersteller möglichst viele Vakzine an den Mann zu bringen und zu verimpfen, und da bedeutet jeder valide Nachweis einer bereits auf natürlichem Wege erworbenen Immunität einen Impfstoff-„Abnehmer“ weniger. Und sollten sich bei einem womöglich großen Teil der Deutschen (vor allem der Kinder und Jugendlichen als nächster Kernzielgruppe der Impfkampagne) Antikörper finden, dezimiert dies natürlich die Zahl der potentiellen Ärmel-hoch-Kandidaten. Deshalb hat das Corona- und Impfregime keinerlei Interesse an echten Zahlen geschweige denn an einer systematischen Ausleuchtung eines riesigen Dunkelfelds von bereits unbemerkt Genesenen – und eben auch nicht an der Anerkennung des Antikörpertests zum Nachweis der Immunisierung.

Die geltende Regelung widerspricht allen Standards unabhängiger Wissenschaft grob, konstatiert die Diplom-Biologin und Wissenschaftsjournalistin Cornelia Stolze am Montag in einem lesenswerten Beitrag für die „Berliner Zeitung„. Dass Millionen von Menschen seit Anfang 2020 „bemerkt oder unbemerkt eine Corona-Infektion durchgemacht“ haben, schütze sie wissenschaftlichen Studien zufolge gut gegen Sars-CoV-2: „Sogar besser als zweifach Geimpfte„, so Stolze. Dass die Regierung dennoch Genesene um jeden Preis zum Impfen bringen wolle, sei „gegen jede Logik„, schimpft sie: Es sei nicht zu fassen, dass anerkannte Nachweise für Immunität nach einer Infektion „dafür eigens zu Beginn der Impfkampagne per Verordnung für ungültig erklärt“ wurden. Genau dies aber war und ist offenbar der Plan.

Das Thema, schreibt die Autorin, betreffe übrigens keineswegs nur eine Randgruppe der Gesellschaft: Tatsächlich gelten alleine nach offiziellen Angaben des RKI fast 3,7 Millionen Personen in Deutschland als Genesene. In Wirklichkeit dürfte es jedoch fast jeder zehnte Bundesbürger sein, so Stolze – weil seit Beginn des Corona-Zeitalters nur ein Bruchteil der Infizierten von den Gesundheitsbehörden tatsächlich erfasst wurde. Dies wurde etwa in der ELISA-Langzeitstudie von Forschern der Universität Lübeck dokumentiert: Bereits zu Beginn der sogenannten Pandemie waren demnach nur 10 Prozent der Infektionen entdeckt worden. „90 Prozent aller Fälle gingen also überhaupt nicht in die Statistik des RKI ein“, so Stolze. Knapp ein Jahr später lag die Dunkelziffer dann noch immer bei 30 Prozent. Die Biologin: „Rein rechnerisch könnten demzufolge ohne weiteres 7 bis 8 Millionen Menschen in Deutschland inzwischen auch ohne Impfung gegen SARS-CoV-2 geschützt sein.

Für die Impfindustrie wären all diese Menschen ein blinder Fleck in ihren Bilanzen. Abhilfe schafft da die deutsche Politik mit Rechtsverordnungen, die wunschgemäß auch Kerngesunde und natürlich Immunisierte zur Spritze nötigt. Wer in dieses System noch Vertrauen aufbringt, der hat die Impfung samt Nebenwirkungen wahrlich verdient. (DM)

7 KOMMENTARE

  1. es geht nicht um Gesundheit und medizinische Notwendigkeit – es geht darum, eine Gen-Therapie zu erzwingen, die durch Gen-Manipulation aus Menschen Dinge macht, die von weiteren Therapien abhängig sind. Vorbild : Jem’Hadar, abhängig von der regelmäßigen Dosis „White“.
    Wer sein Immunsystem per Therapie zerstört hat, wird ständig weitere „Impfung“ genannte Therapien brauchen. Die erste Schritt finden sie in der „3. Impfung“ oder „Booster“ oder der „Impfung für alle“, über die der Bankier gerade tönt.
    Schlimm – oder zumindest lehrreich – ist es dann, wieviele kleine Affen sich jetzt Aufplustern und ihre Inkompetenz durch CORONA-Machtspiele ausspielen – erinnert an „die Welle“ !
    Ich hoffe, daß sich möglichst viele daran erinnern – diese Corona-Fanatiker sind für jedes Amt ungeeignet und werden hoffentlich bald ins Vergessen geschickt – die Wahl im September wird darüber entscheiden, of der Terror weitergeht!

  2. Kann man dagegen klagen? Die Arzte für Aufklärung müssten doch sachdienliche Fakten und Kenntnisse haben?

    • Nein, du kannst nicht dagegen klagen. Der europäische Gerichtshof nimmt Klagen aus Deutschland gar nicht erst an. Merkel hatte sie unlängst zum Essen eingeladen und somit bestochen. Somit kann sie sich sicher sein das nichts gegen sie unternommen wird und wir können sicher sein das wir keine Menschenrechte mehr haben.

      • Soweit ich gelesen habe, hat Merkel die Verfassungsrichter des BverfG zum Essen eingeladen. Es werden außerdem Klagen vor dem Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte vorbereitet oder sind wohl sogar schon anhängig, wenn das keine Fakenews waren.

  3. Helga, das Recht wird nach Belieben gebrochen, „sachdienlich“ war einmal. Du kannst aber etwas tun, nämlich die Stimmung an Deinem Wohnort (oder Nachbarort) kippen, in 2 Wochen ist der Wahnsinn gestoppen, in 5 Wochen sind die Politiker auf der Flucht: https://youtu.be/sFI5i6QSZSA

  4. Fangen wir endlich alle an zu beten! Gott setzt Regierungen ab und Regierungen ein.
    Gegen dieses satanische Regime kann nan nur mit Gott gewinnen.
    Und unser Dreieinige Gott ist keinesfalls ein Gegner für Satan, denn Gott hat Satan als Erzengel Luzifer geschaffen. Dieser wollte sein wie Gott, aber Jesus hat ihn am Kreuz besiegt und öffentlich zur Schau gestellt.
    Deshalb sagt Jesus in Matth.28/18: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.“
    Also rechnen wir mit Gott, ER wird das Blatt wenden!

  5. Es ist absolut nicht erklärbar, warum sie absolut JEDEN impfen wollen, sogar Genesene. Die einzige Erklärung die ich inzwischen dafür gefunden habe: sie wollen keine Kontrollgruppe mehr, weil dann nämlich durch Vergleich festgestellt und bewiesen werden könnte, dass die Impfungen mehr schaden als nutzen und man ihnen dann den Prozess machen könnte.

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