Sie kommen, die Russen!

Sie kommen, die Russen!

Die Invasion steht kurz bevor, die versteckten “Waffendepots“ sind bereits gut gefüllt! (Cartoon:KI)

Das Arzt-Patienten-Verhältnis ist beileibe keine Einbahnstraße. Die moderne Arztpraxis hat den zurecht aus der Mode gekommenen katholischen Beichtstuhl alter Prägung ersetzt. Sie wären bass erstaunt, wenn Sie wüssten, wie vertrauensvoll und offen es bei unseren Gesprächen so zugeht! Wahrscheinlich nicht nur Sie, liebe Zuhörer, sondern mindestens ebenso Alexander Dobrindt, der Oberstaatsanwalt oder auch die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Meisel Slowick (verzeihen Sie mir bitte, aber ich verrate Ihnen lieber nicht, an wen ich denken muss, wann immer ich ein Foto von dieser Frau sehe…). Da fragte mich doch kürzlich ein Kneipenbesitzer aus Berlin-Neukölln, ob ich eigentlich wüsste, dass in seinem Bezirk und anderen “syrisch besetzten Gebieten” der Hauptstadt genug Waffen kursierten, um eine ganze Bundeswehrbrigade damit auszurüsten.

Und, was soll ich Ihnen erzählen: Ich hatte mich noch nicht von dieser Schreckensnachricht erholt, als besagter Alexander Dobrindt, Experte für extrastellare Bedrohung, mit vor Besorgnis bebender und Wichtigkeit triefender Stimme bekannt gab, dass im Grenzgebiet zwischen der europaweit größten geschlossenen psychiatrischen Abteilung – gemeint ist das Land Berlin – und dem freien Teil Brandenburgs ein Waffenlager ausgehoben wurde. Nicht nur Waffen, nein, ein ganzes Waffenlager! Wenn Sie jetzt an Granaten, Bomben, Maschinengewehre und raketengetriebene Kampfhunde denken, dann sind Sie aber sowas von auf dem Holzweg. Das wäre viel zu plump und offensichtlich…. denn das wäre ja der jahrzehntelang gepflegte Stil von Mossad oder CIA von Korea bis Polen! Nein – das Berliner waffenstarrende Lager war viel raffinierter: es waren genau zwei (!) Pistolen beziehungsweise Handfeuerwaffen. Doch damit nicht genug, lag den im Schlamm vor sich hinrostenden Knarren auch noch professionell verpackte Munition bei. Denn eine Waffe ohne Pulver ist wie ein Puff ohne Paff, ein Stammeln ohne Baerbock oder ein Berliner Gericht ohne grüne Richter.

(Screenshot:Facebook)

Der Nick Knatterton der deutschen Politik und Russlandexperte Dobrindt – wir wollen in hinfort Sascha nennen, nach dem russischen Kosenamen für Alexander – wusste es also schon, bevor der letzte der beiden Pistolenläufe vom märkischen Sand und halbverfaultem Laub befreit war, dass hier wahrscheinlich fremde Mächte am Werk waren. Und es sich für einen bayerischen Geheimniskrämer – Pardon, ich meine Geheimnisträger – gehört, hielt er sich mit näheren Hinweisen zu diesen Mächten aber erst einmal noch zurück. So wissen wir also immer noch nicht, ob es wieder die vom Mars waren oder die von einer Nachbarmilchstraße, dem Andromedanebel, oder gar Hiro Onoda, jener jahrzehntelang im philippinischen Dschungel ausharrende japanischer Krieger, der lange nach Kriegsende noch immer auf Seiten des Kaisers gegen die Amerikaner kämpfte.

Im allgemeinen Sprachgebrauch gibt es praktischerweise einen Sammelbegriff für Dinge, von denen man keine Ahnung hat: Bei den Ärzten ist es der Ausdruck “idiopathisch”, in der Schmuddelsprache der Geheimdienstler die “hybride” oder “kinetische Bedrohung”, in der Mathematik wie die große Unbekannte meistens mit X oder manchmal auch Y bezeichnet… und in der Politik sind es: Die Russen! Nun; wir Ärzte kommen damit zurecht, die Mathematiker sowieso – und auch die Russen haben sich inzwischen an diesen Ehrentitel gewöhnt und nehmen ihn mit Schmunzeln zur Kenntnis. Ein wenig verschnupft ist man auf russischer Seite aber schon, dass man es auf germanischem Hoheitsgebiet augenscheinlich mit brillentragenden, kurzgewachsenen, postpubertierenden Sandkastenstrategen zu tun hat. Schließlich bemüht man sich auf russischer Seite nach Kräften, diesen deutschen Volksfestkriegern beispielsweise im Donbass zu beweisen, dass aus russischen Feldhaubitzen nicht etwa Luckenwalder Waldboden, sondern durchaus Ernstzunehmendes herauskommt. Von russischen Militärexperten ist außerdem zu vernehmen, dass, wollte man denn wirklich destabilisierende Waffenlager in der Jüterboger Heide einrichten, man hier wohl eher eine ausreichende Anzahl Rollatoren, Tennisschläger und einen Kasten Red Bull verbuddelt hätte; den Rest würde nämlich die Berliner Antifa durch ihre Servicearbeiten am Berliner Stromnetz besorgen.

Nicht mal ein verirrter Pilzsammler lässt sich blicken

Aber wir wollen auch nichts kleinreden: Ehre, wem Ehre gebührt! Und sie gebührt fraglos dem Scharfsinn und kriminalistischen Geschick der deutschen Sicherheitsbehörden. Denn eines war sicher: Jetzt, da die Sache mit dem Brandenburgischen Waffenlager in allen deutschen Medien und vor allem von Sascha, unserem bayerischen Experten, endlich publik gemacht wurde, würde der von Sorge um sein rechtmäßiges Eigentum getriebene Täter alles versuchen, das wertvolle Waffengut zurückzubekommen; schließlich hatte er auf dem Kreuzberger Wochenendtrödel bares Geld dafür bezahlt. Aus diesem Grunde verharrten teutonische Sicherheitskräfte wochenlang an der Fundgrube – freilich nicht ohne die ausgebuddelten Waffen zur Vermeidung von Kollateralschäden durch unsachgemäße Handhabung zuvor unschädlich gemacht und die Munition auf Schadstoffe hin untersucht zu haben. Sollte sich nun aber – hoffentlich – wenigstens ein verirrter Pilzsammler auch nur in die Nähe des in Rede stehenden Kriegswaffendepots bewegen, so wollte man sich vor laufender Kamera mit lautem Gebrüll und in offener Kampfformation auf ihn stürzen und ihn waidgerecht zur Strecke bringen.

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Aber der Mann kam nicht. Niemand kam. Wer immer seine “Kriegswaffen“ wiederhaben wollte, hatte wohl wegen der vielen Polizeifahrzeuge keinen Parkplatz in der Nähe des Tatorts mehr gefunden. Das tut nichts zur Sache… denn wäre er gekommen und wäre er unglücklicherweise kein Russe gewesen, dann hätte er auf jeden Fall schon mal was von Russland gehört – und das reicht für bundesdeutsche Staatsanwaltschaften vermutlich schon für für monatelange Untersuchungshaft. Irgendwann wird man den Kerl schon kleinkriegen! Bei Corona hat’s ja auch geklappt. Nach neuerem Merkel’schen DDR-Strafrecht bestünde dann zwar immer noch die Möglichkeit, den verirrten Waldläufer auf Kaution freizulassen; dazu müsste er aber öffentlich den AfD-Kandidaten in Sachsen-Anhalt der Bigamie bezichtigen. Ob sich unter den noch verbliebenen Deutschen – außer in den schrumpfenden Reihen der Altparteien – jemand fände, der so blöde wäre, ist allerdings mehr als unsicher.

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6 Kommentare

  1. Deutschland, die größte Freiluft-Klapse der Welt!! Ich bin begeistert. Wenn man das nicht live sehen würde, dann würde man glauben man schaut auf den Mars, mit lauter Marsmännchen.

  2. RT-Inhalte geteilt: Anklage wegen »Sanktionsumgehung« mit bis zu 5 Jahren Haft!
    Mit einem neuen Urteil hat der Europäische Gerichtshof die Reichweite des EU-Verbots russischer Medieninhalte deutlich ausgeweitet. Daraus könnte ein Mittel werden, das auch private Veröffentlichungen und abweichende Meinungen, Blogger und Webseitenbetreiber ins Visier nimmt. Sogar die »Bildung einer kriminellen Vereinigung« kann damit konstruiert werden.
    weiterlesen:
    https://www.michaelgrandt.de/rt-inhalte-geteilt-anklage-wegen-sanktionsumgehung-mit-bis-zu-5-jahren-haft/

  3. Die Fälle Martens/Doğru zeigen die ganze Heuchelei des Deutschen Journalistenverbands
    Der Deutsche Journalistenverband (DJV) spielt sich aktuell als Beschützer des durch russische Behörden bedrohten FAZ-Journalisten Michael Martens auf – der hatte gefragt, wie man helfen könne, „mehr russische Soldaten“ zu töten. Gleichzeitig schweigt der Verband seit Monaten zu den EU-Sanktionen gegen den deutschen Journalisten Hüseyin Doğru. Mehr Doppelmoral als beim DJV ist kaum auszudenken.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=155107

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