Österreich rechnet mit zeitnahen Blackouts in Teilen der EU

Flächendeckende Stromausfälle: Der Ernstfall naht (Symbolbild:Pixabay)

Während sich Deutschland weiter im Dornröschenschlaf des „Weiter so“ wiegt, sich von Robert Habeck beruhigen lässt, die Gasspeicher füllten sich wieder langsam, ohne den Zusammenhang zu wärmeren Temperaturen zu realisieren, und ernsthaft glaubt, die Gefahr von Stromausfällen bleibe eine weitgehend abstrakte, da ist man  in Österreich schon deutlich realistischer: Dort schenkt die Bundesregierung den Bürgern lieben reinen Wein ein, statt ihnen Sand in die Augen zu streuen. ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sprach nun gegenüber der „Welt” von flächendeckenden Blackouts in Teilen Europas – und zwar in „naher Zukunft“. Die Wahrscheinlichkeit eines großflächigen und womöglich langanhaltenden kritischen Stromausfalls in der Europäischen Union sei „sehr groß”, so Tanner; die Frage sei „nicht ob er kommt, sondern wann er kommt”.

Freilich betet die Ministerin bei der Ursachenergründung das EU-Narrativ der Putin’schen Schuld an der Energiekrise nach und behauptet, das Blackout-Risiko sei „durch den Ukraine-Krieg noch einmal deutlich erhöht”, da für Putin Hackerangriffe auf die westliche Stromversorgung ein „Mittel der hybriden Kriegsführung” seien. Tatsächlich droht diese Gefahr, jedenfalls in Deutschland, kaum durch russische Sabotageakte, sondern eher als Folge einer geisteskranken Energiepolitik, die die verlässlichen Pfeiler wie Atomkraft einreißt und stattdessen nach außen auf Öko-Flatterstrom setzt, faktisch jedoch eine zunehmende Abhängigkeit von fossilem und atomarem Importstrom sowie von Gas- und Kohleverstromung im eigenen Land zementiert, die jederzeitige Netzüberlastungen mit sich bringen.

Österreich warnt vor realen Gefahren, Deutschland ignoriert sie

Auch wenn diese speziell deutschen hausgemachten Gründe der drohenden Stromengpässe wie auch die Folgen der wahnwitzigen EU-Sanktionspolitik gegen Russland hier nicht deutlich benannt werden, sondern Putin wieder einmal zum finsteren Feind gestempelt wird, so ist doch anzuerkennen, dass die österreichische Bundesregierung anders als die deutsche die Bevölkerung über reale Gefahren und konkret drohende Krisen aufklärt. Dass dies bei uns unterbleibt, zeigt die schizothyme Doppelmoral einer Politik, die zwei Jahre lang die Bevölkerung mit unrealistischen Pandemie-Szenarien verrückt gemacht hat, welche dann erwartungsgemäß nie eingetreten sind – die aber jetzt, bei einer sehr realen Gefahr, auf Verharmlosung und Bagatellisierung setzt.

Ganz anders Tanner im Nachbarland: „Wir sollten nicht so tun, als ob das nur Theorie wäre. Wir müssen uns in Österreich und in Europa auf Blackouts vorbereiten”, bringt sie die Lage nüchtern auf den Punkt, und warnt sachlich vor den konkreten Auswirkungen: So sei ein Drittel der Bürger spätestens am vierten Tag eines Stromausfalls nicht mehr in Lage, sich selbst zu versorgen. In Deutschland wurden derartige Auswirkungen bislang allenfalls auf kommunaler Ebene durchgespielt; in Österreich ist man auch diesbezüglich vorausschauender unterwegs.

Ernst der Lage verkannt

Die Armee, der im Ernstfall eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung des Zivilschutzes und der kritischen Infrastruktur zukommen dürfte, bereitet sich bereits vor: So will das  Bundesheer der Alpenrepublik bis 2025 insgesamt 100 autarke Kasernen, die sich für zwei Wochen selbstständig versorgen können, einrichten. Außerdem soll es sogenannte Sicherheitsinseln geben, die „im Ernstfall Anlaufstellen sein können für zivile Helfer und Ordnungskräfte”.

In Deutschland setzt sich die Ampel vermutlich selbst dann nicht mit dem Ernst der Lage auseinander, wenn es zu spät ist. Es dürfte spannend werden zu verfolgen, wie weit die Leidensfähigkeit und Indolenz des deutschen Volkes in Dauerduldungsstarre reichen wird, werden bei womöglich eisigen Temperaturen tatsächlich die Lichter ausgehen, beziehungsweise ob und ab wann dann die Zahl der „Wutbürger” eine kritische Masse überschreitet.

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9 Kommentare

  1. das hoffe ich doch sehr…
    wozu habe ich sonst die rotzgrün versüfften gewählt…wer die steinzeit verpricht: muss auch dafür was tun und sie auch einhalten…
    was sicherlich auf uns zu kommt ….
    sofern die letzte generation ihr chaos überleben sollte… was sie ja auch nicht will, kann nachgeholfen werden…
    … passt alles…
    weiter so ihr rotzgrün versüfften volldeppen und politversager…

  2. So ganz wohl scheint zumindest einigen der Verantwortlichen in Deutschland dabei nicht zu sein. Darauf deuten zumindest die seit etwas mehr als 1 Monat auf allen TV Sendern regelmässig ausgestrahlten Spots des Bundesamts für Katastrophenschutz hin, in der die (natürlich, wie sollte es anders sein…) deutsch-bunte Musterfamilie aufgefordert wird, Vorräte und „Fluchtrucksäcke“ vorzuhalten. Flucht vor was ?

    Da weder flächendeckend mit Ahrtal-ähnlichen Fluten zu rechnen ist, noch eine russischen Invasion, bleibt als realistisches Drohszenario eigentlich nur ein Blackout. Der, sofern tatsächlich deutschland- oder gar europaweit, apokalyptische Folgen haben könnte. Und zur Flucht aus den Städten zwingen würde.

    Denn im Gegensatz zu 2., 3.Welt oder Osteuropa ist die gesamte Infrastruktur hier von stabiler Stromversorgung vollständig abhängig – ohne jede (ohnehin nur punktuelle) Redundanz, die länger als 3-5 Tage funktionieren würde.

    Ich nehme schon mal Wetten an, entlang welcher Linien die dann zwangsläufig startenden Verteilungskämpfe erfolgen und inwieweit „Diversität“ der Gesellschaft dabei eine Rolle spielen wird.

    • „Flucht vor was ?“ Vor allem „Flucht wohin?“ Wie schon bei Corona, werden unsere Nachbarn ihre Grenzen nicht nur schließen, sondern, mit allem was sie haben, auch verteidigen. Und so mancher auf dem Land wird seine Schrotflinten klar machen, wenn die Städter anrücken. Speziell, wenn es sich um Horden der üblichen Landnehmer handelt. Die Horden werden dann feststellen, dass man nicht mit Messern zu einer Schießerei geht.

  3. Logisch denken, gar vorausdenken und gar danach handeln, ist und bleibt dieser Regierung vollkommen fremd!
    Der einzige Punkt an dem sich ihre „Nachhaltigkeits-Strategie“ als nachhaltig erweist!

    Die sind doch nur höchst erstaunt, wenn im Blackout kein Licht mehr angeht, wenn sie auf den Lichtschalter drücken. „Doch das konnte schließlich doch keiner voraussehen!“

    (Ganz nach dem Motto: „Wenn Blackout ist, sollte man mit Strom sparsam umgehen“. „In der Insolvenz produziert man einfach nicht mehr und spart so Ausgaben.“)

  4. Der Bundestag hatte 2008 eine Folgenabschätzung eines Blackouts beauftragt:
    https://dserver.bundestag.de/btd/17/056/1705672.pdf

    Interessante Lektüre, mit Hinweisen auf spannende Potentiale, auf die man so beim ersten Nachdenken gar nicht käme. Wie zB Gefängnisse, deren Türen elektrisch gesteuert werden und deren Insassen gar nicht mehr versorgt werden könnten…. wo die wohl dann bleiben ?

  5. „Ob und ab wann dann die Zahl der „Wutbürger” eine kritische Masse überschreitet“

    Gar nicht! Die Mehrheit findet den Black Out suupper! Das ist der letzte ultimative Kick vorm
    Untergang der wocken Gesellschaft.

  6. Bei all diesen Meldungen frage ich mich immer wieder warum die von vielen Jahren von Energiearmut ausgehen (Kasernen ab 2025) ? Das ist doch offensichtlich so geplant. Jeder normale Mensch würde doch alles tun um in 3 Jahren wieder mit Energie versorgt zu werden, jeder normale Mensch hätte es nicht so weit kommen lassen. Ist die EU also so fertig und unwichtig und wirtschaftlich kaputt das sich da nicht mehr die alte Versorgung einstellen wird, obwohl die ganze Welt immer mehr Energie braucht und auch erzeugt ? Was haben die also langfristig vor ?

  7. Carola funzte nicht so richtig, muss halt dafür gesorgt werden, dass, wegen Stromausfall die ‚richtigen‘ Viren in Umlauf kommen, ohne dass es so offensichtlich ist…. Und bei einem tatsächlich langanhaltenden Stromwegfall, hach, besser als 12Monkeys.. 😀

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