Schwarzweiß ist nicht bunt: Woke Rassentrennung im Theater

Was hätte wohl Louis Armstrong dazu gesagt? (Foto:Pixabay)

Ich will die große Revolution! Aber sie soll bitte nicht viel Arbeit machen. Darum, lieber politischer Gegner, baue für mich doch bitte schon einmal die Barrikaden auf! Und eine Guillotine, aus klimaneutral angebautem Holz und mit schadstoffarmer Lackierung! Das Fallbeil bitte nickelfrei, ich bin dagegen allergisch. Ganz wichtig ist die Errichtung einer Tribüne, von der ich meine Reden gegen dich schwingen kann, damit deine Macht endlich gebrochen wird. Wie? Du willst dir nicht dein eigenes Grab schaufeln? Das beweist wieder einmal, wie intolerant und privilegiert du bist. Schäm dich, aber abgrundtief!

Wieder wurde durch schwarze Aktivisten ein Theater besetzt, diesmal in Zürich. Man glaubt, ein Anrecht auf diese Bühne zu haben, um schwarze Künstler sichtbar zu machen. Geradezu als ob sie bisher vor der Öffentlichkeit verborgen geblieben wären, und man niemals jemals etwas von schwarzen Schauspielern oder Sängern gehört hätte. Vielleicht zählen diese auch nicht, weil sie es aus eigener Kraft geschafft haben, sich eine Karriere aufzubauen. All die berühmten Hollywood-Stars sind offenbar nicht gut genug – man strebt hin zur europäischen Klassik.

(Screenshot:Twitter)

Der Schweizer Nationalheld Wilhelm Tell darf demnächst dann als schwarzer Gangsta-Rapper seinem Sprössling mit der Pumpgun den Apfel vom Kopf schießen. Wenn das nicht schon wieder rassistisch ist. Vielleicht nehmen wir lieber eine „PoC”-Emilia Galotti, die von einem Sklavenhalter ihrer Keuschheit beraubt wird. Das rührt das Herz! Und damit sind wir schon beim Punkt: Natürlich wollen schwarze Autoren vollkommen legitim ihre Geschichten erzählen, und sicherlich würden die wenigsten Theater der Welt sich weigern, ein gut geschriebenes Stück auf ihre Bühne zu bringen. Die Chancen, dafür aus einem öffentlichen Fördertopf finanzielle Unterstützung abzugreifen, stehen gut, man müsste sich nur darum bewerben.

Die Bühnenbesetzer allerdings mögen sich diesem Auswahlprozess nicht stellen, der vor jedem Kreativen, egal welcher Hautfarbe nun einmal liegt. Hot oder Schrott – man hat niemals eine Garantie dafür, dass die Arbeit, in die man viel Herzblut gesteckt hat, beim Publikum auch Anklang findet. J. K. Rowling ist nicht schwarz, dennoch musste sie unzählige Verlage abklappern, bevor sich jemand bereit fand, die Geschichte ihres Zauberlehrlings zu drucken. Egal ob Verlag oder Bühne: Die Verantwortlichen gehen gern auf Nummer sicher. Das ausgewählte Werk muss sich auch verkaufen lassen.

So berichtete der „Express“ über die rassistische Aktion in Zürich (Foto:ScreenshotExpress)

Mir ist darüber hinaus vollkommen schleierhaft, warum BLM-Aktivisten so versessen darauf sind, sich in die ach-so-furchtbare weiße Kultur und Geschichte einzuschmuggeln. Schließlich wird sie von ihnen als kolonialistisch und Gipfel der Unterdrückung permanent gebrandmarkt.

Kunstverbiegung nach Gutdünken

Am Verlauf dieser Geschichte ändert sich auch nichts, wenn Denzel Washington bei Netflix Ludwig XIV. spielt. Als Michael Degen vor mehr als zwanzig Jahren für einen Fernsehfilm in die Rolle Adolf Hitlers schlüpfte, gab es einen riesigen Aufruhr: Ein Jude spielt den Führer – wie kann er nur! Degen fand es damals interessant, sich in die Person Hitlers hineinzudenken – aber wahrscheinlich dachte er im Traum nicht daran, damit nachträglich die deutsche Geschichte zu ändern. Selbst in der Science-Fiction, wo Zeitreisen möglich sind, geht so etwas meist gründlich schief.

Man könnte fast meinen, die eigene Vergangenheit wäre den schwarzen Theaterstürmern peinlich oder zumindest nicht glamourös genug. Sie wird zwar benutzt, um alle möglichen abstrusen Forderungen durchzusetzen – umgekehrt ist kulturelle Aneignung nämlich tabu – aber sie in eigene Theaterstücke oder Filme zu gießen ist offensichtlich auch nicht interessant genug. Und was spricht eigentlich dagegen, eigene Räume für die gewünschten Aufführungen anzumieten und auszustatten? Warum hat der Westen die Pflicht, das alles auf dem Silbertablett zu servieren – und darüber hinaus noch seine Kunst nach Gutdünken verbiegen zu lassen? Zumal diese, wenn man sich die Zerstörungswut der Klimapaniker anschaut, ohnehin nicht mehr wertgeschätzt wird? Vielleicht werden uns auch einfach Prinzessinnenträume als Antirassismus verkauft. Einmal im prachtvollen Ornat vor ein großes Publikum treten! Die große Nummer sein! Und wenn’s nicht klappt, probt man den Aufstand. Leider wird sich in unserer Kulturszene immer jemand finden, der sich davon beeindrucken lässt. Und dann ist wieder ein Stück Kreativität zugunsten von Lautstärke zerstört worden.

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12 Kommentare

  1. Die ganzen Probleme dieser Leute vom Kollektiv Experi-Theater gründen doch nur darauf, dass sie ihr ganzes Leben lang im Krieg mit andersfarbigen Menschen sind. Für die existiert ein normales Leben überhaupt nicht. Richtige Rassisten eben.

  2. Traurige Zeiten kommen offenbar auf uns und unsere Nachkommen zu :-(((
    Mir fehlen einfach die Worte, da ich DAS was ich sagen möchte, nicht mehr sagen darf, wofür diesen ganzen – ständig moralisierenden, „erhabenen“ Gutmenschen – unser „Dank“ gebührt!

  3. Warum machen Schwarze in Europa das? Weil sie es können. Niemand sagt, was Theaterbesetzer sind: Terroristen. Niemand sagt, was die Theaterbesetzer wollen: Apartheid. Mir wäre es z.B. sehr recht, wenn unser Viertel wieder weiß und nur weiß wäre. Dann müsste ich gegenüber, wo ein buntes Haus steht, nicht deren Müll bewundern, bei dem sie zu faul sind, es selbst wegzuräumen oder wegräumen zu lassen. Diese schwarzen Theaterbesetzer sollten sich doch ein eigenes Theater mieten mit allem was dazugehört. Ihre Stücke aufführen und sich um alles wirtschaftliche, damit das Theater sich rentiert, kümmern müssen. Sie können ihre eigenen Stücke schreiben, ihre eigenen Schauspieler einsetzen. Sie dürfen dort auch gern Tschaikowski oder Bach spielen lassen von einem Schwarzen, wenn es denn so viele gäbe. Die Chinesen können das doch auch, warum nicht Schwarze? Oder wollen die die Mühen nicht auf sich nehmen, ein Virtuose auf einem Instrument zu werden? Wenn das so ist, sollen sie mal schön ihren Mund halten. Kunst kommt von Können. Das vergisst man zwar auch in Europa, wenn ich mir die Gemälde der modernen „Künstler“ ansehe, die ich genauso auf die Leinwand brächte. Die Schwarzen könnten sich dann beweisen, dass sie soviel besser sind als eine Anne Marie Mutter. Punkt.

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  4. Genau! Und damit man nicht rassistisch ist, wird das Publikum in die Vorstellung gezwungen! Wie nobel doch die Welt heute ist! Es gibt übrigens durchaus gute schwarze Regisseure. Aber die haben so etwas nicht nötig!

  5. Die verinnerlichte Zensur am Beispiel der „kulturellen Aneignung“, einer weißen Borderline-Störung?

    Wir akzeptierten zunehmend einen neuen Rassismus, denn die „Critical Race Theory“ ist ihrerseits rassistisch und beginnt in Europa Fuß zu fassen. Die Folgen zeigen sich (z.B. „Das Woke-Gericht urteilt streng“, 27.10.22 JF)
    Kein Kaudinisches Joch ist Schrumpf-Weißen niedrig genug, als dass sie nicht unten durchkriechen möchten. Keine Gelegenheit wird ausgelassen, um sich zu demütigen. Wenn ein Arzt sich öffentlich minderwertig macht, in dem er sich als Träger einer „degenerierten“ weißen Haut bezeichnet (tatsächlich ist die sonnenempfindlichere weiße Haut nur eine sinnvolle Adaptation an die nördliche Sonne), wird das von Kollegen verständnisvoll angenommen (man mache mal die Gegenprobe!). Wenn ein weißer Rapper vor einem Schwarzen „katzbuckelt“, so dieser ihm vorwirft, unerlaubt gerappt zu haben (Diebstahl schwarzen Eigentums!), versucht er damit seine weiße Haut zu retten.
    Die jetzt allgemein anerkannte „kulturelle Aneignung“ ist eine Einbahnstraße, ist eine kulturelle Landnahme mit diktatorischen Zügen: Schwarze dürfen eigentlich alles, wie auch weiße Geschichte einer „Schwarzwäsche“ unterziehen (ggf. König Arthus „einschwärzen“). Weiße Native müssen hingegen immer öfters demütig um Erlaubnis bitten. Der Vorwurf, der in der kulturellen Aneignung steckt, ist idiotisch, denn alles, was Menschen besitzen, hat eine weit vernetzte Vorgeschichte, die wahrlich segensreich interkulturell wirkt. Kein Volk hat alles erfunden, kann alles, macht alles. Die Entwicklung der Schrift oder der Mathematik sind Beispiele.

    Sind die länger hier Lebenden, die naiven Nativen, heute wie ein großes Patientenkollektiv? Wer ist Herr und Meister über eine ihnen aufgenötigte, krankheitsverschlimmernde Verhaltenstherapie? Der Kampf um die Lufthoheit scheint in diesem Theater verloren, bevor er richtig begann. Und auf einen Tritt in den Unterleib (wie die Sprengung einer Erdgaspipeline) lässt der Deutsche sich nichts anmerken oder hüstelt gar sein „Tschuldigung“.

    • @Gast: “ Weiße Native müssen hingegen immer öfters demütig um Erlaubnis bitten. “

      Nein, das müssen sie nicht. Sie machen es, weil sie vergessen haben, was und wer sie sind. Sie machen es, weil sie keine Ehre mehr im Leib haben. Sie machen das, weil das billiger ist als in ein SM-Studio zu gehen und sich dort demütigen zu lassen. Die Weißen im Westen sind eine formlose Masse geworden, die alles mit sich machen lassen. Die alles dulden, ohne dass sie sich mal endlich darauf besinnen, dass ihre Vorfahren prächtige Leute waren, die ihren kleinen Luxus durch viel Wissen und Arbeit geschaffen haben. Die Weißen im Westen sollten endlich mal begreifen, dass sie auch ein Rückgrat besitzen. Wenn sie diese Schwarzen mal lallen ließen, dann würde sich deren Gegeifere auch legen. Die Schwarzen können doch alles machen, wenn sie sich endlich darum bemühten und sich Wissen aneignen würden und auch die dazugehörige Disziplin. Es hindert sie doch niemand daran, Produkte zu entwickeln, Unternehmen zu eröffnen, Kunst und Kultur voranzubringen. Nicht Geifern – sondern Machen!

  6. ich warte darauf, dass sie die weltkugel umdrehen.
    wieso dürfen die „weissen“ oben sein?
    wieso nicht anders herum?

    dass man vom europäischen standort ausging, ist ja kein argument.

    • Hast Du im Deutschunterricht gefehlt? Oder wieso vergewaltigst Du meine Muttersprache?

      Übrigens, im All gibt es kein oben und unten.

  7. Viele PoC“s haben es gelernt, jede Gegenreaction auf ihr persoenliche,arrogantes, rassistisches Gerede und Verhalten, auf ihre Hautfarbe zu beziehen.
    Damit koennen sie dass ewige Opfer spielen, brauchen keine Konsequenzen zu fuerchten, den das waere ja voll rassitisch und nazzziii und haben freie Hand oder Freilauf.
    Gutes Beispiel ist Obama, der Kriegspresident und Hauptverursacher des Mittelmehrgummiboot Tourismus, dessen politische Aktionen man nicht kritisieren konnte ohne als Rassist bezeichnet zu werden.
    Wenn sie kulturelle Anmassung betreiben von westlichen Erungenschaften, bis blonder Peruecke ist das okay, denn wir sind fuer diese oft auch nur Kuffar und dass sind mehr oder weniger Reparationen fuer die poese Kolonialgeschichte.
    Umgekehrt ist es schon passiert, dass eine weisse Frau, die Zoepfe trug von einer Gruppe schwarzer Frauen verpruegelt wurde. Das z.B. weisse Studenten, vor allem , wenn sie konservativ sind die Versammlungsraeume von schwarzen Studenten nicht betreten duerfen.
    Schwarze, die konservative sind, sind dann keine PC’s mehr, sondern das schwarze Gesicht , der weissen Anmassung., wie geschehen mit Larry Elder Kandidat fuer Governor von S***le CA oder noch schlimmer Uncle Tom’s oder Hausn****s, genannt werden.
    Die obengenannte Schauspielertruppe, hatte es moeglicher weise, noetig ein Theater zu besetzen, da ihr Talent und Koennen, als Schauspieler ev nicht ausreichte.
    Dieses ewige Benachteiligt fuehlen, ist nur noch nervend, wenn man an die vielen schwarzen Sportler, Kuenstler, Aerzte, Politiker, denkt die Millionaere und Billionaere sind.

    Farbige werden gerade bei Einstellungen oder Unibewerbungen auf grund ihrer Hautfarbe, gegen ueber Weissen, mit besseren Zeugnis bevorzugt, dass nennt sich Affirmative Action, Reperationen fuer Versklavung ihrer Ur-Ur-Ur Grossvaeter.

    Eine farbige Commentatorin brachte es auf den Punkt. Sie nannte diese sich staendig benachteiligt fuehlenden Opfer und Woke PoC’s die MoC’s, will heissen die Moron’s of Color. (Moron’s soviel wie Gestoert)

  8. „Wieder wurde durch schwarze Aktivisten ein Theater besetzt, diesmal in Zürich.“

    Na, nicht ganz richtig, Mirjam.
    Richtig muss der Satz so lauten:

    Wieder wurde durch schwarze Rassisten ein Theater besetzt, diesmal in Zürich.

    Niemand ist so rassistisch, wie die Neger. Heutzutage nennt man sie Schwarze. Neger bedeutet auch Schwarzer. Kommt ja aus dem Lateinischen für Negro. Neger oder Schwarzer ist gehoppt wie gesprungen.
    Wobei sie auch nicht schwarz sind, sondern extrem braun.

    Auch sogenannte weiße Menschen sind nicht weiß. Wir sind nämlich rosa. Richtig weiß ist der Mensch erst, wenn er tot ist. 😉 Ein Neger ist dann ein grauer.
    Interessiert aber eh niemanden. Alle Menschen sind People of Color.
    Jedes Leben zählt.
    All lifes matter.

    Rassisten sehen das leider nicht so.

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