„Schickt das SEK, da brennt Licht!”

Drohen demnächst Energie-Razzien wegen Gas- und Stromverschwendung? (Symbolbild:Shutterstock)

Müssen wir uns bald wieder wie in Kindertagen daran gewöhnen, heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke zu lesen? Kommt die nächtliche Verdunkelung zurück, als befänden wir selbst uns im Krieg mit Russland? Und wie lange wird es uns noch erlaubt sein, ausländische (Feind)-Sender zu hören? Tipp: Nach Gebrauch den Sender unbedingt wieder auf den „Deutschlandfunk” einstellen – man will schließlich nicht erwischt werden. Den letzten Punkt habe ich mir natürlich nur ausgedacht – aber das hatte das „Bohemian Browser Ballett“ auch getan, als es vor ein paar Jahren einen Sketch über eine Ökodiktatur herausbrachte. Da kam den Bürgern die Polizei ins Haus und fahndete nach Plastikstrohhalmen, deren Besitz ein schweres Verbrechen darstellte. Dazu schnitten sie den Bürgern sogar die Sofakissen auf.

Das könnte Robert Habeck durchaus gefallen: Denn demnächst stehen vielleicht nicht die Zeugen Jehovas vor der Tür, sondern der Energieinspektor, der uns erklärt, dass uns unsere derzeit installierte Heizung direkt ins Verbraucher-Armageddon befördern wird. Denn nachdem die Deutschen vor ein paar Jahren brav von Öl auf Gas zur Wärmeerzeugung umgestiegen sind, sind nun Wärmepumpen der letzte Schrei. Da rückt dann der dieselbetriebene Bagger im Garten an und ruiniert den Rasen, denn irgendwo müssen die Leitungen schließlich hin. Wahrscheinlich schließen die Anlagenbauer Robert Habeck jeden Abend in ihre Gebete ein – so eine Wärmepumpe kostet etwa 30.000 Euro.

Vorauseilender Gehorsam

Aber natürlich ist das nicht alles – auch wenn der vorauseilende Gehorsam schon wieder um sich greift: Erste Kaufhäuser stellen bereits die Rolltreppen ab, um Strom zu sparen; die Kunden mögen bitte aus eigener Kraft zum oberen Stockwerk gelangen oder sich beim Aufzug anstellen. Keine schöne Aussicht für ältere oder behinderte Menschen. Was ist, wenn der Aufzug auch kaputt ist? Im Winter soll zusätzlich noch darauf geachtet werden, ob die Türen bei Geschäften zu lange offen bleiben. Das wird dann ein lustiges Jump ’n Run-Spiel, bei dem man erst einmal abpassen muss, wann der günstigste Zeitpunkt zur Durchquerung der Tür gegeben ist. So eine Schiebetür kann einem ordentlich vor die Oberarme knallen, da versteht sie keinen Spaß. Früher blieb man, wenn man durchgefroren einen solchen Konsumtempel betrat, erst einmal einen Moment unter dem Warmluftgebläse im Eingangsbereich stehen und genoss den angenehmen Luftstrom; damit ist es jetzt auch vorbei.

Besonders „sozial“ sind die Regelungen jedoch für körperlich arbeitende Menschen in geschlossenen Gebäuden: Ihnen stehen jetzt nur noch 16 Grad Raumtemperatur zu.
Der Gang ins Kaufhaus oder in öffentliche Gebäude gleicht dem Betreten einer riesigen Skinner-Box zur Energiekonditionierung – nur sind hier keine Belohnungen für richtiges Verhalten vorgesehen, man wird nur ein bisschen weniger bestraft. Unter all den finanziellen Belastungen ächzen nun sogar klassische Grünen-Wähler: So teuer wollte man es dann auch wieder nicht haben. Bei der Gasumlage versprach Christian Lindner, man werde die darauf erhobene Mehrwertsteuer aussetzen – aber Brüssel gab ihm einen Korb, denn Energie muss – im Gegensatz zu Lebensmitteln – aufgrund der CO2-Politik der EU strikt versteuert werden.

Angst vor dem „Wutwinter“

Was möglich gewesen wäre, hat die Regierung allerdings „vergessen“: Die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Energie von 19 auf 5 Prozent, und zwar bei allen Energieformen – also Strom- und Gaskosten wohlgemerkt. Hat das tatsächlich niemand geprüft? Oder war es aus politischen Gründen nicht gewollt, die Energiekosten für Verbraucher so weit zu senken? Immerhin müssen wir den finnischen Gaskonzern Uniper retten, an dem der deutsche Staat rein zufällig nun mit 30 Prozent beteiligt ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Auf mysteriöse Weise hat Deutschland es ja auch geschafft, seine Gasspeicher plötzlich auf 75 Prozent zu füllen. Da möchte man lieber nicht nachfragen, wie teuer das Gas an der Börse eingekauft wurde.

Man will der Bevölkerung damit eine gewisse Sicherheit vermitteln, denn die Regierung hat Angst vor dem sogenannten „Wutwinter“. Zumal nun auch die Linke auf den Protestzug aufspringen will, man nennt das dort „die Straße nicht den Rechten überlassen“. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow befindet sich deshalb bereits in arger Erklärungsnot und fleht seine Parteikollegen an, zuhause zu bleiben. Wie soll man den Bürgern erklären, dass es plötzlich gute und schlechte Proteste gibt? Schließlich ist noch jeder Protest der letzten Jahre als Panikmache und Hetze bezeichnet worden – es sei denn, es handelte sich um staatlich wohlgelittene Großveranstaltungen gegen Rechts, gegen Rassismus oder fürs Klima.

Comeback der Blockwarte

Aber ist die Angst der Regierung überhaupt berechtigt? Es wird sicherlich viele Bürger geben, die aus Protest auf die Straße gehen – und es wird sich bei der großen Mehrheit von ihnen, trotz böswilliger gegenteiliger Behauptungen, nicht um Extremisten handeln… sondern einfach um Menschen, die durch die viel zu hohen Lebenshaltungskosten – die allgemeine Inflation kommt schließlich auch noch hinzu – in den Ruin getrieben werden. Da ist es vollkommen normal, sich zu wehren – und vor allem auch legitim, da vom Grundgesetz eindeutig gedeckt. Allerdings werden sich auch viele Bürger wieder brav an die Sparregeln halten, weil sie es müssen oder weil sie von der Ideologie der Grünen überzeugt sind. Vor letzteren graust es mir: Wer sich während des Lockdowns durch Denunziation hervorgetan hat, wird sich auch jetzt nicht zurückhalten. Wer keine Hemmungen hat, einen „illegalen“ Kindergeburtstag anzuzeigen, schickt auch seinem Nachbarn die Polizei ins Haus, weil dieser zehn Minuten lang geduscht hat. Oder abends das Licht anhat, weil er nicht im Dunkeln sitzen möchte.

Übrigens sollen die Städte auch nachts wieder dunkel werden (das tut man sich noch nicht einmal in Kiew an). Damit bricht uns wieder ein bisschen Sicherheit weg. Im Winter den Heimweg von der Arbeit oder einer Veranstaltung antreten zu müssen, wird dann erst recht zum Risiko. Aber um die Sicherheit der Bevölkerung vor allem in Großstädten hat sich schließlich schon seit Jahren kein Verantwortlicher mehr geschert.

11 Kommentare

  1. „Drohen demnächst Energie-Razzien wegen Gas- und Stromverschwendung?“

    Kaum, Energie wird eine Sache der Vergangenheit werden im Klimagottesstaat Deutsch.

    Die Klima-Mafia wird das Land komplett zerstören, wenn diese irren Verbrecher nicht endlich gestoppt werden.

  2. Der Liter Heizöl kostete am Freitag in Luxemburg € 1,12 – in Öko-Terroristen-Land € 1,72 – das sind über 53% mehr und ich könnte jetzt nicht spontan erklären, warum Luxemburg all die öko-terroristischen („Fremd“)-Probleme wie z.B. Inflation, US/EU-Krieg gegen Russland, etc. wohl nicht so haben…

  3. ich vermute mal, das heißt dann nicht Blockwart, sondern Hausfreund, den die Antifa stellt und der über ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen wacht.
    Sind sie auf aktuellem Stand gespritzt, lesen sie die richtigen Medien, sagen sie auch nichts falsches über das Regime, haben sie die angeordneten Temperatut im Zimmer, ist ihr Verbrauch an Rohstoffen aller Art von der Regierung genehmigt, haben sie ihr CO2-Konto auch nicht überzogen ?
    Es gibt so viele wichtige Aufgaben für den Hausfreund von der Antifa !

  4. So sieht es aus, wenn die Grünen am Machtausbau Ihrer Partei arbeiten.
    Bereits wurde schon „Das Klima retten“ und 100% erneuerbare Energien als politischer Rattenfang einem in den Kopf infiltriert. Wobei weder von das Klima retten oder 100% erneuerbare Energien möglich ist. Das eine Zielt auf Angst, das andere auf das gute im Menschen, doch beides eine Lüge, was man niemals erreichen werden kann.

    Schon als Schüler bekommt man das eininfiltriert. Ich selber brauchte da auch erst die Überzeugung mir diesen Unsinn aus dem Kopf zu schaffen.

    Das ist eben der Bedarf einer fortgeschrittenen Zivilastion an Energie und Rohstoffen mit all dem Wohlstand, Bequemlichkeit und Errungenschaften was dies zu bieten hat.
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    Mit den Errungenschaften in frage zu stellen, würde ja keine Anhänger finden. Also darauf zu verzichten und einen Rückschritt. Aber das Klima retten und 100% erneuerbare Energien läuft super um Anhänger für Ihre Ideologie auszuschöpfen.

    Kein anderes Land schaltet seine Kraftwerke ab und setzt fossile Energien ab. Nur in Deutschland sind die doofen, Irren, Spinner und Narren, wo man diese Agenda so richtig gut anwenden kann um seine politischen Interessen fahren zu können.

    Ich habe dafür kein Verständnis für diese Heuchlerei, alles nur Augen Wischer rei. Ich vermisse die Zeit wo man noch unbeschwert von diesen menschgemachten Krisen war! Und trotzdem muss ich diesen Unbug mit machen und darunter leiden!
    Und das unerträgliche. Man kann sich nicht wehren oder etwas Verteidigen, das kommt vom Vaterland gegen einen. Da hat meine keine einzige Chance gegen diese Staatsgewalt…
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    Meine einzige Möglichkeit ist es als Kampf zu sehen wo man sich behaupten kann und am Hass besser zu werden und zu wachsen, was anderes bleibt einem nicht. Nicht einmal gegen diese Politik was entgegen zu setzten und sich über diese Ideologie stellen.

  5. Na, was denn. Ist doch prima wenn die Städte abends im Dunklen bleiben. Wir haben kriminelle aller Art nach Deutschland gelockt und nun sollen die auch ohne Risiko beschäftigt werden. Dunkle Städte, dunkle Schaufenster, da schlägt das Diebesherz doch höher. Besser kann man doch für Migranten nicht sorgen. Deutschland hat eben ein Herz für Glücksritter der ganzen Welt.

  6. Das Irrenhaus mit viel zu vielen grünlichlinkschen Patienten, die
    immer noch frei rumlaufen dürfen.
    Da helfen keine friedlichen Demos mehr.
    Es muss ganz was anderes, härteres, viel effektiveres und nachhaltigeres
    kommen, damit die Hirne der Menschenzüchtiger wieder richtig ticken.
    Was solls, eigentlich hat das Land bereits seit mind. 2015 schon allein durch die Massenzuwanderung, die durch neue Dilettanten noch weiter und höher
    forciert wird, fertig, fertiger geht gar nicht mehr.
    Da hilft nur noch Abwandern in ein nicht von der EU diktiertes Land, ganz im
    Sinne von Freiheit, Recht, Ordnung, Demokratie und menschlicher Würde.

  7. Die grünen Khmer und die SPD-Bolschewiken werden ganze Arbeit liefern.
    Zumindest braucht man nicht mehr über die Zustände in Nordkorea hetzen.
    Es ist allerhöchste Zeit, dass diesem Wahnsinn ein für alle Mal ein Ende gesetzt wird.

  8. Wieso kommen nur alle auf die Idee, dass es nur einen „Wutwinter“ gäbe?

    Zum Thema „Wut“ und „Zorn“ – und dem gravierenden Unterschied – habe ich mich schon mal ausführlicher geäußert. Hier nur verkürzt als Denkstütze:

    „Damit wird deutlich, dass ein Wut-Bürger überwiegend emotional, äußerst subjektiv, für andere u.U. gar schwer nachzuvollziehend und eher unsachlich und womöglich gar unangemessen reagiert.
    Der Zorn-Bürger denkt dagegen beherrscht rational. Er führt Argumente und Sichtweisen für seine Stimmung an und ihm geht es um sachliche Lösungen. Ihn treibt das Ausgeliefertsein an inakzeptable Zustände an.
    Zu Gewalt können natürlich beide Emotionen führen!
    Der Wut-Bürger wird irgendetwas zerdeppern – letztlich ohne Sinn und Verstand. Und genau dies ist die klammheimliche Botschaft hinter dieser Wortwahl. Wut-Bürger sind unberechenbare und unkontrollierbare Chaoten, denen es nur ums Krawall-machen und ihre Befindlichkeit geht.
    Der Zorn-Bürger wird genau wissen, wen oder was er, und vor allem, warum er sich dies, diesen oder jenes so vorknöpft!“

    Es ist gegenwärtig alles andere als gesichert, dass sich die Angelegenheit im nächsten Frühjahr erledigt haben wird! Sprechen wir weniger obrigkeitshörig nicht von einer Zeitenwende, doch lieber gleich von einer Gezeitenwende! Ebbe und Flut – das kommt gut! Feststehen wird nur, dass alle Gasspeicher dann leer sein werden und dann nun definitiv auch garnichts mehr nachkommen könnte. Putin könnte seine Geduld mit den deutschen Moral-Deppen verloren und sein Gas nun endgültig abgestellt haben. Von sonst-wo kommt noch lange nichts, was annähernd ausreichen wird.

    Deshalb um der Sache und der Perspektive willen: Eine ..

    „Zeit des Zornes“ – ..

    dürfen wir alle erwarten und sollten sie so nennen. Allein wann und wie ist derzeit noch offen. Noch feiern die Ganz-Hörigen mit ihren Moral-Phantasten leutselig einen „Tag der offenen Tür“. Die dürfte sich demnächst aber gänzlich und „nachhaltig“ schließen.

  9. Liebe Mirjam Lübke, beim Lesen ihres ersten Satzes „Müssen wir uns bald wieder wie in Kindertagen daran gewöhnen, heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke zu lesen?“ fiel mir ein lieber Freund ein, der mir schon vor 25 Jahren erzählte, er habe als Kind auf diese Weise die Bücher von Karl May gelesen.
    Dann fragte ich mich (mehr im Scherz), ob man Karl May heutzutage überhaupt noch lesen darf. Und siehe da: „Ravensburger zieht Winnetou-Buch zurück“ schreibt heute die „Bild“ und veröffentlicht dazu einen Kommentar des Medienanwaltes Joachim Steinhöfel, der meint „wir unterwerfen uns einer radikalen Minderheit“ (leider hinter der Bezahlschranke).
    Karl May hat die Indianer (ich werde sie immer so nennen, ganz gleich was irgendwelche Spinner der woken Blase auch dagegen einwenden) in seinen Büchern durch seinen Helden Winnetou positv geschildert. Dagegen zeigen diverse Publikationen aus den USA und auch Filme die Indianer als blutrünstige Monster. Im Film „Der Schwarze Falke“ des Regisseurs John Ford (1956) wird eine Familie durch Indianer getötet und die zwei Töchter entführt. Die volljährige Tochter wird von den Indianern getötet, die kleine Schwester dagegen von den Comanchen aufgezogen . Ethan Edwards (gespielt von John Wayne), der aus dem amerikanischen Bürgerkrieg heimgekehrt ist, tötet im Laufe des Films mehrere Indianer und schießt anschließend den Toten die Augen aus. So etwas wurde dagegen zu einem hochgelobten „Kultfilm“.
    Ein anderes Beispiel: Jeder Nicht-Deutschstämmige (m/w/d) und Nicht-Deutsche (m/w/d) darf in seinem grenzenlosen Hass auf Deutschland und die Deutschen diese als „Kartoffeln“ oder sogar „Köterrasse“ bezeichnen. Da gibt es keine Cancel Culture und Volksverhetzung ist es schon gar nicht. Aber wehe, ein indigener Deutscher redet einmal Tacheles. Diese Schizophrenie begreift kein normaler Mensch mehr.

  10. Herr Rhode, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Hier die Kommentare zu lesen, gibt Kraft und Mut sich weiter gegen den täglichen Wahnsinn aufzulehnen. Danke!

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