
Unsere Vorfahren feierten Ostern in der Nacht vom 20./21. März, zur Tag- und Nachtgleiche. Die Gefahren des Winters, Kälte, Dunkelheit und Angst sind endlich überstanden. Zeit für ein Fest des Lichts und des Grüns. Nicht umsonst haben wir die Frühjahrsrituale unserer alteuropäischen Vergangenheit bewahrt. Die Eier, das grüne Gras, die Lämmchen und Häschen senden eine ganz andere Botschaft als das langsame Verenden eines Gemarterten am Kreuz. Die Auferstehung der Natur aus der Winterstarre ist selbsterklärend ein freudiges Ereignis. Für unsere Vorfahren, die wieder einen Winter mit Hunger und Schneestürmen überlebt hatten, Zeit zu jubeln, zu schmausen, zu tanzen.
Ein Fest des wiedererwachenden Lebens, des Wachsens, Grünens und Gebärens. Deswegen die ersten Eier der Saison, die neues Leben enthalten. Als willkommene Nahrungsergänzung und Kraftquelle genauso geschätzt wie das erste essbare Grün. Die Fastenzeit vorher war keine religiöse Aufgabe, sondern erzwungene Einschränkung, da die Nahrungsreserven in den Kellern und Scheunen gefährlich knapp wurden.
Das erste Schlachtfest der Saison mit den neugeborenen Lämmern brachte noch wenig Fleisch auf den Tisch, aber lange vermissten Genuss und die Hoffnung auf mehr. Aus der Perspektive unserer bäuerlichen Vorfahren war das Frühjahr ein elementarer Neuanfang. Die Tiere finden wieder Futter auf der Weide. Auch für sie und damit für ihre Halter beginnt eine neue Lebensphase. Jungtiere werde geboren. Die Saaten keimen. Unsere Vorfahren lebten notgedrungen im Einklang mit der Natur und der Sonne. Zu Ostern feiern die Überlebenden, dass sie die Todesgefahren der vorangegangenen Monate überstanden haben. Bei Faschingsumzügen und Perchtenläufen hatte man das Austreiben des Winters, das Todaustragen mit Strohpuppen symbolisch dargestellt. Junge Frauen wurden bei den Umzügen gepeitscht oder beim Schmackostern mit grünen Zweigen geschlagen, um die Lebensgeister zu wecken und die Fruchtbarkeit zu fördern.
Aus dem Osten kommt das Licht
Nun lasst den Lenz uns grüßen! Man zählte damals sein Alter nach den erlebten Lenzen, nicht nach einem abstrakten Datum. In jedem Frühling erblickt man von neuem das Licht der Welt. Wie neugeboren verlassen wir die düstere, kalte Jahreszeit und treten ins Licht.
Daher auch der Name „Ostern“. Aus dem Osten kommt das Licht. In so manchem alten Kirchlein ist hinter dem Altar ein schmales Fensterchen, ausgerichtet, wie fast alle Kirchen, nach Osten. Sie führten damit die Funktion der uralten Steinkreise fort, an denen man den Jahreslauf der Sonne und den Kalender ablesen konnte. Nicht nur Stonehenge und Pömmelte (Sachsen-Anhalt) und die vielen anderen kultischen Kreisgrabenanlagen dienten der Feier der Sonne, sondern auch die alten Kirchen. Dazu passen die Ostergottesdienste zur Morgendämmerung in Erwartung des Sonnenaufgangs. Hier wie dort markierte man Ostern, also den Osten zur Tag- und Nachtgleiche. Wie Weihnachten am kürzesten Tag und Mittsommer am längsten Tag, so war auch die Verortung des Ostens zur Tag- und Nachtgleiche ein Fest wert.
Die viel später nachgereichte Berechnung des christlichen Osterfestes nach dem Mond (Gauß’sche Formel nach den Vorgaben des Konzils von Nicea), die bis heute ein nicht recht verstandenes Irrlichtern des Ostertermins veranlasst, soll angeblich nur erfolgt sein, um ein gemeinsames Feiern von Juden (Passah) und Christen (Auferstehung) zu verhindern. Welche Macht müssen die jüdischen Traditionen gehabt haben, wenn man solche Ausweichstrategien ersinnt.
Uralte Kraftquelle
Oder ging es doch um Verdrängung der Sonnenverehrung? Schließlich feierten die Römer den unbesiegbaren Sonnengott Sol invictus. In unseren Landen wurden zahlreiche Mithras-Heiligtümer gefunden, oft zerstört und mit Kirchen überbaut. Mithras durfte zur Rechten des Sonnen-Gottes sitzen, nachdem er ein Blutopfer gebracht hatte.
Unsere alteuropäischen Feiern des Lichts, des Lebens und der Fortpflanzung waren sinnstiftend, aufbauend und nachvollziehbar. Wenn wir etwas von der uralten Kraftquelle aufnehmen möchten, dann dürfen wir uns ebenfalls nach Osten zum Licht ausrichten.
Die Symbolfarben Weiß-Gold und frisches Grün schmücken unser Heim. Einfach das künstliche Licht ausschalten. Die Fenster öffnen. Stiefel und schwere Winterkleidung kommen wieder in den Schrank. Leichter bekleidet und leichten Herzens gehen wir hinaus zum sprichwörtlichen Osterspaziergang. Mit den uralten Osterritualen wächst das Verständnis für das, was wirklich zählt und unsere Lebenskraft mehrt. So entsteht ein Aufwind stärkender Erfahrungen.
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9 Kommentare
Das kleine Lamm frägt die Hasenmutter.
Mama.
Was machen wir an Ostern.
Antwort: Dich verstecken.
Ohne Jesus Christus seid Ihr verloren.
arbeiten die grünroten nicht daran ?? Unter dem roten § Religion ist doch Opium fürs Volk??! .🤮
🤕diese Feiertage werden von grün_en IS Fans zeitnah und zielgeführt mit roter Energie und grün abbaubar End_sorgt. Das schaffen DIE,wenn wieder & wieder gewählt durch GEZten Support! 🤮
Hass auf den Spargelkult beim SPIEGEL:
Der Spargelkult muss enden
“ Es ist das privilegierteste Gemüse Deutschlands, der alte weiße Mann der Kulinarik, Dickpic-Ersatz im Netz – auch Markus Söder hat was dazu zu sagen. Ach ja, die Ernte ist übrigens auch menschenverachtend. Eine Abrechnung. “
https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/s-p-o-n-oben-und-unten-der-spargelkult-muss-enden-kolumne-a-1263906.html
Der Relotiuslügel mal wieder. Und die Masche mit dem Krieg gegen das phallische weiße Edelgemüse gabs schon vor 2 Jahren. Nur ein Idiot läßt sich davon den Genuss der kaiserlichen Sprossen vermiesen.
Die Vibrationen der Lehre Christi erwecken eine harmonische Resonanz in den damit kompatiblen Individuen /Seelen.
Nur diese Seelen gelangen schließlich ins sogenannte Himmelreich, während diejenigen, die mit der Botschaft Christi und ihren Vibrationen inkompatibel sind, entweder draußen bleiben oder buchstäblich zur Hölle fahren.
Es liegt darum an jedem selbst, sich entweder für göttliche Liebe und geistige Freiheit zu entscheiden oder für Unterwerfung und geistige Versklavung.
Wer Jesus und die Liebe Gottes ablehnt, dem bleibt im Leben nur letzteres.
Ein Hase hat mit dem christlichen Ostern ungefähr so viel zu tun wie eine Kuh mit der Reise zum Mond.
Und wer glaubt, daß ein Hase bunte Eier legt, solchen Quatsch für Religiösitat hält und auch noch seinen Kindern lehrt, hat eh einen massiven Dachschaden.
Kein Wunder, daß das Volk dermaßen verblödet ist!
Frohe Ostern!
😜
Was ist denn eigentlich „christlich“? – Der Osterhase, die Ostereier, der Tannenbaum, der Adventskranz, der Nikolaus, die Reliquien, Wasser in Wein, Wein in Blut …???
Wann hast du das letzte Mal in einem Märchenbuch gelesen oder dort von alledem gar nichts gelesen? – Das muss zwar nicht sein, könnte aber zum Aufwachen beitragen und das Nachdenken anregen!
Die Millionen von Toten, die diese Religion schon gekostet hat, werden dadurch allerdings weder lebendig noch werden sie auferstehen …