Scholz gegen Extremisten: Nicht das, was Sie jetzt denken…

Sonderbare Maßstäbe: Bundeskanzler Scholz (Foto:Imago)

Wir werden es uns nicht gefallen lassen, dass eine winzige Minderheit von Extremisten versucht, unserer gesamten Gesellschaft ihren Willen aufzuzwingen”, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Regierungserklärung – und eine Millisekunde lang keimt ein Funken Hoffnung auf: Endlich wird etwas gegen Extremismus unternommen! Zittert man also bereits bei der „Roten Flora” oder in Leipzig-Connewitz? Wird in gewissen Gebetsstätten nun Hassrede gegen Juden und „Ungläubige“ unter Strafe gestellt? Oder redet der frischgebackene Kanzler etwa von Meinungspolizisten und Political-Correctness-Wächtern? Das wären jedenfalls die Gruppen, welche mir einfielen, wenn von „Extremismus” oder vom „Aufzwingen des Willens einer Gruppe” die Rede ist.

Wir ahnen es bereits: Um diese Strömungen geht es Herrn Scholz nicht. Wenn er deren Existenz überhaupt erkannt haben sollte, lässt er es sich jedenfalls nicht anmerken – Extremismus, das heißt für ihn, den großen Corona-Hype nicht mitmachen zu wollen. Erneut brachte er „rote Linien” ins Spiel, die er zu überschreiten gedenkt – es scheint, als betreibe er eine klassische Form der Projektion, gepaart mit einer Dosis Pappkamerad. „Was ich selber denk und tu’…” wird zum Leitmotiv seiner Reden, denn tatsächlich ist er selbst es, der weitere Maßnahmen vorbereitet und anderen aufzwängen will. Ohnehin wird uns in den letzten Wochen ständig eingetrichtert, es gäbe eine „Tyrannei der Ungeimpften”, um den steigenden Unmut in der Bevölkerung auf sie umzuleiten. Der Trick ist nicht neu; er arbeitet einfach mit der Erfahrung, dass Menschen dazu neigen, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen.

Typische Wortkombinationen in Dauerschleife

Der Sprachwissenschaftler Holger Schmitt wollte es genau wissen und weist in seinem Buch „Das Framing der Linken nach, was wir schon längst erahnen: Gerade die Bezeichnung „Extremist” für politische Gegner hat Methode; linke Gruppen werden im Höchstfall als „radikal” bezeichnet, was noch den Hauch des Revolutionären in sich trägt. Mit einem Algorithmus durchsuchte Schmitt sowohl als bürgerlich geltende Medien wie den „Focus“ als auch linke Blätter wie die „taz“ nach typischen Wortkombinationen, die dem Leser in Dauerschleife eintrichtern, wie er über bestimmte Gruppen und Themen zu denken hat. Im Vergleich zu früheren Texten stellte sich heraus, dass dieses Framing seit 2015 noch einmal rapide zugenommen hat: Die Schlagwörter „Rassist”, „Klima-” bzw. „Corona-Leugner” werden zur Diskreditierung der Opposition vermehrt eingesetzt. Auf einer Galeere würde man feststellen: Die Schlagzahl hat sich erhöht, was auch eine zunehmend totalitäre Absicht aufzeigt. Sogar im privaten Rahmen sollen wir konform denken.

Die gute Nachricht  dabei ist (und es ist die einzig gute!), dass die „Nazi-Keule“ etwas rückläufig ist, weil sie selbst in gehobenen linken Kreisen mittlerweile als abgenutzt empfunden wird. Allerdings – das ist mein persönlicher Eindruck – findet derzeit ein heißes Gefecht um den Einsatz von „unpassenden“ Vergleichen statt. Wenn Journalisten von einer „Verharmlosung des Nationalsozialismus” schreiben, ist damit nicht etwa die Leugnung der Verbrechen der Nazis gemeint. Vielmehr sind die Damen und Herren einfach wütend, wenn auf Demonstrationen für die Bürgerrechte die Kennzeichnung von Geimpften und Ungeimpften mit Stigmatisierungen wie dem „Judenstern“ verglichen wird. Man mag das geschmacklos finden, jedoch wird man von der Gegenseite oft schon selbst wegen des Gebrauchs eines einzigen falschen Worts angegriffen („Er hat ‚Autobahn‘ gesagt!”). Und wer im Glashaus sitzt, werfe bekanntlich nicht mit Steinen.

Ein weiteres „Framing“ bezieht sich darauf, die Ungeimpften permanent als kleine Minderheit zu bezeichnen, welche dem Rest der Republik ihren Willen aufzwingen will. Das ist schon unfreiwillig komisch: Auch in diesem Fall ist wieder einmal Minderheit nicht gleich Minderheit – und auf die vielbeschworene „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” hinzuweisen, ist im Falle der Corona-Opposition nicht von Nutzen. Um Rücksicht auf die winzig kleine Minderheit der sich als „divers“ Definierenden zu nehmen, müssen Stellenanzeigen bundesweit umformuliert und Formulare neu gedruckt werden. Stört sich jemand an der Bezeichnung „Mohrenapotheke”, ist diese unverzüglich zu ändern, obwohl derjenige einfach auf eine andere Apotheke ausweichen könnte. Aber wehrt man sich gegen die Impfpflicht – was schließlich nicht heißt, anderen das Impfen zu verbieten -, dann gilt man als Tyrann, selbst wenn man mit seiner Meinung einfach nur in Ruhe gelassen werden will.

Mehr als nur Ansätze von Totalitarismus

Einmal abgesehen davon, dass den Impfstationen gerade einmal wieder der kostbare Saft ausgeht (vielleicht hofft man so ja, eine Art Impfschlussverkaufs-Hype auszulösen?), bleibt die Bundesregierung auch weiterhin Antworten auf die Fragen nach dem Sinn und Zweck der Übung schuldig. Dennoch gibt es Eltern, die ganz wild darauf sind, schon ihre Kleinsten impfen zu lassen. Begreift man Totalitarismus nicht unbedingt als offensichtliche Diktatur, so kann man im Verhalten von Bürgern und Regierung durchaus mehr als nur kleine Ansätze davon erkennen. Das offensichtlichste Zeichen ist die Dauerpräsenz des Themas allerorten. Die Menschen unterhalten sich kaum noch über etwas anderes – das hat schon etwas von Orwells Neusprech.

Wer von den Medien nur noch Corona angeboten bekommt, denkt bald unwillkürlich nur noch von Impfung zu Impfung. Anstatt sich einmal in ihrer Umgebung umzuschauen und die Lage mit eigenen Augen zu prüfen, plappern viele einfach nur noch die Parolen aus den Medien nach. Wer hätte noch vor zwei Jahren für möglich gehalten, dass Eltern ihre Kinder nicht zu den Feiertagen einladen, nur weil diese nicht geimpft sind? Selbst die Tests, die uns bislang als sichere Vorsorge angepriesen wurden, sind in der öffentlichen Wahrnehmung nichts mehr wert.

Kein Wunder, dass inmitten dieser panischen Eintracht jede Gegenstimme als störend empfunden wird: Man klammert sich an den Gedanken, durch Gehorsam irgendwann wieder frei zu werden – wie ein Sklave, der immer wieder bis zur nächsten Ernte auf seine Freilassung vertröstet wird. Die roten Linien, von denen Herr Scholz gern spricht, sind längst überschritten. Und gerade diejenigen, die uns beständig vor einem „neuen Faschismus” warnen, marschieren freudig mit.

8 KOMMENTARE

  1. Die SPD wurde von rund 19% der wahlberechtigten Bürger gewählt. Das war eine Minderheit von rund 11 Millionen Bürgern, gegenüber rund 55 Millionen, die die SPD und Herrn Scholz nicht gewählt haben. Herr Scholz tyrannisieret nun als Minderheitsvertreter die Mehrheit. ( Zahlen sind aus meinem Gedächtnis, müssen nicht ganz korrekt sein. Habe keine Lust, wegen eines Minderheitstyrannen jetzt genau nachzusehen. Zahlen dürfen gerne korrigiert werden.)

  2. Will er evtl. was gegen die ANTIFA machen?
    Neeeeeein! Er will das deutsche Volk endlich so anpassen, dass sie nur noch das denken und tun, was sie Regierung will. Alles andere ist Hochverrat, todeswürdig!
    Ein Volk der Sklaven ist bequem zu regieren. Auch hibdernb die keinen Politiker sich auf kosten der Steuerzahlen zu bereichern, oder?

  3. Eine kleine Minderheit? Das dürfte nicht ganz hinkommen. Aber wie dem auch sei. Die sog. Mehrheit wird nicht von Ungeimpften terrorisiert, sondern von der vormaligen und der jetzigen Regierung, den Pharmalobbyisten, der Pharmaindustrie, den Globalisten.

  4. Diese linksgrüne faschistische sog. Ampel-Regierung mit ihren Kollaborateuren wird solange nicht ruhen bis auch der letzte Kritiker physisch oder psychisch verstummt ist.

    Das ist meine finale Einschätzung von dieser Bande.

  5. Gestern abend lief auf irgendeinem Sender ein Bericht über Hirnforschung in Verbindung mit Verkaufsstrategien. Sowas wie ein „Impfschlussverkaufs-Hype“ oder auch den Stapel des Angebots zu verkleinern, waren die Renner. Im Grunde war alles dabei, was man bei dem verzweifelten Versuch der Impfmafia findet, ihr Sauerbier zu verkaufen.

  6. Na ja, Linke denken nun mal in Kollektiven. Sie, die selber vorzugsweise in Rudeln daherkommen, haben das Sozialverhalten von Rudeln so sehr verinnerlicht, dass jeder Außenstehende, der die Reviergrenzen ihrer Ideologie nicht akzeptiert, mit Aggression zu rechnen hat. Jedem, der in Verhalten und Gedanken von ihrer Norm abweicht, begegnen sie mit der besonders brutalen Form der Außenseiteraggression, bei der Abweichler so lange drangsaliert werden, bis sie entweder ausweichen oder vernichtet werden.

    Linke machen in ihrem Rudelverhalten gezwungenermassen also genau das, was sie selber immer vehement verurteilen: Ausgrenzung, Abschottung und Diskriminierung von Anderen – der klassische Fall einer Projektion, die vermeiden soll, dass sich Linke mit ihren eigenen Inhalten und Verhalten auseinandersetzen müssen.

    Soweit so trivial.

    Erstaunlich ist daran nur, dass dieses linke Verhalten nun bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist:

    „Kein Impfgegner wird wie ein Staatsfeind behandelt. Er darf nur, hoffentlich bald, nicht mehr unter die Leute gehen, weil er ein gefährlicher Sozialschädling ist.“ – Rainer Stinner (FDP) am 06.08.2021

    „Es ist wichtig, den Ungeimpften eine klare Botschaft zu senden: Ihr seid jetzt raus aus dem gesellschaftlichen Leben.” – Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes, am 09.12.2021

  7. “ Prinzip verstanden? Zuerst zwingt eine winzige, völlig enthemmte, extremistische Psych­opathen­elite mit Hilfe ihrer Polit- und Mediensoziopathen fast der gesamten Gesellschaft weltweit ihren kranken Willen auf, und wenn sich eine winzige, wache, kritische Minderheit dagegen zur Wehr setzt, dann darf sich die nach allen Regeln der Kunst gehirngewaschene Gesellschaft das nicht gefallen lassen.

    Aufwachen, Leute, aufwachen, solange die Wahnsinnigen der Coronasekte das nach erlauben. Zieht ihnen den Teppich unter den Füßen weg: KEIN VIRUS!“

    — Während die Covid-Ty­ran­nen noch to­ben, tanzt „Down un­der“ in die Freiheit – https://coronistan.blogspot.com/2021/12/wahrend-die-tyrannen-weltweit-toben.html

  8. An die WNZ Abt. Leserbriefe

    Betreff:
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    https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzlar/wetzlar/emporung-nach-angriff-auf-kameramann-bei-demo-in-wetzlar_25008695 Donnerstag, 16.12.2021 – 21:00 3 min
    Empörung nach Angriff auf Kameramann bei Demo in Wetzlar
    Die Demonstration von Impfgegnern am Montag in Wetzlar hat für Kritik gesorgt. Neben dem tätlichen Angriff soll es noch zu zahlreichen Drohungen gekommen sein. Von red
    „Wir sind über den Angriff auf Joachim Schaefer im Kontext der Querdenker-Demo am Montag in Wetzlar erschüttert und verurteilen diesen auf das Schärfste. Er passt jedoch ins Bild einer sich stetig radikalisierenden und gewaltbereiten Szene, die durchsetzt ist von bekannten Neonazi-Kadern“, teilen Christiane Ohnacker und Tim Zborschil, die beiden Kreisvorsitzenden der Linken Lahn-Dill, in einer Pressemitteilung mit.
    Mein Text:
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    Die falschen Moralisten: Politische Gewalt, wovon die -von den jetzt empörten R2G-Kreisen ständig übelst entwürdigte- AfD (SPD-Verleumder Mützenich, Fraktionschef, meinungs-kriminell am 15.12.21 im Bundestag: „Die AfD hat bisher antidemokratisches Gift im Hause verbreitet!“ LINKE-Aktivistin Dubiel: „AfD sind Faschisten!“ Und gewalt-befürwortend: „Antifa ist Handarbeit!“) 2/3 unter den Parteien abbekommt, ist scharf zu verurteilen, aber dann gilt das für alle Lager.
    Das dunkelrote Lager in WZ-LDK ist aber hier wieder vereint in heuchlerischer Empörung über „rechte Gewalt“ wie mit Ernst Richter (DKP-DGB), Tim Zborschil von LINKE= PDS/SED und Katholenbolschewik (finanziert von braven Kirchensteuerzahern) Joachim Schaefer (in Chile einst mit den krimin. Moskau-Kommunisten poussierend), Verfassungsbrecher SPD-OB Wagner usw.. Diese Kreise sind völlig ungeeignet, kaum legitimiert, den polit. Sittenwächter zu spielen +sich über rechtsextreme Gewalt empört zu ergehen. Denn zu Gewalttaten von Linksextremisten, wie jetzt dem Antifa-Anschlag auf eine Moschee in Leipzig, hört man von ihnen kaum bis nichts, ebenso wenn gewisse islam-extreme bzw. nur-kriminelle „Schutzsuchende“ Merkels aus 2015f. hier nicht zu knapp schlimmste Taten verüben wie Raub, Vergewaltigung, Mord, siehe Würzburg, Dresden, Berlin. Etliche aus dem R2G-Milieu poussieren (einige sind auch Sponsoren wie n Ffm. SPD-GRÜNE-DGB!!) sogar oft noch ganz offen (wie bei Demos) mit der gewalt-kriminellen Antifa, der rotextremen NeoSA und haben hier gar keine Berührungshemmungen, Kontaktverbote, wie sie das aktuell anderen vorschreiben wollen,wenn sich zu deren Demos aus legitimen Anliegen gewisse Leute aus dem unkoscheren Rechtsaußenlager gesellen wie aus NPD +Neonazi-Sekten. Diese gespaltene Moral ist zurückzuweisen, denn wer gleiches ungleich behandelt, der begeht laut Bischof Dyba Unrecht!

    Ich bitte um Kenntnisnahme und Abdruck!
    hjs. 17.12.2021

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