Sind sie des Teufels?

Der ausgeplünderte Mittelstand arbeitet sich an den falschen Feinden ab

Es gilt, die falschen Propheten und Führer abzuschütteln (Sybolbild:Imago)

Wir haben uns daran gewöhnt, dass die linke Einheitspartei die sogenannten ‘Rechten’ als Unwürdige, als Dumme, als verlorene Seelen und vieles mehr klassifiziert. Allerdings tun viele der religiösen Rechten dasselbe in Bezug auf die Linken. Es kursiert die Einordnung der Linken als „satanisch”, als „Anti-Christen”, als nützliche Idioten, als fehlgeleitete Seelen. Wie schon so oft mündet das in eine Tribalisierung, in einen (Quasi-)Religionskrieg. Und wie meist suche ich nach einer alternativen Erklärung, nach einer natürlichen, biologischen Ursache, weil ich die sogenannten Erklärungen des Strukturalismus als viel zu oberflächlich erachte. Was könnte die Ursache dafür sein, dass sich die durch Evolution anhand der Umweltbedingungen entstandenen Europäer in vorzivilisatorische Stammesgesellschaften zurückentwickeln?

Viele Rechte reden von „Satanisten”, von „dunklen Mächten”, oft von „den Juden“ als „Finanzkraken”, von den „Bilderbergern” und inzwischen von Soros und dem WEF unter Klaus Schwab. Diese sind die „Teufel”, denen die Christen Widerstand leisten müssten, denn sie wollen angeblich eine neue Weltordnung errichten, sind Psychopathen – und es wird ihnen zumeist unterstellt, dass sie in der Hochfinanz arbeiten und eine unstillbare Gier nach immer mehr Geld haben. Und schlussendlich wird ihnen unterstellt, dass sie einen Großteil der Menschheit ausrotten wollten, weil diese vor allem die Welt leerfressen und vollkacken würde.

Grüne fordern Verarmung des Westens

Wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt, wundert es nicht, dass vor allem grüne Politiker die Lieblinge der Superreichen, der Investorenklasse wurden: Die Grünen plädieren für eine Verarmung des Westens, so dass der Konsum, welcher nach ihrer Ansicht übermäßige Ressourcen verbrauche, endlich reduziert werden kann.

„Eure Armut kotzt mich an”, lautete so ein Sponti-Spruch meiner Jugend. Erfunden wurde er natürlich von armen Studenten, die Neid auf ihre eigenen Eltern entwickelten, und ihre eigene Armut als ungerecht empfanden. Und das, obwohl sie in relativem Reichtum leben durften – verglichen mit 95 Prozent des Rests der Welt. Ich glaube, sie haben es inzwischen begriffen: Nirgendwo in der „Ersten Welt” lebt man in wirklicher, absoluter Armut. Keiner muss verhungern, keiner muss im Freien schlafen, keiner muss ohne Kleidung oder Schuhe herumlaufen – selbst dann nicht, wenn er sich weigert, auch nur eine Minute zu arbeiten. Auch ist der Unterschied zwischen jemandem mit Durchschnittseinkommen und einem relativ „Armen“ kaum noch erkennbar. Man kann eigentlich nur gut leben, oder exzessiv gut leben.

Nur Extremes zählt

Diese Erfahrung verleitete immer mehr Leute dazu, sich bequem in ihrer Staatsabhängigkeit oder einer nicht besonders anstrengenden Arbeit einzurichten. Wenn man sich anstrengen will, dann muss es Millionen hageln – ansonsten verharrt man eben bequem in seiner Bedeutungslosigkeit. Wenn man gut singen kann, will man heute nicht mehr Opernsänger werden, sondern „Superstar”; nicht in einer kleinen Rockband herumnudeln, bis man zufällig „entdeckt” wird, sondern sich in einer Fernsehshow anmelden, um vor aller Welt die Hosen herunterzulassen. Man sieht, dass die Mittelschicht im Grunde genauso normal und halbwegs gut lebt wie man selbst als Nichtstuer, der auf die Chance spekuliert, dass irgend jemand sein (in der Regel nicht vorhandenes) Talent erkennt und ihn reich und berühmt macht. Und die, die das erhoffen, meinen, dass sie das tatsächlich verdient hätten; dass es ihnen zustünde und das Leben ihnen so etwas schulde.

So etwas konnte sich Karl Marx gar nicht vorstellen. Sein „Lumpenproletariat” wurde komplett ignoriert; er sah sie als eine Bürde für das Gemeinwesen. Doch heute haben sich die Reichen und Mächtigen mit dem Lumpenproletariat verbündet, um ein Aufbegehren des Mittelstands zu verhindern und zu guter Letzt diese Mittelschicht zu eliminieren. Das hat funktioniert – denn weiten Teilen der Mittelschicht geht es heute finanziell nicht besser als den immer zahlreicheren sich für „arm“ Haltenden.

Aufblicken zu Trash-Ikonen

Am deutlichsten sieht man es in der populären Kultur: Rapper sind die Ikonen der Musikszene, obwohl sie meist weder singen noch Musik machen können. In der halben Welt sehen junge Mädchen zur Trash-Ikone Kim Kardashian auf, die nur ein Talent hat – das, sich selbst bekannt zu machen. Etliche blicken auch zu den Hollywood-Schauspielern auf, die nie etwas gelernt haben außer zu mimen, und möchten von ihnen die „Wahrheit“ über Gesellschaft und Politik erfahren.

Auch in der Rechtsauffassung hat sich das eingenistet: Wenn man als arm gilt, wird man nicht bestraft; wenn man als reich gilt, ebenso. Wer aber etwas leistet, für sein täglich Brot arbeitet, der muss die Knute des Gesetzes spüren, unter dem Hohngelächter des Lumpenproletariats. Wir leben inzwischen wirklich in zwei verschiedenen Welten. Nur haben vieler Vertreter der Mittelschicht das nicht mitgekriegt: Sie wollen weiter an ihre heile Welt des meritokratischen Systems glauben, in dem harte Arbeit belohnt wird – obwohl sie auf jeder Lohnabrechnung sehen, wie viel man ihnen abgeknöpft hat.

Die Wende?

Bei manchen in der BRD ist diese Fehlentwicklung erkannt worden, als Merkel die Massen von Einwanderern ohne Not hereinließ: Hoppla, diese Regierung schadet uns ja! Andere haben sie bemerkt, als abenteuerliche Finanzkonstrukte zur Rettung von Banken und Staaten verabschiedet wurden – zu Lasten des Steuerzahlers: Hoppla, die klauen uns ja noch mehr! Und vielleicht wurde im Rahmen der Corona-Maßnahmen-Katastrophe wirklich so etwas wie eine kritische Masse erreicht: Hoppla, die wollen uns ja umbringen!

Die sich arm Fühlenden sehen den Sinn ihres Lebens nicht darin, mehr und produktiv zu arbeiten, sondern darin, wie ein Spieler im Casino auf den ganz großen Gewinn zu hoffen. So lange das nicht geschieht, versuchen sie so unproduktiv wie möglich zu sein. Der Mittelstand ist das Schreckgespenst. Und wenn der Mittelstand meritokratische Maßnahmen fordert, dann sind sie der ausgemachte Gegner. Sie sind der Teufel, der sie versucht von ihrer göttlichen Vorsehung (ohne Arbeit reich und berühmt zu werden) abzubringen.

Meritokratie durchsetzen!

Der langsam verarmende Mittelstand empfindet die nie endenden Forderungen der „Armen“ als eine Zumutung. Man ist zwar „sozial” eingestellt, also man will die „Armen” nicht verhungern lassen… aber man will durch die eigene Arbeit etwas erreichen, erschaffen, um sich Kinder leisten zu können und so weiter. Doch jede neue Gruppe angeblich Benachteiligter verhindert diesen Erfolg. Aber sie lassen ihren Ärger an den Politikern aus, an den Beamten, an den Reichen, und stoßen so unwillkürlich ins selbe Horn – wie die Sozialisten. Der Teufel sitzt oben, wir werden von Satanisten regiert!

Es muss dem Mittelstand also deutlich gemacht werden, dass er für sein Lebensmodell kämpfen muss. Seine Vertreter dürfen nicht gegen die Falschen kämpfen, nicht den „Teufeln” Soros oder Schwab ans Leder gehen – sondern ihre eigene christlich-soziale Ideologie abwerfen, ihren Idealismus aufgeben. Wenn sie meritokratisch leben wollen, dann müssen sie auch konsequent genau so denken: Der Lohn der Leistung nur für den, der sie erbringt. Doch sie sind in einem falschen Weltbild gefangen, welches ihren Erfolg verhindert. Die bittere Pille dabei ist Deutschland selbst; das Land, das seit 140 Jahren, durch zwei Weltkriege hindurch, der Vorreiter für Rentenversicherungspflicht, Krankenversicherungspflicht, Arbeitslosenversicherungspflicht, Unfallversicherungspflicht, progressive Besteuerung und vieles mehr war. Wer soll diese Wende schaffen?

Dieser Beitrag erschien auch auf beischneider.

11 Kommentare

  1. Die nicht Arbeitenden warten auf den Jackpot, weil er ihnen gefühlmässig zusteht. Und dabei spielen sie nicht einmal beim Lotto mit. So eine Erwachtungshaltung verlangt verdammt viel Dummheit !

    • „Die nicht Arbeitenden warten auf den Jackpot, weil er ihnen gefühlmässig zusteht“..

      aus harter Erfahrung mit ebenfalls hier lebenden – dies trifft leider öfter zu.

      Die kommunistische Umerziehung zeigt bei vielen Wirkung.

      Selberdenker (mit Eigen-Leistung und Risikobereitschaft) werden abgewertet/verachtet.

      Naja.. wer’s braucht 😎

  2. Stimmt. ICH gebe wenigstens meinen Online-Schein ab! 😉
    Ansonsten ist es mit der Arbeit auch schwierig: Hast du ein oder zwei Kinder, und die Frau beschliesst, in Indien einen Töpferkurs zur Selbstfindung zu absolvieren, dann bleibt dir von deinem,. vielleicht vorher sogar noch üppigen Gehalt nur noch das Nötigste: 1/3 steht deiner nun arbeitslosen EX-Frau zu, dann kommt noch die Düsseldorfer Tabelle.
    Ich kenne das Spiel. Meine Tochter meinte, bis 25 „Erzieherin“ zu werden, 5 Jahre Ausbildung, keine Vergütung, mein Anteil lt. Dd-Tabelle: Knapp 700 Euro. Netto, natürlich.
    Bei zwei Kindern und einer solchen Frau würde einem steuerpflichtigen Arbeitnehmer mit, sagen wir, 2500 Euro netto die Überlebenssumme von 1250 Euro (oder so, ich bin nicht mehr aktuell) bleiben.
    Da kommt beim arbeiten Freude auf!
    Das mag bei unseren muslimischen Freunden anders geregelt werden, aber der Deutsche ist angeschi**en.

  3. Nach oben buckeln, und nach unten treten? Wer manipuliert denn mit welchen Medien und mit welchem Einfluß auf Schulen und Universitäten die Massen? Der Möchtegernstar? Der Faule? Die Ungebildeten? Wir müssen wieder zu einer Gemeinschaft mit Zielen und festen Regeln finden, müssen klar machen, das wir in einem Boot sitzen. Dazu gehört eine Kriegserklärung an alle, die durch unverhältnismäßige Macht und Reichtum, auf Kosten der Nationen und Völker, die Welt als „ihr“ Eigentum undemokratisch zu führen gedenken!

  4. Angst vor Stromproblemen . Also baue ich mir eine Solaranlage aufs Dach . Habe ich gedacht
    Eine mit Speicher damit ich auch Nachts diesen Strom nutzen kann und will nicht einsspeisen da man dafür wie mein Nachbar sogut wie nichts vergütet bekommt . Also frage ich einen befreundeten Elektriker ob er mir hilft . Da gibt es ein böses Erwachen . Ich habe vergessen das unser Staat natürlich überall mit verdienen will und seine Finger überall drin hat . Also ich muß sie bei der Netzagentur und beim Netzbetreiber anmelden , Ich denke wir haben nur wenig Strom und wenn ich den selber mache , entlaste ich doch das Netz , aber was ich selbst produziere kann mir der Netzbetreiber nicht mehr verkaufen und das ist Stromdiebstahl ! Mein Flachdach hat fast den ganzen Tag Sonne aber ich soll die Anlage nach Süden im 30 Gradwinkel aufstellen und brauche einen Stempel von der Elektrofirma dazu . Atomstrom ist Böse aber Bürokratie , Regulierungswahn und Steuer Gier verhindert , Vernumft . Nun kaufe ich mir einen Dieselgenerator ,für die zu befürchtenden Stromausfälle .

    Übrigens mein Gasanbieter hat mir ab dem 1 . 10 . Habecks Zusatzabgaben in Rechnung gestellt in kW/h . Auf meine Nachfrage was denn ein Kubkmeter kostet um meinen Verbrauch einzusehen . War die Antwort das Gas grundsätzlich nach kW/h berechnet wird , ich aber sicherheitshalber besser noch einmal zusätzlich 50 Euro mehr monatlich zahlen sollte .

  5. https://reitschuster.de/post/stiftung-bethel-droht-ungeimpften-weiter-mit-kuendigung/

    „Stiftung Bethel droht Ungeimpften weiter mit Kündigung
    Evangelisches Hilfswerk sieht Impfen als „christliche Pflicht““

    Quelle: reitschuster.de vom 06.09.2022

    Auch bei den Kirchen und ihren vielfach von Steuerzahlern finanzierten
    bzw. mitfinanzierten Einrichtungen hat der „Impffaschismus“ Einzug erhalten.
    Wenn diese „Christen-Funktionäre“ doch nur wüssten, dass sie die Diener Satans sind, weil sie diese Agenda unterstützen !!!

    • Die Stiftung „Bethel“ wir schon sehen, wo sie landet, wenn die Rechnungen beglichen werden.
      Wahrscheinlich eher bei der Konkurenz, mit dieser Einstellung.
      Jesus jedenfalls hätte bestimmt nmicht so gehandelt!

  6. Der Artikel lässt kein gutes Haar an die für Unterhaltung und Seelennahrung zuständige Kunst- und Show-Branche, als ob dortige Spitzeneinkommen etwas verwerfliches seien.

    Es gibt aber einen kleinen aber feinen Unterschied ob man Geld macht mit Leistungen oder Produkten für die der Konsument (oder „Fan“) freiwillig Geld ausgibt (Kunst- und Show-Branche, aber auch Profisport), oder ob man Geld macht unter, freundlich ausgedrückt, „Zuhilfenahme“ (unfreundlich ausgedrückt, „Ausbeutung“) von auf ihren Arbeitsplatz angewiesenen „Mitarbeitern“.

    Wobei der auch von Firmeninhabern gerne verwendete Begriff „Mitarbeiter“ auch relativ ist, denn wenn fünf Leute Kisten tragen und der sechste „trägt“ nur die Verantwortung, indem er nur zeigt wo die Kisten hin sollen, ist jener dann auch ein „Mit“-Arbeiter?

    Also ich habe ein gutes Gefühl wenn Künstler in der Lage sind, zu unterhalten oder gar Seelen zu berühren und damit gutes Geld verdienen, das ihnen die „Fans“ freiwillig gegeben haben.

    Dagegen habe ich ein gemischtes Gefühl, wenn Arbeitsplatzabhängigkeiten, aber auch Produktmangel bei Krieg oder Katastrophe ausgenutzt werden um Profit zu machen.

    Es wird ständig in zig Filmen, Theaterstücken und Musiken die USA-Sklavenzeit hochgehalten, damit sie ja nicht vergessen wird.

    Kann es sein, dass dadurch davon abgelenkt werde soll, dass heutige Arbeitnehmer in einer vergleichbaren Situation stecken als damals die Sklaven?

    Glaubt man im Ernst dass damalige Arbeitgeber, also Sklavenhalter, noch nie etwas von dem Prinzip „Brot und Spiele“ gehört haben, sie also dafür sorgten dass die Arbeitnehmer (Sklaven) genug Nahrung, auch „Seelennahrung“ erhielten, um bessere Arbeitsleistung erbringen zu können?

    Arbeitgeber (Sklavenhalter) müssen doch darüber hinaus auch ein Interesse daran gehabt haben, dass ihre Sklaven ausreichend mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt wurden, nicht nur der dann besseren Arbeitsleistung wegen, sondern auch für eine gute Augenfunktion, damit sie wenigstens die Errungenschaften der Arbeitgeber bewundern konnten, (Villa, damals teure Kutsche heute teures Auto..).
    Der ganze Prunk wäre doch sinnlos, wenn er nicht auch von den „Minderbemittelten“ bewundert werden könnte, weil die mangels Nährstoffen nicht mehr richtig gucken könnten.

    Und was den Extremreichtum betrifft:

    Selbstverschuldet Verluste oder gar Pleite machende Unternehmer gelten doch wohl allgemein als fachlich nicht sonderlich versiert, etwa weil sie betriebs- und volkswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten wie auch Marktmechanismen ignoriert, oder nicht verstanden haben.

    Wie ist es dann anders herum?

    Sind dann nicht auch Unternehmer die ein zig Milliarden-Vermögen anhäuften, dass rational nicht mehr begreifbar und vernünftig wohl auch nicht mehr handelbar ist, ebenso fachlich inkompetent?
    Haben die sich nicht ebenso wie jene Verluste machenden Unternehmer verkalkuliert?

    War es wirklich deren Bestreben, durch spektakulären Reichtum derart im Blickfeld der Öffentlichkeit zu gelangen und keinen unbeobachteten Schritt mehr machen zu können, oder ständig Angst um ihre Familien haben zu müssen („Geld gegen Leben“) und sich deshalb eine kleine „Privatarmee“ von Bodyguards, Anwälten, Steuer-, Vermögens- und Sicherheitsberatern, und nicht zuletzt wohl noch eine Fachabteilung („interne Ermittlung“?) , die den Leumund vorgenannter Mitarbeiter prüft, zu installieren?

    Wollten sie wirklich Vermögen anhäufen um dann am Ende davon zig Milliarden in alle Welt zu verschenken, oder strebten sie nicht wie wir alle für sich und ihre Lieben ein abgesichertes, sorgenfreies und komfortables Leben an, in dem sie aber ihr Haus nicht zu einer Festung mit entsprechendem Personal umbauen müssen?

    Hätten sie nicht für sich privat wie auch volkswirtschaftlich intelligenter gehandelt wenn sie ihren persönlichen Gewinnanteil geschmälert und dafür ihre Mitarbeiter (noch) besser bezahlt/behandelt und ihre Produkte preiswerter verkauft hätten?

    Hätten sie nicht dadurch ganz automatisch ein solides hohes gesellschaftliches Ansehen erlangt, statt nachträglich Milliarden zu verschenken, was dann aber den Beigeschmack haben mag, man wolle sich Sympathie und Ansehen erkaufen, sich selbst ein Denkmal setzen, oder Neider oder gar „Klassenkämpfer“ sanfter stimmen.

    Waren sie nicht beim wohl alltäglichen Blick auf ihren Kontostand angesichts des immer weiter nach rechts rutschenden Kommas irgendwann alarmiert, wie das denn weiter gehen soll?
    Oder ist es vielleicht eine Art Sucht, ähnlich wie jemand der seine Hände nicht vom Spielautomaten lassen kann, täglich einen neuen Geldvermehrungs-Kick zu erleben?
    Es also gar nicht um Sicherheiten schaffende Wohlstandserlangung an sich geht, sondern um eine Art Sport mit Zahlen und Werten?

    Eine etwas seltsam anmutende Verschiebung von Prioritäten, ähnlich wie bei so manchen Foto- oder HiFi-Freaks, die nur noch die Technik, die Bildkörnung oder Klangqualität interessiert, dabei aber das Foto oder die Musik als „Seelennahrung“ an sich, deren Inhalt, Botschaft, emotionale Ansprache überhaupt nicht mehr sinnlich wahrnehmen (können).

    Es soll ja sogar Superreiche geben, die privat extrem knauserig leben, sich aus Luxus nichts machen. Die Frage stellt sich dann, wozu der ganze Stress.

    Was ist dann an diesen Leuten zu beneiden, mit fällt dabei wenig ein, sie sind eher zu bedauern.

    • „Kann es sein, dass dadurch davon abgelenkt werde soll, dass heutige Arbeitnehmer in einer vergleichbaren Situation stecken als damals die Sklaven?“

      Sklavenhalter mussten für die Unterkunft, medizinische Versorgung, Essen, Kleidung usw zahlen. Das war sauteuer. Der Sklave hatte eine feste Anstellung, wenn man es denn so nennen kann.

      Das änderte sich.

      Jetzt bezahlt der Sklavenhalter seinen Sklaven ein festes Gehalt und davon müssen diese ihren Lebensunterhalt selber zahlen. Er ist sich seines Arbeitsplatzes nie sicher.
      Der heutige Sklave kann sich seinen Sklavenhalter aussuchen. 21 Tage Urlaub sind auch dazugekommen. Hatte übrigens Hitler angehoben, vorher gab es nur 7 Tage.
      Der moderne Sklave wird heute als Arbeitnehmer bezeichnet.

  7. „Seine Vertreter dürfen nicht gegen die Falschen kämpfen, nicht den „Teufeln” Soros oder Schwab ans Leder gehen – sondern ihre eigene christlich-soziale Ideologie abwerfen, ihren Idealismus aufgeben.“

    Oh, tatsächlich , vieleicht sollt man gleich der Vanguardplutokratie, in den USA,
    an die Kehle gehen, nämlich den Besitzern ,der US Zentralban FED, mit der Lizens
    zum Geldrucken, den gleichzeitig ,das gesamte Banken und Finanzsytem gehört
    und genauso Black Rock und Vanguard, somit wiederum, kontrollieren die selben
    reichsten Familien der USA, nicht nur alle DAX Konzerne, sonder die gesamte
    Wirtschaft des westlichen Welt. Sie haben zu ihren Gunsten das Geldsytem, mit
    Zinseszinssytem, ohne z.b Goldeckung instaliert, welches rein mathematisch immer, zu einer Masserverarmung und der Umverteilung zu wenigen, superreichen
    Familien führt. Da können sich die Menschen abstrampeln wie sie wollen ,sie werden immer ärmer. Nun soll man ihrer Meinung nach, diese Leute weitermachen
    lassen, bis ihnen die ganze Welt gehört. Ist ihr Name Pinochio, oder haben sie immer
    noch nicht begrifffen, worum es wirklich geht, dann sollten sie in die Partei der Grünen eintreten. Sie fordern Menschen auf, eine angeblich christlich-soziale Ideologie ab zu werfen, um ihren Hirngespinsten zu folgen ? Deutschland mit seinem Grundgesetz, welches auf einer christlichen Wertebasis beruht, war nur
    auf Grund seiner christlich sozial geprägten Werteordnung erfolgreich und aus keinem einzigen anderen Grund. Ansonsten wir man tatsächlich vom Teufel und
    seinen Handlangern regiert , mit einer selbst kreierten Moral und Ethik , zum eigenen
    Vorteil.

Kommentarfunktion ist geschlossen.