
Es zählt nicht der Charakter im Beichtstuhl, sondern die Bilanz in der Staatskasse und im Maschinenraum der Republik. Wer Deutschland rettet, darf privat ein Sauhund sein – wer Deutschland ruiniert, bleibt auch als moralisch wohlfrisierter Vorzeigeprotestant ein politischer Versager. Genau hier prallt die aktuelle Empörungswelle gegen Jens Spahn auf eine viel größere Heuchelei: Die lautesten Moralpfeifen über Leihmutterschaft sind oftmals dieselben, die bei illegaler Migration, Kriegsrhetorik und ökonomischem Niedergang seit Jahren politisch die Hand am Steuer haben – und den Fuß nicht vom Gas nehmen.
Der Skandal um die Leihmutterschaft des heute als CDU-Bundestagsfraktionschef zurückgetretenen Jens Spahn ist der perfekte Skandal für eine mediensatte, aber analytisch verarmte Öffentlichkeit: persönlich, emotional, moralisch aufgeladen, leicht in eine Schlagzeile zu pressen. Ein prominenter Politiker, der Leihmutterschaft in Deutschland politisch bekämpft und sie privat im Ausland nutzt, bildet die ideale Figur für den Vorwurf der Doppelmoral – zurecht, wohlgemerkt.
Spahn als Projektionsfläche
Doch während Journalisten, Parteifreunde und politische Gegner sich am Widerspruch eines Sauhunds abarbeiten, bleibt der eigentliche Skandal unberührt: Diejenigen, die Spahn jetzt mit moralisch erhobenem Zeigefinger zerlegen wollen, sind vielfach dieselben, die in zentralen Zukunftsfragen seit Jahren systematisch die falschen Weichen stellen – oder bewusst verschweigen, wohin ihre Politik führt.
Selbstverständlich bedeutet dies nicht, dass Jens Spahn deshalb automatisch rehabilitiert wäre oder alle seine politischen Entscheidungen richtig gewesen wären. Auch er muss sich an seiner gesamten politischen Bilanz messen lassen. Wer ihn wegen eines persönlichen Widerspruchs „schlachtet“, darf jedoch nicht vergessen: Auf diese politische Schlachtbank gehören nicht nur diejenigen, deren Fehler medial besonders sichtbar sind, sondern auch jene, die mit weitreichenden Entscheidungen die Grundlagen des Landes beschädigt haben.
Die großen Versäumnisse: Wirtschaft, Staat, Zukunftsfähigkeit
Die Karre Deutschland ist nicht wegen eines Leihmutterschaftsfalls im Graben gelandet, sondern wegen einer langen Reihe politischer Entscheidungen, die die Energieversorgung verteuern und verunsichern, statt Planbarkeit und Verlässlichkeit zu schaffen; die industrielle Wertschöpfung zugunsten symbolischer Klimapolitik und regulatorischer Überbietungswettbewerbe strangulieren; die öffentliche Infrastruktur verfallen lassen, während Milliarden in schlecht designte Transfers, Bürokratie und Symbolprojekte fließen; die die Haushalts- und Schuldenpolitik nach innen beschönigen und nach außen als praktizierte „Verantwortung“ etikettieren, obwohl sie strukturell zukünftige Generationen überlasten.
Ein Kanzler, der in dieser Situation Sätze der Art „am Tag, an dem ich Bundeskanzler werde, werde ich…“ in den Raum stellt und sie anschließend nicht hält, begeht keine harmlose rhetorische Unschärfe, sondern einen unverzeihlichen Vertrauensbruch mit massivem volkswirtschaftlichem Gewicht. Ein gebrochenes Versprechen über Steuern, Sicherheit, Sozialstaat oder Industriestandort betrifft Millionen – nicht nur die moralische Sensibilität eines Feuilletons. Gegenüber diesen Dimensionen ist Spahns Leihmutterschaft ein normativer Skandal zweiter Ordnung. Wer das anders gewichtet, verwechselt Leitartikel mit Lebensrealität.
Illegale Migration: Kosten, Kontrollverlust, Vertrauensverlust
Ein weiterer Punkt ist die illegale Migration. Hier geht es nicht um ein paar formaljuristische Unschärfen, sondern um die faktische Erosion staatlicher Kontrolle über Einreise, Aufenthalt und Rückführung, um die Belastung von Kommunen, Sozialstaat, Wohnungsmarkt, Bildungssystem und um einen politischen Kontrollverlust, der letztlich das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit des Staates zersetzt. Wer gleichzeitig die Grenzen des Systems bis zum Anschlag ausreizt, die Folgekosten herunterspielt und Warnungen als „Alarmismus“ diffamiert, und sich dann über Spahns Privatleben als moralisch verwerflich ereifert, der macht deutlich, dass ihm symbolische Aufregung näher liegt als strukturelle Verantwortung.
Illegale Migration ist nicht primär ein moralisches, sondern ein staatliches Funktionsproblem. Wenn ein Land über Jahre hinweg seine Steuerbasis, seine Sicherheitslage, seine Integrationskapazitäten und seine politische Stabilität durch planlose oder ideologisch verengte Migrationspolitik aufs Spiel setzt, ist der Schaden für das Volk ungleich größer als bei jeder noch so verwerflichen persönlichen Inkohärenz einzelner Politiker.
Moralische Pose statt strategische Vernunft
Hinzu kommt die Kriegsrhetorik – jene Mischung aus moralischer Aufladung, Symbolgesten und eskalationsbereiter Sprache, die außenpolitische Risiken erhöht, innenpolitische Debatten vergiftet und gleichzeitig die realen militärischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Ressourcen ignoriert. Wer nach außen mit großen Worten hantiert, aber nach innen weder Wehrfähigkeit, wirtschaftliche Resilienz noch diplomatische Handlungsoptionen konsequent stärkt, betreibt symbolische Selbstaufwertung auf Kosten der Bevölkerung. Die Rechnung zahlen diejenigen, die in einer zunehmend unsicheren Weltwirtschaft, in fragilen Lieferketten und unter neuen Sicherheitsrisiken leben und arbeiten müssen.
Auch hier gilt: Ein Politiker, der privat ein Sauhund ist, aber außenpolitisch nüchtern, deeskalierend und ressourcenbewusst agiert, ist für das Land weniger gefährlich als jemand, der sich rhetorisch als moralischer Feldherr inszeniert und gleichzeitig Wirtschaft, Energieversorgung und Bundeswehr in einem Zustand belässt, der für die nächsten Krisen unzureichend ist.
Die moralische Asymmetrie: Sauhunde vs. Saubermänner
Der Maßstab ist brutal klar und historisch durchaus anschlussfähig: Lieber ein Sauhund, der den Laden zusammenhält, als ein Saubermann, der ihn an die Wand fährt! Doch die gegenwärtige politische und mediale Empörungskultur kehrt diese Priorität um: Charakterdebatten, Lifestylefragen, symbolische Haltungen werden zu zentralen Kriterien für politische Bewertung; derweil geraten lkonomische Vernunft, fiskalische Ehrlichkeit, institutionelle Resilienz und nüchterne Migrations- und Sicherheitspolitik zur Nebensache oder werden hinter moralischen Narrativen versteckt.
Figuren wie Spahn dienen als Ventile einer Empörung, die eigentlich gegen die strukturellen Fehlentscheidungen der letzten Jahre und Jahrzehnte gerichtet sein müsste. So entsteht eine doppelte Täuschung: Die Bevölkerung soll glauben, dass moralisch lupenreine Vorzeigeeliten Garant für „das Gute“ seien. Gleichzeitig werden die großen Fehler in Haushalt, Energie, Migration und Sicherheit als alternativlos, naturwüchsig oder „von außen verursacht“ verkauft. In dieser Konstellation ist es naheliegend: Wer sich ernsthaft um Deutschland sorgt, wird eher bereit sein, einen charakterlich fragwürdigen, aber strategisch klaren und realitätsbewussten Akteur zu tolerieren – als einen moralisch wohlanständigen, der mit schönen Worten die Grundlagen des Landes erodiert.
Der falsche Prozess gegen die falschen Leute
Jens Spahn hat sich mit seiner privaten Entscheidung in einen eklatanten Widerspruch zu seiner politischen Linie gebracht. Er hat sich damit angreifbar gemacht, und Kritik daran ist legitim. Doch der große politische Prozess, müsste anderswo stattfinden: Bei den Kanzlern, die zentrale Versprechen brechen; bei den Parteien, die illegale Migration faktisch dulden und ihre Folgen verschleiern; bei den Kriegsrhetorikern, die moralische Aufrüstung betreiben, ohne die materiellen Grundlagen des Landes zu sichern; bei den wirtschaftspolitischen Architekten, die Deutschland Schritt für Schritt Wettbewerbskraft, Infrastruktur und fiskalische Stabilität kosten.
Solange diese Akteure ihren moralischen Kredit behalten und stattdessen an einem Einzelfall wie Spahn ein Exempel statuiert wird, ist die bittere Diagnose unvermeidich: Offenbar “schlachtet“ man lieber den Sauhund, der einen sichtbaren Widerspruch liefert, als jene, die mit verlogener Sprache und schlechtem Kurs die Karre Deutschland weiter in den Dreck fahren.
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14 Kommentare
Klar und deutlich….
Die zentralistisch kollektivistische EU-„Elite“ entlarft!
mit weiteren Beleg-Links auf der YT-Seite
::
Ich wollte es nicht glauben: Das hat VON DER LEYEN wirklich gesagt!
Gibt sich die CDU nur als bürgerlich-konservativ, während hinter den Kulissen ein völlig anderes Drehbuch läuft? Ich bin jetzt 50 Jahre alt – und erst heute fällt mir etwas auf, das mein gesamtes politisches Weltbild auf den Kopf stellt. Wenn man die Rhetorik weglässt und stattdessen auf die historischen Dokumente und Symbole blickt, drängt sich eine unbequeme Frage auf: Driftet die Union und die EU-Spitze insgeheim nach links?
In diesem Video werfen ich einen investigativen Blick auf das berüchtigte „Manifest von Ventotene“ – verfasst von Linksradikalen und Kommunisten, heute jedoch von der EU als Fundament der „europäischen Werte“ gefeiert.
Was steht wirklich in diesen Originalaufzeichnungen? Es ist die Rede von ….
(Textauszug YT)
…!!
Nachtrag zu meinem vorherigen Kommentar als Ergänzung
Zitat Kommentarbereich Videoquelle:
Von @Wie24 angepinnt vor 2 Wochen (bearbeitet)
Weil hier immer wieder Stimmen laut werden, dass Altiero Spinelli angeblich kein wirklicher Kommunist war: Spinelli war in der EU-Fraktion „Communist and Allies Group“ (Fraktion der Kommunisten und Nahestehenden), und zwar bis zu seinem Ableben im Jahr 1986. Dort war er auch noch stellvertretender Vorsitzender. Und dass er versuchte, Kompromisse im EU-Parlament mit anderen Parteien einzugehen, um Mehrheiten zu gewinnen, bedeutet nicht, dass er weniger Kommunist war. Entscheidend ist, dass die EU einem Kommunisten und seinem sozialistischen Manifest so dermaßen huldigt, wie in dem Video beschrieben.
Zitatende
…der Kanal ist top
Kanal-> https://www.youtube.com/@Wie24/videos
und ich fand ihn hier im Kommentarbereich durch einen anderen User verlinkt.
Danke dafür!
Wie bei den alten Römern.
Wenn im Colosseum der Daumen nach unten zeigte und damit der Gladiator zum Tode verurteilt wurde
tobte der Plebs vor Begeisterung und war wieder für eine Weile befriedigt.
Heute nennt sich das Fußball WM und der Trainer wird zwar nicht hingerichtet, aber hochkant rausgeworfen.
„Panem et circenses“
Gleichzeitig werden im Senat die nächsten Kriegszüge und damit die nächsten Steuererhöhungen
beschlossen, ohne das der Plebs es mitbekommen hätte.
Ob Nero, Cäsar oder Fritze, es hat sich nichts geändert.
Wobei Cäsar oder Nero Personen der Geschichte geworden sind. Aber Fritze?
Ja, so sieht es aus. Und nun?
„Was tun“, sprach Zeus zur Zeusin und zäuselte ihr einen hin.
😜
„Wer Deutschland wirklich in den Dreck fährt“. Um mal im Bild zu bleiben: Merz, Starmer, Macron sind nur die Trittbrettfahrer, am Steuer sitzen ganz andere.
Was gibt es denn hier zum Beichten? Christliche Mythen verehren eine Maria, die auf unklare Weise zur Gebärerin eines angeblichen göttlichen Sohnes eines angeblichen hebräischen oder päpstlich-theologischen Gottes geworden sei. Hat Jens Spahn etwas anderes getan, als von diesem Mythos Gebrauch zu machen? Freilich hat er dabei von einer Frau Gebrauch gemacht, was als solches ethisch verwerflich ist, vom gesetzlichen Verbot abgesehen. Ist also nicht auch schon der Mythos ethisch verwerflich und wird dennoch irgendwie als Heiligtum gepredigt?
Die Menschen der Spätantike wollten sich ihre göttliche Meeresjungfrau (Meer > lat. mare > Maria; vermischt mit hebr. Mirjam) nicht nehmen lassen, weshalb sie in die spätrömische Verfassung aufgenommen wurde, in Gestalt eines synkretistischen Glaubensbekenntnisses: Gott = der Imperator/Oberbefehlshaber, Söhne = seine Stellvertreter in Alexandria, Byzanz und Trier, als höchste Berufungsinstanz gleichen Wesens, damit sie nicht gegeneinander ausspielbar sind. Eine Maria durfte dabei sein, aber nicht wie bei den Griechen als gleichrangige Göttin neben einem Gott.
Vielen Dank— sie haben meine Gedanken aufs Paper gebracht und haben mir aus der Seele gesprochen
So ganz kann ich nicht zustimmen. „Die Bevölkerung soll glauben….“, aber nicht doch, die „soll“ das nicht nur glauben, die glauben das mit einer Inbrunst, die einen ratlos zurück läßt. Aktuell bin ich mit einer Verwandten geschlagen, die als Vorbild dafür dient. Offensichtlich wohlstandsverblödet, hält sie sich für eine treue Verteidigerin „unserer Demokratie“. Immerhin weiß sie doch einige wichtige Themen „unserer Demokratie“ aufzuzählen. Das sind die, die der Autor als Defizit aufführt. Aber gemach, für sie sind das keine Defizite, sondern wesentliche Inhalte. Und sie erklärt uns gerade das wir durch unser aufmüpfiges Verhalten kein Recht an der Teilnahme an ihrer Demokratie haben, höchstens in der Opposition. Es sind also, wie man sieht, nicht nur die Saubermänner, sondern entscheidend auch die Masse ihrer Anhänger. Und die sind tatsächlich in der Mehrheit.
Toll, die Demokratie, gell?
😜
Sie sind damit aber nicht alleine. In meiner Verwandschaft hat meine grünbunte Schwester nebst Mann mit 2 erwachsenen grün – linken Kindern, denen man wohl an der Uni gewaltig ins Gehirn geschissen hat, den Kontakt zu mir abgebrochen. Die Masse der Wahlberechtigten ist so dermaßen verblödet, einfältig oder politisch uninteressiert so lange der abgestumpfte, gehirngewaschene Schlafwandler nicht selbst betroffen ist. Schaut und hört man sich um, dann komme ich zu dem Schluß, das hier im Dummenland keine Wahlen gefälscht werden müssen. Es ist wirklich so. Man kann den ganzen Tag nur noch mit dem Kopf schütteln. Bestimmt hat Ihre Verwandte auch den Spruch drauf: „Uns geht es doch gut. Wir sind ein Reiches Land“.
@Spahn als Ablenkung
ja – da sind eine menge ungute dinge, von denen abzulenken ist, von der EU-Chatkontrolle usw bis zur WHO-Gesundheitsdiktatur – da ist es doch schön, wenn man so einen Reiser hat, auf den alle gucken.
Da fühle ich mich direkt zurückversetzt in die Zeit, als Merkels Pandemiemaßnahmen nach dem Intensivbettenskandal auf der Kippe standen und glücklicherweise die Flut im Ahrtal alles wegschwemmte.
Aber heute gab es gerade keine Flutwarnung, also muß einer das Bauernopfer geben – es wird interessante sein zu sehen, wo er nach einer Schamfrist sein goldenes Ruhekissen bekommt – ich vermute mal : so als Bankier und Pharmalobbyist und Gewinntreiber der Pharmaindustrie wird es für ihn dort ein hochdotiertes Ruhekissen geben !
Und in einigen Jahren – in der Post-Wahlen-Ära – kann er dann den Kanzlerposten erben – falls es diese politischen Positionen dann noch gibt !
Motto: Haltet den Dieb….
Spahn hat gut abgesahnt und braucht sich keine Sorgen zu machen in die Grundsicherung zu rutschen mit seiner ganzen Mitwisserschaft hinter den Kulissen der Macht. Jetzt mit seinem Skandal da wollen die Antichristdemokraten nur zeigen das sie einen Bengel los sind der mal bissl Mist gebaut hat seit der Pandemie. Merz will so der AFD die Stimmen nehmen und ich hoffe für CDU/CSU geht alles nach hinten los samt allen etablierten Versagern von SPD, FDP und Grüne. Wer jetzt noch die etablierten Blockparteien wegen Wohlstand wählt dem wünsche ich zur Bereicherung Flüchtis und Passis als Nachbarn da so schön die Ruhe gewährleistet ist bei dem guten Mindestlohn mit der Schichtarbeit:-) mfg
das Wahlvieh hat es so gewollt