Stiller Protest: Erika Steinbachs Einzelplatz im Bundestag

Stiller Protest: Erika Steinbachs Einzelplatz im Bundestag

Erika Steinbach im Bundestag 2017 auf dem Platz hinter ihren früheren Unions-Fraktionskollegen (Foto:ScreenshotFacebook)

Für rund neun Monate des Jahres 2017 gab es im Berliner Reichstag ein einzigartiges Kuriosum. Dies ist die Geschichte des „Einzelplatzes“ von Erika Steinbach im deutschen Parlament. Steinbach, war von 1990 bis 2017 Abgeordnete des Deutschen Bundestages; die wertkonservative Politikern, bis 2014 auch Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, vertrat zunächst den Wahlkreis Frankfurt am Main III, später dann den Wahlkreis Frankfurt am Main II. Lange Zeit saß sie als CDU-Mitglied und Fraktionskollegin im Block der CDU/CSU-Fraktion.

Dann kam der 2015er Grenzputsch mit der sich unmittelbar daran anschließenden Masseneinwanderungslawine. Erika Steinbach konnte und wollte diesen Bruch mit allen Prinzipien der Union nicht mitmachen – und blieb konsequent: Am 15. Januar 2017 trat sie aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel aus der CDU und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aus. Sie blieb fraktionslos, behielt aber ihr Mandat bis zum Ende der Legislaturperiode im Oktober 2017 bei.

Mahnendes Bild

Die schon damals hoffnungslos verkommene CDU verfügte anschließend eine beispiellose Isolationsmaßnahme: Die Bundestagsverwaltung montierte auf deren Verlangen hin einen einzelnen Stuhl speziell für Steinbach in der letzten Reihe – direkt hinter der CDU/CSU-Fraktion.
Dieser Stuhl war ohne eigenen Tisch und ohne Telefon – im Gegensatz zu allen regulären Abgeordnetenplätzen. Es war ein erster Vorgeschmack auf die Diskriminierung und Entrechtung von Opposition und systemabtrünnigen Dissidenten im Parlament, der heute zum Standard geworden ist.

Erika Steinbach kandidierte 2017 nicht mehr für den Bundestag; sie schied Ende Oktober 2017 aus dem Parlament aus. Der Einzelstuhl existierte nur für den Rest dieser Legislaturperiode. Ihr Platz jedoch wurde zum mahnenden Bild gegen illegale Landnahme und hundertfachen Mordes durch sogenannte “Flüchtlinge” an Deutschen. Danke für ihren Mut, liebe Erika Steinbach! Die Geschichte wird sich für dieses Unrecht mit dem Tod der CDU revanchieren.

11 Kommentare

  1. Nicht viele hätten die Kraft und den Mut von Frau Steinbach gezeigt.
    Es ist offensichtlich ein Verstoß gegen die Menschenwürde. Von der Fraktion nicht vertretbar. Die größten Versager aber sind die, die vorne am Pult sitzen. Von da hätte eine würdige Maßnahme kommen müssen!

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  2. Hut ab – mutig. Rückgrat wie bei Frau Steinbach haben nur Wenige noch im Bundestag – nur noch AFDler –

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  3. Ja ja so läuft es eben in Deutschland für Politiker (innen) , wenn man nicht der Mehrheit folgt sondern eine eigene Meinung vertritt. Wir haben es in den letzten Jahren bei der C Plandemie gesehen, gelesen und lernen müssen oder sich dagegen zu stemmen.
    Erika Steinbach wird in die Geschichte eingehen.

  4. Frau Steinbach hätte, nach meinem Dafürhalten, direkt zur AfD gehen müssen!
    Erika Steinbach, eine Frau mit Prinzipien. Nun es ist Historie…
    Auch das hier, ist Geschichte….
    ::
    „Der irre AfD’ler mit der Deutschlandfahne!“ // Wie Höcke vor 10 Jahren dieses Land warnte!

    …!!