
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass: Daran könnte man denken, wenn man im “Spiegel” über „Gebete, Gebote, Gruppenzwang“ liest. Im Teaser zum Artikel heißt es: „Sie verbieten Mitschülern das Pausenbrot, boykottieren den Musikunterricht oder ignorieren weibliche Lehrkräfte. Religiöse Konflikte mit streng muslimischen Schülern fordern Schulen heraus.“ Das klingt erfrischend ehrlich. Dass der “Spiegel” gelegentlich in homöopathischen Dosen Wahrheit in seine Artikel einbaut, ist jedoch nichts Neues; entscheidend ist, ob das Magazin diese Wahrheit anschließend „einordnet“ oder „kontextualisiert“, sprich: sie ein kleines bisschen weniger wahr oder zumindest ein kleines bisschen weniger bedrohlich aussehen lässt. Genau das ist hier der Fall: Eingangs erfahren wir über eine ungenannte Grundschule in Norddeutschland, dass sich dort die Unterscheidung zwischen haram (verboten) und halal (erlaubt) breitmacht. Eine schockierte Schulleiterin berichtet, dass einige Schüler darauf achteten, ob sich die Mädchen züchtig kleideten, ob jemand Schweinesalami auf seinem Pausenbrot isst, und dass sich im Falle einer Weihnachtsfeier Unmut rege. Die Direktorin will nicht, dass ihr Name genannt wird, denn sie befinde sich in einem „Spagat“: „Wer versuche, dominanten Jugendlichen entgegenzutreten, die vermeintlich muslimisch korrekte Lebensweisen propagierten, werde von ihnen schnell als Rassist oder Nazi beschimpft. Wer Missstände öffentlich anspreche, laufe Gefahr, dass Neonazis und Rechtspopulisten sie instrumentalisierten.“
Wie es im Artikel weiter heißt, häuften sich derartige Vorfälle. In Essen gab es die Forderung nach einem geschlechtergetrennten Abiball, in Hamburg habe es sozialen Druck zum Fasten im Ramadan und eine Ablehnung des Musikunterrichts gegeben. Eine Studie kam zu einem brisanten Ergebnis: „Ein Viertel der Befragten berichtete zudem von islamistischen Tendenzen, etwa von Frauen- und Queerfeindlichkeit, Antisemitismus und Ablehnung von Demokratie und Menschenrechten, die mit dem Islam begründet werden.“ Bei genauer Lektüre stößt man schnell auf das Kleingedruckte im Text. Gleich zweimal findet man im Artikel das Wörtchen „vermeintlich“, und beide Male wird es – wie im “Spiegel” üblich – synonym mit „tatsächlich“ verwendet.
“Angeblich” bedeutet beim “Spiegel” eigentlich ”tatsächlich”
Das fängt an, wenn „vermeintlich muslimisch korrekte Lebensweisen“ genannt werden. Ist die Unterscheidung zwischen halal und haram etwa nicht im Koran verankert? Der Ramadan oder die Verschleierung? Und sehen die wichtigsten islamischen Autoritäten es etwa anders, was die Befolgung dieser Richtlinien angeht? Will der “Spiegel” hier selbst den Islam besser verstanden haben als die Muslime selbst? Und ist es nicht schon fast Neokolonialismus, wenn man meint, es besser zu wissen? Gleich darauf heißt es: „Die AfD griff die Konflikte jeweils auf, um vor einer angeblichen Überfremdung und Islamisierung Deutschlands zu warnen.“ Wieso nur angeblich? Denn direkt danach lesen wir: „Ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Zuwanderungsgeschichte, unter jungen Menschen ist der Anteil noch höher. Das zeigt sich auch in der religiösen Vielfalt in den Klassenzimmern. Bedrohen streng muslimische Jugendliche mit reaktionären Wertvorstellungen den Schulfrieden in Deutschland?“
Die angebliche Überfremdung ist demnach eine tatsächliche Überfremdung. Das zeigen Zeilen wie diese, aber auch eine spätere Schilderung, dass an einer Hamburger Schule fast alle Weltreligionen vertreten und in einer Klasse Christen die Minderheit seien. Und was soll an der Islamisierung „angeblich“ sein? Wenn in einer Schulklasse islamische Wertevorstellungen durchgesetzt werden, dann ist das genau das: Islamisierung. Und wenn es in den Augen des “Spiegel” keine Islamisierung sein soll – was denn dann? Etwa die Ausrufung des Kalifats? Dann dürfte man zwar eine Islamisierung beklagen, doch wäre es bereits zu spät. Diese Taktik, zunächst die Missstände zu benennen und anschließend abzuwiegeln, zieht sich auch bei diesem “Spiegel”-Artikel durch den gesamten Text. Die Autorin der genannten Studie meint beispielsweise, die mediale Berichterstattung sei “sehr stark, auch affektiv aufgeladen,“ Und überhaupt: „Es ist eine kleine Gruppe, die mit ihrem Verhalten das Ansehen von vielen muslimischen Jugendlichen beschädigt.“ Im Klartext soll das wohl bedeuten: Wenn Muslime Nicht-Muslime mobben, sind irgendwie doch am Ende wieder die Muslime die eigentlichen Opfer und nicht etwa die Täter.
Erhebliche Verrenkungen
Eine andere Religionswissenschaftlerin will „pragmatische Kompromisse“, also zum Beispiel den sogenannten Burkini im Schwimmunterricht; wohl beruhigen sollen uns zwei junge Frauen, von denen die eine muslimisch, die andere russisch-
orthodox ist und die laut “Spiegel“ als beste Freundinnen als Streitschlichterinnen an ihrer Schule arbeiten. Natürlich gibt es auch solche Erfolgsgeschichten; doch diese können über einen generellen Trend nicht hinwegtäuschen. Ein Vertreter der Hamburger Schulbehörde wiegelt ab: „Ein religiöser Konflikt ist nicht gleich Extremismus“ und „Mobbing bleibt Mobbing, egal ob es religiös begründet ist oder anders.“ Und was ist schlimmer als Islamismus? Na klar: Der Rechtsextremismus. Der “Spiegel” will also wieder mal Probleme anerkennen, ohne grundsätzliche Fragen zu stellen. Wer jahrelang die Realität verleugnete, kann eben nicht von einer Sekunde auf die andere aufwachen.
Schon während der Flüchtlingskrise waren beim Magazin erhebliche Verrenkungen zu erkennen gewesen. Beispielsweise wurde da ein Professor zitiert, der forderte, dass deutsche Kinder künftig Arabisch lernen müssten: „Wären Deutsch und Arabisch gleichberechtigte Unterrichtssprachen, würden sich Kinder in Deutschland schon jetzt auf den tief greifenden Wandlungsprozess des Nahen Ostens vorbereiten. Durch das Erlernen der arabischen Sprache ‚empfehlen wir uns und unsere Kinder als wirtschaftliche, kulturelle und politische Partner, die diesen Transformationsprozess begleiten können.‚“ Befürchtungen, durch die vielen Flüchtlinge drohe ein Abfall des schulischen Leistungsniveaus, seien überzogen, hieß es außerdem. 2016 schätzte man den Flüchtlingsanteil unter deutschen Schülern auf gerade einmal zwei Prozent. Damals waren vorwiegend junge Männer in Deutschland angekommen, und es war absehbar, dass diese ihre Familien im Abstand von einigen Jahren nachholen würden. Hingegen sei es ein Problem, dass man die Flüchtlinge vorwiegend auf Hauptschulen schicke: „Andere begründen die ungleiche Verteilung mit dem reichlich schiefen Argument, wonach Haupt- und Realschulen bereits viel Erfahrung mit der Integration von ausländischen Schülern hätten. Kurz: Die Gymnasiasten in den gut situierten Stadtteilen bleiben zumeist unter sich, die Schulen in den Problemvierteln bekommen durch die neuen Schüler noch mehr Aufgaben zugeteilt, als sie ohnehin schon zu bewältigen haben.“ Das reichlich schiefe Argument hat jedoch eine Entsprechung in den deutlich schlechteren schulischen Leistungen der Neuankömmlinge.
Freudig heruntergebetene Jubelmeldungen
Außerdem wurden Vertreter der Kultusministerkonferenz zitiert, die Entwarnung gaben und optimistisch klangen: „Das Schulsystem funktioniert, weil Schulen langjährige Erfahrungen im Umgang mit Integration haben.“ Dabei sollte klar sein, dass staatliche Stellen sich selbst gerne über den Klee loben und kaum ehrlich eigene Defizite eingestehen. Gerade hier hätte der “Spiegel” sich auf seine originär regierungskritische Position besinnen und den Herrschenden die entsprechenden Fragen stellen sollen. Dass man die Jubelmeldungen freudig herunterbetete, zeigt vor allem die Fettschreibung im Original: „Andreas Schleicher hat weniger Bedenken. Im Gegenteil: Mit der Eingliederung Hunderttausender Flüchtlinge in das Bildungssystem könne Deutschland zum Musterbeispiel für eine erfolgreiche Integration werden, sagt Schleicher. Fachleute aus aller Welt würden kommen, ‚weil sie von Deutschland lernen können und wollen‘.“ An anderer Stelle gab der “Spiegel” zu, dass durch die Flüchtlinge die Unterrichtsqualität leiden würde, aber nicht, weil sie kulturfremd, sondern nur, weil sie bildungsfern seien.
Nachdem sich 2016 die ersten Terroranschläge durch Flüchtlinge ereignet hatten, durfte sich ein Islamwissenschaftler im Interview äußern: „Alle haben etwas davon, wenn der Islam in die Schulen kommt. […] Der Islamunterricht soll muslimischen Kindern beibringen, ihre Religion kritisch zu reflektieren. Viel spricht dafür, dass radikale Islamisten häufig aus religionsfernen Elternhäusern stammen und wenig Ahnung vom Islam haben. Eine solide religiöse Bildung kann also gegen totalitäre Vorstellungen helfen.“ Und 2020, als die Flüchtlingskrise fünf Jahre zurücklag, forderte Katrin Elger im “Spiegel” einen anderen Umgang mit dem Islam: „Frauen mit Kopftuch sollen hierzulande genauso Karriere machen können wie Frauen ohne Kopftuch – auch an Schulen oder an Gerichten.“ Der Optimismus war schon damals grenzenlos – wie wenig die Realität ihm auch gerecht wurde. Reflektiert hat man das beim “Spiegel“ leider bis heute nicht.
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9 Kommentare
Würde mir als Schüler einer der Fremden mein Salamibrötchen verbieten, hätte er ruck-zuck eine dicke Lippe.
😜
wer liest so ein Mist wie der Spiegel, da kann man ja gleich die Bild lesen🤣🤣🤣
Was schon kleine Kinder früh lernen sollte jedem Erwachsenen umso geläufiger sein:
Wer in den Spiegel schaut sieht die Wirklichkeit verkehrt.
Der Spiegel, vom Nachrichtenmagazin zum Hochglanztoilettenpapier also nicht einmal zum Arsch abwischen zu gebrauchen.
Freude schöner Götterfunken.
Alls erlogen und gestunken.
Als trojanisches Pferd sitzt der Islam überall in Großstadtmetropolendes Westens und da gibt es auch keine Absicht etwas zu islamisieren da die Kalifate inoffiziell stehen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bevor der Dschihad ausbricht und im Handstreich Kasernen und Polizeireviere den Halbmond wehen haben. CIA, der Mossad und MI6 werden 100% ihre Fühler in den Hochburgen haben auf das es eskaliert für das Teufelsprojekt Agenda 2030. Ein Riesen-Gaza kann es dann werden in Westeuropa und es wird dann auch ein Eingriff von Übersee geben mit ABC-Waffen um die freie Welt zu retten. Es ist dann das Armageddon wie im Science- Fiction oder Endzeit-Filmen. mfg
wie war das? „….nun sind sie schon Mal da…..“
Den Schaden was diese 🐄 an Deutschland und der gesamten EU angerichtet hat ist unfassbar 🤬😡
Dient das Geseiere dazu um aus den Deutschen niedere Untertanen zu machen
Die Lösung ist ganz einfach: erkennt endlich den Religionsstatus des Islam ab.
Der Ialam ist keine „Religion“.