Oberster CNN-Boss will statt linker Propaganda wieder Journalismus machen

Der CNN-Globe in New York: Der US-Sender soll für mehr Objektivität statt Meinungsmache stehen… (Symbolbild:Pixabay)

Es sind selbstkritische Töne, die man sich in Deutschland von großen Sendern wünschen würde, auf die man aber vergeblich warten kann: Kürzlich kündigte David Zaslav, der Vorstandschef der im April fusionierten Gesellschaft Warner Bros. Discovery, zu dem auch der Nachrichtensender CNN gehört, an, den Fokus des Senders wieder auf „Journalismus zurückzuführen. Amerika brauche einen Nachrichtenkanal, bei dem jeder willkommen sei und gehört werde – Demokraten wie Republikaner. Tatsächlich stand CNN bislang für das genaue Gegenteil dieser Pluralität und Überparteilichkeit; seine Tendenziosität und weltanschauliche Voreingenommenheit lassen sich in Deutschland allenfalls mit jener der ARD vergleichen.

Allerdings erfolgte Zaslavs Ankündigung weniger aus berufsethischen Gründen oder der Wiederbesinnung auf journalistische Prinzipien, sondern wohl eher aus schierer wirtschaftlicher Not: Denn die Einschaltquoten von CNN, das sich in den letzten Jahren voll und ganz der links-woken Agenda der US-Demokraten unterworfen und einen permanenten, extrem aggressiven Anti-Trump-Kurs eingeschlagen hatte,
sinken von einem Minusrekord zum nächsten. Zaslav verspricht sich von seiner Kursänderung, die eine Abkehr vom vorherigen Polarisierungskurs bringen soll, eine mittelfristige Erholung der Zuschauerzahlen. Der Sender soll nun weg vom einseitigen Meinungs- und Sensationsjournalismus, der lange prägend war und dazu geführt hat, dass CNN immer mehr zum Hauptpropagandaorgan der Demokraten wurde.

Comeback selbst für J.K. Rowling

Zaslav hat sich binnen kürzester Zeit den Beinamen „Anti-Woke-CEO erworben,
weil er nicht nur bei CNN, sondern im gesamten Warner-Konzern eine Abkehr von der fast überall vorherrschenden linksradikalen Ausrichtung vornimmt. So hatte er angekündigt, die bei Queer-und Trans-„Aktivisten“ in Ungnade gefallene Harry-Potter-Erfinderin J.K. Rowling als Beraterin für geplante Verfilmungen ihrer Bücher hinzuzuziehen. Rowling hatte sich unter anderem erdreistet, die Meinung zu vertreten, dass Männer sich nicht einfach als Frauen bezeichnen und Kinder nicht einfach aus einer Laune heraus ihr Geschlecht wechseln könnten, und sich zur Tatsache der biologischen Zweigeschlechtlichkeit bekannt.

Wie nötig diese Umkehr insbesondere bei CNN wäre (sollte sie denn wünschenswerterweise tatsächlich so kommen wie von Zaslav angekündigt!), zeigten im April letzten Jahres geheim mitgeschnittene private Äußerungen des technischen Direktors des Senders, Charlie Chester. Dieser hatte sich damit gebrüstet, es sei allein CNN zu „verdanken“, dass Trump aus dem Amt gefegt worden sei. Er selbst sei zu CNN gekommen, weil er ein Teil dieser Mission habe sein wollen. Freimütig erklärte Chester damals auch, dass der Sender so viele medizinische Experten wie möglich aufgeboten habe, um Trump irgendwelche gesundheitlichen Probleme anzudichten – obwohl es sich dabei um nichts als völlig aus der Luft gegriffene Spekulationen gehandelt habe.

Hingegen habe man alles getan, um die offensichtlich angegriffene Gesundheit von Joe Biden zu verschleiern, indem man ihn etwa oft beim Joggen oder möglichst elanvoll gezeigt habe. Ganz unverblümt verriet Chester auch, dass CNN sich nun, nachdem Trump beseitigt sei, wieder verstärkt dem Thema Klimawandel widmen werde, wenn Corona weiter an Interesse verlieren sollte (was ja auch genauso geschah); denn die Panik um „Climatic Chance” sei das nächste große Angstthema, das man „noch jahrelang ausschlachten” könne.

Immerhin besteht nun eine gewisse, wenn auch vage Hoffnung, dass dieses kaltschnäuzig-zynisch offen eingestandene Propagandaframing unter dem neuen Management abnimmt oder jedenfalls zumindest nicht so Wirklichkeit werden wird, wie sich Chester und seine Kampagnen-Aktivisten das vorgestellt haben. Zaslav scheint jedenfalls fest entschlossen, an seinem Kurs festzuhalten: Der von ihm neu installierte CNN-Chef Chris Licht soll auf sein Geheiß hin Mitarbeitern, die sich einer künftigen unparteilicheren Ausrichtung des Senders nicht anschließen wollen, schon mal die Kündigung in Aussicht gestellt haben. Würde man ein solches Unterfangen bei Deutschlands gebührenfinanzierten Rundfunkanstalten starten, wären die Staatssender binnen kürzester Zeit wohl entvölkert, da ohne jeden Mitarbeiter.

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10 Kommentare

  1. „Go woke – go broke“ ist mittlerweile die Erkenntnis amerikanischer Unternehmer. Ob Buntblödland folgt.. ist fraglich.

  2. Wer soll dergleichen Schmierenblätter und seinen
    Frontmännern noch glauben?
    Ich nicht.
    Sie beabsichigen, weiter Gelder v.d. Regierung für entsprechende
    Lügen- bzw. Weglasspresse.
    Basta.

  3. „Ob Buntblödland folgt.. ist fraglich.“

    Dazu müssten wir unabhängig sein. Aber wir sind ein Sklavenstaat der USA. Wir haben nichts mehr zu melden.

  4. Getreideverarbeitungsanlage ist doch nicht Ziel russischer Raketen +++
    Berichtigung des Eintrags von 15.13 Uhr: Die Nachrichtenagentur AFP hat berichtet, dass bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa nach ukrainischen Angaben gezielt Getreideverarbeitungsanlagen unter Beschuss genommen worden wären. Der Militärsprecher sprach jedoch nicht ausdrücklich von einer Getreideverarbeitungsanlage, die getroffen worden sei, sondern sagte, in dem angegriffenen Gebiet gebe es „offensichtlich“ Getreide.
    17:05

  5. Wie heißt dieser Kackvogel?David Zaslav? Hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  6. Oha, da wird er wohl nicht mehr lang der Boss sein. In DE wäre so etwas undenkbar, würde auch kein „Boss“ äussern, schon gar nicht bei den Medien. Auf die Idee, tatsächlich etwas zu tun, käme er ohnehin nicht.

  7. Dazu passend ein Interview, das die Chefin der ARD, Frau Schlesinger, der „Zeit“ gegeben hat. Sie wirft den Journalisten des von ihr geführten Senders vor, „Gesinnungsjournalismus“ zu betreiben und an bestimmten, besonders moralischen, Grundsätzen starr festzuhalten, an die diese Meinungsmacher unbeugsam glauben. Vor allem gelte das für jüngere Journalisten. Die Intendantin im Interview: „Wir haben dieses Problem erkannt und werden die Reform in Angriff nehmen. Gesinnung hat im Journalismus nichts zu suchen.“
    Man wird sehen, wie lang sie noch im Amt bleibt.

  8. Der geneigte Zuschauer solch einseitiger „Kost“ sollte ja erstmal knallharte Wiedergutmachung fordern!
    Wie soll die geschehen????

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