Rückkehr zur Atomkraft gefordert: Elon Musk bringt Grüne in Bedrängnis

Anderswo wird in Kerntechnik investiert (hier: Bau des Fusions-Versuchsreaktors ITER), nur Deutschland spielt Geisterfahrer (Foto:Imago)

Geltungsdrang oder Anbiederungslust an die Libertären dieser Welt erklären wohl nicht die überraschenden Positionierungen von Tesla-Chef Elon Musk, der in den vergangenen Monaten mit unerwarteten Statements gegen die Impfpflicht (u.a. durch die Unterstützung der kanadischen Trucker-Proteste) und Kritik an manipulativen Medien auch im Westen für Furore sorgte. Schließlich stellte er damit Narrative und Methoden genau jenes aggressiven Globalismus in Frage, als dessen Vertreter er bislang selbst galt. Die Unabhängigkeit (und Unberechenbarkeit) Musks und seine finanzielle Macht jedoch erlauben ihm ein öffentliches Bekenntnis zu Außenseiterpositionen, selbst wenn er damit die Lobbyisten der „grünen” Mobilitätswende (deren Hauptprofiteur er ja ist) und Architekten einer „smarten“, volldigitalisierten Zukunft vor den Kopf stößt.

Jetzt schockiert das Enfant terrible der Big-Tech-Avantgarde erneut die linken Agenda-Setter: Angesichts des Ukraine-Krieges und der weitgehenden europäischen Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen appelliert er via Twitter an die europäischen Regierungen, wieder zur Atomenergie zurückzukehren: „Hoffentlich ist es jetzt ganz offensichtlich, dass Europa stillgelegte Kernkraftwerke wieder in Betrieb nehmen und die Leistung der bestehenden Kraftwerke erhöhen sollte”, schrieb Musk. Dies sei nicht nur entscheidend für die nationale und internationale Sicherheit, sondern auch „viel besser für die globale Erwärmung als die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen zur Energiegewinnung.“ Außerdem sei das Strahlungsrisiko von Atomkraftwerken „viel, viel geringer”, als die meisten Menschen glauben würden. Denen, die gegenteiliger Meinung seien, schlug er vor, den „ihrer Meinung nach schlimmsten Ort” auszusuchen. Er werde gerne „dorthin reisen und vor Ort angebaute Lebensmittel im Fernsehen essen”, wie er es bereits nach der Fukushima-Katastrophe getan habe.

„Viel geringeres Risiko als gedacht”

Musks Appell wird, zumindest in Deutschland, aller Wahrscheinlichkeit nach ignoriert werden. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte zwar kürzlich, es gebe „keine Denktabus” und er würde eine Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke „nicht ideologisch abwehren”. Allerdings machte er diese Hoffnung auf eine Rückkehr zur Vernunft bereits vorgestern im ZDF wieder zunichte: „Aber nachdem, was man absehen kann, ist das nicht der Fall”, erklärte er mit Bezug auf die Prüfung seines Ministeriums, ob die letzten drei verbliebenen Atomkraftwerke nicht doch über das Jahresende hinaus betrieben werden könnten.

Daran wird vermutlich auch der rhetorische Vorstoß des ewigen Opportunisten und hauptberuflichen Polit-Umfallers Markus Söder (CSU) nichts ändern, der, ebenfalls im ZDF, erklärte: „Natürlich wäre eine Verlängerung rein technisch möglich. Es ist die Frage, ob man es politisch will. Aber ich glaube, so für drei bis fünf Jahre wäre das einfach in dieser Notsituation ein guter Übergang, um billigen Strom zu produzieren, der gleichzeitig auch keine Klimabelastung bringt.

5 Kommentare

  1. Wenn der Elon das fordert, dann wird Analena und Roberta doch nicht nein sagen. Atomkraft ist Grün!
    Schließlich kann der Elon doch nur seine stromfressenden E-Geländepanzer an den Mann und an die Frau oder sonstwas bringen, wenn der Strom im Netz reichhaltig fließt. Die Windmühlen schaffen das halt nicht. Der Elon plant schon 20 weitere Atommeiler in Good Old Germoney und Roberta hat auch schon zugesagt, mal ganz unverbindlich darüber nachzudenken.

  2. OT, aber weiterhin sehr wichtig

    https://www.achgut.com/artikel/attentat_von_hanau_das_narrativ_wackelt_aber_haelt
    Wolfgang Meins 08.03.202

    Attentat von Hanau – das Narrativ wackelt, aber hält
    Es gibt neue Erkenntnisse zum Geisteszustand des Attentäters von Hanau – die man offenbar nicht an die große Glocke hängen will.

    Vor gut zwei Wochen jährte sich das Attentat von Hanau zum zweiten Mal, und zwei Monate zuvor hatte der Generalbundesanwalt (GBA) die Einstellung der Ermittlungen bekanntgegeben: Obwohl rund 300 Hinweisen und Spuren nachgegangen, über 400 Zeugen vernommen und mehrere hundert Asservate untersucht worden seien, „haben sich keine Hinweise darauf ergeben, dass andere Personen in die Anschlagspläne von Tobias R. eingeweiht gewesen sein könnten“. Das von bestimmten Kreisen immer wieder vermutete rechtsextreme Netzwerk hinter dem Täter hat es also nicht gegeben. Für kritische und fachkundige Beobachter war das allerdings schon kurz nach dem Attentat klar: Wahn isoliert, vor allem, wenn er Bestandteil einer langjährigen Schizophrenie ist. Diese Gruppe von psychisch Kranken ist schlicht nicht netzwerkfähig.
    Die Einschätzung des Sachverständigen wird verschwiegen

    Leser-Beitrag js – 08.03.2022 – 17:54h.
    1. Daß der als Täter vorgeführte Tobias R. die Tat aus rechtsextremen und verwandten Motiven ausgeführt hat, ist nichtmal zu beweisen, denn er hat zwar -((und auffällig, daß solche politisch ins herrschende Kalkül prima passenden „Beweise“ immer schnell zur Verfügung stehen wie bei anderen solcher Vorfälle, die politisch ausgeschlachtet wurden zum „Kampf-gegen-rechts“, zur Fütterung des Popanzes „rechte Gewalt“, mit dem Zweck, damit die über die Jahrzehnte nicht ausrottbare Ablehnung im Volk -bei zuletzt nur noch Einzelpersonen und kleinen Gruppen- gegen die Überfremdung durch Millionen-Einwanderung aus nicht-europäischen Völkerschaften nebst negativen Folgen negativiert werden kann))- wirre Texte in dieser Richtung veröffentlicht, hinterlassen, aber dies allein ist rein kriminalistisch noch lange kein Tatbeweis. Denn er hat weder in seinen Texten ein Attentat angekündigt noch ein Bekennerschreiben hinterlassen für den erfolgten Massenmord. – War er es wirklich -und nicht die auch anfangs vermutete Abrechnung im Mafia-Milieu von Orientalen-, dann kann es genausogut ein Racheakt gewesen sein von ihm gegen dieses Spelunken-Milieu, weil er dort in den Lokalen beleidigt oder übervorteilt worden wäre. –

    – 2. Was sehr nachdenklich gemacht hat (laut Meldung des Enthüllungs-Autors Gerhard Wisniewski), daß die BRD-Behörden die Asche des Täters im Meer versenkten, also niemand mehr nachträglich eine Obduktion (was ergab die offizielle, auch Lügen wie zum NSU-1.0?) durchführen kann, ob die Kopfverletzungen auch mit dem offiziell vorgetragenen Selbstmord übereinstimmen. – Und Skepsis kommt auch auf, wenn man bei Heiko Schneider, dem Hanau-Korrespondenten des HR, Hessischer Rundfunk, lesen konnte, daß er, Tobias R., in 5 Minuten 9 Morde begangen habe!

    • Offensichtlich ist die Motivation der Verantwortlichen:
      – der Kampf gegen Rechts muss unbedingt gerechtfertigt intensiviert werden
      – das Waffengesetz in D muss unbedingt verschärft werden
      um diese Ziele einer breiten Öffentlichkeit schmackhaft zu machen werden die Fakten eben (kreativ) angepasst – wie so oft.

  3. Elon Musk verfolgt natürlich klar eigene nur seine eigenen Interessen. Das er Atomenergie einfordert ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen. Denn die Energiepolitik des Bundestages und der EU führt in den Abgrund in ganz Europa. Das Problem wegen des Krieges, ist kein Problem, da Atomkraftwerke nicht nur rings um Deutschland aktiv sind sondern Europaweit. Im Falle eines Krieges löst sich dieses Problem in Europa von allein. Das ist die grausame Realität und nicht meine Meinung.

  4. Habeck sagt nein dazu und gut ist. Der Strom wird rationiert, die Heizungen werden verboten und schon ist das Problem gelöst.

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