Preisfrage: Woher kommt die Häme für „BILD-TV“?

Julian Reichelt, Chefredakteur „BILD“ – Foto: Imago

Am gestrigen Sonntag, dem 22. August 2021 startete „BILD-TV„. Das war längst überfällig, um dem durchideologisierten Einheitsbrei einer Journaille etwas entgegenzusetzen, in deren Redaktionen es eine groteske Präferenz mehr noch für die Grünen als für die Roten gibt, und die in keinem Verhältnis mehr zu den Wahlergebnissen steht, welche Grüne und Rote in der Realität mit ihrer „Politik an der Realität vorbei“ erzielen. Jüngstes Beispiel ist der SWR. Er berichtet von einer internationalen Studie, derzufolge die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands Resultat des Klimawandels sein soll, um sich dabei darauf zu verlassen, daß der Medienkonsument sein „anthropogen“ inzwischen selbst hinzufügen wird, nachdem ihm seit Jahren eingebläut wurde, „Klimawandel“ und „menschengemacht“ seien so etwas wie siamesische Zwillinge, die nicht voneinander getrennt werden könnten. Diese Gehirnwäsche muß tatsächlich gestoppt werden.

Der Klimawandel ist Realität seit jeher. Der bauernschlauste Schnack ist der vom Anstieg der Temperaturen über das „vorindustrielle Niveau“ hinaus. Die Industrialisierung nahm mit dem Ende des 18. Jahrhunderts ihren Lauf, was soviel bedeutet, daß das „vorindustrielle Niveau“ eine Zeitspanne von etwa 4,5 Milliarden Jahren umfaßt (minus ~ 200 Jahre). In Britannien gab es zur Römerzeit etwa 500 Weinberge, und Grönland war bei seiner Entdeckung um das Jahr 890 n.Chr. grün. Weswegen es auch bis heute Grönland heißt. Die gesamte Menschheit lebt von ihrem ersten bis zum heutigen Menschen im bislang letzten 13.500stel der Erdgeschichte. Die wiederum ist eine Geschichte des Klimawandels, z.T. eine des extremen Klimawandels – und zwar über ihre gesamte Dauer hinweg. „Vorindustrielles Niveau“ – wie hirngewachen muß man sein, um sich so etwas als eine ernstzunehmende Phrase andrehen zu lassen? Und wer hätte sie einem denn unbedingt andrehen wollen? Die Öffentlich-Rechtlichen samt aller anderen „Haltungsjournalisten“.

„Eine Wohltat“

Ein Facebook-Nutzer hat sich „BILD-TV“ angesehen und war begeistert. Er schrieb: „Es ist eine Wohltat, wie Bild den zwangsfinanzierten linken #Meinungsfunk demaskiert und entlarvt. Die #Kanzlernacht gestern Abend war ein Highlight des politischen #Journalismus. Weder bei ARD Mediathek & Das Erste noch ZDF hat es in den letzten Jahren eine annähernd adäquate Debattenkultur ohne nichtssagendes Geschwurbel gegeben. Kein Wunder, dass sich u.a. der Deutschlandfunk ertappt fühlt und vor Wut schäumt. Mit Milliarden an Zwangsbeiträgen fand seit Jahren eine abstoßende #Gehirnwäsche linker #Aktivisten statt, die sich selbst als Journalisten bezeichnen. Binnen kürzester Zeit hat jetzt #bildlive einen eigenen Kanal auf die Beine gestellt, der all das liefert, wozu der öffentlich-rechtliche Rundfunk laut #Rundfunkstaatsvertrag zu liefern verpflichtet wäre. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Gebühren in Print-, Online- und TV-Medien fließen müssen, die sich diesem gesetzlichen Auftrag tatsächlich verpflichtet fühlen. Wenn Politiker vor dem Nichts stehen, laden #ARD und #ZDF seit Jahren zu Sendungen wie „Was nun …?“ ein. Ich würde mich freuen, wenn Julian Reichelt und Claus Strunz zum Thema Zukunft des #ÖRR Tom Buhrow einladen würden und ihn fragen: „Was nun…?“ – “ (Quelle: Facebook)

Auch der Medienanwalt Prof.Dr.Ralf Höcker bemerkte bei Twitter: #BildTV ist unerträglich für die TV-Konkurrenz und für Printmedien, die kein TV hinbekommen. Deshalb werden sie den @BILD-Sender als Fake-News-Bude diffamieren. Dabei habe ich #ÖRR und „seriöse“ Printmedien als Medienanwalt inzwischen öfter wegen Fake News vor der Flinte als Bild.

Die Beleidigten

Gift und Galle spukte hingegen der Deutschlandfunk in seiner Sparte „Kultur“. „BILD-TV“ sei „so professionell wie Schülerfernsehen“, hieß es dort. Bemängelt wurde u.a., daß zum Fernsehduell bei „BILD-TV“ nur die Kanzlerkandidaten Laschet und Scholz geladen waren, nicht aber die Lieblingskandidatin der Öffentlich-Rechtlichen, Annalena Baerbock von den Grünen, was natürlich bitter ist für jemanden, der sich vorher arg ins Zeug gelegt hatte, um der personifizierten Ignoranz ins Kanzleramt zu helfen. „BILD-TV“ hatte die fehlende Anwesenheit der grünen Ignorantia damit begründet, daß sie ohnehin keine Chancen mehr habe, Kanzlerin zu werden. Leider haben Scholz und Laschet eine. Daran kam auch „BILD-TV“ nicht vorbei. Die Professionalität von Schülerfernsehen machte der Deutschlandfunk dann auch noch an der Sichtbarkeit von Heizung und Plastikfenstern im Studio fest. Nichts, das sich nicht bis zur nächsten Sendung korrigieren ließe, um dem Deutschlandfunk jede Stichhaltigkeit seiner „Kritik des Beleidigten“ zu nehmen. Auf gut bayerisch: „BILD-TV“ ist genau die längst überfällige „Watschn“, die sich der etablierte Medienbetrieb selbst eingehandelt hat. Mehr davon! Bravo, Julian Reichelt!

Rückendeckung durch neue Aktionäre

Es steht zu vermuten, daß der Einstieg der amerikanischen Beteiligungsgesellschaft „KKR“ als Großaktionär beim Axel Springer-Verlag den Weg freigemacht hat, um zu einer objektiven Berichterstattung zurückzufinden, die eher dem demokratischen Souverän dient als seiner selbstherrlichen Regierung. „KKR“ hält inzwischen 47,6 Prozent der Springeraktien, Kanzlerfreundin Friede Springer, die Verlegerwitwe, lediglich noch 22,5 Prozent. Ihre Stimmrechte hatte zwar sie abgetreten an Matthias Döpfner, der selbst 21,9 Prozent der Aktien hält, aber das ändert nichts daran, daß Kohlberg, Kravis und Roberts (KKR) die Aktienmehrheit haben. Henry Kravis wird nachgesagt, daß er eine engere Beziehung zu Donald Trump unterhalte.

Anlass zum Frohlocken

Vielleicht ist „BILD-TV“ nur ein gelungener Anfang und wird kopiert, wenn sich der richtige Erfolg einstellt. Überfällig wäre das, um endlich jenen linken Monolog der selbsternannten Volkspädagogen zu beenden, der seit Jahr und Tag in der Verkleidung von „gesellschaftlicher Diskurs“, „Nachrichten“ und „Information“ daherkommt – und bei dem immer häufiger, wenn nicht explizit gelogen, so doch mit zielgerichtetem Framing gearbeitet worden ist. Das wäre enorm wichtig, da es die Medien sind, die die öffentliche Meinung formen. Die Politik dackelt dieser Meinung notgedrungen hinterher. Politiker müssen vom Souverän gewählt werden, nicht die Intendanten der Öffentlich-Rechtlichen oder die Chefredakteure des Print-Mainstreams.

„BILD-TV“ wäre also gut geeignet, die Verhältnisse vom Kopf zurück auf die Füße zu stellen. Kein Wunder, daß Julian Reichelt die geballte Häme der Etablierten im TV-Geschäft entgegenschlägt. An ihren Reaktionen sollt ihr sie erkennen, sprach der Herr. Wenn es nicht jemand anderes gewesen ist.

4 KOMMENTARE

  1. Also ich hab mir gestern mal „VIERTEL NACH ACHT“ auf Bild.tv angeschaut.
    War ja durchgehend eine Lobrede für Corona-Impfungen und Merkels „gute Arbeit“
    2 Weiber die es als „provozierend und erniedrigend“ empfinden, daß Putin der Merkel einen Blumenstrauß gegeben hat. (er hätte die Blumen vorher in Novichok tauchen sollen, da hätte er der Welt was gutes getan)
    Ich hätte mehr erwartet.(vielleicht wird’s ja noch)

  2. Wir haben doch reichlich „privates Fernsehen“ in Deutschland – wieso macht keiner von denen ein „ehrliches“ Programm? (wenigstens teilweise, wie Servus TV in Saltzburg). Angst?
    .
    …oder ist die relevante Masse der Bewohner dieses Landes tatsächlich intellektuell auf dem Niveau dieser Sender, so dass die sich gezwungen fühlen, vor allem diese reklamegläubige Herde zu bedienen? (ich fürchte: ja)
    .

Comments are closed.