Schwangere Männer: Das Problem heißt Bauchfell

Schwangere Männer: Das Problem heißt Bauchfell

Clownsword BRD: Sachsen-Anhalts Grünen-Chefin Susan Sziborra-Seidlitz, selbst aus der Gesundheitsbranche, erklärt die Bedingungen menschlicher Gravidität (Foto:Imago)

Manche politische Sätze sind falsch, manche sind töricht. Und dann gibt es noch  Sätze, deren Bedeutung weit über ihren unmittelbaren Wahrheitsgehalt hinausgeht, weil sie etwas darüber verraten, was in einem politischen Milieu überhaupt noch als vernünftig, sagbar und begründungsbedürftig gilt. Einen solchen Satz hat Susan Sziborra-Seidlitz im Landtag von Sachsen-Anhalt gesprochen. Die Frau ist keine fachfremde Hinterbänklerin, die sich versehentlich in eine medizinische Debatte verirrt hätte; sie ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und Spitzenkandidatin ihrer Partei. Der Landtag selbst führt ihren Beruf ausdrücklich als „Gesundheits- und Krankenpflegerin“. Umso bemerkenswerter ist, was sie auf die Frage antwortet, ob Männer Kinder bekommen könnten.

Zunächst antwortete sie auf die Frage nach der Zahl der Geschlechter mit „42“, jener berühmten Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest aus Douglas Adams‘ “Per Anhalter durch die Galaxis”. Man darf das witzig finden. Interessanter wurde jedoch es danach, denn die zweite Frage beantwortete sie keineswegs ironisch. Im offiziellen Landtagsprotokoll steht: “In der Theorie kann ein Mann am Bauchfell innen tatsächlich eine Schwangerschaft austragen.“ Schwierigkeiten bereiteten die schlechtere Durchblutung und der geringere Platz; eine solche Schwangerschaft könne maximal sieben Monate bestehen. Schließlich räumte sie ein, ein Kind wäre bei zu geringer Durchblutung wahrscheinlich nicht lebensfähig und praktisch solle man das „einfach nicht probieren“. Soweit Sziborra-Seidlitz in vollem Ernst, vor einem deutschen Landtagsplenum.

Der Mann, dem nur die nötige Durchblutung fehlt

Man sollte diesen Satz nicht deshalb ernst nehmen, weil demnächst Männer mit Schwangerschaftsbäuchen in deutschen Kreißsälen auftauchen werden. Man sollte ihn ernst nehmen, weil er exemplarisch vorführt, was geschieht, wenn eine politische Theorie auf eine Wirklichkeit trifft, die sich ihr nicht fügt. Dann wird nicht die Theorie korrigiert. Dann wird die Wirklichkeit umformuliert. Betrachten wir zunächst die eigentümliche Logik des Satzes: Ein Mann könne also „in der Theorie“ eine Schwangerschaft am Bauchfell austragen. Das Problem bestehe darin, dass dort die Durchblutung schlechter sei und weniger Platz zur Verfügung stehe. Das klingt beinahe so, als hätten wir es mit einer rein technischen Herausforderung zu tun, als sei der männliche Körper prinzipiell zur Schwangerschaft befähigt und es müssten lediglich ein paar ungünstige Parameter optimiert werden. Mehr Platz, bessere Durchblutung, vielleicht noch ein wenig medizintechnische Nachhilfe – und schon wäre die Jahrmillionen alte Arbeitsteilung der menschlichen Fortpflanzung überwunden!

Doch eine Schwangerschaft ist kein Embryo, der irgendwo im menschlichen Körper befestigt wird und dort bei hinreichender Nährstoffzufuhr wächst. Die Medizin kennt tatsächlich abdominale Schwangerschaften – als anormaler Störfall, aber nicht als alternatives Fortpflanzungsmodell. Sie kennt sie als sogenannte ektopische Schwangerschaften, bei denen sich eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter entwickelt. Eine systematische Übersicht zu frühen abdominalen Schwangerschaften beschreibt diese ausdrücklich als potenziell lebensbedrohlich; unter 225 ausgewerteten Fällen gab es sieben Todesfälle der Schwangeren. Der entscheidende Punkt ist, dass von Leuten wie Sziborra-Seidlitz eine Pathologie des weiblichen Körpers rhetorisch zur Option für den männlichen Körpers umgedeutet wird. Was bei einer Frau eine schwere, lebensgefährliche Fehlentwicklung der Schwangerschaft darstellt, soll also beweisen, dass ein Mann „in der Theorie“ schwanger sein könne. Das ist ungefähr so, als würde man aus der Tatsache, dass ein Mensch mit einer schweren Fehlbildung außerhalb des vorgesehenen Organs Gewebe entwickeln kann, schließen, dieses Organ sei für dessen normale Funktion im Grunde entbehrlich. Nein: Die Ausnahme widerlegt nicht die biologische Struktur, innerhalb deren sie überhaupt als Ausnahme bezeichnet werden kann!

Das Geschlecht kehrt durch die Hintertür zurück

Gerade hier offenbart sich ein merkwürdiger Widerspruch linker Identitätspolitik. Einerseits soll das biologische Geschlecht nicht mehr jene fundamentale Bedeutung besitzen, die ihm traditionelle Anthropologie, Alltagsverstand und Medizin zugeschrieben haben. Andererseits muss man ungeheure medizinische Verrenkungen unternehmen, sobald es um genau jene Funktionen geht, bei denen der Unterschied zwischen den Geschlechtern nicht sprachlich wegdefiniert werden kann. Man kann Formulare ändern, Anreden, Gesetze. Man kann in Verwaltungsvorschriften Begriffe ersetzen und in Universitäten Seminare über die soziale Konstruktion von Geschlecht veranstalten. Aber ein Embryo liest keine Verwaltungsvorschrift. Eine Plazenta lässt sich nicht durch einen Beschluss des Parteitags überzeugen. Und ein Uterus ist keine diskriminierende gesellschaftliche Zuschreibung. Das ist die eigentliche Provokation der Biologie: Sie argumentiert nicht. Sie diskriminiert auch nicht. Sie ist einfach vorhanden. Natürlich darf die Medizin versuchen, ihre Grenzen zu verschieben; genau das tut sie seit Jahrhunderten. Herztransplantationen waren einmal undenkbar. Organersatz, künstliche Befruchtung, Intensivmedizin und Genmedizin haben Möglichkeiten geschaffen, die früher wie Science-Fiction erschienen wären.

Auch Uterustransplantationen werden inzwischen wissenschaftlich erforscht. Und tatsächlich existiert eine medizinische Diskussion darüber, ob eine solche Transplantation eines Tages auch bei Transfrauen möglich sein könnte. Eine einschlägige Arbeit erörtert dazu anatomische, hormonelle, vaskuläre und geburtshilfliche Schwierigkeiten und fordert weitere Forschung, bevor überhaupt festgestellt werden könne, ob genetisch männliche Empfänger eine Schwangerschaft erfolgreich aufrechterhalten könnten. Eine weitere Übersicht bezeichnet die Technik bei biologisch männlichen Empfängern weiterhin als experimentell und derzeit nicht empfehlenswert. Aber gerade diese Forschung widerlegt die politische Bauchfell-Rhetorik. Denn wenn man erst einen Uterus transplantieren, Blutgefäße verbinden, hormonelle Voraussetzungen herstellen, einen Embryo mittels Reproduktionsmedizin erzeugen und implantieren und anschließend eine Schwangerschaft unter medizinischer Hochtechnologie erhalten muss, dann hat man nicht bewiesen, dass der männliche Körper von Natur aus schwanger werden kann. Man hat bewiesen, wie außerordentlich viel Medizin notwendig wäre, um jene anatomischen Voraussetzungen künstlich herzustellen, die der weibliche Körper besitzt. Die Medizin hebt die Biologie nicht auf. Sie arbeitet an ihr.

Von der Ausnahme zur Regel

Der interessante politische Vorgang beginnt deshalb dort, wo die Ausnahme ihre Bedeutung verändert. Unsere Zivilisation beruht auf Kategorien. Ohne Kategorien gibt es weder Denken noch Wissenschaft. Wir unterscheiden gesund und krank, Kind und Erwachsener, lebendig und tot, Mann und Frau. Natürlich kennt die Wirklichkeit Übergänge, Fehlbildungen, Krankheiten und Ausnahmen. Aber eine Kategorie wird nicht dadurch sinnlos, dass ihre Grenzen komplizierte Fälle hervorbringen.
Im Gegenteil: Erst weil es eine Regel gibt, können wir überhaupt erkennen, was eine Ausnahme ist. Eine ektopische Schwangerschaft ist nur deshalb eine ektopische Schwangerschaft, weil wir wissen, wo sich eine Schwangerschaft normalerweise entwickelt. Und sie betrifft einen Organismus, der die reproduktiven Voraussetzungen einer Schwangerschaft besitzt. Genau diese einfache Ordnung wird im politischen Diskurs zunehmend umgekehrt. Nicht mehr die Regel erklärt die Ausnahme. Die Ausnahme soll die Regel delegitimieren.

“Intersexualität” soll beweisen, dass es keine biologische Zweigeschlechtlichkeit gebe. Eine abdominale Schwangerschaft soll die Vorstellung erschüttern, Schwangerschaft sei an den weiblichen Körper gebunden. Und eine hypothetische künftige Uterustransplantation soll rückwirkend beweisen, die Unterscheidung zwischen männlicher und weiblicher Reproduktionsbiologie sei schon immer bloß eine soziale Konvention gewesen. Das ist logisch ungefähr so überzeugend wie die Behauptung, Herztransplantationen bewiesen, dass Menschen von Natur aus ohne eigenes Herz lebensfähig seien.

Die Pointe „42“

Deshalb verdient auch Sziborra-Seidlitz‘ Antwort „42“ mehr Aufmerksamkeit, als es zunächst den Anschein hat. Sie ist selbstverständlich ein Scherz;aAber politische Scherze können eine Funktion besitzen. Sie markieren, welche Fragen überhaupt noch als seriös gelten dürfen. Wer fragt, wie viele Geschlechter es gebe, erhält als Antwort eine humorige Pointe von Douglas Adams. Wer fragt, ob Männer Kinder bekommen könnten, erhält Rekurse aufs Bauchfell. Damit verschieben sich die Rollen auf bemerkenswerte Weise: Derjenige, der eine elementare biologische Frage stellt, soll als einfältig erscheinen. Diejenige, die ihm eine hochspekulative Konstruktion entgegensetzt, nimmt für sich Differenziertheit in Anspruch. Sziborra-Seidlitz spottete sogar altklug, sie habe geahnt, dass die Fragesteller ihre Adams-Anspielung nicht verstünden, und empfahl ihnen, sich „ein bisschen mit Literatur“ zu beschäftigen. Literaturkenntnis als Ausweichbewegung vor verleugneter Biologie – auch das hat einen gewissen unfreiwilligen Charme. Denn selbstverständlich kann man auf die Frage nach der Zahl der Geschlechter mit 42 antworten. Man kann auch 17 sagen oder 314. Niemand verbietet Humor. Nur folgt darauf irgendwann die Wirklichkeit. Und die hat die lästige Eigenschaft, dass sie sich durch Ironie nicht verändert.

Damit gelangen wir zum Kern des Vorgangs: Die große politische Auseinandersetzung unserer Gegenwart dreht sich längst nicht mehr ausschließlich darum, was geschehen soll. Sie dreht sich zunehmend darum, wie die Dinge heißen dürfen. Das ist keineswegs nebensächlich. Sprache strukturiert Wahrnehmung. Wer Begriffe verändert, verändert den gedanklichen Raum, innerhalb dessen politische Entscheidungen möglich werden.
Deshalb waren ideologische Bewegungen seit jeher an Sprache interessiert. George Orwell hat das literarisch auf den Begriff gebracht: Die Verengung oder Veränderung des Wortschatzes verändert den Bereich des Denkbaren. Man muss dafür keine totalitäre Verschwörung annehmen. Es genügt ein Milieu, in dem bestimmte sprachliche Voraussetzungen irgendwann selbstverständlich werden und Abweichungen soziale Kosten verursachen. Genau deshalb ist die Frage „Können Männer schwanger werden?“ heute keine bloße Biologiefrage mehr. Sie ist eine Loyalitätsfrage geworden. Die Antwort verrät, welchem Begriffsregime man sich zugehörig fühlt. Und plötzlich entsteht jene eigentümliche Sprache, in der einfache Aussagen immer schwieriger und komplizierte Konstruktionen immer selbstverständlicher werden. „Frauen können schwanger werden“ bedarf dann einer Erläuterung. „Männer können theoretisch am Bauchfell eine Schwangerschaft austragen“ gilt dagegen als Differenzierung. Das ist eine bemerkenswerte intellektuelle Verkehrung.

Die Pathologie als Fortschrittsargument

Besonders problematisch ist dabei die Instrumentalisierung medizinischer Grenzfälle. Denn Krankheit und Pathologie besitzen in dieser Argumentation eine neue Funktion. Sie werden nicht mehr lediglich diagnostiziert und behandelt; sie geraten zu philosophischen Beweismitteln. Die Natur produziert selbstverständlich Anomalien. Menschen werden mit sechs Fingern geboren. Daraus folgt nicht, dass die Aussage „Menschen haben fünf Finger an einer Hand“ wissenschaftlich sinnlos geworden wäre.
Es gibt Menschen mit Situs inversus, bei denen Organe spiegelverkehrt angeordnet sind. Daraus folgt nicht, dass Anatomielehrbücher keine normale Lage des Herzens mehr beschreiben dürften. Es gibt ektopische Schwangerschaften. Daraus folgt nicht, dass der Uterus lediglich eine von mehreren gleichwertigen Möglichkeiten zur menschlichen Fortpflanzung wäre. Medizin lebt geradezu von der Unterscheidung zwischen physiologisch und pathologisch. Wer diese Kategorien aus Angst vor normativen Implikationen verwischt, macht Medizin nicht humaner. Er macht sie unpräziser.

Und hier werden die Aussagen einer Politikerin mit pflegerischer Ausbildung besonders bemerkenswert. Denn im Krankenhaus würde niemand eine abdominale Schwangerschaft als gelungenes Experiment geschlechtlicher Vielfalt betrachten. Dort würde man Risiken beurteilen, Blutungen überwachen, diagnostizieren und gegebenenfalls operieren. Der Körper beendet die Theorie. Vielleicht wird das Bauchfell deshalb eines Tages als unfreiwilliges Symbol dieser Epoche gelten. Nicht weil diese eine Landtagsäußerung weltgeschichtliche Bedeutung besäße. Das wäre maßlos übertrieben. Sondern weil sich darin eine Denkfigur verdichtet. Die Ausgangsthese steht fest: Die überkommene Unterscheidung zwischen männlich und weiblich darf keine absolute Grenze darstellen. Dann kommt die Wirklichkeit. Der männliche Körper besitzt keinen Uterus. Also sucht man nach einem Ausweg. Und findet: das Bauchfell. Dass eine dortige Schwangerschaft beim weiblichen Körper eine gefährliche ektopische Schwangerschaft darstellt, wird vom Gegenargument zum Argument. Gerade weil irgendwo im menschlichen Körper unter pathologischen Bedingungen eine Implantation stattfinden kann, soll die grundsätzliche Möglichkeit männlicher Schwangerschaft gerettet sein. Man beachte die Reihenfolge. Nicht die Beobachtung erzeugt die Theorie. Die Theorie sucht sich eine Beobachtung. Das ist das Gegenteil empirischen Denkens. Empirisches Denken fragt: Was ist? Ideologisches Denken fragt: Wie muss ich das Vorhandene interpretieren, damit meine Prämisse bestehen bleibt?

Eine kleine konservative Zumutung

Vielleicht besteht die konservative Zumutung unserer Zeit deshalb weniger darin, immer neue Antworten zu erfinden, als einige alte Antworten nicht aus bloßer Scham aufzugeben. Menschen sind eine zweigeschlechtliche Spezies. Männer und Frauen unterscheiden sich nicht in jeder Eigenschaft, aber in ihrer reproduktiven Organisation.
Die weibliche Fortpflanzungsbiologie ist auf Eizellbildung, Schwangerschaft und Geburt eingerichtet; die männliche auf die Produktion und Übertragung männlicher Keimzellen. Nicht jede Frau kann schwanger werden. Nicht jede Frau besitzt einen funktionsfähigen Uterus. Nicht jeder Mann ist zeugungsfähig. Keine dieser Tatsachen hebt die Kategorien auf. Denn Kategorien beschreiben Strukturen und keine individuellen Garantien. Ein unfruchtbarer Mann wird nicht zur Frau, weil er keine Kinder zeugen kann. Eine Frau nach einer Hysterektomie wird nicht zum Mann, weil sie keine Schwangerschaft mehr austragen kann. Das sollte trivial sein. Dass man es inzwischen ausführlich begründen muss, ist das eigentlich Interessante.

Eine aufgeklärte Gesellschaft muss medizinischen Fortschritt nicht fürchten. Sollte es eines Tages gelingen, einem biologisch männlichen Menschen einen Uterus zu transplantieren und darin unter vertretbarem Risiko eine Schwangerschaft auszutragen, wäre das eine spektakuläre medizinische Leistung. Dann sollte man sie genau als das beschreiben. Als medizinische Leistung. Als Transplantation. Als künstlich hergestellte Voraussetzung. Als Überwindung einer biologischen Grenze durch Technik. Gerade darin läge schließlich ihre Sensation. Niemand würde die erste Herztransplantation feiern, indem er behauptete, eigentlich habe es zwischen einem kranken und einem gesunden Herzen nie einen relevanten Unterschied gegeben. Die medizinische Leistung besteht ja gerade darin, eine reale körperliche Grenze zu überwinden. Nur in der Geschlechterdebatte scheint das Gegenteil verlangt zu werden: Die Grenze soll überwunden werden und gleichzeitig niemals existiert haben.

Das Bauchfell als Symbol

Das ist dann allerdings keine Wissenschaft mehr, sondern Metaphysik mit medizinischem Vokabular. Und deshalb lohnt es sich, die wenigen Sätze aus dem Magdeburger Plenarsaal aufzubewahren. Nicht als Kuriosität. Nicht als Material für billigen Spott. Und auch nicht, weil Susan Sziborra-Seidlitz damit persönlich für sämtliche Auswüchse der Genderdebatte verantwortlich wäre. Sondern weil sich darin exemplarisch zeigt, wohin Denken gelangt, wenn es eine Prämisse gegen die Wirklichkeit verteidigen muss. Irgendwann steht eine ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin in einem deutschen Parlament und erklärt, beim männlichen Kinderkriegen seien die entscheidenden Schwierigkeiten die schlechte Durchblutung des Bauchfells und der mangelnde Platz.

Werbung

Das Bemerkenswerte daran ist nicht, dass Menschen Unsinn sagen. Das tun Menschen seit Erfindung der Sprache. Bemerkenswert ist, welche Art von Unsinn in einer bestimmten Epoche den Klang des Fortschritts annehmen kann. Man braucht dagegen keine neue Theorie. Man braucht auch keine Empörung. Es genügt jene intellektuelle Tugend, ohne die weder Medizin noch Wissenschaft noch vernünftige Politik möglich sind: zuerst anzuerkennen, was ist, und erst danach darüber zu entscheiden, was technisch möglich, politisch erwünscht oder moralisch geboten sein könnte.
Der menschliche Körper ist keine parlamentarische Drucksache. Die Anatomie kennt keine Fraktionsdisziplin. Und die Wirklichkeit lässt sich weder durch „42“ noch durch ein Bauchfell überstimmen. Das Problem ist deshalb tatsächlich nicht das Bauchfell. Das Problem beginnt dort, wo eine Politik glaubt, die Wirklichkeit müsse sich vor ihrer Theorie rechtfertigen.

Werbung

6 Kommentare

  1. Interessanter als die Frage, ob dass Bauchfell des Mannes zur Einnistung der befruchteten Eizelle tauglich ist, wäre doch die Frage, wie die Eizelle einer Frau aus dem Eierstock der Frau in die Bauchhöhle des Mannes gelangt ist und wie ggf. dann auch noch der Samen eines Mannes in die gleiche Bauchhöhle gekommen ist und sich beide dort vereinen konnten, ohne die T-Zellen des „Austragenden“ zu alarmieren und die Fremdkörper zu bekämpfen, um einer Entzündung in der Bauchhöhle vorzubeugen, oder?

  2. In der Theorie ist ein Schwein auch ein Mensch. Darum müssen Schweinerechte ins Grunzgesetz!

    Tatsächlich ist Fleischwurst ein Stück Schwein und hat darum auch Schweinerechte.
    Im Grunzgesetz steht, daß niemand aufgrund seiner Herkunft oder Rasse benachteiligt werden darf. Also ist Fleischwurst gleichberechtigt wie das Schwein, das ja theoretisch ein Mensch ist. Das gilt selbverständlich auch für Salami. Alles andere wäre anti-schweinischer Rassismus.

    Halleluja! 😂😂😂 🚽
    😜

  3. diese „trans“/LGBTQMHKLIWZ, „42“, 1312-Geschlechter schizos kann man ganz einfach stellen: Zu was kann man einen „trans-Mann“ bzw eine „trans-Frau“ umbauen: GENAU zu einer Frau bzw. einem Mann! ERGO: gibt es NUR ZWEI Geschlechter!!!… 😉

  4. Unfassbar!
    Eine Mutter in den USA tötet ihre drei Kinder.
    Und die TAZ verteidigt die Mutter. Angeblich hat die Mörderin sogar „unser“ Mitgefühl verdient, schreibt die TAZ :

    Die Täterin „Lindsay Clancy selbst bestreitet nicht, die Tat begangen zu haben. Ihre Verteidigung (Anwalt) argumentiert jedoch, dass sie aufgrund einer postpartalen Psychose zum Tatzeitpunkt nicht schuldfähig gewesen sei. “
    https://taz.de/Postpartale-Psychose/!6207262/

    1
    1
  5. Bauchfell???? Das Ganze reizt eher mein Zwerchfell. Geht’s eventuell noch ein bißchen dämlicher? Oje, ich fürchte schon, da ist bestimmt noch Luft nach oben. Unglaublich, das kann man sich nicht ausdenken.

Werbung