Offene Worte an die Taliban

Scharia voraus! (Foto:Imago/LePictorium)

Es ist Sonntag, weshalb ich mir als Lektüre den lesenswerten Artikel „Haben islamische Länder eine christlichere Asylpolitik?“ auf dem Blog „haOlam“ zu Gemüte führte. Denn seitens der Kirchenoberen, der Grünen und der Linken (ob SPD-links oder ganz links) wird uns immer ein schlechtes Gewissen eingeredet, wir täten zu wenig für die Flüchtlinge dieser Welt, und wir sollten uns ein Beispiel nehmen an den Nachbarländern von Krisengebieten, allen voran die Türkei, die 3,6 Millionen Menschen aus verschiedenen Ländern aufgenommen habe.

Lüge, Meineid, Statistik – das sind auch hier wieder die Steigerungsformen der Unwahrheit. Und hier stellt die Erwähnung der Türkei einen ganz besonders dreisten Fall dar: Denn von den zu 3,6 Millionen aufaddierten Migranten, welche irgendwann einmal die türkischen Grenzen überschritten haben, sind die meisten bereits über Griechenland und über die Balkanroute nach Österreich, Deutschland und sogar Schweden weitergezogen, weil es ihnen auch im hohen Norden nicht schlecht geht. Das angeblich überlastete Griechenland beherbergt nur halb so viele Nahost-Migranten wie z.B. Österreich. Und Deutschland ist sowieso der Musterknabe.

Jordanien wird von Amnesty International als angeblich zweit-großzügigstes Aufnahmeland gelobt. Doch in der dortigen Flüchtlingsberechnung sind auch alle Palästinenser enthalten, die vor 50 Jahren ins Land kamen und, wie die einheimische Bevölkerung, muslimische Araber sind. Auch Pakistan und der Libanon sollen Vorzeigeländer bei der Aufnahme von „Flüchtlingen“ ein; doch die afghanischen Paschtunen zog es schon vor 30 Jahren zu ihren stammes- und religionsverwandten Volksgenossen nach Pakistan. Und dem „Aufnahmeland“ Iran werden Schiiten zugerechnet, die ebenfalls vor 30 Jahren dorthin umsiedelten. Das wäre so, als würde man in Deutschland Russlanddeutsche, die Ende der Achtziger Jahre in die Bundesrepublik kamen, noch als Flüchtlinge zählen.

Keine Solidarität der muslimischen Welt mit muslimischen Flüchtlingen

Die reichen Golfstaaten dagegen nahmen keine ihrer „Brüder im Glauben“ auf. Sie spielen lieber alleine Golf, geben Hunderttausende für ihre Luxuskarossen aus und Millionen für ihre Falken und Kamele. Dabei haben arabische Länder eine gemeinsame Sprache, die gemeinsame Kultur des „Komm‘ ich heut‘ nicht, komm‘ ich morgen“, und sie alle lesen und studieren den gleichen Koran. Sie ließen sich dort viel leichter integrieren als etwa bei uns, wo eine andere Sprache mit anderen Buchstaben, vor allem aber eine andere Kultur erlernen müssten: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, harte Arbeit, Respektierung von Frauen, Toleranz für andere Religionen.

Taliban, wie wäre es zum Beispiel mit eurer islamischen Bruderorganisation, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIZ), über die Wikipedia schreibt: „Die OIZ ist eine zwischenstaatliche internationale Organisation von derzeit 56 Staaten, in denen der Islam Staatsreligion, Religion der Bevölkerungsmehrheit oder Religion einer nennenswerten Minderheit ist. Die Organisation nimmt für sich in Anspruch, den Islam zu repräsentieren. Mehrere größere Mitgliedsstaaten (Saudi-Arabien, Ägypten, die Türkei und der Iran) erheben hinter den Kulissen Führungsansprüche; die jeweils anderen Staaten bestreiten deren Recht dazu. Infolge dieser Rivalitäten ist die OIZ seit 2017 kaum handlungsfähig.“ Vielleicht fällt euch Taliban ja nun der Führungsanspruch zu, nachdem ihr die ausländischen Helfer in die Flucht geschlagen habt?

Die islamischen Länder wollen eigentlich nichts mit dem Rest der Welt zu tun haben. Die UN-Menschrechtskonvention wurde von ihnen für nichtig erklärt. 1990 wurde bei der 19. Außenministerkonferenz der OIZ die “ Erklärung der Menschenrechte im Islam“ beschlossen, die als „Leitlinie der Mitgliedstaaten auf dem Gebiet der Menschenrechte“ gelten soll. In den abschließenden Artikeln 24 und 25 wird die religiös legitimierte, islamische Gesetzgebung, die Schari’a, als einzige Grundlage zur Interpretation dieser Erklärung festgelegt. Damit ist die Allgemeingültigkeit der 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossenen Menschenrechtscharta hinfällig; auch die Arabischen Liga verabschiedete 1994 eine „Arabische Charta der Menschenrechte„, die mangels Ratifizierungen nicht in Kraft trat, bis dann 2004 eine überarbeitete Version verabschiedet wurde. Im Prinzip handelt es sich bei diesen um Resolutionen nach dem Motto: Menschenrechte gelten, solange nicht die Scharia greift. Und wie diese ausgelegt wird – Steinigungen, Köpfungen, Auspeitschungen – ist dann Auslegungssache.

Beglückt euch selbst, Allah ist mit den Auserwählten

Mit eurer Scharia könnt ihr Taliban gerne alle islamischen Menschen aller islamischen Ländern beglücken. Allah ist immer mit euch Auserwählten. Wozu braucht ihr dann uns? Außer euerem alleinigen Allah habt ihr auch Unmengen an Bodenschätzen: Kupfer, Lithium, Bauxit, Eisenerz, Seltene Erden, Kobalt und auch Öl, Erdgas und Kohle. Wenn ihr das Pulver aus der geschenkten und zurückgelassenen westlichen Munition entfernt, habt ihr genug Sprengstoff für euere Erzminen. Und dann nehmt die Spaten in die Hand, die euch unserer Soldaten zurückließen, mit denen sie euere Brunnen gegraben haben. Die Spaten- und Schaufelstiele haben einen ähnlichen Durchmesser wie eure Schusswaffen, liegen also gut in der Hand.

Weniger als zehn Prozent eueres Bodens sind landwirtschaftlich nutzbar. Wäre es dann nicht umso wichtiger, Nahrungsmittel anzubauen, statt der Welt größter Opiumproduzent zu sein? Muhammad hat den Juden den Weinhandel verboten, um sie existenziell zu treffen. Aber er ließ nicht in den Koran schreiben, um die Jugend der Welt mit Rauschgift zu ruinieren. Ich wünsche jedem Taliban-Opiumhändler, dessen schmutziges Handwerk bei uns Opfer fordert: nichts Gutes. Habt ihr denn kein schlechtes Gewissen? Habt ihr überhaupt eines?

Und wenn ihr die Frauen nicht nur euer Essen kochen lasst, könnten euch diese an vielen Stellen helfen, statt nach unserer Hilfe zu rufen. Vielleicht braucht ihr sie einmal, um eure Köpfe zu retten. Kennt ihr jene Geschichte einer belagerten Stadt, als die Angreifer den Frauen gestatteten, so viel mitzunehmen, wie sie auf ihrem Rücken tragen konnten? Sie schleppten ihre Männer aus der eroberten Stadt! Könnt ihr Taliban euch sicher sein, dass ihr von euren geknechteten Frauen ebenfalls gerettet würdet? Lasst euere Töchter in die Schule gehen (bei uns sind die Mädchen in einigen Fächern nämlich besser als die Jungs). Setzt tagsüber euere Köpfe ein, statt euer stärkstes Stück, wenn es dunkel wird. Vier Köpfe zu ernähren ist leichter als acht. 2,3 Prozent Bevölkerungswachstum pro Jahr haut auch die stärksten Männergesellschaft und Wirtschaft um.

Bei uns gibt‘s ein Sprichwort: Nur in der Not erkennt man wahre Freunde. Wenn ihr also meint, in Not zu sein, wendet euch an euere Bruderstaaten der OIZ – aber lasst uns in Ruhe! Der oft bemühte barmherzige Samariter aus dem Neuen Testament gibt uns mit auf den Weg, erste Hilfe zu leisten. Eure Launen zu akzeptieren und euch in unserem Land oder gar Haus aufzunehmen, ist hingegen kein christliches Gebot. Aber damit habt ihr sowieso nichts am Hut, und die Gastfreundschaft euerer islamischen Staaten ist eine offensichtliche Legende. Klopft doch endlich bei eurer OIZ an!

1 KOMMENTAR

  1. In jeder Schulform ist „Politischer Islam“ Haupt- Pflicht- u. Prüffach – wer es nicht kapiert – fliegt.
    „Der Islam“ ist „politisch u. unteilbar“ diesen Satz – Herr Künstle den lassens bitte zerstören – so wird „der Islam“ kastriert, ist nur noch gläubig, nicht mehr politisch – Kairo ist was anderes… die Trennung von Glaube u. Ideologie !
    Wo ist das deutsche Netzwerk, Strategie, Taktik – nur so werden wir unsere Haut retten können –
    Für Erzählungen, Bitten, Fürsprache gibts nur saure Sahne….

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