Social-Media-Verbote? Im Zweifel für die Freiheit!

Social-Media-Verbote? Im Zweifel für die Freiheit!

Zu alt oder zu jung für soziale Medien? Der paternalistische autoritäre Staat reckt wieder sein hässliches Haupt… (Symbolbild:Imago)

Es sind nicht nur merkwürdige, sondern zutiefst bedrohliche Tage in der Bundesrepublik. Zwischen dem panischen Kreischen nach einem „TikTok-Verbot bis 16“ und der absurden Witzforderung eines Social-Media-Verbots für über 60-Jährige entfaltet sich eine Debatte, die nicht nur peinlich, sondern symptomatisch für eine Epoche des totalen Kontrollrausches steht: die Ära des neuen Nanny-Staates, der seine Bürger nicht mehr als mündige Subjekte, sondern als hilflose Kleinkinder behandelt. Er will sie erziehen, ihnen das Denken, Reden und Scrollen vorschreiben – im Namen eines ominösen „Schutzes“, der in Wahrheit nur Kontrolle bis zu Erstickung jeder Freiheit meint. Der Schutz von Kindern ist dabei ein uralter Vorwand; doch die Entmündigung Erwachsener? Das ist der frische, giftige Wind des autoritären Progressivismus, der unter dem Deckmantel der Wokeness die Grundrechte abschafft. Der Kampf um die sozialen Medien ist kein Kleinkrieg mehr: Er ist der Frontalangriff auf die politische Kultur einer freien Gesellschaft.

Die Ausgangslage wirkt auf den ersten Blick harmlos, fast wissenschaftlich-bieder: Statistiken malen das apokalyptische Bild exzessiver Handynutzung bei Jugendlichen. So verbringen in Deutschland Kinder und Teens laut OECD mehr Zeit vor Bildschirmen als in den meisten anderen Ländern – mit Folgen wie Depressionen und Schlafstörungen, die von der WHO als „starker Anstieg“ klassifiziert werden. Die JIM-Studie 2024 offenbart: Zwei Drittel der Jugendlichen kleben länger am Handy als geplant, und ein Viertel nutzt soziale Medien in problematischem Maße, was zu Angststörungen und Schlafmangel führt. Krankenkassen zählen die Seelenkranken, Pädagogen jammern über „Wohlstandsverwahrlosung“.

Ewige Feindbilder

Und dann die Talkshows: In “Hart aber fair” vom 29. September 2025 liefern Influencer und Lehrer die obligatorische Dystopie: Zu viel Pixel, zu wenig Prügel. CDU-Fraktionschef Jens Spahn, dieser ewige Warner vor unsichtbaren Geistern, fischt tief im Metaphorischen; welch ein Armutszeugnis: Er vergleicht TikTok-Sucht glatt mit Heroinabhängigkeit: „Es wirkt wie eine Droge, wir müssen was tun.“ Solche Vergleiche sind kein Versehen, sondern kalkulierte Giftpfeile: Sie pathologisieren das Private, um den Staat als Retter in der Not zu installieren. Weg mit der mündigen Erziehung, her mit der strafbewehrten Überwachung! Es ist die Logik des linken Paternalismus: Freiheit ist das Problem, Verbote sind die Lösung.

Doch die Hysterie stoppt nicht bei den Kids. In einem atemberaubend grotesken Salto mortale plädiert der juvenile TikTok-Star und Podcaster Levi Penell in eben jener “Hart aber fair”-Runde ernsthaft für ein Social-Media-Verbot ab 60 – weil “die Alten” angeblich KI-Fakes nicht von echter Wahrheit unterscheiden könnten. Was als jugendliche Provokation oder schnodderiger Gag ohne Pointe daherkommt, ist in Wahrheit pure, unverschleierte Altersdiskriminierung: Die „Boomer“ – ohnehin das ewige Feindbild des woken Jungvolks und Hort des angeblichen „Rechtsrucks“ – sollen aus dem digitalen Diskurs verbannt werden. Wer nicht jung, divers und algorithmusgläubig ist, gilt als Bedrohung. Hier schimmert der wahre Kern durch: Eine Netzpolitik, die nicht schützt, sondern ausschließt – der Meinungskorridor mutiert zum Alterskorridor. Die Jungen als Opfer, die Alten als Täter – das ist nicht Satire, das ist der Stoff, aus dem autoritäre Dystopien gewebt werden.

Prügelstock der Gefahrenabwehr

Von solch jugendlichem Radikalismus ist es dann nur noch ein Wimpernschlag zum Olymp der Macht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dieser Inbegriff bürokratischer Banalität, dozierte am 30. September bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises: Soziale Netzwerke wie Facebook, X oder TikTok seien eine „Gefahr für die Demokratie“ und müssten deshalb „an die kurze Leine“ genommen werden. Wer so autoritär daherredet, kehrt das alte liberale Prinzip „Im Zweifel für die Freiheit“ ins Gegenteil: Nicht Debatte schützt die Demokratie, sondern der Prügelstock der Gefahrenabwehr. Was als Bollwerk gegen „Hetze“ vermarktet wird, ist die schleichende Verschiebung des Sagbaren – autoritäre Hybris im Gewand des „Demokratieschutzes“. Steinmeier, der ewige SPD-Apparatschik, verkörpert hier den Gipfel des establishmentären Wahns: Die Freiheit des Wortes opfert man dem Phantom der „Schutzgüter“.

In dieselbe Furche pflügen der Würzburger Jurist Chan-jo Jun und die Ex-Moderatorin Petra Gerster in der genannten “Hart aber fair”-Sendung: Plattformen sollten nicht nur Strafbares tilgen, sondern auch Inhalte „unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ – also alles, was politisch unliebsam riecht. Übersetzt: Legal ist nicht mehr legitim. Was erlaubt ist, wird tabu, sobald es den woken Konsens stört. Die klassische Zensurformel jeder Diktatur: Du darfst denken, was du willst – aber nicht posten, nicht liken, nicht viral gehen. Glücklicherweise widersprach die CDU-Ex-Ministerin Kristina Schröder in der Runde scharf und entlarvte die Absurdität solcher Maßstäbe – ein seltener Moment der Vernunft in einer Luft, die für echte Meinungsfreiheit bereits stickig geworden ist. Schröder, die letzte Bastion des Konservativen in einer Union, die sich immer mehr dem Staatsfetisch opfert, mahnt: Das ist nicht Schutz, das ist Knebelung.

Pädagogisierung des Politischen

Was wir hier erleben, ist die totale „Pädagogisierung des Politischen“ – eine linksgrüne Erfindung, die Jugendliche zu hilflosen Opfern stilisiert, Senioren als Gefahrenquellen diffamiert und die gesamte Gesellschaft als infantile Masse entmündigt, die nur durch den väterlichen Staat gerettet werden kann. Schulen zwingen Eltern zu „Verträgen zur Handyabstinenz“, wie in den Talkshow-Clips gezeigt – der paternalistische Impuls in Reinform. Was ist die Botschaft – Selbstverantwortung? Ein reliktäres Hirngespinst. Nur Regulierungsbehörden, Zensur-Zaristen und Altersghetto-Mauern können heilen. Und die Rechnung? Der Steuerzahler blutet: Die Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe haben sich von 18,5 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 71,9 Milliarden im Jahr 2023 mehr als verdreifacht – ein Wachstum, das von 2009 bis 2019 allein schon die Hälfte des heutigen Volumens ausmachte. Milliarden für den Schutz vor der eigenen Freiheit – das ist nicht Wohlfahrt, das ist Wohlfahrtsimperialismus.

Dahinter lauert die tiefe kulturelle Agonie einer Gesellschaft, die an die eigene Souveränität nicht mehr glaubt. Sie misstraut den Eltern, die ihre Sprösslinge erziehen sollen; den Kindern, die lernen können; den Alten, die Weisheit ansammeln. Stattdessen: Vertrauen in Behördenapparate, Algorithmen der Tugendwächter und digitale Apartheid. Eine Demokratie, die ihre Bürger nur durch Verbote vor sich selbst bewahren zu können glaubt, hat sich bereits selbst entmachtet – sie marschiert geradewegs in die Selbstabschaffung.

Der Nanny-Staat rastet aus

Der Nanny-Staat rastet aus – und das ist keine Hyperbel, sondern die nüchterne Diagnose einer Regression. Wer Jugendlichen TikTok sperrt, statt sie zu bilden, gesteht: Wir haben den Glauben an Erziehung verloren, an die Kraft des Geistes gegen den Glanz des Bildschirms. Wer Senioren Facebook verbietet, gesteht: Wir haben die Vernunft verraten, die Erfahrung dem jugendlichen Fanatismus geopfert. Wer „unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ zensieren will, gesteht: Wir haben die Freiheit aufgegeben, für den Albtraum einer algorithmisch gereinigten Öffentlichkeit. Am Horizont zeichnet sich das Bild eines Volkes von entmündigten Vasallen: Meinungen filtriert, Lebenszeiten rationiert, digitale Agora verwaltet von Steinmeiers Leinenhaltern.

Was ist die einzige Konteroffensive gegen diesen kulturpolitischen Totalitarismus? Es ist eben das bereits erwähnte Credo „Im Zweifel für die Freiheit“ – und zwar radikal und unerbittlich. Kinder fordern Erzieher, keine Ketten! Erwachsene wollen Verantwortung – keine Windeln! Die Gesellschaft muss offene Arena sein – keine woke Blase. Es ist der ultimative Ernstfall: Nicht das virale Video irgendwelcher Influencer entscheidet über Deutschlands Geschick, sondern die Frage, ob wir dem Postenden das Recht dazu lassen – oder es ihm entreißen. Die Demokratie krepiert nicht an der Dummheit, sie erstickt an der panischen Angst davor. Und diese Angst, sie kommt von oben: Vom Nanny-Staat, der uns alle zu Kleinkindern machen will. Höchste Zeit aufzubegehren – bevor die Leine zu kurz wird!

8 Antworten

  1. Gesetze sind nicht da um uns Freiheiten zu gewährleisten sondern um uns gefügig zu machen– schaut mal das BGB an– und dann sollen wir frei und demokratisch sein?? Das GG wird zusätzlich mit Füssen zertreten von der Politik, unterstützt durch Leitmedien. Es geht nur um die totale Kontrolle und Versklavung der Menschen durch Eliten– wie in Ägypten– die Pharaonen sitzen auf dem Thron, daneben die Hohenprietser der Kirchen, die Fürsten und Fürstinnen ( Ministertruppen in Bund, EU, Landtagen ) und deren Dienertruppen, dann ganz unter das gemeine Volk–

  2. @Im Zweifel für die Freiheit!
    Freiheit ist, den demokratischen Parteien ohne zu Hinterfragen oder Widerspruch zu folgen !

  3. @“…Social-Media-Verbot ab 60 – weil “die Alten” angeblich KI-Fakes nicht von echter Wahrheit unterscheiden könnten.“
    Das mit der Unterscheidung mag wohl stimmen. Aber dann schon eher das Verbot vom ÖRR den Staatsfunk.

  4. Legt als Allererstes mal bitte die Chatkanäle still, über die nur Radikalisierung, Terropläne verbreitet werden, über Menschen gehetzt wird und fiese Judenwitze gemacht werden. Aber vermutlich soll wohl auch das so sein. Zensur klappt, Kinderpornographie bekommt man nicht aus dem Netz. Und immer schön den moralischen Zeigefinger schwingen will man ja auch noch, manchen fehlt sonst richtig was!

  5. „…………….die Ära des neuen Nanny-Staates, der seine Bürger nicht mehr als mündige Subjekte, sondern als hilflose Kleinkinder behandelt“

    Naja, eine Ausnahme gibt es da schon noch und das wird auch bleiben:
    Das „Behandeln“ der Leistungsträger (das sind ja logischerweise überwiegend keine Jugendlichen oder U 30-jährige) als williger zu melkender Steuersklave, selbst bei den Altersbezügen versteht sich.

    Früher war man immerhin in den Bescheiden noch ein
    „Sehr geehrter Steuerzahler/in………..“ und selbst diese letzte kleine Höflichkeit vor dem Abkassieren hat man schon kassiert.
    Wird also Zeit, sich wenigstens vom Dasein als Melkesel zu verabschieden und je jünger man das macht, umso besser 😣

  6. das rauchverbot, von wenigen organisierten 50000 überwiegend frauen(welche netzwerke waren das wohl) im sommer, als die ganze republik in der sonne schmorte, still und leise (weil nicht wirklich ernstgenommen von der allgemeinheit) durchgepeitscht, war die erste kommunikative einschränkung der bevölkerung ach der ddr. die erste offensichtliche spaltung. 50000 organisierte arschlöcher haben damals jeder offenen stammtisch, kneipen und anderen location diskussion die bodenständige freiheit der anwesenheit und damit die ausübung der eigenen meinungsfreiheit im dialog mit anderen entzogen.

    das ist der boden, auf dem parasitäre pflanzen wie „TikTok-Star und Podcaster Levi Penell “ oder fridays for no futures etc. enstehen dürfen. die genau das denken zeigen, was der wdr kinderchor vor jahren mit seiner ode an die umweltsau oma in gang setzen sollte. den hass auf oma und opa anfeuern, auf die älteren per se.

    nun ist dieser internet parasit von den öffentlich rechtlichen und denselben medien aufgeblasen worden , die auch die plandemie antrieben. warum, wohl? weil er so bescheiden im geiste ist, aus eigenem antrieb zensurforderungen für bevölkerungsgruppen, denen er nicht angehört, im netz zu stellen. weil er menschen den mund verbieten will, deren meinunugen und erfahrungen ihm nicht passen. weil er sich wie ein idiot benutzen lässt und in die puppet vorgaben der globalisten und deren vertreter im unserem land passt? und dies deutlich signalisiert hat?

    wäre er doch nur bei seine weislichtmilben geblieben

    glauben sie ernsthaft immer noch alle, dass mehr als 20 jahre infraschall von 30000 anlagen in deutschland nicht die gehirne der jugendlichen und kinder zu brei geschlagen hat?

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  7. Ich habe als Wirtschaftsjournalist online weit über mein 65stes Lebensjahr hinaus gearbeitet. Was ich aber heute auch aus jüngeren Politikermündern zum Thema Wirtschats höre, hört sich aber leider vielfach mehr als Fake denn als korrekte Meldung an. Wäre es also nicht besser, die Politiker aus den Netzen zu verbannen als die Älteren. Ich kann jedenfalls Sondervermögen und Vermögen deutlich unterscheiden. Das eine ist Soll das andere Haben. Und Planwirtschaft bleibt Planwirtschaft, auch wenn sie Klimawende genannt wird. Bei Politikern kommen mir da oftmals Zweifel.