Verschwiegene Impftote, herbeigeredete “Hitzetote“: Beim Staatsfunk ist die Erzählung wichtiger als die Wahrheit

Verschwiegene Impftote, herbeigeredete “Hitzetote“: Beim Staatsfunk ist die Erzählung wichtiger als die Wahrheit

Klimawahnwelten öffentlich-rechtlicher Redakteure: Überall Hitzetote in glühenden Straßen, Bestatter im Dauereinsatz (Symbolbild:Grok)

Der jüngste Beitrag des “Südwestrundfunks“ (SWR) über angebliche Todesfolgen der Hitze – Schlagzeile: „Nach Hitzewelle: Bestatter sind im Dauereinsatz“ – ist weit mehr als nur ein missglückter Sommertext. Er ist ein Symptom. Er zeigt, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk inzwischen immer häufiger arbeitet: mit moralischem Deutungsdruck, suggestiven Rahmungen und politisch anschlussfähigen Narrativen – auch dort, wo die Faktenlage gerade nicht hart genug ist, um den Alarmton zu tragen. “Der SWR liefert ein Musterbeispiel für öffentlich-rechtliche Skandalisierung ohne saubere Faktengrundlage“, urteilt der medienpolitische AfD-Fraktionssprecher Baden-Württembergs, Dennis Klecker, zu Recht und adressiert einen wunden Punkt des gegenwärtigen Mediensystems. Aus der grotesken Diskrepanz zwischen reißerischer Headline und mangelnder inhaltlicher Substanz wird dabei nicht nicht einmal ein Hehl gemacht. Denn der entscheidende Satz von SWR-Autorin Martina Senghas fällt bereits im Einleitungssatz des Teasers: “Wie viele Menschen durch die Hitze gestorben sind, ist offiziell schwer zu ermitteln.

Eigentlich müsste ein redlicher Journalist an genau dieser Stelle abbremsen. Er müsste sauber trennen zwischen Vermutung, Korrelation und gesicherter Kausalität. Er müsste sagen: Wir wissen es nicht genau – und eigentlich entscheiden, dass das gar kein Thema ist. Stattdessen jedoch wird die Unsicherheit selbst zum Treibstoff einer Dramatisierung. Bestattungsunternehmen berichten von “viel Arbeit” – und daraus wird ein beinahe fertiges Klima-Moratorium für die Zuschauer: Seht her, die Hitze fordert ihre Opfer, das Land leidet, und die politische Lehre liegt gleich mit im Bild! „Wer aus unsicheren und offiziell nicht belastbar bezifferbaren Zusammenhängen eine moralisch aufgeladene Großgeschichte konstruiert, missbraucht den Informationsauftrag für politische Erzählmuster“, moniert Klecker. Genau darum geht es. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk berichtet nicht mehr nur über Wirklichkeit; er rahmt sie pädagogisch vor. Wo es gesicherte Zahlen nicht gibt, treten Atmosphäre, Fallvignetten und moralischer Deutungsüberschuss an ihre Stelle. Die Unsicherheit wird nicht kenntlich gemacht, sondern dramaturgisch überbrückt.

Erinnerung an Corona

Das alles erinnert fatal an die Mechanik der Corona-Jahre. Auch damals wurden große Teile der Wirklichkeit nicht in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit dargestellt, sondern in einen moralisch-politischen Erwartungshorizont eingespeist. Die tägliche Inzidenz, die rote Kurve, das Dashboard, die Fallzahlen, der Appell, der Alarm – all das bildete eine Art Dauerliturgie des Ernstfalls. Abweichende Stimmen galten schnell als unverantwortlich, Zweifel als unsolidarisch, methodische Einwände als moralisch verdächtig: die Darstellung folgte selten bis gar nicht dem offenen wissenschaftlichen Streit, sondern der Logik des erwünschten Verhaltens. Heute wissen wir mehr. Selbst das Robert-Koch-Institut betont zu seinen Krisenstabsprotokollen, diese spiegelten einen “offenen wissenschaftlichen Diskurs mit verschiedenen Perspektiven” wider. Genau diese Offenheit aber war damals in der öffentlichen Darstellung kaum bis überhaupt nicht zu erkennen. Die Zuschauer bekamen keine offene kritische Wissenschaft im eigentlichen Sinn, also Zweifel, Revision, Abwägung und Hypothesenstreit; sie bekamen “die Wissenschaft™” als Autoritätskulisse für politisches Management.

Die Parallele zur aktuellen Hitzeberichterstattung springt ins Auge. Wieder wird aus einem komplexen Feld – Wetterlage, Vulnerabilität, Vorerkrankungen, Sommersterblichkeit, statistische Unschärfen, kommunale Infrastruktur, Pflegezustände – eine moralisch gut anschlussfähige Erzählung destilliert. Wieder steht nicht die präzise Frage im Zentrum, was genau man weiß und was nicht, sondern welche politische Botschaft aus dem Material gewonnen werden kann. Wieder siegt die passende Geschichte über die exakte Differenzierung. Die Narrativhörigkeit kann sich auch gegenteilig manifestieren – dann nicht durch Panikmache, sondern durch Verschweigen und Auslassen: Über die signifikanten Anstiege von Todesfälle oder schweren Erkrankungen nach der Impfung wird in den ÖRR-“Qualitätsmedien“ bis heute so gut wie nicht berichtet – obwohl es hierfür massenhaft belastbare Daten gibt und Medien im Ausland dies auch offen thematisieren.

Berichten, nicht suggerieren!

Während reale Probleme und besorgniserregende Entwicklungen lieber unter den Teppich gekehrt werden, werden die ideologisch erwünschten und spekulativ bis faktenfrei behaupteten Scheinprobleme umso mehr  beschworenen – damals bei Corona, heute beim Klima respektive der “Hitze“.Und gerade darin liegt die eigentliche Absurdität: Ausgerechnet jene Anstalten, die sich ständig als Bollwerk gegen Desinformation inszenieren, behandeln die wissenschaftliche Unsicherheit zunehmend wie ein Ärgernis. Was nicht eindeutig genug ist, wird narrativ geglättet. Was methodisch offen bleibt, wird mit Haltungsgewissheit überzogen. Und was sich nicht präzise sagen lässt, wird in eine alarmistische Großkulisse eingebaut, wenn diese nur politisch kompatibel genug erscheint. Der SWR sollte berichten, nicht suggerieren. Das klingt schlicht, ist aber heute fast schon radikal. Denn im öffentlich-rechtlichen System hat sich eine verhängnisvolle Rollenverschiebung vollzogen. Der Journalist versteht sich nicht mehr in erster Linie als Ermittler von Tatsachen, sondern als Begleiter der gesellschaftlich richtigen Haltung. Das Ergebnis ist eine Berichterstattung, in der politische Narrative und damit Moral, ja Ideologie, immer häufiger wissenschaftliche Fakten schlagen, wie die jüngste Big-Data-Studie der Glashaus gGmbH ergab, über die hier auch schon berichtet wurde.

Dass die ARD ausgerechnet jetzt ihr Wissensressort wieder zurückbauen will, ist dafür beinahe die perfekte Pointe: Während man auf den Sendern immer mehr über Wissenschaft spricht, scheint die institutionelle Wertschätzung echter Wissenschaftsjournalistik zu sinken. Das Ressort, das einst mit Verweis auf die Lehren aus Corona geschaffen wurde, soll nun nach nicht einmal vier Jahren wieder verschwinden – was mehr ist als eine bloße Sparmaßnahme. Es ist ein Signal, das besagt: Auf die nüchterne, methodisch belastbare, fachlich vertiefte Einordnung kann verzichtet werden – doch nicht verzichtbar sind dagegen die moralisch aufgeladenen Rahmungen, die politische Anschlussfähigkeit und die dramaturgische Verwertbarkeit. Mit anderen Worten: Erkenntnis wird zur Randnotiz, das Narrativ zur Hauptsache.

Wofür eigentlich noch Gebühren?

Genau deshalb greift die Kritik an den Gebühren tiefer, als viele wahrhaben wollen. Es geht hier nicht um ein paar missratene Beiträge, nicht um einzelne Schlagseiten, nicht um zufällige Fehlgriffe; Es geht um ein System, das mit Zwangsbeiträgen ausgestattet ist, gerade um besonders sorgfältig, besonders faktengebunden, besonders zurückhaltend zu arbeiten, und das diesen Vertrauensvorschuss immer häufiger in politische Deutungsarbeit ummünzt. Wenn eine Anstalt mit Milliarden öffentlicher Gelder ausgestattet wird, um genau diese Öffentlichkeit verlässlich zu informieren, und stattdessen immer wieder dort skandalisiert, wo die Datenlage schwach ist, dann stellt sich eine sehr einfache Frage: Wofür eigentlich noch Gebühren? Wofür soll der Bürger zahlen – für Aufklärung oder für die gebührenfinanzierte Veredelung politischer Erzählmuster?

Die Antwort aus konservativer Sicht fällt klar aus. Ein Rundfunk: in dem politische Narrative wichtiger werden als wissenschaftliche Nüchternheit, verliert seine Legitimation. Ein System, das Unsicherheit nicht offenlegt, sondern dramaturgisch bewirtschaftet, hat seinen Auftrag verfehlt. Und ein öffentlich-rechtlicher Apparat, der lieber Alarmbilder produziert – damals mit Erkältungsviren, heute mit sommerlicher Hitze – und von zunehmenden Todesfällen und Bestattungen faselt, statt seinen Wissenschaftsjournalismus zu stärken, der braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm das Vertrauen entzogen wird. Oder, um es mit Klecker zu sagen: “Zwangsgebühren sind kein Freibrief für Klimapropaganda!” Man kann diesen Satz zuspitzen – und vielleicht muss man das inzwischen sogar: Für einen Rundfunk, in dem Ideologie immer öfter die Wissenschaft schlägt, darf es keine Gebühren mehr geben.

12 Kommentare

  1. Das wäre doch ein gutes Betätigungsfeld für seriösen Journalismus: Bitte einmal durch Nachfrage bei einigen Bestattern im Land ermitteln, um wieviel die Todesrate währen der Hitzeperiode angestiegen ist. Das wird schon einiges sein, so wie bei jeder großen Hitzewelle eine Übersterblichkeit bei sehr alten, kranken Menschen auftritt. Aber das könnte man dann mit echten Daten entsprechend einordnen.

  2. Also die im Sommer (so es endlich mal wieder einer ist wie früher normaler Standart war) in den Badeseen Ertrunkenen sind natürlich Hitzetote, sozusagen „Klimawandel“opfer erster Klasse.
    Das man das davon abgesehen in vergangenen Zeiten als Kindergartenkind schon beigebracht bekommen hat nicht überhitzt ins Wasser zu springen, sei jetzt mal geschenkt.
    Ringelpietz mit Anfassen zur Erkundung der hunderten Geschlechter unter 2 bis 6-jährigen scheint da in den heutigen Perversenburgen & Kindesmißbrauchsanstalten wesentlich wichtigere Bildung zu sein aber sei es drum.

    Die im Winter auf zu dünnem Eis eingebrochenen Tölpel sind allerdings einfach nur „ums Leben Gekommene“.
    So kommt´s, daß die einen im Sinne der Berichterstattung (so sie denn aufgrund der Banalität überhaupt stattfindet) einfach nur zu Tode gehen, die anderen aber zur zweckhaften Propaganda offenbar dann wesentlich töter sind. 😣

  3. 98% der Wissenschaftler sind sich einig und vertreten die Meinung ihrer Sponsoren.

    Die anderen 2% sind von den sozialen Netzwerken ausgeschlossen worden.
    😜

  4. Benutzt bitte nicht so ein Wort wie „Vorerkrankung“. Es gibt so etwas nicht! Man kann vielleicht zwei Krankheiten gleichzeitig haben, zb Diabetes und ne Grippe. „Vorerkrankung“ suggeriert, daß vielleicht die eine zur folgenden führt, oder auch daß die folgende gravierender sei. Und Schwitzen bei Hitze ist gar keine Krankheit. Erleidet man einen Kreislaufkollaps bei Hitze, weil man einen grippalen Infekt hatte, ist das immer noch nur eine Krankheit.

  5. Die Wahrheit stirbt IMMER zuerst, vor allem bei den Öffentlich UNRECHTLICHEN Göbbelsschnauzen

  6. Wie Alles – es muß klar sein aber nicht wahr sein – und die Mehrheit scheint ja auf die Umsetzung von Orwells 1984 zu stehen.

  7. Wie ich hörte, hat das ARD/ZDF
    große Mengen Sand in der Sahara
    gekauft.

    Um uns noch mehr Sand in die
    Augen zu streuen.