
Das berühmte Zitat von Johannes Gross – „je länger das Dritte Reich tot ist, umso stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen“ – bestätigt sich Tag um Tag aufs Neue. Je weiter man von den Schrecken der Vergangenheit entfernt ist, umso weniger Gefahr hat man selbst zu befürchten – und umso edler kann man sich in der Tradition des Widerstands sehen. Das wurde jetzt in den sozialen Medien deutlich. Dort schrieb das Berliner Bestattungsunternehmen Thanatos: „Es sterben gerade viele Menschen, die zwischen 1933–1949 in Deutschland geboren wurden. Die naheliegende Frage im Trauergespräch, ob deren Eltern Nazis waren, wirkt oft unpassend und peinlich. In der Regel wissen die Zugehörigen wenig oder erinnern sich nur an harmlose Widerstandserzählungen. Wenn ich wissen möchte, wie jemand während der Nazi-Zeit aufgewachsen ist, ist es doch wichtig zu fragen, wie die Familie zum System stand. Würde sagen, das prägt fürs ganze Leben.“
Betreiber Julian Heigel bezeichnet sich selbst als „queer“ und bietet “queere Bestattungen” an. Immer wieder teilt er gegen die AfD aus und meint: „Ich will nicht spalten, aber . . . Nazis raus!“ Also so wie: „Ich bin kein Rassist, aber…“? Nun darf natürlich jeder seine politische Meinung haben. Schwierig wird es jedoch, wenn man selbige in alle Aspekte des Lebens und vor allem in die Ausübung seines Berufs einfließen lässt. Im Gespräch mit den Angehörigen eines Verstorbenen sollten diese schon von sich aus erzählen können, was ihnen auf dem Herzen liegt und vom Leben des Verstorbenen preisgeben möchten – und sich nicht wie in einer Verhörsituation fühlen. Bei Personen des öffentlichen Lebens mag eine Debatte etwa über eine NS-Vergangenheit oder andere biographischen Kompromittierungen notwendig und unerlässlich sein.
Privatsache der Familie
Aber bei einem rein familiären Rahmen ist es die Privatsache der Familie, ob sie diese Debatte führen will – oder eben nicht. Einen Bestatter hat es überhaupt nicht zu interessieren – und erst recht hat er kein Recht zu übergriffigen Ausfragungen –, welche politisch Einstellung ein Verstorbener zu seinen Lebzeiten hatte und was Angehörige davon offenbaren möchten und was nicht. Sich von außen derart einzumischen, sollte eigentlich schon die Pietät verbieten. Doch die ist anscheinend mit “Queerness“ unvereinbar…
Doch jetzt einmal zum Inhalt: Was genau wirft Heigel den Verstorbenen eigentlich vor? Diese waren schließlich maximal zwölf Jahre alt, als das Dritte Reich endete. Will er wirklich kleinen Kindern Vorwürfe machen? Oder meint er es gar nicht böse, sondern geht davon aus, dass natürlich nur die Edelsten der Edlen sein Unternehmen aufsuchen, und freut sich über mutige Geschichten aus dem Widerstand? Irgendwie dann doch wohl nicht, denn dergleichen Erzählungen bezeichnet er als „harmlose Widerstandserzählungen“ und tut sie damit eher spöttisch ab. Tatsächlich haben Historiker häufig darauf hingewiesen, dass man allein aus den Schilderungen der Nachgeborenen den Eindruck gewinnen könnte, ein großer Teil der Deutschen habe gegen das Regime gestanden – dann hätte dieses allerdings kaum zwölf Jahre Bestand gehabt.
Toter als tot geht nicht
Welche Aussagekraft liegt hierin eigentlich? Schließlich kann auch ein Linker rechte Eltern haben ebensio wie ein Rechter linke Eltern. Und wie genau will Heigel die Elterngeneration der Verstorbenen eigentlich überprüfen? Beantragt er vor der Bestattung Akteneinsicht? Und falls der Enkel eines Verstorbenen in den Prozess eingebunden ist, müsste er genau über seine Urgroßeltern Bescheid wissen – was wohl nur auf die allerwenigsten zutreffen dürfte. Überhaupt: Die Eltern der Verstorbenen, auf die Heigel ja abzielt, wurden etwa zwischen 1890 und 1925 geboren. Zumindest die Eltern der 1949 Geborenen waren bei der letzten Reichstagswahl 1933 vielfach noch nicht einmal wahlberechtigt. Ein heute lebendes Kind muss also häufig bis in die Generation seiner Ururgroßeltern zurückgehen, um überhaupt einen entsprechenden Vorwurf gegen ein Familienmitglied erheben zu können. Wenn jemand seine dunkle Vergangenheit mit ins Grab genommen hat, wird die Familie davon womöglich ohnehin nichts wissen. Heigels Frage dürfte daher kaum zuverlässig für Klarheit sorgen.
Der AfD-Kommunalpolitiker René Kühn verlor nach eigenen Angaben seine Tätigkeit als Bestatter. Dabei stellt sich die Frage, wie genau sich eine solche Entscheidung begründen ließe. Beispielsweise wurde in der Debatte darüber, ob AfD-Mitglieder in der Feuerwehr dienen dürften, das hypothetische Beispiel angeführt, diese könnten bei einem Brand in einem Asylbewerberheim womöglich die Arbeit verweigern. Dies wäre – wenn eine solche Gefahr tatsächlich bestünde – zumindest ein unmittelbar berufsbezogenes Argument. Aber bei einem Bestatter? Toter als tot kann der Verstorbene schließlich nicht werden.
Verweigerte Traueranzeigen
In den vergangenen Jahren gab es zudem Kontroversen, weil regionale Zeitungen keine Traueranzeigen für die AfD-Kommunalpolitiker Detlef Scharf, Hartmut Lucas und Paul Traxl veröffentlichen wollten. Dabei ging es allerdings um „politische“ und nicht um „private“ Traueranzeigen. Sprich: Es war ersichtlich, dass vor allem Parteifreunde und eben nicht der Familienkreis trauerten. Bei anderen Parteien sind solche Anzeigen jedoch durchaus üblich und noch nie hörte man hier je von Abdruckverweigerungen In den genannten Fällen verstorbener AfDler aber gab es zum Teil ein unübersichtliches Hin und Her. Detlef Scharf wurde immerhin in einer nicht parteipolitischen Traueranzeige des Landkreises gewürdigt; eine Anzeige seines Kreisverbandes erschien dagegen nicht. Nach öffentlicher Kritik wäre die “Frankenpost” schließlich doch bereit gewesen einzulenken. Der Kreisverband hatte sich zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits entschieden, die dafür vorgesehene Summe lieber Scharfs Witwe zukommen zu lassen.
Im Fall Traxl hieß es von der “Augsburger Allgemeinen”: „Wir nehmen jedoch generell keine Anzeigen Ihrer Partei bei uns auf. Dies sind unsere Unternehmensgrundsätze, die auch Nachrufe betreffen.“
Daran, dass politische Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit stattfinden – also in Parlamenten, Artikeln oder Vorlesungen –, hat man sich nach zwei Diktaturen in Deutschland gewöhnt (auch wenn diese Auseinandersetzungen zunehmend nicht von Debatte auf Augenhöhe, sondern von Einseitigkeit, Spaltung und Ausgrenzung Andersdenkender geprägt sind). Immer häufiger aber greift die Gesinnungskontrolle mit “peinlichen Befragungen“ auf den privaten Bereich über. Teilweise gab es sogar Fälle, in denen Ärzte Patienten wegen deren politischer Zugehörigkeit ablehnten. Es bleibt abzuwarten, ob die geschilderten Fälle auch in einigen Jahren noch als exotische Einzelfälle angesehen werden – oder als Vorboten einer längerfristigen Entwicklung.
Manfred Rommel, Sohn des „Wüstenfuchses“ Erwin Rommel, war lange Jahre für die CDU Oberbürgermeister von Stuttgart. In seiner eigenen Partei war seine Entscheidung umstritten, die in Stammheim verstorbenen RAF-Terroristen auf einem Stuttgarter Friedhof beisetzen zu lassen. Rommel konterte damals: „Irgendwo muß jede Feindschaft enden; und für mich endet sie in diesem Fall beim Tod.“ Das war lange, bevor seine Partei Brandmauern in die Köpfe und Parlamente treiben sollte.
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10 Kommentare
„Der neue Faschismus wird nicht sagen: ich bin der Faschismus. Er wird sagen: ich bin der Antifaschismus!“
Und cih , der Zerstörer sitze Im Präs. Palast!
HERRLICH, wie sich die linksFASCHOS desavouieren: $chizo PU$$Y eRAlp zeigt Dobrindt bei Polizei, die sie auflösen/abschaffen/durch Sozialarbeit ersetzen will wegen „Na doch“ an!!!….
ENDSTUFE RETARDIERT!!!
(Kein) kontroverses Thema. Wahlweise der Staat, die Authoritäten, die Zivilgesellschaft, jedweder „breites Bündnis“ juckeln sich seit gefühlten tausend Jahren wie ein Nekrophiler einen auf Adolf Nazi&Konsorten ab. Neuestes Beispiel: ein 105-jähriger Wachmann. Wenn er das zweifelhafte Glück hat den Prozess zu überleben, wird er vielleicht nach Jugendrecht verurteilt. Sowas gibt’s nur in Doofland! Falls er aber vorher verstirbt, könnte man ihn kremieren und seine Urne auf die Anklagebank stellen und nach der sicheren Verurteilungen, für ein paar Jahre (Jugendstrafrecht!), im Knast platzsparend in einem Schrank wegsperren. Es gibt meiner Meinung nach auch viel zuwenige Exhumierungen von verstorbenen Altnaaaadsiiees. Da könnte man doch schön bei der Anklageverlesung die Knochen auf der Anklagebank drapieren, und der liebe Herr/Frau Staatsanwalt:innen und außen könnte medienwirksam noch ein bißchen daran herumlutschen. Schon gehört? Bei Temu gibt es jetzt aufblasbare Dachböden und Keller für 19,99 das Stück, im 2er Set mit 10% Rabatt. Mit eingebautem, verstecktem Juden – falls sich die Zeiten mal wieder ändern – zur Vorsorge für alle Nicht-Prepper!
September 2026: EU ruft zum Gassparen auf | Zelte gegen Wohnungsnot | sperrt den linksrotzgrünen sofort den gashahn zu… sofort !!!!!
do guck na…super… Berlin. Bei den Berliner Kartellparteien liegen die Nerven blank: die AfD will mit Moskau über eine Wiederaufnahme russischer Energielieferungen verhandeln und hat dafür auch bereits prominente Ansprechpartner auf russischer Seite gefunden (wir berichteten). Eine solche Kooperation würde die gesamte Energie- und Rußlandpolitik der Berliner Etablierten in Frage stellen, die deshalb hysterisch reagieren.
Für das Frühjahr 2027 ist ein Treffen zwischen dem Leiter des russischen Staatsfonds und engen Putin-Berater Kirill Dmitrijew und den AfD-Spitzen Alice Weidel und Tino Chrupalla vorgesehen. Als mögliche Verhandlungsorte sind Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Indien im Gespräch.
do guck na…super… Berlin. Bei den Berliner Kartellparteien liegen die Nerven blank: die AfD will mit Moskau über eine Wiederaufnahme russischer Energielieferungen verhandeln und hat dafür auch bereits prominente Ansprechpartner auf russischer Seite gefunden (wir berichteten). Eine solche Kooperation würde die gesamte Energie- und Rußlandpolitik der Berliner Etablierten in Frage stellen, die deshalb hysterisch reagieren.
Für das Frühjahr 2027 ist ein Treffen zwischen dem Leiter des russischen Staatsfonds und engen Putin-Berater Kirill Dmitrijew und den AfD-Spitzen Alice Weidel und Tino Chrupalla vorgesehen. Als mögliche Verhandlungsorte sind Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Indien im Gespräch.
Maga-AfD-Querfront
Einreiseverbot: AfD-Verbotsbefürwortern drohen harte Konsequenzen aus den USA
Der deutsche Streit um ein mögliches Verbot der AfD hat endgültig Washington erreicht. Die republikanische US-Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna hat angekündigt, sich bei Außenminister Marco Rubio für Einreiseverbote gegen deutsche Abgeordnete einzusetzen, sollten diese ein Verbot der AfD vorantreiben.
https://derstatus.at/politik/einreiseverbot-afd-verbotsbefurwortern-drohen-harte-konsequenzen-aus-den-usa-5259.html
Ein Ende friedlicher.Auseinandersetzungen zwischen den politischen Lagern in den krisengeschüttelten Demokratien Europas scheint für viele Extremisten von links und rechts offenbar ausgemachte Sache zu sein.
Ein Bürgerkrieg/bürgerkriegsähnliche Zustände sind die unausweichliche Folge der linksgrünen Politik und der islamischen Masseneinwanderung. Die Linken zerstören das Land, die.Folgen sind Armut, Arbeitslosigkeit und natürlich der Clash of Cultures, ein Zusammenstoss mit dem Islam.
Denn sobald die zumeist nicht arbeitenden muslimischen Horden, bestehend aus Millionen junger Männer, nicht mehr mit Sozialhilfe bezahlt werden können, werden diese sich das holen, was ihnen nach ihrer Meinung zusteht: die Dschizya. Und das führt zu Bürgerkrieg, genau wie der Kampf gegen die Linken im Bürgerkireg enden wird.
Diese Gruppierungen haben das verstanden und werden sich vorbereiten. Nicht mehr und nicht weniger.
Der Schw***tel dreht wieder durch:
Hape Kerkeling fordert AfD-Verbot: „Wer Rechtspopulisten wählt, wählt nicht Protest“
https://www.fr.de/politik/kerkeling-fordert-afd-verbot-ruiniert-wissentlich-seine-eigene-zukunft-94516345.html