
„Die goldene Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes“, wusste bereits Friedrich Schiller. Den Kirchen geht es besonders dann gut, wenn sie den Verstand ihrer Schäfchen beschneiden können. Ein solches Manöver geschah mehrfach in der Geschichte. Und die Gegenwart bietet offenbar erneut die Gelegenheit, auf das freie Denken der Gläubigen Einfluss zu nehmen. Auch wenn die Mitgliederzahlen drastisch zurückgehen, so gibt es noch immer genügend Gottesdienstbesucher, die auf den Parteitag am Samstag verzichten, weil die Propaganda der Predigt am Sonntag mindestens genauso wuchtig ausfällt. Der erhobene Zeigefinger von der Kanzel – er ist wieder da, wenn er denn jemals verschwunden gewesen sein sollte.
Und die Moral dürfte künftig noch lauter schwingen – hat die Deutsche Bischofskonferenz mit Dr. Heiner Wilmer am 24. Februar 2026 doch einen Theologen gewählt, der aus seinem Progressivismus keinen Hehl macht. Er zeigt sich dafür “offen”, die sexuellen Lebenswirklichkeiten der Tagesaktualität anzuerkennen, will schwule und lesbische Paare ganz offiziell segnen, begrüßt die Frauenweihe, fordert mehr “Inklusion” und preist die “Diversität” preist er. Sein Credo: “Unser Evangelium ist grundsätzlich politisch.” Also ein voraussichtlich noch linientreuer Lobbyist des Linksstaats, als es bereits Georg Bätzing war.
Jesus mit Palästinenserschal
Als Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem sieht der den Zölibat in seinem persönlichen Fall zwar als hilfreich an, will den Pfarrer von heute aber nicht mehr dazu verpflichten. Synodalität sei für ihn der einzig gangbare Weg, also das Einbeziehen sämtlicher Interessengruppen an der Basis. Man könnte auch sagen: Aktivismus ist unter diesem deutschen Oberhirten willkommen, die Tür für linksidentitäre Lobbyisten steht weit offen! Echte Partizipation sei ihm stets ein Anliegen gewesen, so Wilmer – gemeint ist das Priestertum für Laien; nicht aus biblischen Gründen, sondern aus dem Prinzip erzwungener Reformen.
Aber einerseits zu behaupten, Tradition wahren zu wollen, sie an anderer Stelle auf Teufel komm raus zu brechen: Das ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sondern hier vermischen sich Wasser und Wein. Am Ende steht “Dogmatik light”: Es soll konservativ aussehen, aber der linke “Liberalismus”, der eigentlich keiner ist, muss alles in Händen halten. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“, meinte Jesus. – das Reich seiner Diener hingegen ist es schon. Denn wie soll man den Appell anders verstehen, den Wilmer aussandte: „Wehret den Anfängen! Schützen wir unsere Demokratie!“? Da hätte man auch jede erstbeste „Oma gegen rechts“ auf die Kanzel stellen können, oder einen 08/15-Politiker von Grünen oder Linkspartei.
Von “Vielfalt sexueller Lebensentwürfe” bis zur größten Menschheitsaufgabe
Das Tempo wird sogar noch angezogen, indem man sich lossagt vom Kern der frohen Botschaft. Dort geht es um die Hinwendung zum Herrn allein, denn der Götzendienst ist ein Frevel. Dass ihn die Reden der AfD an dunkle Zeiten der Geschichte erinnern, ist ein typisches Beispiel von Projektion. Denn wer war es denn, der sich im Nationalsozialismus und während anderer Diktaturen den Regimen an den Hals warf? Sie trugen Talar und Pileolus, huldigten Kreuz und Monstranz nur noch aus Makulatur. Wilmer lässt keinen Zweifel.
Auch zur sogenannten “Erderhitzung” meinte er, dass „die Zeit drängt“. Und: “Der Klimaschutz ist das größte Marktversagen in unserer Menschheitsgeschichte”. Auch müsse “Gerechtigkeit der Geschlechter” zur “Normalität” werden (wie viele Geschlechter Wilmer da genau meint, ist allerdings nicht überliefert). Was wird wohl Papst Leo XIV. dazu sagen, wenn Wilmer den Kurs seines Vorgängers Bätzing unvermindert fortsetzt, zumal Anpassung an Trend und Hype unter bundesrepublikanischem Glockengeläut längst Realität sind? In Rom scheint die Gangart des hiesigen Klerus weit mehr als nur ein Splitter, sondern eher ein handfester Dorn im Auge zu sein. Was der “synodale Weg” begann, wird unter Wilmer zu einem Pfad in die kirchliche Selbstauflösung.
Die Schöpfung als Verhandlungsmasse, das Evangelium als Parteiprogramm
Da will man die Teilhabe aller fördern, schließt Sympathisanten von Alice Weidel und Tino Chrupalla aus, weil man deren Pragmatismus für unvereinbar mit der Schönwetterideologie der heiligen Luisa hält. Man stellt die Schöpfung in Frage, weil neben männlich und weiblich nicht nur divers existiert, sondern gefühlt 57 andere Identitäten. Eigentlich war doch alles so wohlgemacht, bis plötzlich Windräder und Wärmepumpen die Landschaft verschandelten. Öl und Gas gelten als verpönt. Dabei sind sie natürliche Ressourcen, Propeller und Photovoltaik hingegen nicht. Da wird ein künstliches Paralleluniversum aus der Taufe gehoben, in der der Mensch macht, was er will.
Er brandmauert sich in die Isolation, empfindet Nächstenliebe für sämtliche Völker, aber nicht für den Nachbarn, der blau wählt. Die Exegese der Schrift hat sich längst verselbstständigt, das Kruzifix zeugt nicht mehr vom Tod des später Auferstandenen, sondern von Regenbogen, Vielfalt und dem Esprit des Larifari. Mit dieser Agenda wird man weder einen Blumentopf noch die Gnade des Allmächtigen gewinnen. Doch dieser Anspruch scheint ohnehin längst obsolet geworden zu sein. Was zählt, ist wieder einmal der Hofknicks vor dem Zeitgeist.
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10 Kommentare
Die sollen sich aus der Politik heraus
halten.
Die Kirchen haben genug Unheil in
Deutschland angerichtet!!!
+++++
Sie mischen sich in die Politik ein,
weil ihnen sonst keiner mehr
zuhört!!!
Wer heute noch zahlendes Mitglied ist in diesem Kathohlen- oder auch Evangelenverein, den gehört der Ar*** versohlt. Wie kann man nur so dumm sein…
Religion bedeutet : Politische Macht im Namen eines Gottes! Grundsätzlich!
Ich lehne das konsequent ab!
In welche Kirche leben wir denn? Den bunten Haufen, der sich nicht mehr an der Bibel, sondern an sozialistischen/kommunistischen Themen orientiert? Die sich für Moslems-Islamisten und Terror engagieren und bei Corona die Segel gestrichen haben? Der Verein ist nichts für Menschen, die an Gott glauben.
Es gibt in Deutschland evangelische Kirchen, in denen eine Regenbogenfahne aufgehängt ist! (vor 90 Jahren war es eine Hakenkreuzfahne) Wenn ich beim Betreten einer Kirche eine solche Fahne sehen, verlasse ich sie so schnell wie möglich wieder! Denn mit einer solchen Kirche will ich nichts zu tun haben. Ich glaube, dass Jesus Christus sich voller Abscheu von den heutigen Kirchen und ihren Seelsorgern abwenden würde! Seit der Pensionierung unseres Dorfpfarrers, der noch echte christliche Seelsorge betrieben hat, gehen viele nicht mehr in die Kirche. Mein christlicher Glaube braucht DIESE Kirche und ihre heutigen WILLFÄHRIGEN Seelsorger nicht, die sich jedem Veerbrecher Diktat an die Brust werfen!!!!! Bei der Kirche ist es derzeit wie mit der Politik, alle Lügen einem Das Blaue vom Himmel!!
die paffen sollen sich ihren gehalt selber erarbeiten… wozu die kirchensteuer vom staat eintreiben…… gez und sonstige zwangsmassnahmen.. weg mit dem dreck… mir schenkt auch keiner jeden monat 1000€ nur weil ich ihn dazu zwinge.und anschließend noch anlüge…… raus aus dem dreck…
Schon lange von dem Laden abgemeldet…..da braucht es keine Gestalten mehr wie diesen Quatschkopf….!
Mehr Inklusion?
Ist eine Auflehnung gegen Gottes Gebot.
„Nimmst du den Fremden auf, entfremdet er dich deiner Lebensart; /
er entzweit dich mit deiner Familie.“ Sirach 11,34
Wilmer is kein Hirte, sondern ein Mietling, vor dem Jesus gewarnt hat.
Bischof zu sein war in der Römerzeit gleich einem Todesurteil.
Ich denke jetzt an die zwei Riesen, Bischof von Galen, der Löwe von Münster, der gewagt hat, von der Kanzel das NS-System zu kritisieren, ebenso, wie sein Zeitgenose, Kardinal Faulhaber in München.
Zum Glück gibt es die Sedesvakantisten. Das sind die Katholiken, die beahupten, der Stuhl Petri ist nicht rechtmäßig besetzt. Und auch in anderen Fragen unterwerfen sie sich nicht dem Zeitgeist.
Folgt nicht den falschen Propheten .
🥳☹️
Nun haben wir es endgültige schwarz auf weiß, das Gleichheitszeichen, welches Protestanten und Katholiken mittels der ideologischen Formel Katholizismus = Protestantismus miteinander verknüpft. Allerdings wird dieses Gleichheitszeichen aber auch ein Fanal für hunderttausende, noch in der Kirche verbliebener Katholiken sein, dieser ideologischen Sekte ein für alle Mal den Rücken zu kehren. Gerade aber auch der Katholizismus sollte sich des in den Mund Nehmens des Unwortes „Unsere Demokratie“ schämen, denn hatten nicht Heiner Wilmers Vorvorgänger im sogenannten Tausendjährigen Reich in trauter Eintracht mit den damals totalitär Regierenden in ihrer leider übergroßen Mehrheit DER Demokratie den Kampf angesagt und bis auf wenige rühmliche Ausnahmen die ganzen schrecklichen Machenschaften des NS-Regimes willig mitgetragen, so wie es auch aktuell im Kampf gegen „Rechts“ und auch im Kampf gegen den Rest der Menschen, welche die zutiefst inhumane Gender-, LGBTIQ- und Vielgeschlechtlichkeitsideologie sowohl aus rationalen als auch religiösen Gründen strikt ablehnen, der Fall ist. Aber auch anlässlich seiner Einlässe in Fragen des Klimas sollte er sich als fachlich dazu am wenigsten kompetente Person tunlichst zurückhalten, dies nicht zuletzt auch deshalb, weil er sich offensichtlich nicht einmal in seinem Kerngeschäft und das ist nun einfach einmal die Bibel, ausreichend gut auszukennen scheint. Zumindest steht darin nichts von einer Vielfalt der Geschlechter.
“Der Klimaschutz ist das größte Marktversagen in unserer Menschheitsgeschichte”
Wer so einen Schwachsinn von sich gibt, dem würde ich sofort mitten ins Gesicht sagen, dass der mich mit seinem groben Unfug gefälligst in Ruhe lassen soll, sonst beschwere ich mich ausführlich bei seinem Chef und dann landet der Spinner später direktemang in der Hölle. Das ist genau so ein Knaller wie der Menschenflüsterer Fliege. „Menschenflüsterer“ hat Fliege sich markenrechtlich sichern lassen, die Pfaffen und das liebe Geld…(Kotzemoji)