Sag, wie hältst du’s mit der AfD? Gesinnungsschnüffelei der „Rheinpfalz” bei lokalen Firmen

Sag, wie hältst du’s mit der AfD? Gesinnungsschnüffelei der „Rheinpfalz” bei lokalen Firmen

Peinliche Befragung zur AfD: Der neue Volkssport der Haltungsmedien (Symbolbild:Grok)

Vergangene Woche fiel das linke Empörium mit mainstreammedialer Verstärkung über den Verband „Die Familienunternehmer“ her, nachdem herausgekommen war, dass dieser – bereits im Oktober – den Versuch eines (in jeder echten Demokratie eigentlich selbstverständlichen) Dialogs mit der AfD als stärkster politischer Kraft dieses Landes gewagt hatte. Linke NGOs übten mit durchaus realen Nazimethoden Druck auf weitere Mitgliedsunternehmen des Verbandes aus, etwa durch Anfragen mit Deadline, sich zu ihrer dortigen Mitgliedschaftzu erklären und mit der verdeckten Aufforderung, sich zu distanzieren, weil andernfalls die Einstufung als AfD-Sympathisant drohe. Die Präsidentin der Familienunternehmer, Marie-Christine Ostermann, tat daraufhin leider das völlig Falsche – und knickte prompt ein, kroch feige zu Kreuze und gelobte Besserung durch künftige strikte Einhaltung der Brandmauer.

Während auf Bundesebene das öffentliche Interesse nach dem öffentlichen Bußgang Ostermanns abebbte, folgt nun gewissermaßen die journalistische Zweitverwertung dieser miesen Kampagne, diesmal an der Basis: In mehreren Regionen Deutschlands treten die Redaktionen Lokalzeitungen an örtliche Unternehmen und Familienbetriebe ihres Erscheinungsgebiets heran und nötigen ihnen – mitten im Weihnachtsgeschäft – ein Haltungsbekenntnis ab, indem sie wissen wollen, wie sie sich zum Verhalten des Verbandes positionieren, und – vor allem – wie sie es selbst zum Thema Umgang mit der AfD halten; Double Bind also vom Feinsten – denn eine ehrliche Beantwortung solcher Fragen kann sich im Meinungsklima dieses Landes kein Unternehmen mehr leisten; will es nicht noch mehr Probleme bekommen. Unausgesprochen weiß jeder: Wer der reinen Lehre abschwört und auch nur Sympathie äußert, riskiert potenzielle Boykotte, Antifa-Hausbesuche oder Unmut von Mitarbeitern, weil diese private Anfeindungen erleiden. Endergebnis ist, dass das vom Verband der Familienunternehmen gelieferte Musterbeispiel für öffentlich zelebrierte Feigheit vielfach auf Betriebsebene wiederholt wird.

“Korrigierte” Aussagen

Zu den Tageszeitungen, denen die öffentliche Selbstkasteiung des Familienunter ehmer-Verbandes nicht genügte und, gehört vor die Ludwigshafener „Rheinpfalz“ . Deren Lokalredaktion in der AfD-Hochburg Kaiserslautern blies zum großen Gesinnungscheck und befragte mittelständische Firmen vor Ort – um dort, natürlich, die erwünschten Antworten zu erhalten. Im zugehörigen Artikel wurde zunächst wohlwollend vermerkt , dass Ostermann ihre Aussagen zur AfD „korrigiert“ habe; alleine diese Wortwahl unterstreicht die Parteilichkeit der Zeitung, insinuiert sie doch, dass es sich bei jeglichem Diskurs mit der AfD aus Redaktionssicht um einen inhaltlichen Fehler handelt. „Nur, die Worte hallen nach“, fährt die Zeitung bedauernd fort – weshalb es „Grund genug” gäbe, einmal bei größeren Arbeitgebern in Stadt und Landkreis Kaiserslautern “nachzuhören, wie sie es eigentlich halten mit der AfD – einer Partei, die der Verfassungsschutz im Bund als ‚gesichert rechtsextremistisch‘ einstuft“.

Schon allein die Übernahme von Regierungsnarrativen und Suggestivformeln zeigt, dass diese Berichterstattung mit Journalismus nichts mehr zu tun hat – dafür aber umso mehr mit totalitärer Gesinnungsschnüffelei. Was die “Rheinpfalz” hier praktiziert, ist letztlich dieselbe Methode wie die von “Campact” & Co.: Man will unbescholtenen Menschen und Unternehmern eine Ehrenerklärung für “Unsere Demokratie” in Form eines unmissverständlichen Anti-AfD-Bekenntnisses abpressen – denn auch hier schwingt die unausgesprochene Drohung mit, Andersdenkende moralisch an den Pranger zu stellen. Schlagzeilen wie „Firma X verweigert klares Bekenntnis gegen die AfD“ wären dann wahrscheinlich die Folge – nebst anschließender “Sonderbehandlung” durch die lokalen Vertreter der sogenannten “Zivilgesellschaft”. Einmal mehr zeigt sich hier, dass vorgeblicher Journalismus in diesem Land meistens nichts als Aktivismus ist.

Gut gebrüllt, Löwe!

Acht Unternehmen legte die „Rheinpfalz“ Fragen zur Beantwortung vor wie: „Wie positionieren sie sich gegenüber der Partei?“; „Wie muss die Wirtschaft im gesellschaftlichen Diskurs mit ihr umgehen – sollte man mit ich reden, kooperieren, sie eher isolieren?“ oder „Ist der Wertekompass ihres Betriebs mit den Zielen und Anschauungen der AfD vereinbar?“. Der Rüstungskonzern General Dynamics brachte immerhin den Mut auf, zu erklären, trotz der engen Zusammenarbeit mit der Politik gebe man „grundsätzlich keine politischen Stellungnahmen ab“. Das Tech-Unternehmen Wipotec hingegen sonderte das übliche Schwafelbekenntnis ab, bekannte sich schwülstig zu „Vielfalt, Toleranz und Internationalität“ und rezitierte die eigenen Firmenwerte, die „auf den Grundsteinen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ fußten.

Mit Antworten dieser Art war der verantwortliche „Rheinpfalz“-Schreiberling aber mitnichten zufrieden – eben weil sie von ihm die erwartete glasklare AfD-Verdammung missen ließen; lediglich die Erklärung des mittelständischen metallverarbeitenden Unternehmens Aco Guss fand Gnade in seinen Augen, man dürfe „radikalen und objektiv falschen Aussagen keine Plattform bieten“. Sichtweisen „jenseits des Grundgesetzes„können, dürfen und werden wir nicht akzeptieren“, teilte sein Geschäftsführer mit – freilich ohne auch nur zu benennen,, welche Sichtweisen der AfD dies eigentlich sein sollen, die angeblich jenseits des Grundgesetzes liegen. Weiter heißt es in der Stellungnahme, in den Hallen von Aco Guss und in jeder Diskussion draußen hätten “Diffamierungen, Gewaltaufrufe und das Infragestellen demokratischer Institutionen nichts verloren” – also genau die Sprache, die die „Rechtsaußen-Partei“ bemühe. Bravo, gut gebrüllt, Löwe! Genau das wollte man bei der offenbar „Rheinpfalz“ hören. Die die anderen Antworten jedenfalls seien leider „mager“ ausgefallen, klagte der Redakteur.

Verstellung und Heuchelei

Was hier inzwischen mit größter Selbstverständlichkeit praktiziert wird, ist in etwa so, als hätte eine Zeitung in den 1930er Jahren eine Umfrage durchgeführt, wie deutsche Geschäfte und Betriebe zur “Judenfrage“ und zur Weiterbeschäftigung von Juden stünden. Die Methoden und der dahinterstehende Ungeist sind dieselben; offensichtlich sind diese düsteren Veranlagungen in jeder Generation aus Neue abrufbar – gelernt aus der Geschichte wurde offenbar nichts. Der fieberhafte Drang, auf der vermeintlich „richtigen“ Seite zu stehen, ist übermächtig und zwingt selbst kritische Menschen zu Verstellung und Heuchelei – und Lokalreporter, die eigentlich nüchterne Distanz halten müssten, marschieren an vorderster Front mit und geben sich bereitwillig als Spürhunde und Sprachwächter her.

Dies war übrigens nicht die einzige Kampagne der “Rheinpfalz” gegen die AfD. Ein bereits zwei Wochen zurückliegendes Gulaschsuppen-Essen im 650-Seelen-Ort Gauersheim, zu dem die örtliche AfD geladen hatte, wurde von “Antifaschisten” bei der örtlichen Lokalredaktion Donnersbergkreis nachträglich angeschwärzt – weil der einladende Verein angeblich “politische Bildung”, sprich Indoktrination, betreibe. Dass dies im Landtagswahlkampf bei tausenden solcher Veranstaltungen aller Parteien eine völlige Banalität ist, ließen die Provinzjournalisten natürlich nicht gelten – und bissen prompt an.

Tiefpunkt des Journalismus

Unter der Überschrift ”AfD-Veranstaltungen in Gauersheim: Harmlos oder politisches Kalkül” wurde vorgestern reißerisch so etwas wie ein konspiratives Netzwerk herbeiphantasiert, inklusive Recherchen zur Vereinsregisternummer und zur Vereinsvorsitzenden, bei der es sich – wie verdächtig! – um Ulrike Beckmann, AfD-Chefin im Donnersbergkreis, handele. Damit nicht genug, zitierte die “Rheinpfalz” aus der Einladung der Veranstaltung, in der es hieß: “Kommt gerne vorbei, bringt gut Laune mit und genießt einen gemütlichen Abend in geselliger Runde… es gilt: offen, solange Licht brennt”. Die Zeitung dazu: „Klingt harmlos nach dörflichem Miteinander – aber ist es das”? Der Rest des Artikels strotzt nur so vor haltlosen Unterstellungen, Andeutungen und Vorverurteilungen. Es ist ein neuer Tiefpunkt des Journalismus, der hier geboten wird und sich dabei auch noch mit einer unerträglichen Arroganz präsentiert – auch wenn diese subtilen antidemokratischen Zersetzungsmethoden gegen die größte deutsche Oppositionspartei im erklärten Anti-AfD-Musterland Rheinland-Pfalz nicht wirklich verwundern. Die Presse ist hier eben stramm auf Regierungslinie – und merkt selbst nicht mehr, an welche dunklen Zeiten sie damit anknüpft.

Erst letzten Monat war die „Rheinpfalz“ mit einem besonders geschmacklosen Kommentar zur Reichspogromnacht 1938 aufgefallen. Die Autorin schämte sich dabei nicht, die heutigen Forderungen, illegale und womöglich noch in Deutschland straffällig gewordene Ausländer in ihre Heimat abzuschieben, mit den Ausschreitungen gegen Juden im Dritten Reich zu vergleichen. Wer „hier nicht geboren ist oder eine andere Religion hat, dem wird das Bleiberecht abgesprochen. Der soll das Land verlassen. Wer nicht freiwillig geht, der wird gezwungen. Denn alle, die anders sind als die Mehrheitsgesellschaft, sich vermeintlich nicht integrieren, die sind weniger bis gar nichts wert“, behauptete sie ebenso einfältig wie kontrafaktisch, und ergänzte: „1938 machte der Mob Jagd auf Juden. Man wollte sie loswerden. Heute sind es Migranten. Das Gedankengut ist dasselbe“. Schon dieser unerträgliche, ganz und gar abwegige Beitrag wies die Marschroute, die diese Tageszeitung im anstehenden Landeswahlkampf beschreitet. Obwohl die “Rheinpfalz” mit ihren voreingenommenen und völlig verqueren Ansichten zur AfD keine Ausnahme, sondern die Regel im deutschen Blätterwald darstellt.

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12 Antworten

  1. Das typisch deutsche Diktatoren-Gen bricht auch nach 90 Jahren wieder durch.

    Mit Freiheit kann der „richtige“ Deutsche nichts anfangen. Dann müßte er ja eigenverantwortlich handeln und könnte Schuld nicht auf andere abschieben!
    Bin gespannt, wie das ausgeht. Wie das letzte Mal?
    😜

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    1. Es ist erschreckend zu sehen, wie wenig die meisten Deutschen mit Demokratie und Meinungsfreiheit anfangen können. Als jemand, der in den 70gern und 80gern groß geworden ist, glaubte man eigentlich, in einer stabilen Demokratie zu leben. Es sieht nun allerdings so aus, als liege es offenbar in den Genen der meisten Deutschen, dass sie nichts mehr lieben, als gesagt zu bekommen, was sie zu tun und zu lassen haben. Na ja, eines lieben sie aber doch noch mehr: Anderen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Und natürlich gilt für solche braven Deutschen: wer eine andere Meinung hat als man selbst, ist böse und gegen das Böse ist sowieso jedes Mittel recht.

    2. Jaja, nach genau 90 Jahren wiederholt sich die Geschichte. Der Faschismus ist schon an der Macht. 1935 ist jetzt und ab 2029 kämpft der Deutsche Lanzer wieder gegen den Iwan an der Ostfront.

  2. Während die AfD in Umfragen stabil führt, sucht ihre AfD Delegation in den USA den Kontakt zu Entscheidungsträgern. Grundlage ist eine neue Sicherheitsstrategie der Trump-Administration, die den europäischen Kurs grundlegend infrage stellt…..Die Live-Schaltung aus Washington beginnt mit einer Feststellung: Die Reise der AfD sorgt in Deutschland für Aufregung, und das ist GUT!!!. Der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron beschreibt eine völlig andere Stimmung in den USA. Seit Montag führe er Gespräche in Ministerien und mit Kongressabgeordneten; weitere Bundestagsabgeordnete würden folgen. Der Grund für das internationale Interesse liegt laut Bystron in der jüngst veröffentlichten National Security Strategy der Trump-Administration.

    Darin werde bestätigt, was die AfD seit Jahren kritisiere – von Migrationspolitik über innere Sicherheit bis hin zur Frage europäischer Souveränität….Aus amerikanischer Sicht hätten europäische Regierungen den Kontakt zu ihren Bevölkerungen verloren. Während EU-Eliten Konflikte mit Russland, China und den USA zugleich riskierten, agiere die AfD als Stimme einer Mehrheit, die Veränderung wolle. Die US-Strategie betone ausdrücklich die Absicht, patriotische Parteien in Europa zu unterstützen. Nach Darstellung Bystrons betrifft dies die AfD unmittelbar, weshalb man nun auf Augenhöhe mit amerikanischen Partnern spreche. Das kann Europa vor dem Untergang retten!!!!

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  3. Eines der hunderten Schmierenblätter auf ihrer Hass , Hetze und Denunziations Mission ….Wird wieder enden wie immer die letzten 150 Jahre…..Erst hetzen und hassen sie , dann schießen sie…..Wobei mir die AFD eigentlich egal ist.So wie alle Parteien .Ich verabscheue nur Ungerechtigkeit und Niedertracht , Arroganz und Gier …..

  4. Die Schmierenkomödianten der Rheinpfalz sind hier in Gönnheim bestens bekannt. Diese Sozenjournaille habe ich schon vor über 20 Jahren abbestellt.
    tl,dr: Kann weg!

  5. Die „Rheinpfalz“ war jahrzehntelang eine seriöse und überparteiliche Tageszeitung. Ab 2015 ist sie sichtbar zu einem ungenießbaren, linksgrünen Schmierblatt geworden und hat sich restlos in die gleichgeschaltete Hetz- und Lügenpresse eingegliedert. Man spürt richtig den Hass der Redakteure auf alles, was nicht in ihr linkes Weltbild passt.