
Die 1871 von Leopold Hoesch in Dortmund als Eisen- und Stahlwerk Hoesch AG gegründete und 1992 im Krupp-Konzern (heute Thyssenkrupp) aufgegangene Hoesch AG gehörte über 100 Jahre zur Spitzengruppe der westdeutschen Stahlhersteller – mit integrierten Hüttenstandorten und riesigen Exportvolumina in zahlreiche Länder. In der Spitze gab die Hoesch-Gruppe 64.000 Männern und Frauen Arbeit. Hoesch investierte konstant in neue Produkte (etwa den korrosionsbeständigen Stahl-Kunststoff-Verbundwerkstoff Platal oder stahlbasierte Fertighäuser, wenn letztere auch wirtschaftlich mäßig erfolgreich waren) und belieferte die Automobil-, Maschinenbau-, Bau- und Röhrenindustrie. Auf Bundesebene war Hoesch in dieser Phase – neben Thyssen, Krupp, Mannesmann, Klöckner – größter Produzent.
In der Summe trug die deutsche Stahlindustrie erheblich zum Exportüberschuss der Bundesrepublik bei; Hoesch war ein großer Teil davon, bis die Stahlkrise und die schwindende Dominanz der Montan- und Schwerindustrie auch dieses Unternehmen heimsuchten. Bereits Ende der 1960er, Anfang der 70er Jahre geriet die gesamte europäische Stahlindustrie in Turbulenzen – durch Überkapazitäten, wachsende Konkurrenz zunächst aus Japan, später dann auch aus den Schwellenländern, sinkende Preise und Rationalisierungsdruck. Hoesch musste Standorte schließen und Personal abbauen; die Eisen- und Stahlproduktion in Teilen des Ruhrgebiets – vor allem in Dortmund und Hagen – ging stark zurück.
Feindliche Übernahme
Dennoch blieb der Konzern bis in die späten 1980er Jahre hinein noch profitabel genug, um für Krupp als Übernahmeobjekt attraktiv zu sein. Der Sanierungserfolg in den 1980ern trug dazu bei, dass Hoesch als „Perle“ galt, an der der hochverschuldete Konkurrent stark interessiert war. Krupp erreichte dieses Ziel allerdings nur durch eine feindliche Übernahme in den Jahren 1991 und 1992: Zunächst begann Krupp-Chef Gerhard Cromme damals heimlich Hoesch-Aktien aufzukaufen und – gemeinsam mit Banken – eine Mehrheit aufzubauen. Am 27. Juli 1992 akzeptierte Hoesch schließlich die Übernahme. Die Marke verschwand, die Aktivitäten gingen in Krupp und später in ThyssenKrupp auf. Es war die erste große fremdfinanzierte feindliche Übernahme eines deutschen Großunternehmens.
Immerhin: Die Zerstörung all dessen, was von der deutschen Stahlindustrie (und anderen Industriebranchen) damals noch übriggeblieben ist, durch eine ideologische Klimapolitik mit absurd verteuerten Energiepreisen musste Hoesch nicht mehr miterleben. Trotzdem beschreibt die Konzerngeschichte den Strukturwandel der deutschen Industrie – eine Entwicklung, deren Folgen bereits schwerwiegend genug waren, auch ohne grüne Regulierung. Der Sargnagel der Klima-Agenda gibt nun der verbliebenen Stahlbranche als einstigem Wirtschaftsmotor den Rest.
Das nachfolgende Foto zeigt die einst mächtige Hoesch-Konzernzentrale in Dortmund in der Rheinischen Straße 173:

Typisch: Später war hier das kommunale Versorgungsamt untergebracht. Heute singen hier Vögel und ziepen Mäuse. Ich habe eine persönliche Erinnerung an das Gebäude: Hier wartete ich einst ehrfürchtig als junger Rechtsreferendar auf ein Vorstellungsgespräch zur Wahlstage (die Wahlstation während des Rechtsreferendariats vor dem zweiten juristischen Staatsexamen); leider war dies damals erst im Folgejahr möglich gewesen.
Wenn ich dieses Bild sehe, dauert es mich. Ruin und Niedergang der deutschen Wirtschaft werden durch diesen dystopischen Gesamteindruck treffend abgebildet. Das Gebäude gehört heute der Stadt. Ein lost place, genauso verkommen wie die lokale Politik. Bald sehen so auch Wolfsburg, Rüsselsheim und vielleicht Sindelfingen aus – als Industrieruinen des 21. Jahrhunderts.
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5 Antworten
Man koennte eine Liste aufstellen:
wieviel hat Mercedes bei der Chrysler Uebernahme verloren…
wieviel hat Bayer bei der Monsanto Uebernahme verloren und verliert noch…
Degussa und Metallgesellschaft und Dresdner Bank gibt es nicht mehr, etc etc etc
seit der Ermordung von Alfred Herrhausen ist die Deutsche Bank nur noch ein Schatten von frueher…
Rheinmetall hat so gut wie keine deutschen Aktionaere…
man kann diese Aufzaehlung beliebig erweitern.
Fuer den Aussenstehenden bleibt nur eine Vermutung uebrig, die ganze Misere hat System.
Durch diesen Eingang bin ich Anfang 1991 auch zu meinem Vorstellungsgespräch gegangen, um direkt nach meinem Studium dann 4 Jahre bei Kalla Hoesch zu arbeiten. Wirklich traurig, das Eingangsportal so zu sehen. Ich habe den ganzen Abstieg mit Streiks, B40-Sperrung, Demo in Bonn und dann die Krupp-Übernahme live miterleben dürfen. Als ich damals bei Hoesch anfing, waren es in Dortmund noch 28000 Beschäftigte. Als ich nach 4 Jahren ging, waren es nur noch 12000. Der Niedergang der gesamten deutschen Stahlindustrie war damals schon absehbar. Deswegen bin ich rechtzeitig in eine andere Branche gewechselt. Es hat sich eigentlich nur noch für die über 50-Jährigen gelohnt zu bleiben, weil es eine gute Vorruhestandsregelung gab. Rückblickend war es aber meine schönste, lehrreichste und interessanteste Zeit, die ich je in meinem Berufsleben verbringen durfte. Danke dafür.
Sehr früh nach dem Weltkrieg II bauten
die Deutschen in Indien ein Stahlwerk.
Raukela war der Standort.
Heute kaufen indische Unternehmen
Deutsche Stahlhersteller.
+++++
Wir müssen aufwachen.
Sonst gibt es ein böses Erwachen!!!
+++++
Nur zwei Beispiele:
Wo bleibt der Bürokratieabbau?
Wo bleiben sichere Grenzen?
Nichts passiert!!!
+++++
Sauerfritze bekommt nichts auf
die Reihe.
Kann entsorgt werden.
Seit der Scheineinheit werden die drei antideutschen Rachepläne Kalergis, van Hootons und Morgenthaus schubweise in Mittedeutschland und jetzt mit voller Kraft auch im goldenen Westen ausgeführt für das Teufelsprojekt Agenda 2030 dem grenzenlosen Einweltstaat mit dem Regenbogenbanner als Machtsymbol und eine Feudalherrschaft ohne Mittelschicht. 500mio. Erdeinwohner überwiegend rassenvermischt sind erlaubt. Die Dienerschicht besteht aus Arbeitern und Konsumenten. Polizisten, Rettungskräfte und Militärs sind etwas besser gestellt um der Herrscherklasse aus Finanzhyänen, Medienzaren, Wissenschaftlern und Großindustriellen den Rücken frei zu halten. Eine totale Überwachung dank Digitalisierung und KI gibt es die ja der Großteil der blinden sowie tauben Masse mit der freiwilligen elektronischen Fußfessel dem Smartphone mit Apps und allem schön selbst nutzt und sich so in den Abgrund zu Hades bringt. Wir sehen ja durch die exzessive Nutzung wie viele Kinder aber auch ältere Erwachsene mit psychischen Macken verkommen. Die einzigen Gewinner sind Produzenten, Händler, Optiker, Augenärzte, Seelenklempner und die Pharmalobby. Wir brauchen uns nicht wundern auf das die Aggressivität mit Gewalt in der Gesellschaft immer mehr wird. Alles ist geplant von langer Hand und jammern braucht niemand von der systemgetrimmten Herde. Ich wünsche hiermit jedem Schlafsklaven ein paar Flüchtlinge und Neubürger als Nachbarn da schon bei Ruhestörung ein Ozean voller Tränen ausbricht. Das alte Sprichwort wer nicht hören will der muss fühlen hat immer mehr Gewicht für den ein oder anderem in diesem maroden Hamsterrad der Börseneliten von Übersee. Sind wir Restdeutschen Geschichte dann sind alle anderen EU-Nachbarn fällig mit dieser höllischen Saat die man an uns testete, den geizig waren wir Hunnen und Krauts nie. Hört das deutsche Herz aufzuschlagen dann stirbt Europa und so die ganze Welt. mfg
Die „Industrieallianz aus 80 führenden Konzernen“ scheint als Ursache der ruinösen Wirtschaftspolitik wohl immer noch schlichte Unfähigkeit anzusehen. Dabei verbreitet selbst die Neue Zürcher Zeitung mittlerweile die „Verschwörungstheorie“, dass alles volle Absicht ist.
Wie die Degrowth-Bewegung die deutsche Politik beeinflusst
Kaum ein anderes Land beschäftigt sich so intensiv mit Degrowth wie Deutschland. Die Idee der bewussten Rezession zieht sich inzwischen durch Forschungsinstitute, Ministerien und NGOs. Während die Rezession die Industrie belastet, setzen wachstumskritische Kreise auf eine neue Form ökonomischer Nachhaltigkeit. Ihr Ziel lautet: weniger Produktion, weniger Konsum, weniger Wachstum und mehr Nachhaltigkeit durch Klimaschutz. Unterstützt wird die Wirtschaftskritik der Degrowth-Bewegung auch politisch, direkt durch Fördergelder und indirekt über EU-Programme
https://blackout-news.de/aktuelles/wie-die-degrowth-bewegung-die-deutsche-politik-beeinflusst/
https://www.nzz.ch/international/degrowth-bewegung-wie-die-bundesregierung-wachstumskritische-ngos-finanziert-ld.1907608