
In mehreren Städten des Iran sind gestern Studierende auf die Straße gegangen, um gegen Änderungen der Prüfungsbedingungen an den Universitäten zu protestieren. Nach Berichten aus verschiedenen Regionen des Landes handelt es sich um koordinierte Aktionen, die deutlich größer ausfallen als ähnliche Protestversuche der vergangenen Tage. Bereits in der vergangenen Woche hatte es vereinzelt lokale Demonstrationen und Streiks an Hochschulen gegeben. Diese blieben jedoch weitgehend begrenzt und erreichten keine größere öffentliche Aufmerksamkeit. Die heutigen Proteste unterscheiden sich davon durch ihre geografische Ausdehnung und den höheren Grad der Organisation. Demonstrationen wurden unter anderem gemeldet aus Teheran, Isfahan, Maschhad, Chorramabad, Yasudsch, Schiras, Arak, Kermanschah, Tabriz und Karadsch. Offiziell richten sich die Proteste gegen die jüngsten Änderungen der universitären Prüfungsregelungen. Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass studentische Bewegungen im Iran in der Vergangenheit häufig über ihre ursprünglichen Forderungen hinausgewachsen sind und eine breitere gesellschaftliche oder politische Dimension angenommen haben.
Studierende gelten im Iran seit Jahrzehnten als eine der aktivsten gesellschaftlichen Gruppen des Landes. Aufgrund ihrer Mobilisierungsfähigkeit und ihrer Präsenz an Universitäten im ganzen Iran werden Proteste aus diesem Umfeld oft aufmerksam verfolgt. Ob sich die aktuellen Demonstrationen auf weitere gesellschaftliche Gruppen ausweiten oder auf die Hochschulen beschränkt bleiben, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Die weitere Entwicklung dürfte in den kommenden Tagen davon abhängen, wie die Behörden auf die Proteste reagieren und ob die Organisatoren zusätzliche Forderungen formulieren oder weitere Aktionen ankündigen.
Neuer Ansatz der USA
Unterdessen verfolgen die Vereinigten Staaten unter Donald Trump offenbar einen neuen Ansatz im Konflikt mit dem Mullah-Regime: Sie erwägen bemerkenswerten Schritt im Umgang mit den eingefrorenen iranischen Vermögenswerten. Nach Informationen von Reuters hat US-Finanzminister Scott Bessent eine erste Bewertung möglicher Schäden in den Golfstaaten angeordnet, die durch iranische Angriffe oder von Teheran unterstützte Milizen verursacht wurden. Zudem wird geprüft, ob eingefrorene iranische Gelder künftig zur Entschädigung betroffener Staaten herangezogen werden könnten. Sollte diese Idee umgesetzt werden, würde sie die Dynamik der laufenden Verhandlungen mit dem Iran grundlegend verändern.
Teheran fordert seit Langem wirtschaftliche Kompensation für die Folgen von Sanktionen und für Schäden, die nach iranischer Darstellung durch die amerikanische Politik entstanden sind. Die iranische Führung argumentiert, dass jede langfristige Einigung auch eine finanzielle Wiedergutmachung umfassen müsse. Washington scheint nun eine Gegenrechnung in Betracht zu ziehen. Aus Sicht vieler Staaten am Persischen Golf stellt sich die Frage, warum ausschließlich über iranische Forderungen gesprochen werden sollte, während die Kosten iranischer Raketenangriffe, Drohnenoperationen und regionaler Stellvertreterkonflikte bislang weitgehend unberücksichtigt bleiben.
Die Gegenrechnungen aufgemacht
Die Diskussion über eingefrorene Vermögenswerte erhält dadurch eine neue politische Dimension. Statt als Verhandlungsmasse für Zugeständnisse könnten die Gelder künftig als potenzieller Entschädigungsfonds betrachtet werden. Befürworter argumentieren, dies würde ein Prinzip der Verantwortlichkeit etablieren: Wer Schäden verursacht, müsse auch für deren Folgen aufkommen. Allerdings wäre ein solcher Schritt rechtlich und diplomatisch hochumstritten. Die Verwendung staatlicher Vermögenswerte zur Kompensation Dritter könnte internationale Rechtsfragen aufwerfen und die ohnehin schwierigen Gespräche zwischen Washington und Teheran zusätzlich belasten.
Dennoch verdeutlicht die Debatte einen grundlegenden Wandel in der amerikanischen Denkweise: Während der Iran weiterhin Entschädigungen für eigene wirtschaftliche Verluste fordert, wächst in Washington und bei den arabischen Partnerstaaten die Bereitschaft, umgekehrt auch die Kosten iranischer Regionalpolitik auf die politische Rechnung zu setzen. Die Botschaft ist klar: Wenn über Entschädigungen gesprochen wird, dann nicht nur über die Schäden, die der Iran erlitten hat, sondern auch über jene, für die er nach Ansicht seiner Gegner selbst verantwortlich gemacht wird.
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7 Kommentare
Im Deutschen Sprachgebrauch gibt es ganz selten substantivierte Partizipien.
Also, was solch dieser Gender-Mist in unserer Sprache ??!!! Das tut den Augen weh !!!
Irgendwann reicht es, und man fragt sich, wozu man soviel Energie in der Schule (durchweg „Gut“) aufgewendet hat, um die Deutsche Sprache kulturell und traditionell zu beherrschen …
Man weiß direkt, wer all den Irrsinn inszeniert. Wenn die belogenen Massen erst einmal wandern, ist das Ziel schon fast erreicht.
Nun, was beanstanden denn die Studenten an den Prüfungsregeln? Soll der Leser die Recherche selst machen? Bei der Verwendung von eingefrohrenen Geldern geht es im Moment nur um die iranischen Gelder in Katar entsprechend meiner Informationen. Ist nach internationalen Recht eigentlich nicht möglich, wie die USA selber zwischen den Zeilen kommunizieren. Dann schauen wir uns mal die Schäden an – i.O. Infrastruktur und Ölindustrie aber der Löwenanteil sind Schäden auf den US Basen vom Geldwert her. Die Rechnung vom Iran schenke ich mir hier. Sorry, subjektiv kein guter Artikel.
Warum heißt es hier in einem alternativen Medium ‚Studierende‘? ‚Studenten‘ ist generisches Maskulinum. Man sollte nicht die Sprache der Mainstreammedien benutzen.
„In mehreren Städten des Iran sind gestern Studierende auf die Straße gegangen, um gegen Änderungen der Prüfungsbedingungen an den Universitäten zu protestieren.“
Studierende sind das dann nicht, sondern Protestierende. Studierende sind es, wenn sie studieren. Aber nur dann.
Übrigens, Studierende sind Studenten und nichts anderes. Die deutsche Sprache kennt keinen Sexismus. Das Gendern ist Sexismus.
„In mehreren Städten des Irans sind gestern Studenten auf die Straße gegangen, um gegen Änderungen der Prüfungsbedingungen an den Universitäten zu protestieren.“
Mir tun die jungen Menschen leid.
Sie wollen Freiheit!
Sie enden im Grab.
Mullahs dulden keine Freiheit.
Jeder endet im Grab.
Dir sollten lieber die deutschen Kinder leid tun, die auch keine Freiheit haben und deren Heimat, Sprache, Kultur , Geschichte, Infrastruktur vernichtet wird.