Gefährlich wie Kernspaltung: Wissenschaftler fordern strikte Kontrolle der Gain-of-Function-Virenforschung

Restrisiko nicht ausgeschlossen: Virenforschung im Hochsicherheitslabor (Symbolbild:Imago)

Während die weltweite Öffentlichkeit weiterhin darüber im Unklaren gelassen wird, dass Corona mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Laborunfall verursacht wurde und Covid-19 das Ergebnis selbstherrlicher und fahrlässiger Virenforschung war, kämpfen Experten, die sich mit der Ursachenforschung der Covid-„Pandemie“ befassen, mit Verve dafür, dass sich derartige wissenschaftliche Katastrophen durch Forschung im quasi rechtsfreien und unregulierten Raum, wie er im diktatorischen China am Wuhan Institute of Virology jahrelang möglich war, nicht mehr wiederholen. Insbesondere mit Blick auf das brandgefährliche und fahrlässige Forschungsgebaren von Anthony Fauci, dem Direktor des den US-National Institutes of Health (NIH) untergeordneten National Institute of Allergy and Infectious Diseases, der eine verhängnisvolle Rolle bei der ethisch und wissenschaftlich hochumstrittenen Virus-Genforschung spielte, fordern sie internationale Kontrollinstanzen.

So hat der emeritierte Hamburger Physik-Professor Roland Wiesendanger, der Anfang 2021 seine vielbeachtete Studie zum Ursprung von Sars-CoV2 vorstellte und darin die Labortheorie stichhaltig als wahrscheinlichste Ursache belegte, nun gemeinsam mit drei Wissenschaftlern aus Belgien und Frankreich in einem eindringlichen Appell dazu aufgerufen, Hochsicherheitslabore, in denen eine sogenannte „Gain of Function”-Forschung möglich sei, unter internationales Kuratel zu stellen. Dies könnte durch eine eigene Kontrollbehörde erfolgen, die als „International Pandemic Pathogen Agency” (IPPA) nach dem Vorbild der International Atomic Energy Agency (IAEA), der Internationalen Atomenergiebehörde, bei den Vereinten Nationen anzusiedeln wäre. Diese war einst als Reaktion auf die globale Forschungsarbeit in der Kernphysik geschaffen worden – eine Disziplin, die zwar zur Entdeckung der Kernspaltung und der Entwicklung von Kernreaktoren, aber eben auch zu zerstörerischen Nuklearwaffen geführt habe. Die IAEA hat heute die zentrale Aufgabe, Atomwaffen-Proliferation und unkontrollierte Ausbreitung von waffenfähigem Spaltmaterial an rogue states zu unterbinden.

Kontrollgremium nach Vorbild der Internationalen Atomenergiebehörde

Die Parallelen zu potentiell menschheitsgefährdenden Experimenten mit Viren und Krankheitserregern, deren Genom manipuliert wird, liegen auf der Hand. Auch hier droht bei versehentlich falscher oder vorsätzlich schädlicher Anwendung die Gefahr einer Katastrophe. Die Erschütterungen der Covid-19-Pandemie sollten, so die Wissenschaftler, Grund genug sein, ein Kontrollgremium zu installieren, das ähnlich wirke wie die IAEA. Denn wie andere biomedizinische Wissenschaften und Technologien, habe auch die Virologie in den letzten Jahrzehnten phänomenale Fortschritte gemacht. Dies werfe jedoch auch beunruhigende ethische Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die Schaffung neuer oder die Manipulation bereits bestehender Viren.

Konkret zeigen sich die Verfasser in ihrem Appell „äußerst besorgt” über einige virologische Forschungsaktivitäten, die von Fachleuten unter drei Bezeichnungen geführt werden, nämlich „Gain of Function“, „Research of Concern“ (GOFROC), „Dual Use Research of Concern“ (DURC) und „Forschung an potenziellen pandemischen Erregern” (ePPP, „enhanced Potential Pandemic Pathogens”). Der Einfachheit halber verwenden sie das Akronym ePPP, das sich zunehmend durchzusetzen scheine. Diese Forschung ziele darauf ab, die Mechanismen zu verstehen, durch die Viren von einer Spezies auf eine andere übergehen, sich in Bezug auf Übertragbarkeit und Letalität anpassen und mit dem Immunsystem des Wirts reagieren. Vorgeblich soll das wissenschaftliche Motiv hierbei darin bestehen,  alle in der Biosphäre vorkommenden Viren zu identifizieren, klassifizieren und charakterisieren, um irgendwann vorherzusagen, welche Viren Menschen am ehesten infizieren und Pandemien auslösen können.

Legitimes Forschungsinteresse, aber zu hohe Risiken

Dieses Forschungsinteresse sei zwar legitim, so die Wissenschaftler um Wiesendanger; insbesondere Fragen, wie sich die Virusübertragung von Wildtieren auf Menschen vorhersagen und verhindern ließe, seien wichtig. Die ePPP-Forschung werde deshalb auch im Rahmen des One Health-Konzepts gefördert, bei dem der Mensch als Teil der Biosphäre, dem globalen Netzwerk aller Arten und Mikroorganismen und deren Umwelt betrachtet wird. Dieses Konzept mache Sinn, sei leicht zu erklären, leicht zu verstehen und leicht an die Medien zu „verkaufen”. Was jedoch selten – wenn überhaupt – kommuniziert und diskutiert werde, sei die Tatsache, dass die ePPP-Forschung keineswegs frei von erheblichen Risiken, Schwierigkeiten und potenziell schädlichen Folgen sei.

Ein typisches ePPP-Projekt beginne mit der Entnahme von Proben mit potenziellen Viren aus Wildtieren, meist Säugetieren und Vögeln, manchmal auch anderen Wirbeltieren und sogar wirbellosen Tieren, seltener auch Mikroorganismen (Pilze, Bakterien…). Grundsätzlich werde die Probenahme von speziell geschultem Personal unter angemessenen Bedingungen für den persönlichen Schutz und den Umgang mit den Tieren vorgenommen. Plasma und andere Körperflüssigkeiten würden für die Analyse in Laboren aufbereitet oder eingefroren. Zu den wichtigsten Analysen gehöre die DNA/RNA-Extraktion und -Sequenzierung sowie die Isolierung, Identifizierung und Untersuchung von Viren durch Inokulation von verschiedenen Zelltypen in Kulturen.

Wuhan war kein Einzelfall

Die entsprechenden Proben würden dann in Laboren untersucht, die vier Sicherheitsstufen aufwiesen, die entweder als BioSafety Levels (BSL 1-4) oder „Pathogenstufen” (P1-P4) bezeichnet würden. Derzeit gebe es schätzungsweise 60 bis 70 P4-Labore und etwa 1.500 P3-Labore auf der Welt, wobei oft übersehen werde, dass für all diese Labore auch hochqualifiziertes Spitzenpersonal benötigt wäre, an dem ein permanent hoher Bedarf herrscht. Mit zunehmenden ePPP-Forschungen sind jedoch immer mehr P3- und P4-Labore erforderlich; erheblich mehr, als es tatsächlich gibt. Doch selbst in Spitzeneinrichtungen ist eine hinreichende Sicherheit nicht hundertprozentig gewährleistet. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit hätten gezeigt, dass selbst in den besten Einrichtungen Unfälle vorkommen. Der Unfall im Wuhan-Labor wenige Monate vor Ausbruch der „Pandemie“ war hierbei kein Einzelfall.

So seien zuvor bereits die SARS-CoV2-Epidemien in China 2002/2003 durch Entweichungen aus Laboren ausgelöst worden. Auch aus einem taiwanesischen Labor sei ein SARS-CoV-2-Austritt dokumentiert. Jüngste Enthüllungen würden zeigen, so die Wissenschaftler, dass bis heute weltweit mehrere hochriskante ePPP-Experimente in P3- und P4-Laboren durchgeführt würden, von denen sich einige in der Nähe dicht besiedelter Zentren befänden. Die Gefahr einer unbeabsichtigten Freisetzung bei jedem einzelnen Experiment sei für sich alleine zwar überschaubar und verringere sich mit verbesserten Einrichtungen, besserer Betriebspraxis und wachsender Erfahrung; allerdings steige das Gesamtrisiko mit der Zunahme der Experimente und der dazu erforderlichen Anlagen erheblich.

Debatte aus den Blasen der Fachidioten bringen

Ein weiteres, über den rein gesundheitlichen Aspekt hinausgehendes Problem sei das massive Risiko einer Pandemie für Gesellschaften und die globale Wirtschaft. Ein Virus wie SARS-CoV-2, das zwar nicht übermäßig aggressiv sei und auch nur eine Sterblichkeitsrate von etwa einem Prozent aufweise, jedoch hochgradig übertragbar sei, könne die Funktionsweise unserer modernen Gesellschaft bereits massiv stören; so hätten die Lockdowns die Gesellschaft fast zum Stillstand gebracht (hier lassen die Appellanten allerdings außer Acht, dass die Lockdowns, wie die meisten weiteren Maßnahmen, rückschauend gar nicht erforderlich gewesen wären). Hätte indes die Sterblichkeit nur dreimal höher gelegen, wären Lebensmittel und die elementarsten Güter knapp geworden, die Solidarität wäre an ihre Grenzen gestoßen und dramatische gesellschaftliche Unruhen wären die Folge gewesen. Daher sei es essentiell, in Zukunft nicht nur die Letalität eines Virus zu berücksichtigen, sondern auch seine schiere Übertragbarkeit: Ein relativ mildes, aber hoch ansteckendes Virus könne zu einem hohen Risiko werden. Durch die modernen Verkehrsmittel werde jeder Vorfall an einem Ort der Welt zu einer fast unmittelbaren Gefahr für die ganze Welt. Vorhersage und Prävention seien eine internationale Angelegenheit.

Vor allem aber, so die Wissenschaftler, müsse das Risiko von ePPP-Experimenten unbedingt reduziert werden. Da es darüber allerdings – außerhalb der Blasen von „Fachidioten“ – kaum gesellschaftliche Debatten gebe, müsse sich die Öffentlichkeit weit stärker einschalten – ganz ähnlich wie einst bei der Frage der Atomwaffen. Dank der vielen Diskussionen über die Covid-Ära mit ihren politischen Amokläufen haben allerdings auch Bürger mit begrenztem wissenschaftlichem Hintergrund wohl verstanden, dass es sehr wohl Grund zur Sorge gibt. Dass die ePPP-Forschung nach wie vor unter der Kontrolle von klandestinen und weitgehend abgeschotteten Interessengruppen steht, kann angesichts dessen nicht länger toleriert werden. Hier ist also dringend ein Umdenken erforderlich.

Es geht um Leben und Tod

Genau darum geht es Wiesendanger und seinen Kollegen in ihrem Aufruf: Das Thema sei viel zu wichtig, um es alleine den Virologen zu überlassen. Öffentlichkeit und Politik müssten hier aktiver werden – und vor allem kritischer. Eine künftige IPPA müsse international tätig sein und die Befugnisse haben, Aktivitäten in virologischen und epidemiologischen Laboratorien in jedem Mitgliedsland der UNO zu überwachen. Das Ziel sei dabei nicht die Behinderung oder Verlangsamung der Biomedizin, die Einschränkung der akademischen Freiheit oder die Einmischung in die Aktivitäten der einzelnen Länder, sondern das Setzen von Standards durch Zertifikate und Protokolle oder von Richtlinien mit Gesetzeskraft, um die Einhaltung von Regeln sicherzustellen, Probleme zu melden und, wenn nötig, auch Sanktionen zu empfehlen.

Grundsätzlich wäre hierfür zwar auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geeignet; diese hat sich jedoch durch ihre fragwürdige Rolle bei der Anbahnung und Ausrufung der „Pandemie“, durch ihre Fremdfinanzierung und Hörigkeit gegenüber NGO’s, autokratischen Regimes und Milliardärsstiftungen sowie durch den politischen Druck, den sie während der Covid-Zeit ausgeübt habe, selbst desavouiert und zu viel Vertrauen eingebüßt. Daher sei, so die Appellanten, eine neu zu gründende eigene UN-Behörde vorzuziehen – eben die vorgeschlagene IPPA. Bis diese einsatzfähig sei, solle ein vorübergehendes Moratorium für die brisanten Forschungsprojekte mit möglichst großer internationaler Reichweite eingeführt werden. Es gehe, so die Wissenschaftler unverblümt, dabei um eine Frage von Leben und Tod – da der nächste Laborunfall und damit die nächste Pandemie (die dann möglicherweise eine echte ist) bereits vor der Tür stehen könnten.

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7 Kommentare

  1. Ich bin schon seit Anfang 2020 der Meinung das das alles kein Zufall ist. Die Freisetzung Absicht war und um dann im Zuge einer Feldforschung alle Möglichkeiten untersucht werden können die von der Ausbreitung bis zur Bekämpfung reichen. Menschenopfer haben bei Kämpfe um die Macht noch nie in der Geschichte der Menschheit eine Rolle gespielt.
    Die Absicht wird sicher keiner zugeben, außer der oder die ist Lebensmüde. Also bleibt es bei der Vermutung das es Zufall ist.

  2. Prof. Wiesendanger ist Physiker und zählt noch zu den echten Wissenschaftlern und nicht zu den Mietmäulern der Politik, die der Psychopath Lauterbach als Wissenschaftler bezeichnet, auf die es zu hören gilt.

    Wenn ich jedoch an den Beitrag „Das Monster ist erschienen!“ (https://ansage.org/das-monster-ist-erschienen/) denke, dann gebe ich dem Vorhaben von Wiesendanger nur eine sehr geringe Chance. Sind doch biologische Waffen genau das, was die USA möchten, geräuschlos und tödlich.

  3. Nicht nur das muss strengstens kontrolliert werden, auch dieses, damit wir wissen, in wessen Auftrag die „Sklaven“ ausgenommen werden https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-diskreten-lobbyjobs-der-ex-abgeordneten?pk_campaign=nl20221002 Anscheinend war nicht Gates die treibende Kraft bei den ganzen Corona-Maßnahmen, sondern https://transition-news.org/deutschland-und-nicht-etwa-bill-gates-diktierte-die-impfzentrierte-who-reaktion Außerdem gab es heute Morgen noch die interessante Aussage der ReGIERung Bild: „Kanzler stolz auf volle Speicher, aber …Bleibt das Gas überhaupt bei uns?
    Regierung weiß nicht, wohin es fließt“ Artikel hinter der Bezahlschranke.

  4. und der Biowaffenforschung :
    https://rtde.website/international/150278-im-auftrag-pentagon-entwicklung-mrna/

    Hier wird wieder bestätigt, was ich schon lange als Fakt ansehe :
    „Eine schockierende Wahrheit: Die Pandemie musste stattfinden“
    „Das Schockierendste ist die Tatsache, dass das Projekt im Endstadium eine echte Epidemie benötigte, um zu seiner Zielbestimmung zu gelangen. Denn es fehlte noch das definitiv Entscheidende: die realen Testdaten am Menschen. Wie sollte die Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe gegen ein bestimmtes Virus überhaupt nachgewiesen werden, wenn nicht in einer epidemischen Lage? “

    Eine absichtliche Versuchsanordnung – das Regime macht Experimente an Menschen !
    Ob es dabei um biologische Waffen geht oder darum, den Menschen im Interesse der Eliten zu verändern – also Eugenik – oder andere Interessen wie die Zellverjüngung und den Jungbrunnen für die Eliten !
    Vermutliche haben unterschiedlichen Entscheidungsträger aus unterschiedlichen Gründen mitgemacht !
    Aber das ändert nichts daran, daß diese Eingriffe kriminell sind – und die „Alles-in-den-Arm“-Fraktion eine kriminelle Mafia !

  5. Vielleicht auch interessant, der Verfechter und Verteiler der Steuermilionen fuer die Versuchslabore in Ukraine und Wuhan, Fauci, hat sein Vermoegen waehrend der Cokolores Pandemie verdoppelt.
    Sicherlich kein Zufall, wenn schon denn schon.

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