Scheinheilige Stars in Katar: Beim Geld hört die Moral auf

Robbie Williams (hier beim Posen mit dem Premiership Cup): In Katar keine Berührungsängste mit Diktaturen und Islamisten (Foto:Imago)

Bei der morgen startenden Fußball-WM in Katar ist so einiges anders als bei allen der Vergangenheit: Die Jahreszeit; die übertrieben heißen Temperaturen (die Stadien müssen extra heruntergekühlt werden); vor allem aber der Austragungsort an sich – denn bei Katar handelt es sich um einen knallharten islamischen, schariakonformen Unrechtsstaat, der Frauen sowie Homosexuellen keinerlei Rechte einräumt und beide als minderwertig einstuft. Auch kamen zahlreiche Arbeiter während der Errichtung der Fußballstadien zu Tode. Kurzum: Wir haben es hier mit einem astreinen „Schurkenstaat” zu tun, gegen den das von der westlichen Welt allseits boykottierte Russland wie eine lupenreine Demokratie anmutet. Aus diesem Grund sollte man diese WM auch meiden wie der Teufel das Weihwasser. Wenn man schon auf das Mitverfolgen der Spiele partout nicht verzichten möchte, sollte man dies, bitte schön, von Zuhause aus tun; keinesfalls sollte man jedoch dort hinreißen und einen Fuß in diese islamische Diktatur setzen.

Besonders Stars sollten sich dieses Credo eigentlich auf die Fahne schreiben, sind sie es doch, die immer wieder auf Menschenrechte hinweisen und sich für die Rechte sexueller oder ethnischer Minderheiten starkmachen. Doch wenn es ums Geld, insbesondere um Millionengagen geht, werfen viele sämtliche Gelübde einfach über Bord und treten anlässlich der WM in Katar auf. Moralisch sind die meisten also nur, wenn sich dies nicht negativ auf ihren eigenen Geldbeutel auswirkt. Einer dieser Stars, mit dem die Kataris schon fest rechnen können, ist Robbie William. Geplant ist im Dezember ein Konzert bei der Veranstaltung „World Stage Qatar 2022”, welches auf dem Gelände des Doha Golf Club ausgetragen und das von der Fluglinie Qatar Airways veranstaltet wird, wie das Schwulenmagazin „queer” berichtet. Angepriesen wird das Ganze vom Veranstalter als „eine Weltbühne voller Stars“ sowie als „…ein unvergleichliches Erlebnis. Superstars treten vor der Skyline von Doha im Hintergrund auf und bringen eine Vielfalt von Nationen und Sprachen auf Augenhöhe zusammen – alle Welt vereint, um sechs unglaubliche Nächte voller Energie und Musik zu verbringen im erstaunlichen Katar.

Besonders bigott: Robbie Williams

Bei diesen Elogen handelt es sich freilich um Euphemismen und um Propaganda erster Güte. Katar hat bereits bewiesen, dass es auf „Vielfalt” pfeift, sofern sie nicht ins eigene Weltbild passt. Denn zu diesem Begriff gehören nunmmal auch die in der westlichen Welt allseits überbetonten LGBTQ-Rechte – aber auch die freie Entscheidung, Alkohol zu konsumieren, den man in Katar auch eher mit der Lupe suchen muss und der nun, entgegen fester Zusagen, im Umfeld von Stadien doch verboten wird. Das einzige, was in Katar fürwahr „erstaunlich“ ist, was von Seiten des Emirats allerdings damit eher nicht gemeint sein dürfte, sind die aus der Zeit gefallenen vormittelalterlichen Rechtsnormen, die Verstöße gegen Menschenrechte, die finanzielle und sexuelle Ausbeutung von (Arbeits-)Migranten, deren menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, allseitige Internetzensur sowie nicht vorhandene Minderheiten – und vor allem Frauenrechte.

Insofern ist heftige Kritik an Robbie Williams‘ in Bälde stattfindendem Auftritt in Katar nicht verwunderlich. Vor allem in der Schwulen-Szene seiner britischen Heimat regt sich massive Kritik an seiner Teilnahme an der zeitgleich zur umstrittenen Fußball-WM stattfindenden Konzertreihe.  Auch der homosexuelle britische TV-Star Paul O’Grady übt Kritik: „Ich bin überrascht von Robbie. Es wird einen Backlash der LGBTQ-Community geben, wenn er auftritt. Kein Geldbetrag würde mich dorthin bringen.“ Doch humanitäre NGO’s sind fassungslos. So kann Peter Frankenthal von Amnesty International Williams‘ geplantem Auftritt nichts abgewinnen: „Große Stars wie Robbie Williams haben erheblichen Einfluss und wir möchten, dass er dieses Konzert nutzt, um Katars schlechte Menschenrechtsbilanz öffentlich anzusprechen, insbesondere den weit verbreiteten Missbrauch von Arbeitsbedingungen und die Kriminalisierung von LGBTI-Personen.

Schämt sich hier etwa jemand?

Offenbar hat Williams – wie so viele Stars – neben einer – angeblich überwundenen – Drogensucht auch eine solche Sucht nach Geld und Ruhm entwickelt, dass er das PR-Desaster infolge dieses skandalösen Auftritts in Kauf nimmt und auf diese moralische Korruption nicht verzichten möchte – und das, obwohl er es im Gegensatz zu manch anderen Stars, die ebenfalls in Katar auftreten, wirklich nicht nötig hätte; schließlich ist er ja schon lange bekannt wie ein bunter Hund und unermesslich reich. Zu seinem Auftritt an sich hat sich der Popstar selbst noch nicht geäußert, jedoch zur WM allgemein – und er hat dabei die Gründe erläutert, wieso er diese nicht boykottieren möchte: „Ich werde mir die Weltmeisterschaft anschauen, ja”, sagte er der Deutschen Presse-AgenturAuf die Frage, ob er die Spiele auch vor Ort besuchen werde, zeigte er sich noch unentschlossen: „Ich gehe vielleicht dahin. Freunde von mir sind bereits dort angekommen.“ Hier hofft er wohl, dass der Leser bzw. seine Fans von seiner geplanten Gesangseinlage nichts mitbekommen – oder wie hat man diese Antwort sonst zu verstehen? Anscheinend weiß er genau, dass dies bei seinen Fans nicht gern gesehen ist und schämt sich ob seines unmoralischen Handelns.

Welche eine Heuchelei: Wenn der Popstar dort ein paar Liedchen zum besten gibt, ist es wohl sehr unwahrscheinlich, dass er sich dort nicht auch das ein oder andere Spiel live im Stadion anschaut – und selbst wenn nicht, ändert es schließlich nichts an der Tatsache, dass er dort für eine Millionengage auftritt. Immerhin gibt er zu: „Die Weltmeisterschaft ist die Weltmeisterschaft. Wenn Sie jemandem die Schuld für die Geschehnisse bei der Weltmeisterschaft geben wollen, dann der FIFA. Aber ich will Fußball sehen. Ich würde mich nicht für ein Regime oder seine Leute entscheiden. Ich bin in erster Linie ein riesiger Fan des Fußballs.

Auch andere Stars „brauchen“ das Geld

Einzig zugute halten kann man Williams seine Konsequenz: Denn anders als manch andere Prominente trat er vier Jahre zuvor auch bei der WM in Russland auf – was damals ebenfalls einigen ein Dorn im Auge war. Andererseits ist unklar, ob Williams auch heute noch in „Putins Terrorregime“ reisen würde. Wer allerdings nach Katar reist, aus menschenrechtlichen Gründen dann aber nicht nach Russland, ist an Scheinheiligkeit und Borniertheit jedenfalls nicht mehr zu überbieten.

Übrigens gehören zu den ebenfalls weltweit bekannten, wenn teilweise auch nicht ganz so hochkarätigen Stars wie Robbie Williams, die in Katar von der Partie sein werden, die US-amerikanischen Bands und Künstler Maroon 5, Black Eyed Peas und Post Malone sowie der kolumbianische Reggaeton-Sänger „J Balvin”. Ein anderer weltberühmter Superstar, der wahrscheinlich ebenfalls in Katar zugegen sein wird, ist Shakira – was dann abermals die Scheinheiligkeit der sonst so sozial engagierten Sängerin unter Beweis stellen würde.  Andererseits gilt natürlich: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert. Schließlich steht die Latino-Sängerin derzeit schon gehörig wegen ihrer mutmaßlichen Steuerhinterziehungen unter Beschuss.

Beckham schießt den Vogel ab

Den (monetären) Vogel schießt jedoch ganz klar David Beckham ab. Sage und schreibe 170 Millionen Euro soll der ehemalige Fußballer dafür kassieren, dass er zehn Jahre als „globaler Botschafter” sein Gesicht hinhält und für die „Einzigartigkeit Katars“ wirbt. „Für einen seiner Promofilme besuchte Beckham ein berühmtes Café in Doha”, berichtet RTL, „während er ein traditionelles Frühstück einnimmt, plaudert er mit Inhaberin Madam Shams Al-Qassabi (60), die als erfolgreiche Frau und Unternehmerin wohl das moderne Katar repräsentieren soll. Ihre Tochter Eman (35) übersetzt das Arabisch ihrer Mutter für ‚Becks‘ ins Englische.

Auf die LGBTQ-Rechte seitens der britischen Zeitung „Daily Mail” angesprochen, antwortete Tochter Eman: „Nein, das ist nicht akzeptabel. Es (Homosexualität, die Redaktion) ist gegen die menschliche Natur, gegen die Wissenschaft und gegen unsere Kultur. Wir sind hier keine Tiere. Gott hat uns von den Tieren unterschieden, Gott hat uns als Männer und Frauen geschaffen. Das (Homo- und Transsexualität, d. Red.) geschieht nur, weil Menschen sexuell missbraucht worden sind und sie dadurch Angst vor Menschen ihres Geschlechts haben.“ Aber solange der Rubel rollt, scheint auch Beckham all dies nicht zu kümmern. In einem Werbespot für Katar – möglicherweise handelt es sich hier sogar um denselben Promofilm – lobt er den Schurkenstaat in den höchsten Tönen, bezeichnet diesen als „unglaublichen Ort”, eine „Perfektion”, und faselt: „Ich kann es kaum erwarten, meine Kinder dorthin zu bringen.

Es gibt auch noch Stars mit Anstand

Immerhin gibt es auch Stars, die noch einen Funken Anstand besitzen und für Geld nicht alles machen. So etwa Rod Stewart, der einen Auftritt in Katar nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann und trotz hoher Gagenofferten absagte: „Mir wurde vor 15 Monaten eine Menge Geld angeboten, mehr als eine Million Dollar, um dort zu spielen“, so Stewart, „ich habe abgelehnt.“  Und die britische Sängerin Dua Lipa möchte ebenfalls nicht bei der WM zugegen sein, wie einige andere Prominente. Die Tatsache jedoch, dass manche Stars trotz der eklatanten Missachtung der Menschenrechte in Katar auftreten oder diesen Staat sogar für Judaslohn bewerben, zeigt, dass bei vielen „Celebrities“ unserer Zeit sämtliche Moral und jeglicher Anstand über Bord geworfen werden, wenn es ums Geld und um Aufmerksamkeit geht. Dies allerdings in der Regel nur dann, wenn es sich hierbei um ein Land handelt, das – aus welchen Gründen auch immer – international nicht völlig geächtet und sanktioniert wird.

So könnte und würde es sich derzeit wohl kaum ein Promi erlauben, nach Russland zu reisen und dort aufzutreten, geschweige denn diesen Staat in den höchsten Tönen anpzureisen, denn momentan ist Russland einfach ein „Terrorregime, wo der schlimmste Massenmörder seit Hitler regiert”. Katars Verstöße gegen die Menschenrechte werden dagegen unter dem Deckel gehalten. Da wundert es auch nicht, dass sündhaft teures, katarisches Frackinggas „gut”, Russlands günstiges Erdgas aber „böse” ist.

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25 Kommentare

  1. . „Gott hat uns von den Tieren unterschieden, Gott hat uns als Männer und Frauen geschaffen. Das (Homo- und Transsexualität, d. Red.) geschieht nur, weil Menschen sexuell missbraucht worden sind und sie dadurch Angst vor Menschen ihres Geschlechts haben.“ 
    ‐——-

    Was ist ab dieser Aussage falsch?

    Nur weil im sog ‚Wertewesten‘ die Perversitöt und die sexuellen Vorlieben einer verschwindend geringen Minderheit zur ,Norm‘ erhoben werden, müssen die Kataris das noch lange nicht gutheißen. Und da stehen die Kataris beileibe nicht alleine da, sondern sie befinden sich in bester Gesellschaft mit der absoluten Mehrheitsbevölkerung dieses Planeten!

    Eine ganz andere Frage ist es, ob es klug war, eine Fussball WM in ein Land wie Katar zu vergeben. Aber hier dürfte wohl Korruption in grossen Stil den Ausschlag gegeben haben.

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    • Es geht ja nicht nur um diese Einstellung, aber Homosexuelle auszupeitschen oder einzusperren ist sicher nicht okay, Frauen haben keine Rechte, etc..

    • Ich will nicht abstreiten, dass sexueller Missbrauch einen Einfluss auf die sexuelle Orientierung des Opfers haben kann.
      Ich halte auch diesen woken Mist von totaler sexueller Diversität in Schulen für nicht geeignet für Kinder, da sollt ein Jugendschutz greifen.
      Nur dürfte mittlerweile klar sein, dass Homosexualität als Neigung einiger Individuen durchaus natürlich ist und zu einem nicht unerheblichen Anteil schlicht angeboren. Sogar bei Affen kommt Homosexualität vor, etwa 5% sind homosexuell. Das liegt recht nahe an den Prozentzahlen für Homosexualität unter Menschen.
      Solange beide Partner erwachsen sind und den gemeinsamen sexuellen Aktivitäten frei und ohne Nötigung oder Bezahlung zustimmen, dann sollen sie doch … .

  2. Ich gebe Ihnen ja recht. In unseren Augen ist Katar ein Unrechtsstaat. In den Augen von vielen Muslimen auf der ganzen Welt, sind die westlichen Staaten die Unrechtsstaaten, die nicht auf Sitte, Anstand und Ehre setzen. So verschieden ist es auf der Welt. Ich verstehe deshalb die Empörung nicht. Jeder WM ist von irgendeinen Staat gekauft worden und dieses Mal ist es eben Katar gewesen. Die FIFA ist, wie jeder weiß, korrupt. Der Westen ist nun mal nicht der Nabel der Welt und kein Staat ist verpflichtet, unter Menschenrecht das gleiche zu verstehen, wie wir hier im Westen. Der Westen ist ja auch nur Tünche und seine angeblichen Werte sind auch Vergangenheit. Übrigens, islamische Staaten haben nicht die UN-Menschenrechtserklärung unterschrieben. Sie haben eine eigene, auf den Koran basierend, wo die ausgearbeitet wurde, habe ich vergessen. Wenn ich in ein islamisches Land fahre, dann kann ich eben nur alkoholfreies Bier trinken oder Wasser oder Tee. Fährt man zu einer WM, um zu saufen oder um Fußball zu schauen? Die Temperaturen in Katar sind wie bei uns im Sommer, da wird doch ein Sportler nicht rumjammern. Und wem interessiert es, wenn irgendwer aus Protest nicht nach Katar fährt. Spätestens nach der WM ist das vergessen. Haben jemals Boykotte von Sportveranstaltungen etwas geändert? Ich antworte gleich: noch nie! Man muss andere Länder eben so nehmen wie sie sind, ob es einen nun gefällt oder nicht, und die islamische Welt ist eben grundverschieden zu unserer und wir werden sie nie von unseren Werten, die keine mehr sind, überzeugen können. Die Anti-Katar-Kampagnen in den Medien hilft da auch nicht weiter. Ich denke eher, dass diese das Gegenteil bewirken. Viel schlimmer ist es doch, dass Deutschland sich mit dem Segen der Medien und der Politik bis in die letzte Werbeminute hinein islamisieren lässt. Hier wäre doch vor allem die Empörung angebracht. Katar als erzkonservativer muslimischer Staat wird angeprangert und in Deutschland werden diejenigen angeprangert und auch vor Gericht gestellt, die nicht wollen, dass Deutschland ein muslimischer Staat wird. Darüber zu reden ist Tabu! Das sind unsere Werte. Bevor Deutschland sich auf das hohe Ross von Moral gesetzt hat, hat es zu Zeiten, wo es Ost und West gab, über den Ostblock gewettert, dass die Politik und Sport nicht auseinanderhalten können. Nun, jetzt haben wir keinen Verstand mehr, aber Moral. Wenn das nichts ist …

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    • Das sehe ich ähnlich. Wir nennen deren Gesetzgebung „mittelalterlich“. Sei’s drum. Die unsrige ist selbstredend „modern“, was wir gleichsetzen mit „fortschrittlich“, was wir gleichsetzen mit „besser“. Ich brauiche nur einen Blick auf das Tagesgeschehen in unseren westlichen sogenannten Kulturnationen zu werfen, um diese Gleichsetzung in Abrede zu stellen.
      Den Scheichs müssen wir wie Barbaren vorkommen – wie perverse Barbaren obendrein. Wie wollte man ihnen widersprechen?

    • ….Sie haben eine eigene, auf den Koran basierend, wo die ausgearbeitet wurde, habe ich vergessen. ..“

      Kairo.
      ->Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam

      ->siehe meine Texte ganz unten im Strang

  3. Glaubt denn noch irgendwer, die Selbstinszenierungen der Weltstars hätten irgend etwas mit ethischen Grundsätzen zu tun?
    Weit mehr würde mich interessieren, wie das Leben in Katar tatsächlich aussieht. Wenn die Medien uns über dieses Land auch nur annähernd so präzise informieren wie über unser eigenes oder über die Russen …

  4. och, hätte ich richtig Asche, würde ich da auch hinfliegen, ohne Maske im Flieger, statt Maulkorb im ÖPNV, trockene 30°C., anstatt kalte 4 mit Schneeregen, alles schön edel in Doha, anstatt Müll und Graffitti. Bier gibt es entgegen vieler Aussagen in Hotels, auf der Fanmeile und VIP-Bereichen auch mit Alkohol.
    Selbstverständlich würde ich analog Faser und Co. und der mit „erfrischender Leichtigkeit“ (ÖRR-Sprech) agierenden OneLove-Helden der „Mannschaft“ das nur tun, um Flagge zu zeigen, Dinge anzusprechen, Debatten anstoßen…man kann so ja viel mehr bewriken, als wenn man boykottierend zuhause bleibt….

  5. Ich hoffe, dass diese Fußball-WM den Untergang der WM durch die Zuschauer generell einläutet.

    Und es kann nicht sein, dass eine Mannschaft der Ungläubigen, der Kuffare, gegen eine Mannschaft der Muslime, den Verfechtern der Religion des Friedens, gewinnt. Das würde den Zorn Allah’s auf beide Mannschaften nach sich ziehen, den Kuffaren, weil sie es wagen, gewinnen zu wollen, und den Moslems, weil sie die Kuffare gewinnen lassen haben. Eine solche Situation darf nicht zugelassen werden!

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    • Vielleicht hätten die Kuffare vorher nachdenken sollen und ein paar Vorkoster und eigene Köche mitnehmen sollen? ;-D
      Ein paar tausend Tote Arbeiter in Katar, die beim Bau der Sportstätten gestorben sind, verderben mir den Appetit auf diese Sportveranstaltung aber gewaltig, egal ob da einer was von „kulturellen Unterschieden“ faselt oder nicht.

      • Habe ich das richtig verstanden, dass jeder (!) deutsche Spieler im Falle eines gewonnenen Weltmeister-Titels 400.000,oo € erhält ????

        Damit dürfte doch alles klar sein. Ich wundere mich schon lange, warum „Fans“ über hunderte Kilometer durch die Republik fahren, um die Kickerei ihrer Mannschaft zu unterstützen. Es zeigt, welch hoher Wert heutzutage von einer großen Masse einem Fußballspiel zugemessen wird – und zeigt auch wie ratlos viele andere daneben stehen.
        Auch so funktioniertin Spaltung in mehrfacher Hinsicht.

        Ein Fußballspiel mag ja an sich noch ganz unterhaltend sein, aber der erbrachte Aufwand? Sicher mag jeder tun, was er will, aber wundern darf man sich bei diesem Groß-Sumpf doch. In aufgeklärteren Zeiten sollten Bürger mit ihrer Zeit und ihrem Geld doch etwas Sinnvolleres anfangen können …

  6. FIFA, DFB+Kicker sowie die Faschisten im Moslemland können sich
    ihre Kicker-WM sonst wo hinstecken.
    Unsere Familie wird kein einziges Spiel, keine Minute
    davon schauen.
    Leider wird der Mist noch von unseren Zwangsgebühren
    finanziert !
    Schämt Euch alle, die in ein solches Land derartiges austragen lässt.
    Hätten Kicker Eier i.d. Hose und wären nicht Geld geil, dann hätten
    sie längst das Unding boykottiert !
    Pfui und abermals pfui !

  7. Geld stinkt nicht, wie schon die Römer wussten und dies praktizierten. Die sog. Stars wären keine, wenn sie sich darüber Gedanken machen würden. Katar ist ein Unrechtstaat, aber Deutschland auch. Und das gegenüber seinen eigenen Bürgern, die Katarer drangsalieren und ermorden in der Mehrheit Angehörige anderer Nationalitäten, anderer Ethnien und die Ungläubigen im Westen. Das ist ein Unterschied, Deutschland sollte verdammt nochmal seine dumme, vorlaute Klappe halten.

  8. Promis und Pseudokünstler haben in der schlimmsten Zeit die die Menschen des Planeten gerade durchleben schlicht versagt, geschwiegen, sich kaufen lassen und meine Lust auf viele dieser Schmarotzer ist unwiderbringlich weg!

  9. Am verlogensten in diesem ganzen Spiel ist das Verhalten der deutschen Politiker:
    Sie machen es vom Abschneiden der deutschen Mannschaft abhängig, ob sie anreisen! – Wie kotz-erbärmlich ist denn diese Moral?

    Außerdem: Dass man in Qatar nichts von Alkohol und Homos etc. hält, weiß die Welt seit Jahrzehnten! Wenn man einen Wettbewerb dorthin vergibt, wusste und weiß man das. Man weiß auch, welche klimatischen und „menschenrechtliche“ Verhältnisse herrschen – und jetzt mit Protesten daherkommen: Ihr Heuchler! Jahrelang war nichts zu vernehmen!

  10. Was niemand hier im Westen versteht oder verstehen will, das ist, das der Islam seine eigene Menschrechtsversion hat und die wird respektiert. Auch in Kartar!

    Begreifen wir Westler es entlich und verhalten uns entsprechend:

    „“Islam ist Islam und damit hat es sich…““

    Nicht Symtome sondern das Furunkel selbst muss man bekämpfen!!

    Auszug
    ::::::::::::::::
    7 DIN A4 Seiten

    Arabische Charta der Menschenrechte *
    verabschiedet vom Rat der Liga der arabischen Staaten am 15. September 1994

    Die Regierungen der Mitgliedstaaten der Liga der arabischen Staaten,

    Präambel

    ausgehend vom Glauben der arabischen Nation an die menschliche Würde, seit Gott
    die arabische Heimat auszeichnete, indem er sie zur Wiege der Religionen und Heim-
    stätte der Kulturen machte, wodurch ihr Recht auf ein würdevolles Leben auf der
    Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens bekräftigt wurde,
    in Verwirklichung der unvergänglichen Grundsätze der Brüderlichkeit und der
    Gleichheit aller Menschen, die in der islamischen Scharia und in den anderen Reli-
    gionen der göttlichen Offenbarung festgeschrieben sind,
    erfüllt von Stolz über die im Laufe ihrer langen Geschichte fest verankerten menschli-
    chen Werte und Grundsätze, die in bedeutendem Maße zur Vermittlung des Wissens
    zwischen Orient und Okzident beigetragen haben, was sie zum Zielpunkt der Men-
    schen und des Strebens nach Wissen, Kultur und Weisheit werden ließ,
    im Hinblick auf das gemeinsame Wirken der gesamten arabischen Welt für die Be-
    wahrung ihres Glaubens, den Glauben an ihre Einigkeit, den Kampf für ihre Freiheit,
    die Verteidigung des Rechts der Völker auf Selbstbestimmung und auf den Schutz
    ihrer Ressourcen, den Glauben an die Herrschaft des Rechts sowie den Glauben dar-
    an, dass Freiheit, Gerechtigkeit und Chancengleichheit der Menschen den Maßstab
    bilden, an dem eine jede Gesellschaft zu messen ist,
    unter Ablehnung des Rassismus und des Zionismus, die gegen die Menschenrechte
    verstoßen und eine Bedrohung des Weltfriedens darstellen,
    in Anerkennung der engen Beziehung zwischen den Menschenrechten und dem Welt-
    frieden,
    in Bekräftigung der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, der Allgemeinen
    Erklärung der Menschenrechte, der Bestimmungen der Internationalen Pakte der Ver-
    einten Nationen über bürgerliche und politische Rechte sowie wirtschaftliche, soziale
    und kulturelle Rechte sowie der Kairoer Erklärung über Menschenrechte im Islam,
    in Bestätigung alles dessen, sind wie folgt übereingekommen:

    https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/arab.pdf

    • Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam

      Die Mitglieder der Organisation der Islamischen Konferenz
      betonen die kulturelle und historische Rolle der islamischen Umma, die von Gott als die beste Nation
      geschaffen wurde und die der Menschheit eine universale und wohlausgewogene Zivilisation gebracht hat, in
      der zwischen dem Leben hier auf Erden und dem im Jenseits Harmonie besteht und in der Wissen mit
      Glauben einhergeht; und sie betonen die Rolle, die diese Umma bei der Führung der durch
      Konkurrenzstreben und Ideologien verwirrten Menschheit und bei der Lösung der ständigen Probleme dieser
      materialistischen Zivilisation übernehmen sollte;
      sie möchten ihren Beitrag zu dem Bemühen der Menschheit leisten, die Menschenrechte zu sichern, den
      Menschen vor Ausbeutung und Verfolgung zu schützen und seine Freiheit und sein Recht auf ein würdiges
      Leben in Einklang mit der islamischen Scharia zu bestätigen;
      sie sind überzeugt, daß die Menschheit, die einen hohen Stand in der materialistischen Wissenschaft
      erreicht hat, immer noch und auch in Zukunft dringend des Glaubens bedarf, um ihre Zivilisation zu stützen,
      und daß sie eine Motivationskraft braucht, um ihre Rechte
      zu schützen; ….

      (Auszug)

      https://www.humanrights.ch/cms/upload/pdf/140327_Kairoer_Erklaerung_der_OIC.pdf

  11. Diese WM findet für mich, als Fußballfan, einfach nicht statt. Punkt.

    Es ist mir auch völlig egal wo eine WM stattfindet, ich kann mich mit dieser woken „Mannschaft“ nicht identifizieren und schon gar nicht in dieser Jahreszeit.

    Die Zustände in fremden Ländern interessieren mich nicht. Andere Länder, andere Sitten. Was der Minister in dem Interview gesagt hat über Homosexualität, teile ich. Denn ich ich halte diese für eine Krankheit, die einfach nicht normal ist.

    Hat sich schon jemals eine über die Scharia und die Menschenrechtsverletzungen in Israel, oder deren beste Freunde in Saudi-Arabien aufgeregt? Kann mich nicht erinnern.

    • Hat sich schon mal jemand über Menschenrechtsverletzungen in Deutschland aufgeregt? Habe ich nicht erlebt. Siehe mein Beitrag.

  12. Diese WM ist eigentlich umgehend abzubrechen. Eine reine Zumutung.
    Was für ein Glück für Italien diesen Reinfall nicht mitmachen zu müssen.

  13. Welch eine Verlogenheit. Niemand in Deutschland interessiert sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Deutschland wenn Deutsche betroffen sind. Ich habe Radio Schleswig-Holstein innerhalb knapp eines Jahren Werbezeiten-Aufträge für 20 MioDM vermittelt und wurde um ca. 2,5 MioDM an Provisionen betrogen.
    Jeder Prozeß, der länger als sieben Jahre dauert, ist eine Menschenrechtsverletzung. Mein Prozeß hat achtzehn (!) Jahre gedauert, ist aber keine Menschenrechtsverletzung, vermutlich weil die Richter angeblich von meinem Prozeßgegner mit Kleinstkindern und Babies beliefert worden sein sollen. Der damalige Beiratsvorsitzende war in Hamburg anerkannter Kinderschänder und soll in Produktion und Vertrieb von Kinderpornos verwickelt gewesen sein. Filmstudio und Vertriebsfirma sind bekannt und agierten unter dem wohlwollenden Auge der Hamburger Justiz.
    Weil ich versuchte, gegen die nachweislich rechtsbeugenden und angeblich lieber Babies schändenden als Recht sprechenden Richter vorzugehen, habe ich die HH Justiz verärgert und auch noch mein Erbe, zwei Häuser in Blankenese, durch eine offensichtliche Erbschleicherei verloren.
    Wen interessiert das? Niemanden. Alle Zuständigen wie Polizei, LKA, BKA, EUMG, die Staatsanwaltschaften und Justizminister der Länder HH und SH sowie des Bundes haben sich für nicht-zuständig erklärt. Es ging immer nur darum, die Kriminellen zu schützen.
    Deutschland ist viel verdorbener als jedes andere Land auf diesem Planeten, weil den Menschen suggeriert wird, sie würden in einem Rechtsstaat leben. Versucht man den in Anspruch zu nehmen, muß man auf ganz bittere Art lernen, daß wir von Kinderficker-Schützern regiert werden. Abschaum.

  14. „Es (Homosexualität, die Redaktion) ist gegen die menschliche Natur, gegen die Wissenschaft und gegen unsere Kultur.“

    Wenn dem so wäre, würde es sie ja nicht geben.

    Jede sexuelle Ausrichtung ist natürlich. Im Tier, wie auch im Menschenreich.

    Oder will sie etwa Gott als Pfuscher hinstellen?

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