Sand im Gehirn: Ampel unter Druck

Keine Kompromisse – oder Neuwahlen: Linksmedien pro Klimaagenda (Foto:Imago)

Heute schon die Augen gerieben? Anlass dazu gäbe es, im Land der unbegrenzten Vollidiotie: SPD, Grüne und FDP verhandeln. Hinter verschlossenen Türen. Das ist auch gut so. Denn so bekommen vielleicht zwei, drei Leute mehr als üblicherweise mit, dass in der deutschen Simulationsgesellschaft echte Politik längst in Hinterzimmern gemacht wird. Jetzt hat irgendwer vergessen zu lüften – und schon stinkt der ganze Flur. Für Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hingegen riecht es nach Braten – und den wittert er noch im fernen Stuttgart. Bzw. auch ihm stinkt etwas: Dass nämlich die Pläne der unheiligen Allianz von Medien, ominöser Mogulen aus dem Finanzgewerbe und von Green-Deal-Trulla Ursula von Leyen, die BRD zu einem verödeten Fahrradland ohne Auto- und Atomindustrie, ohne irgendwie noch relevante industrielle Zukunftssparten zu machen, irgendwelchen Kompromissen zum Opfer fallen soll. „Was ich höre, klingt nicht so gut”, unkt Hermann – und meint damit die aus den Ampelgesprächen nach außen gedrungenen Hinweise auf offenbar extreme Diskrepanzen zwischen FDP und Rot-Grün beim Thema Klimaschutz. Soviel Tauziehen schmeckt dem Grünen Hermann, Verkehrsminister ausgerechnet in Deutschlands legendärem Autobauerländle, der es gerne etwas radikaler hätte, überhaupt nicht: „Wenn wir in den nächsten Tagen beim Klimaschutz nicht zusammenkommen, drohen Neuwahlen!”, poltert er.

Die Frage, wo Deutschland in Zukunft noch „Spitze“ sein wird bzw. eigentlich überhaupt noch gut sein soll, interessiert Hermann so wenig wie die meisten Grünen. Doch digitalisierte Genderklos sind nunmal kein Geschäftsmodell, und auch Damenmode, präsentiert von Claudia Roth, hat am Markt keine Chance. Hermanns insgeheimes Motto, als alter K-Gruppen-Kommunarde und Herdenfetischist, „nur ein totes Auto ist ein gutes Auto“, lässt vor diesem Hintergrund tief blicken. Unverdrossen jedoch mischt er sich in die „Berliner Luft, Luft, Luft” ein – und mosert über die Koalitionsverhandlungen, es seien wohl „einfach noch zu viele nicht geeinte Punkte in den Papieren”, wie das „Offenburger Tageblatt“ vernommen haben will. Die Zeitung titelt heute mit der Headline „Ampelkoalition: Sand im Getriebe” und berichtet vom Frust des verkehrsfeindlichen Verkehrsministers über den Berliner Verhandlungsstand und darüber dass drei Parteien bei der Verkehrspolitik und auch anderen Themen wie Klimaschutz „noch ziemlich weit auseinander” lägen. Nicht vollumfänglich einknicken vor grünen Forderungen, dem großen Klimareset nicht blindlings zuzustimmen, bedeutet als „Sand ins Getriebe streuen“, so der Vorwurf an die FDP.

Präventivfrust über Kompromisse

Nun gilt es folgendes festzuhalten: Schlappe 14 Prozent (plus Krümel) haben den „grünen Komposthaufen“ am 26. September gewählt. Der will nun im Bündnis unter anderem mit dem öffentlich-glitschigen Kleberfernsehen, der Grünen Jugend, Demo-Gören aus reichem Hause, George „Open Society” Soros und der gerade am wirklich letzten Finale Furioso ihrer Amtszeit bastelnden Angela Merkel zu einhundert Prozent grüne Klimapolitik durchsetzen. Nach dem neuen Staatsmotto: Irgendwas ist immer zu retten. In der Tat: FDP – rette dich, wer kann!

Der Landesminister Hermann gibt dabei – ideologisch folgerichtig – von außen die Themenschwerpunkte bei den Ampelverhandlungen vor: „Green Deal” (statt EU), Klimamigration, Klimawandel, Klimawende, Umweltschutz, Artensterben, Verkehrspolitik, grüne Solarpolitik, ein neues Windkraft-Ministerium, Ökologie in der Bildung (statt Bildungspolitik), Mobilität, Förderung von Nachhaltigkeit in aller Welt (statt Außenpolitik), Nulltoleranz für Umweltsäue und Querdenker (statt Justiz), staatliche Lastenradproduktion. Und so weiter, und so fort.

Man braucht schon reichlich Humor um damit fertigzuwerden, wie eine Öko-Sekte mit einem realitätsfremden und derart fanatischen Themenaufguss Politik zum maximalen Schaden aller anzettelt, durchaus raffiniert und dabei international bestens vernetzt wie auch finanziell ausgestattet; demnächst auch in Ihrer Regierung! Wer näher hinsieht, kommt nicht umhin zu bemerken, mit welcher Schamlosigkeit hier eine ökolinke Einheitsfront auf den Wählerwillen scheißt. Am liebsten würden sie wohl die zickende Klimette Greta („You can shove your climate crisis up your ass”) zur neuen Umweltministerin küren. Die SPD ist zwar „Wahlsieger“ (soweit man sich mit einem mageren Viertel der Wählerstimmen noch so nennen darf), doch der Klimawandel liegt längst außerhalb jeder kritischen wissenschaftlichen Würdigung und gibt daher als Leitagenda den Takt vor.

Klappe halten, oder wir killen euch!

Die FDP kann, wenn sie einknickt, im Heizungskeller des deutschen Bundestages ihr Fraktionsbüro beziehen. Denn der neue deutsche Bundestag wird regiert von „taz„, ARD, ZDF, „Süddeutscher Zeitung„, „Stern„, „Spiegel“ und anderen Agendamedien. Und weil diese Einheitsfront schon lange vor der Wahl die nahende grüne Allmacht unter Klimasupremat, ungeachtet des Wahlergebnisses, beschlossen hat, gilt nach der Wahl das gleiche wie im Wahlkampf: Es wird weiter eingepeitscht. Die Kampagne gegen FDP und Lindner lief vor der Wahl, während der Wahl und erstrecht nach der Wahl, der Ton wird rauer, nach dem Motto: Klappe halten, oder wir bringen euch verbal um! Alles wird unternommen, um die FDP ja nicht zum Saboteur der Klimawende werden zu lassen. Da ist BaWü-Minister Hermann mit seinen Neuwahldrohungen nur eine willkommene Stimme von vielen.

Am weitesten geht diesbezüglich – Stichwort „Sand im Getriebe” – die ökolinke „taz„, als Fanpage der Grünen Khmer schon seit Wochen im linksextremistischen Stakkato schießend: „Gemeinsam radikal die Verantwortung übernehmen, so endet der Text von Luisa Neubauer und Carla Reemtsma von Fridays for Future zum IPCC-Bericht in der taz vom 9. August. Der Titel lautete ‚1,5 Grad sind möglich‘. Das klingt erst mal gut, doch was genau heißt das? Nach drei Jahren Streik fehlen vor allem konkrete Veränderungen. Nicht durch freundliche Appelle, sondern durch direkte Aktion bauen wir den notwendigen politischen Druck auf, um das zerstörerische Nichtstun endlich zu beenden … Im Globalen Süden stehen – um Greta Thunberg zu zitieren – die Häuser schon lange in Flammen. Die Machtverhältnisse, welche den Kohleausstieg verhindern, werden sich niemals ohne Konfrontation ändern. Fridays, wir müssen den Mut haben ernsthaft Sand ins Getriebe der Politik zu streuen. Echte Veränderung wird nur von einer Bewegung kommen, die politischen Druck ausübt.

„Grüne Armee Fraktion?“

Von diesem Medienaktivismus sind es dann wirklich nur noch Millimeter bis zur Ausrufungen einer Grünen Armee Fraktion samt Terror und Toten; wer die Geschichte der Linken kennt, weiß Bescheid. Wie erbarmungswürdig, wie sehr in Auflösung und Selbstzertrümmerung begriffen sich hingegen das bürgerliche Lager auch im deutschen Journalismus präsentiert, offenbart die ehemals konservativ-liberale „Welt” mit ihrer Einordnung dieser antidemokratischen Anti-Wähler-Allianz: Sie lässt die Betroffenheits-Expertin Gesine Schwan mit eigenem Agitprop-Beitrag auf die Leser los, der selbst den Thunbergs, Neubauers und Reemtsmas Tränen der Rührung kullern lassen dürfte: Die Vorsitzende der SPD-„Grundwertekommission” lullt und lallt darin, unbedingt Habeck müsse Finanzminister werden, „nicht Lindner”, denn letzterer wäre – die Formulierung kennen wir bereits – „Sand im Getriebe der künftigen Ampel-Koalition”.

Als Finanzminister nämlich könnte Lindner all die ökolinken Teuer&Sinnlos-Projekte der rotgrünen Ampel ja unter Vorbehalt stellen und womöglich fiskalisch sein Veto gegen jegliche Versuche einlegen, den finsteren Kapitalismus effektiv weiter zu schädigen Sand im Getriebe eben. So geht Kampagnenmache seit den Tagen von Lenin und Mao: Es gibt nur eine Meinung. Nur ein Programm. Nur eine politische Richtung. Und nur eine Regierung. Die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED, in der dank Staatssozialismus nach bereits vier Jahrzehnten totalabgewrackten DDR, ist noch gar nicht so lange her. Zeit also für den nächsten Anlauf, diesmal unter dem Label Ökosozialismus! Platzt die Ampel, sollte die linke Einheitsfront putschen und den Schritt wagen, den deutschen Bundestag in Migrantisch-Ökologischen Volkskongress umzubennen. Mit Christian Lindner als erstem Staatsdissidenten.

5 KOMMENTARE

  1. Herr Lindner, es gibt sie, die weit mehr als 50%ige Bürgerliche Mehrheit !
    FDP, CDU, AfD.
    Wenn endlich die Verantwortlichen über ihren eigenen Schatten springen,
    könnte es ein anderes Deutschland mit Wahrung des Rechtes werden.
    Das Volk wäre so dankbar und der grün-rote Faschismus wäre am Ende !

  2. Die Grünen sind keine Demokraten. Es sind Maoisten:

    Das bestätigt auch Wikipedia:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Maoismus

    „Der Maoismus beeinflusste die westdeutsche Studentenbewegung ab 1967, einige politische Gruppen bekannten sich zu den marxistisch-leninistischen Ideen Maos. In der Zeit nach dem Zerfall des SDS entstanden die K-Gruppen, die zumeist maoistisch ausgerichtet waren. Aber auch in der Geschichte von Bündnis 90/Die Grünen spielen ehemalige Angehörige der K-Gruppen eine Rolle. Nach Maos Tod im Jahre 1976 ging den maoistischen Zirkeln jedoch überwiegend die Inspiration aus. Prominente Ex-Maoisten in Deutschland sind der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann, die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin.“

    Und in

    „Die vier Sündenfälle, die dieses Land in eine linke Gesinnungsdiktatur verwandeln“ https://journalistenwatch.com/2020/12/20/die-suendenfaelle-land/

    heißt es:

    „Sündenfall Nummer 2 war der Einzug der Grünen in den Bundestag. Im Vorfeld wurde die ursprünglich bürgerliche grüne Bewegung von ‚K-Gruppen‘, also kommunistischen Gruppierungen (meist von Moskau und DDR finanziert) regelrecht geflutet. Die linken Revoluzzer, die beim ehrlichen, fleißigen und eher konservativ eingestellten deutschen Arbeiter nie wirklich ‚landen‘ konnten, sprangen einfach auf den rollenden ‚Umwelt- und Naturschutz-Zug‘ auf und verschafften auf diesem Wege ihren zutiefst antibürgerlichen und vor allem demokratiefeindlichen Ideen direkten Zugang in die Parlamente.“

    Im Laufe der Zeit haben die Grünen viele Schreibtische im öffentlichen Dienst erobert und die Mainstream-Medien unterwandert.

    Das von Ihnen besetzte Thema „Klima“ benutzen sie, um jeden, der sich ihren Willen nicht beugt, zu erpressen.

    Wenn die Grünen durch die Ampel-Regierung die Macht ergriffen haben, werden wir uns noch wundern, welche grünen Figuren plötzlich den Kopf aus dem Sand stecken werden. Dabei wird eine dieser Figuren schlimmer sein als die andere.

  3. @wo Deutschland in Zukunft noch „Spitze“ sein wird
    na klar doch, Namen tanzen, Niederknien und wissen, wie Bordell geht. Fängt schon im Kindergarten an, muß also gut werden.
    Obwohl – die Länder, in denen die USA das schon eingeführt haben, zählen nicht gerade zu den reichsten – abgesehen von ein paar lokalen US-Lakaien!
    Aber in der individualisierten Welt genügt das ja auch !
    Interessant wird es erst, wenn sich die Situation in Deutschland herumspricht und das AAA-Rating über Bord geht!

  4. Ist jener Hermann identisch mit dem wegen Raserei (etwa 250 statt 130km/h?) aufgefallenen B-W-Minister? Daß der überhaupt noch sein Maul aufmacht, zeigt die Verkommenheit dieser Pöbelisten wie im Brennglas. – Wurde er zur Verantwortung gezogen? Bußgeld? Strafbefehl? (apropos: wieviele SPD-Abgeordnete haben die für maskenloses Auftreten fällige Strafe (vom vorigen Bundestag in die Geschäftsordnung geschrieben in der verfehlten Absicht, AfDlern eins auszuwischen) von 5000 Euro bezahlen müssen?) – Der Augiasstall war reinlich gegen dieses Politsystem.

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