Sport und palästinensischer Terrorismus: Spanien muss bei der Vuelta a España klare Grenzen ziehen!

Sport und palästinensischer Terrorismus: Spanien muss bei der Vuelta a España klare Grenzen ziehen!

Auch schon vor dem Zwischenfall war das Vuelta-Etappenziel Bilbao fest in der Hand palästinenserfahnenschwenkder „Fans“(Foto:ScreenshotYoutube)

Die Entstehung des Staates Israel markiert einen der zentralen Wendepunkte des 20. Jahrhunderts. Am 14. Mai 1948 rief David Ben-Gurion den jüdischen Staat aus – heute, am 5. September 2025, besteht Israel seit 77 Jahren, 3 Monaten und 22 Tagen. Vorausgegangen war die britische Mandatszeit im Gebiet “Palästina”, das zuvor Teil des Osmanischen Reiches gewesen war. Dort existierte kein palästinensischer Nationalstaat, sondern ein Mosaik aus Bevölkerungsgruppen: überwiegend arabische Muslime, daneben christliche Araber und eine wachsende jüdische Gemeinschaft – in Jerusalem, Jaffa, Haifa und neu gegründeten Siedlungen. Jerusalem war seit Jahrhunderten religiös wie kulturell gemischt, mit Juden, Christen und Muslimen, die in Spannung, aber auch in jahrhundertealten Verflechtungen lebten.

Die UN-Resolution 181 von 1947 sah eine Teilung in einen jüdischen und einen arabischen Staat vor. Während die jüdische Führung zustimmte, lehnten die arabischen Führungen ab. Auf die Unabhängigkeitserklärung folgte sofort der Krieg von 1948/49, als Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon und Irak Israel angriffen. In den Jahrzehnten danach kam es zu weiteren Kriegen: Suezkrieg 1956, Sechstagekrieg 1967, Jom-Kippur-Krieg 1973. Erst die Friedensschlüsse mit Ägypten 1979 und mit Jordanien 1994 brachten eine gewisse Stabilität, während andere Konfliktlinien bestehen blieben.

Nicht Koexistenz, sondern Auslöschung

Ein Teil der palästinensischen Bewegung radikalisierte sich in Organisationen wie der Hamas oder dem Palästinensischen Islamischen Dschihad, deren Ziel nicht ein Kompromiss, sondern die Beseitigung Israels ist. Ihr Slogan “From the river to the sea” – vom Jordan bis zum Mittelmeer – bedeutet in diesem Kontext nicht Koexistenz, sondern die Auslöschung des jüdischen Staates. Seit Jahrzehnten greifen diese Gruppen Israel mit Raketen, Anschlägen und Geiselnahmen an. Der 7. Oktober 2023 markierte dann den grausamsten Einschnitt: Die Hamas ermordete über tausend Zivilisten in Israel und verschleppte Hunderte Geiseln nach Gaza. Man muss kein Freund und Anhänger von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sein, um zu verstehen, dass ein demokratischer Staat auf ein solches Massaker mit Härte reagiert. Über das Maß der Reaktion kann man streiten – nicht aber über das Recht und die Pflicht Israels, seine Bürger zu schützen.

Diese historische und moralische Ausgangslage ist entscheidend, wenn man Proteste bewertet, die sich gegen Israel oder gar seine Existenz richten, und die dafür Sportereignisse als Bühne missbrauchen. Sport ist eigentlich ein Schutzraum: Er soll fairen Wettbewerb ermöglichen, Freude stiften und Menschen verbinden. Zuschauer kommen, um Sport zu sehen; Athleten haben hart trainiert, um bei diesem Ereignis ihr Bestes zu geben. Wer diesen Raum gezielt stört, überschreitet eine Grenze – und nimmt Unbeteiligte in Mithaftung, die keine Entscheidungsträger im Nahostkonflikt sind.

53 Jahre nach dem Terror von München missbrauchen Palästinenser wieder Sportereignisse als Bühne

Genau das geschah am 3. September 2025 in Bilbao. Bei der 11. Etappe der Vuelta a España drängten pro-palästinensische Aktivisten in den Zielbereich, blockierten Abschnitte und zwangen die Organisatoren dazu, die Zeitnahme drei Kilometer vorzuverlegen, um die Sportler zu schützen. Das Rennen endete ohne regulären Sieger. Fahrer forderten mehr Sicherheit, die Polizei musste massiv eingreifen. Medien wie Reuters und AP berichteten von chaotischen Szenen, die nicht nur den sportlichen Wettbewerb zerstörten, sondern auch die Sicherheit von Fahrern und Zuschauern gefährdeten. Das Anliegen der Aktivisten erhielt Aufmerksamkeit – aber nicht durch Argumente, sondern durch Einschüchterung und Gefährdung. Das ist keine demokratische Debatte, sondern Erpressung des öffentlichen Raums.

Natürlich gehört Protest zum Kern freier Gesellschaften – auch in Spanien. Aber dieses Recht endet dort, wo die Rechte und die Sicherheit anderer verletzt werden. Wer eine Radstrecke stürmt, Hindernisse platziert und das schnelle, enge Fahren des Pelotons stört, riskiert Massenstürze, Panik und Verletzte. Solche Aktionen sind nicht zivil, sondern verantwortungslos – und politisch kontraproduktiv: Statt Mitgefühl für Palästinenser zu wecken, erzeugen sie Abwehr und Ablehnung. Zudem ist es eine verzerrte Argumentation, westliche Demokratien zum Hauptgegner zu erklären, während die eigene Führung – etwa in Gaza – Geiseln nicht freilässt, zivile Räume missbraucht und Kompromisse verweigert. Wer Frieden will, muss zeigen, dass er Israels Existenz akzeptiert. Wer das nicht tut, bleibt Gefangener einer Ideologie, die Protest in Gewalt umschlagen lässt und so den Frieden selbst sabotiert.

In Ton und Methode wie Terror

Für Spanien, seine Sportler und die Fans bedeutet das: Sie sind nicht verpflichtet, sich die Vereinnahmung ihres Sports durch Gruppen gefallen zu lassen, die Einschüchterung über Argumente stellen. Ja zum Grundrecht auf friedliche Kundgebung – aber nein zu Methoden, die Athleten gefährden, Rennen sabotieren und die Öffentlichkeit erpressen! Staat und Veranstalter haben die Pflicht, klare Grenzen zu ziehen und konsequent für Sicherheit zu sorgen.

Am Ende sollte gelten: Wer für sein Anliegen wirbt, respektiert die Spielregeln der offenen Gesellschaft. Wer die Regeln bricht, darf nicht mit Bonus-Aufmerksamkeit rechnen, sondern muss Konsequenzen tragen. Weder Spanien noch Deutschland noch irgendein anderer Staat auf der Welt muss sich solche Demonstrationen gefallen lassen, die in Ton und Methode an Terror erinnern. Sportler und Fans haben ein Recht auf Schutz – und gerade weil der Sport verbindet, verdient er Schutz vor jenen, die ihn missbrauchen und zerstören wollen.

9 Kommentare

  1. Na ja, der Staat Israel ist ja nicht einfach so vom Himmel gefallen. Die Briten haben es erst zum Mandatsgebiet gemacht, obwohl sie dort, wie immer, überhaupt nichts zu suchen hatten. Dann verteilen sie etwas, was ihnen nie gehörte. Die Balfour Dokumente zwangen sie aber dazu. Ausgehandelt mit den amerikanischen Juden 1916. Die brachten den amerikanischen Präsidenten Wilson dazu in den ersten Weltkrieg einzugreifen und die eigentlich schon besiegten Briten rauszuhauen. Der Lohn dafür war der eigene jüdische Staat. Deutsche Juden unterstützten das, obwohl sie damals fester und integrierter Teil des deutschen Volkes waren. Und die amerikanischen Juden saßen dann in Versailles bei der Diktion der Reparationen mit im Spiegelsaal um sich ihre Belohnung abzuholen. Fünf an der Zahl, Herr Warburg ganz vorn dabei. Die Deutschen mussten übrigens draußen warten.

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    1. Laut eines Artikels, auf den ich gestern stieß, ist im Internetarchiv des Zionismus´ noch immer nachlesbar, daß die damaligen europäischen Zionisten bereits VOR der Zuteilung ihres Siedlungsgebiets durch die UN keine Araber auf dem Gebiet ihres Groß-Israels(!)dulden wollten, das vom Euphrat bis zu Nil reichen sollte. Araber seien entweder zu vertreiben oder zu vernichten.

      An diese Vorgabe haben sich fast alle Regierungschefs Israels gehalten. Auch an der Entstehung der Hamas hatte die damalige israelische Regierung ihren Anteil. Die dahinterstehende Absicht war, mit Hilfe der Hamas die Entstehung eines eigenen Palästinenserstaates auf dem Gebiet des angestrebten Groß-Israels zu verhindern.

      Der erste Zionistenkongreß wurde damals laut Artikel von den meisten nicht-zionistischen Juden bekämpft, und auch heute noch soll eine Mehrzahl den jüdischen Staat ablehnen. Von Letzterem bin ich allerdings nicht unbedingt überzeugt.

      Nebenbei bemerkt: viele Palästinenser sind Semiten, die Nachfahren der europäischen Einwanderer nicht. Auch das zeigt den ganzen Irrsinn.

        1. Ja, das ist tatsächlich erstaunlich. Gibt es dafür bestimmte Gründe vonseiten der Israelis? Leben diese Araber separiert von den europäischen Juden in eigenen Bezirken?

  2. Wenn wir schon bei München 1972 sind:
    Die palästinensischen Terroristen hatten ihre Ausbildung in Ungarn – unter der Aufsicht von Rajnai Sándor, der nicht nur im Innenministerium beschäftigt war, sondern auch ein Mossad-Agent war.
    Und die traditionelle propalästinensische Haltung hat nach München ins Gegenteil umgeschlagen.
    Ich denke, mehr brauche ich nicht zu erzählen.

    1. Können Sie hier bitte deutlicher werden? Wessen traditionell propalästinensische Haltung ist nach München 1972 ins Gegenteil umgeschlagen?

      1. Herr Leser,
        ich meinte damit die propalästinensische Haltung unter den Studenten und Jugendlichen in der westlichen Welt.

  3. Netanjahu unter Druck
    Wegen Gaza-Krieg: 600 israelische Ex-Geheimdienstleute wenden sich an Trump
    Ehemalige Mossad- und Shin-Bet-Mitarbeiter fordern Donald Trump auf, Benjamin Netanjahu zum Ende des Gaza-Kriegs zu drängen – und werden in ihrem offenen Brief ungewöhnlich deutlich.

    Mehr als 600 ehemalige hochrangige Sicherheitsbeamte Israels – darunter Ex-Mossad-Chef Tamir Pardo und der frühere Shin-Bet-Chef Ami Ayalon – haben US-Präsident Donald Trump in einem offenen Brief aufgefordert, Premierminister Benjamin Netanjahu zu einem sofortigen Ende des Gaza-Kriegs zu drängen. Der Brief wurde nach Angaben der „Jerusalem Post“ am Sonntag verschickt und auch auf X veröffentlicht.
    Israelische Geheimdienstleute fordern Trump auf, Netanjahu zum Kriegsende zu drängen

    „Beenden Sie den Krieg in Gaza! Im Namen von CIS, Israels größter Gruppe ehemaliger IDF-Generäle sowie Mossad-, Shin-Bet-, Polizei- und Diplomatenvertreter, fordern wir Sie auf, den Gaza-Krieg zu stoppen. Sie haben es im Libanon getan – Zeit, es auch in Gaza zu tun“, heißt es in dem Schreiben.
    „Hamas stellt keine strategische Bedrohung mehr für Israel dar“

    Die Verfasser betonen, die israelische Armee habe ihre militärischen Ziele längst erreicht. „Die Hamas stellt keine strategische Bedrohung mehr für Israel dar“, schreiben sie. Die Zerschlagung der Hamas-Militärstrukturen und der Regierungsgewalt sei abgeschlossen – das wichtigste Ziel, die Rückkehr aller Geiseln, könne nur durch eine Vereinbarung erreicht werden. „Unsere Geiseln können nicht warten“, mahnen die Ex-Geheimdienstler. Die Verfolgung der verbleibenden hochrangigen Hamas-Funktionäre könne später erfolgen.
    https://www.focus.de/politik/ausland/wegen-gaza-krieg-600-israelische-ex-geheimdienstleute-wenden-sich-an-trump_b54b1d53-3fe1-4b6a-87a3-315218b05c1a.html

    Der Rechtsextremist Netanjahu ist mittlerweile dazu übergangen jeden beliebigen israelischen Demonstranten, der gegen ihn demonstriert als „Hamas-Unterstützer“ oder als „Helfer von Terroristen“ zu beschimpfen.Die Versammlungsfreiheit und das das Recht auf Demonstrationen in Israel werden immer weiter eingschränkt, weil der Autokrat Netanjahu keinen Widerspruch duldet!
    Netanjahu ist ein ultraradikaler Anti-Demokrat. Das hat er schon in der Coronazeit in Israel bewiesen.
    Ich wundere mich nur, warum die Ansage-Autoren das nicht kritisch hinterfragen, was der AntiDemokrat Netanjahu alles in der Coronazeit in Israel für einen Coronaterror durchgezogen hat…