Passend zum autoritären Maßnahmenstaat: Kindermode für Erwachsene

Deutsche Pandemie-Schnullis (Foto:Imago)

Als Anfangsverdacht kann man verschiedene Zeiterscheinungen hernehmen. Ich nehme hier die Tatsache, daß die Mehrzahl der Deutschen offenbar geneigt ist, zu unterstellen, daß Personen wie Baerbock, Lambrecht und Lauterbach tatsächlich Mitglieder einer Regierung sein könnten, anstatt lediglich welche darzustellen. Deswegen stellt sich dann die Frage, wofür diese Mehrzahl eine Regierung überhaupt hält. Erwachsene halten es schlicht für undenkbar, daß eine Frau Baerbock tatsächlich Außenministerin sein könnte. Sie konzedieren lediglich, daß sie ihnen als Außenministerin angedient wird, gehen aber davon aus, daß es sich um eine Person handelt, die dazu da ist, den Umstand zu verschleiern, daß der eigentliche Außenminister nicht erkannt werden möchte. Wer wäre dann der eigentliche Außenminister? – Schwer zu sagen. Baerbock jedenfalls nicht. Es ist überhaupt immer sehr viel leichter, zu sagen, wie etwas offensichtlich nicht ist, anstatt zutreffend zu behaupten, wie es stattdessen ist. Wir hatten und haben keine Coronakrise. Eine Krise haben wir aber. Was für eine dann? Es gibt gute Gründe, anzunehmen, daß es sich um eine Erwachsenenkrise resp. um eine Infantilitätskrise handelt. Eine Krise jedenfalls, die deswegen existiert, weil die Leute partout nicht mehr erwachsen werden wollen. Indizien dafür gibt es.

Es gibt eine wachsende Zahl von Textilunternehmen, die explizit Kindermode in Erwachsenengrößen produzieren. „Kindermode – die schönsten Labels“ heißt es z.B. auf der Seite „vivabini.de“. Vorgestellt wird der Trend von einer Autorin namens Silvia. Sie bezeichnet sich als „Fashionvictim“, also als Modeopfer. Außerdem ist sie „Cola Light-Addict“, also abhängig von Cola-Light. Praktisch hilflos gegen die Brause. Sie schreibt: „Ich liebe das Schreiben. Das quatschen aber auch. Vorsicht: Ich bin einer von den Menschen, die du besser nicht ansprichst, wenn du es eilig hast… Schön dass du da bist!“ – Sie wollen fliehen? – Verständlich. Als nächstes begegnen Sie wahrscheinlich der schleswig-holsteinischen „Bildungsministerin“ Karin Prien. Die hielt dieser Tage Folgendes für mitteilungswürdig: „Ich bin ein großer Fan der Maskenpflicht!„. Als ob sich irgendwer dafür zu interessieren hätte, wovon eine gewisse Karin Fan ist, nur, weil sie als Bildungsministerin durchgeht. Was transportiert ihre Bemerkung anderes, als das Wort „Ich“? – Na eben. Der neueste Klopper kommt aus dem Bundesaußenministerium. Frau Baerbock durfte etwas sagen, damit sie nicht auch noch als stumme Außenministrierende in Verdacht gerät. Sie hatte etwas zu Kasachstan zu sagen, sinngemäß, daß die dortige Regierung die Versammlungsfreiheit zu achten habe und daß die Zensur im kasachischen Internet eine Quadratsauerei sei, die sofort aufzuhören habe. Da staunt der ernsthafte Erwachsene Bauklötze und murmelt in seinen Bart hinein: „Annalena, sach zu Kasachstan ka Sachen, die mich schallend lachen machen“. Besorgniserregend ist trotzdem, daß sie das ernstgemeint zu haben scheint. Wahrscheinlich pocht sie sogar noch darauf, daß es ernstgemeint gewesen sei, vielleicht mit der Begründung, sie sei schließlich Frau.

Quengeln wie ein Kleinkind

Sei es wie es sei: Ein Twitter-User, seinem Profilbild nach kein Kind mehr: „Querdenker, die die Rückkehr zur Normalität fordern, sind der Grund, wieso wir nicht zur Normalität zurückkehren können. Paradox.“ Ein unbedeutender Knochenfotograf mit einer ausgesprochenen Funktionärsseele, den es seines ausgeprägten Karrierestrebens wegen bis an die Spitze des Weltärztebundes gespült hat, glaubt in seiner Infantilität, die ganze Welt müsse ihn für das halten, wofür er sich offensichtlich selbst hält. „Massenspaziergänge wird es nicht mehr geben!„, tönt F.U. Montgomery und würde quengeln wie ein Kleinkind, wenn er wegen der Massen daraufhin selbst keinen Spaziergang mehr ohne Bodyguards unternehmen könnte. Der Mann ist infantil.

Es ist inzwischen längst bemerkt worden, daß es Leute gibt, die alles dafür tun müssen, um in der öffentlichen Wahrnehmung nie als erwachsen zu gelten. Sie sind zur ewigen Jugendlichkeit verdammt. Sie leben davon, ihr jugendliches Rebellenimage bis ins Altersheim mit sich herumzuschleppen. Claudia Roth – Kulturstaatssekretärin ausgerechnet – pflegt bisweilen einen Kleidungsstil, der an einen rebellierenden Teenager erinnert. Die Frau ist 66 Jahre alt. Fast der ganze Medien-Mainstream tut so, als ginge es um das Abschneiden alter Zöpfe und die Überwindung des Altnazitums, obwohl die bekannten Allüren, die er ausstellt, allesamt bereits ein alter Hut sind, bestens etabliert – und das Altnazitum lediglich durch ein inhaltlich anderes Neunazitum ersetzt wurde.

Dieselben Figuren, die einst gegen Autorität und Bevormundung demonstrierten, sind heute die größten Totalitaristen und Volksbevormunder. Sie sind einfach nie erwachsen geworden. Hält man ihnen die kognitiven Dissonanzen vor Augen, mit denen sie leben, fangen sie an zu plärren und einen zu beschimpfen. Sie müssen offensichtlich glauben, daß ihnen im Leben ungeachtet aller verstrichenen Zeit nie Erfolg beschieden war, daß das unmöglich an ihnen selbst gelegen haben kann und daß einem die Gegner von früher nie wegsterben. Alfred Dregger und Franz Josef Strauß, um nur zwei zu nennen, sind aber schon lange tot. Der Spruch, daß, wer mit zwanzig nicht links ist, kein Herz habe, und daß er keinen Verstand habe, wenn er mit vierzig immer noch links ist, trifft auf das politische Establishment Deutschlands voll und ganz zu. Ein Ralf Stegner oder ein Olaf Scholz, auch ein Winfried Kretschmann, sind nichts anderes als gealterte Zitate ihrer verflossenen Jugendzeit. Daher auch diese Panik vor dem Altern und dem Tod – und deswegen auch dieser völlig wahnsinnige Hype um die „Pandemie“. Das durchschnittliche Sterbealter aller „an oder mit Covid“ Verstorbenen liegt satte drei Jahre über dem statistischen Durchschnitts-Sterbealter. Angenommen, Keith Richards (78) oder Mick Jagger (78) von den Rolling Stones würden demnächst das Zeitliche segnen, wären vermutlich Sätze zu hören wie der hier: „Die Besten sterben jung. Verdammtes Covid.” Bereits 1984 war „Forever Young” ein Hit der deutschen Band „Alphaville“, den Kindern die Macht zu überlassen eine Forderung von Herbert Grölemeyer und die Idealisierung des Infantilen ein gesellschaftlicher Dauerbrenner seither.

Berufsjugendliche und unschuldige Kinder

Entschuldigung, aber altersmäßig Erwachsene, die eine 17-jährige schwedische Dummbratze für eine relevante Philosophin halten, sind offensichtlich selbst nie erwachsen geworden. Und wenn dann so eine Dummbratze auch noch vor der internationalen Presse spricht und sich ein „How dare you?” anmaßt, woraufhin 60- und 70-Jährige schuldbewußt die Köpfe senken, dann ist das ein deutliches Indiz dafür, daß maßgebliche Personen in der westlichen Welt ihren Verstand verloren haben müssen. In einer normalen Welt wäre es unmöglich, daß eine Langstrecken-Luisa behauptet, die Menschgemachtheit des Klimawandels sei bewiesen, weil schließlich die Wetterdaten der vergangenen hundert Jahre bekannt seien – und daß erwachsene Menschen daraufhin mit dem Kopf nicken und behaupten, die Luisa sei ein ganz gewieftes Mädchen.

Ein Attribut, das Kindern gern beigeordnet wird, ist die Unschuld. Es gibt wahrscheinlich kein Substantiv, das so oft „unschuldige“ vor sich stehen hat, wie „Kinder“. Unschuldige Kinder eben. Wer keine Schuld hat, der hat natürlich vorher auch keine Verantwortung getragen – und wenn er sie vollmundig zehnmal „übernommen“ hätte. Heutzutage stellen sich erwachsene Politiker hin und behaupten, sie würden persönlich die Verantwortung für etwas übernehmen, und dann glauben sie auch noch, die Verantwortung sei schon dadurch übernommen worden, daß sie das behaupten. Rücktritt ausgeschlossen. Ein Scholz, der Verantwortung für sich übernommen hätte, könnte wissen, daß er aufgrund der Steuer- und Finanzaffären, in die er verwickelt ist, nicht Bundeskanzler werden kann. Eine Frau Giffey, die zu Recht ihren Doktortitel verliert und als Bundesministerin zurücktritt, wüsste, daß sie auch als Bürgermeisterin von Berlin nicht mehr in Frage kommt. Ein Lauterbach, der die Verantwortung für seine ungezählten Fehlprognosen in der herbeidefinierten „Pandemie“ übernehmen würde, wüsste, daß er nicht zum Gesundheitsminister taugt. Eine Frau Baerbock, die bereits eine ganze Republik mit ihren sagenhaften Einlassungen zu Kobolden in Akkus und zu Stromnetz-Speichern erheiterte, bevor sie Außenministerin wurde, hätte wissen können, daß sie als Außenministerin nicht mehr in Frage kommt, wenn sie Verantwortung für das übernehmen würde, was sie vorher schon vom Stapel gelassen hat. Wir leben leider in einer infantilen Republik. Hier herrscht die institutionalisierte Verantwortungslosigkeit. Unschuldige Kinder jedweden Alters allüberall.

Wo kommt’s denn her?

Das Folgende ist jetzt zugegebenermaßen eine heikle Theorie, aber ich scheue mich trotzdem nicht, sie einmal zur Diskussion zu stellen. Es ist ja immer von Geschlechterrollen und Rollenbildern die Rede. „Der gestrenge Vater“, hieß es früher – und die „einfühlsame, nachgiebige Mutter“. Auch gibt es den Spruch von dem Gesicht, das nur eine Mutter lieben kann – und ein Hundsfott wäre, wer dabei an Helge Lindh denkt. Jedenfalls: Ich halte es für möglich, daß es das biologisch natürliche, mütterliche Verständnis für die Unfähigkeit von Kindern gewesen sein könnte, Verantwortung zu übernehmen, das im Zuge der ubiquitären Ermächtigung des Weiblichen bei der Regelung öffentlicher Angelegenheiten erheblich mit dazu beigetragen hat, daß die kindliche Unschuld sich heute bis ins Erwachsenenalter verlängert hat. Wenn da was dran ist, dann wäre es verständlich, daß die politische Klasse nach zwei Jahren des pandemischen Dauer-Rollenspiels „Alleinziehende Mutter mit Kind“ – mit sich selbst als der Mutter und dem Volk als dem Kind – feststellt, daß dieses Kind tatsächlich Verantwortliche identifiziert – und daß es sich um die politische Klasse selbst handelt, das es für seine erziehungsberechtigte Mama hält. Und daß es jetzt Fragen an die erwachsene Mama hat, welche die politische Klasse unmöglich noch wahrheitsgetreu beantworten kann, ohne daß es gleich danach zum Elternmord kommt. In der Haut der Regierung als Volksmutti möchte ich genauso wenig stecken wie in der des Souveräns als Kind. Es haben nämlich auch Eltern schon vor lauter Verzweiflung angesichts der Ausweglosigkeit ihrer Lage die Kinder umgebracht. Auf alle Fälle scheinen alle miteinander vor einem ganz großen Familienkrach zu stehen. Der wiederum hätte nicht sein müssen, wenn nicht über Jahrzehnte ein Volk herangezüchtet worden wäre, das es für „fortschrittlich“ hält, sich vom Staat bemuttern zu lassen. Es ist ja auch interessant, daß diese Bemutterung immer noch als Paternalismus bezeichnet wird, obwohl es sich inzwischen eigentlich um Maternalismus handelt, und daß von Seiten der politischen Volks-Berufsmütter noch keine Einwände gegen das Substantiv „Paternalismus“ zu hören gewesen sind.

So betrüblich die Zeiten auch geworden sind im staatlich institutionalisierten Volksgluckentum mit seinen kastrierten Hähnen, so hoffnungsvoll stimmt das auch, ein bißchen wenigstens. Wenn das hanebüchene „Pandemie“-Narrativ fällt und die ganze Wahrheit zu diesem größten Hoax der Neuzeit auf dem Tisch liegt, werden noch ganz andere Narrative fallen. Und dann werden die Hühner wieder Eier ausbrüten statt Schwachsinn. Das Pandemie-Narrativ und die öffentlichen Frauen mit ihren Fiffis – das lohnt sich, es einmal näher zu beleuchten. Für die Bereitschaft zur Verantwortungsübertragung an den Staat gibt es Gründe.

6 Kommentare

  1. Ein herllicher Beitrag, der eigentlich darauf verweist das unser eigenes Unvermögen in unserem Infatilismus liegt der uns von verantwortung befreien soll. oder könnte. Und wir scheinen uns darin sogar wohl zu fühlen. Aber es wird niemanden seiner Verantwortung vor der Gesellkschaft entheben. Früher oder später werden wir sie alle zur Verantwortung ziehen. Auch die Toten wie wir wissen.

  2. Baerbock, da ist der Name schon ein Witz. Ich erkläre ihn nicht, damit ich keine Schwierigkeiten bekomme, man braucht Englischkenntnisse… Annalena! Diese Figuren sind komplett gescriptet. Der laute Karl, Bullock der berühmteste Busfahrer, aber genug davon. Diese Leute machen gar nichts, sie sind Darsteller auf der Bühne. Insofern bin ich anderer Meinung, als der Artikel hier, der gesellschaftliche Vorgänge vermutet. Die Wende zurück zur Vernunft wurde vor den Ereignissen geplant, langsam geht es los. Man kann es anhand der News erahnen. Hegelsche Dialektik. Zum Thema Unreife gibt es ein altes Video, „Kinderwelt Alexander“. Das Erwachsenwerden wurde in der Tat abgeschafft. Bei Naturvölkern gab es dazu eine richtige „Jugendweihe“. Der Staat kümmert sich um alles.

  3. Nicht nur die Infantilen wollen für ihre Taten keine Verantwortung übernehmen, auch die Verbrecher verweigern die Verantwortung für ihre Verbrechen. Und während Baerbock ohne Zweifel infantil und dumm ist, ist Söder ohne Zweifel ein Verbrecher und verschlagen. Das Endergebnis aber ist gleich: Verantwortungslosigkeit. -Schöne Volksvertreter.

    • Richtig! Aber deshalb wollen die Verbrecher ja auch wie Infantile oder Geistesgestörte eingestuft werden um nicht als Verbrecher zu enden.. Schon ein gewisser Ricellieu hat davfon berichtet wie man seine Macht trotz Verbrechenb zubis zum Lebensende verwirklichen kann. Und die oberen zehnttausend kennen diese Herrschermentalität sehr genau.

  4. Vielen Dank für die passende Beschreibung eines Landes mit PolitAttrappen in geistiger Auflösung die dieses Land herunter wirtschaften. Wobei um etwas Aufzulösen muss es erstmal vorhanden sein.

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