Omikron als „natürliche Impfung“: Südafrika macht auf

Omikron in der deutschen Wahrnehmung (Symbolbild:Imago)

Vor zwei Tagen, als die regierenden Scharf- und Angstmacher anlässlich Heiligabend hierzulande wieder nichts besser zu tun hatten, als den Deutschen ihr weihnachtliches familiäres Beisammensein zum brandgefährlichen Russischen Roulette umzudeuten, ihnen die Feiertage madig zu machen und auch noch von dem vorbildlich Durchgeboostertsten Tests, Masken und Kontaktbeschränkungsrituale wegen Omikron einzufordern, da vollzog sich knapp 10.000 Kilometer weiter südlich auf demselben Längengrad Wundersames.

Denn in Südafrika, wo die Omikron-Variante nicht nur ihren Ursprung hat, sondern bereits die Durchdringung der Bevölkerung mit ihr als vorherrschender Variante weit fortgeschritten ist (und somit der Zustand eingetreten ist, vor dem bei uns als angebliche, abermals lockdownbegründende Apokalypse gewarnt wird), hob die Regierung nämlich gerade die Quarantäneregeln für symptomlos Omikron-Infizierte weitgehend auf und lockerte auch ansonsten die Corona-Maßnahmen deutlich. Und zwar nicht aus „Leichtsinn“, sondern wegen offenkundiger und empirisch erwiesener Harmlosigkeit dieser neuen Corona-Variante.

Dabei stagnieren die Infektionen dort keineswegs; im Gegenteil: Sie explodieren förmlich. Bloß hat diese Entwicklung bei Omikron eben kaum noch einen Krankheitswert. Vor allem an Südafrikas Küste breitet sich das Virus aktuell rasend schnell aus – doch es juckt niemanden. Für Deutsche, die binnen anderthalb Jahren dressiert wurden, nur noch kontextfrei auf „Inzidenzen“ zu schauen, ein völlig unverständlicher Vorgang. Bei uns hat die politische Gehirnwäsche so hervorragend funktioniert, dass nur noch bezuglose „steigende Zahlen“ als numerischer Gradmesser einer angeblichen Bedrohung wahrgenommen werden. Dass auch wir hier immer schon mit Infektionskrankheiten gelebt haben und weiterhin leben, die permanente Inzidenzwerte in noch völlig anderen Dimensionen aufweisen (zum Vergleich Herpesviren: 7-Tages-Inzidenz 95.000, normale grippale Erkältungswellen: 7-Tages-Inzidenz bis zu 15.000; aktuell Corona heute: 220), konnte dem keinen Abbruch tun.

Ein Glücksfall für die Herdenimmunität?

Wenn nun infolge Omikron die „Inzidenzen“ durch die Decke schießen, zugleich aber die Krankenhauseinweisungen im Verhältnis immer niedriger werden – wie es auch in Südafrika der Fall ist -, dann ist dies ein Grund zur Entwarnung, und nicht zu der kriminellen, fast an Volksverhetzung grenzenden Panikmache der Regierenden. Mehr noch: Es ist ein Glücksfall. Denn das Virus wird endemisch und bringt so die von ihm befallenen Populationen dem ursprünglichen Ziel einer Grund- bzw. Herdenimmunität, das die unwirksamen und fragwürdigen Experimentalimpfstoffe seit einem Jahr notorisch verfehlen, näher. Und exakt so wird Omikron in Südafrika inzwischen auch wahrgenommen: Laut Aussagen eines südafrikanischen Arztes wird die Infektion mit der neuen Mutante von vielen seiner Kollegen inzwischen salopp gar als „kostenloser Impfstoff” bezeichnet. Man vergleiche diesen Pragmatismus mit dem Impf-Ashram Deutschland!

In Südafrika hat die Politik nun reagiert – und zwar, anders als bei uns, natürlich nicht mit Panik-Framing, sondern sachgerecht und auf die einzig logisch vernünftige Weise: Sie setzte die Kontakt-Nachverfolgung bei Infektionsfällen aus, weil die Zahl der Krankenhauseinweisungen bei Omikron deutlich niedriger ist. So präsentierte das Nationale Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) in Pretoria am Mittwoch eine Studie, die auf einen deutlich milderen Krankheitsverlauf der Coronavirus-Variante Omikron im Vergleich zur Delta-Variante hinweist – und die Wahrscheinlichkeit einer Einlieferung ins Krankenhaus, auf Basis der bisherigeren Daten, bei 80 Prozent (!) niedriger als bei Delta sieht.

Und als weitere Folge dieser positiven Entwicklung lockert das Land auch mit sofortiger Wirkung seine Corona-Maßnahmen – und beendet sogar die Kontakt-Nachverfolgung bei Personen, die Infizierten zu nahe gekommen sind. Selbst die bislang obligatorische Selbstisolierung wurde dabei aufgehoben. Und: Tests sind künftig nur beim Auftreten entsprechender Symptome nötig. Lediglich bei Infizierten ist weiterhin eine zehntägige Quarantäne vorgeschrieben – nach deren Ende nun aber nicht einmal mehr ein Test nötig ist. Vor allem aber befindet sich Südafrika nun wieder auf der niedrigsten Stufe eines fünfstelligen Alarmsystems, die nur minimale Alltagsbeschränkungen vorsieht.

Das Gegenteil des Impf-Ashrams BRD

Im Klartext: In Südafrika sorgt der exakt identische Erreger also für Erleichterung und Entspannung, mit dem in Deutschland gerade neue Freiheitsberaubungen, rigorose Impfpflichten (inklusive Warnungen vor einer fünften bzw. sechsten Welle und eines erneuten angeblichen Hospitalisierungsansturms) „begründet“ werden. Bei uns wird Omikron kontrafaktisch als Riesenbedrohung kommuniziert, mit der ab Dienstag der bereits beschlossene nächste „Lockdown Light“ – und im Januar dann voraussichtlich wieder massive Beschränkungen – legitimiert werden, und außerdem eine eigens aufgelegte milliardenteure Impfkampagne ausgerollt wird. Wie kann so etwas sein? Wie ist es möglich, dass auch diesmal wieder – so wie im Prinzip seit Beginn dieser sogenannten Pandemie – verschiedene Regierungen zu ganz unterschiedlichen Beurteilungen und damit Strategien kommen, die in diesem Fall exakt gegensätzlich sind?

Was Deutschland betrifft, so kann mit Sicherheit festgestellt werden, dass die Aufrechterhaltung des Krisenmodus ein politischer Selbstzweck ist und keiner gesundheitspolitischen Notwendigkeit mehr folgt.  Wer das für abwegig hält und meint, es ginge um rational gebotene „Vorsicht“, dem kann man nur gute Besserung wünschen. Es kann jedenfalls nur einer Recht behalten: Der, der alles laufen lässt oder der, der alles dichtmacht. Und was die bisherige Zwischenbetrachtung zeigt, ist dies, welch Wunder, leider nicht Deutschland – sondern es sind die Staaten, bei denen seit vielen Monaten eine Normalität quasi wie vor Corona herrscht (oder nie verschwunden war) und die trotzdem nicht mehr Tote als Deutschland, vor allem aber deutlich weniger Kollateralschaden infolge überschießender, unwirksamer und teils verbrecherischer Maßnahmen zu beklagen hatten. Und genauso werden es mit allerhöchster Wahrscheinlich auch diesmal Südafrika wie auch das ähnlich gelassene Großbritannien sein – und nicht das angstneurotische Lockdown-Germany, die im angemessenen Umgang mit Omikron die Nase vorne haben.

Vermutlich wird es immer ein Rätsel bleiben, wieso so viele Deutsche nicht ins Grübeln geraten und sich so gar nicht daran stören, dass sie permanent Masken tragen müssen, dass man eine beispiellose Impf-Apartheid unter Ausgrenzung aller Ungeimpften eingeführt hat, dass sie mit Kontakterfassung und Abstandsregeln gegängelt werden und nun wieder (Teil-)Lockdowns hinnehmen müssen, während etwa in Florida und Texas, aber auch Schweden oder auch manchen osteuropäischen Ländern all dies nicht gilt und dort ausnahmslos jedes der angeblich durch diese Maßnahmen bei uns verhinderten Schreckszenarien ausgeblieben ist. Die einzigen Erklärungen dafür sind Wagners Erkenntnis „Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun”, und vor allem natürlich die deutsche obrigkeitsgeile Regelhörigkeit.

 

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7 Kommentare

  1. Omikron wird der herbeigesehnte Hoffnungsträger, an dem die irrsinnigen, menschenverachtenden feuchten Träume einer dunklen Machtelite zu zerbersten drohen. Noch lächerliche 2 Mutationen und das Dingens ist endemisch. Daran wird auch die ab 28.12. verordnete FFP2-Maske durch den sächsischen Oberschwurbler nichts mehr ändern. Bis die herbeigebetete 3-fach(!)-Impfung gegen Omikron die Giftküche von Biontech verlassen hat, hat sich Omikrönchen schon längst in Luft aufgelöst. Und erneut werden Milliarden an Volksvermögen wissentlich und vorsätzlich in den Sand gesetzt…

  2. Die Südafrikaner haben Glück und nicht so eine verbohrte, wissenschaftsfremde Regierung wie wir. Aber: Wieso gibt es dann immer noch Alltagsbeschränkungen, die man bei Grippe nie hatte? Das ist unlogisch und auch dem Coronanarrativ geschuldet. Woher wissen die, dass jemand infiziert ist? Etwa durch den PCR-Test, der diese Aufgabe überhaupt nicht erfüllen kann?

  3. Vielleicht eine andere Meinung :
    „Ohne PCR-Tests wäre die Pandemie niemandem aufgefallen“, sagte Professor Dr. Franz Allerberger, der Leiter der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
    Jens Spahn, seines Zeichens Gesundheitsminister
    In der Talkshow „Hart aber fair“ meinte da der Minister am 30. August: „Wenn wir geimpfte Menschen auch genauso testen, wie ungeimpfte, dann hört diese Pandemie nie auf.“

    Meine Meinung : es geht um Geschäfte und Machtpolitik und eigene Vorteile – Leben und Gesundheit der Probanden geht ihnen am A… vorbei !

  4. Sauber aufgestellter Text – der „Politische Zweck“ ist zwar benannt, mir zu dünn ventiliert : der „Politische Zweck“ verdient eine wesentlich größere Beachtung : Spaltung – Gefahr hervorzaubern – an allen Ecken der Gesellschaft !!
    was zwingend folgt sind die Reaktionen : autoritär – totalitäre Herrschaftsstrukturen – diese legitimieren für höhere Aufgaben : u. die da währen…. der Verfasser bringt die Feder in Position…
    Zur Erinnerung : die Etablierung der faschistischen Ideologie des „Politischen Islam“ in unserem Land – kritik- u- grenzenlos – dies gefräßig „schwarze Loch“ wird alle Strukturen in sich hineinsaugen – es wird nichts übrigbleiben !
    Die Gefahren wird uns unser Staat noch lehren – die Litanei – Herr Matissek – das Lied vom Tod – der freiheitlichen Gesellschaftsordnung – komponieren Sie….

  5. Einerseits ist es erfreulich, wie man in Südafrika damit umgeht;
    andererseits herrscht dort aber Sommer (entgegengesetzte Jahreszeiten
    verglichen mit Europa). Vielleicht ist das Vorgehen in ZA der richtige Weg.

    • Ich Auchdenker denke, dass es für die europäische Impfindustrie ein Goldsegen ist, dass es hier Winter und Kälte gibt. So lassen slch leicht kältebedingte Viruserkrankungen (zb. Grippeviren) durch einen Test, der wegen Ungenauigkeit und sehr hoher Fehlerquote den Namen Test nicht verdient, tausende Grippekranke zu Coronakranken machen. Und dann klingelt die Milliardenkasse der Impfprofiteure, als hätten sie eine eigene Gelddruckmaschine, immer weiter.

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