Teherans kalkulierte Zurückweisung: Irans Bedingungen für ein Kriegsende

Teherans kalkulierte Zurückweisung: Irans Bedingungen für ein Kriegsende

Teheran zeigt sich weiter unnachgiebig gegenüber Trumps Forderungen (Foto:Imago)

Die offiziellen Verlautbarungen aus Iran lassen an Deutlichkeit wenig zu wünschen übrig: Der von Donald Trump vorgelegte 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Konflikts wird nicht nur abgelehnt, sondern als „übertrieben“ zurückgewiesen. Hinter dieser Wortwahl verbirgt sich mehr als bloße rhetorische Schärfe – sie markiert eine strategische Positionierung Teherans in einem Konflikt, dessen Ausgang weiterhin ungewiss ist. Dabei ist die amerikanische Position differenzierter, als es die iranische Darstellung nahelegt.

Washington drängt nicht unmittelbar auf ein Kriegsende, sondern hält vielmehr die Tür für Verhandlungen offen. Der Vorschlag ist weniger als Ultimatum denn als Rahmen zu verstehen, innerhalb dessen diplomatische Optionen ausgelotet werden können. Gerade diese Offenheit wird in Teheran offenbar als Versuch interpretiert, Einfluss auf den Zeitpunkt und die Bedingungen eines möglichen Friedensschlusses zu nehmen.

Fünf Bedingungen als politisches Programm

Die von Teheran formulierten fünf Bedingungen lesen sich weniger wie konkrete Verhandlungspunkte denn als politisches Programm. Erstens fordert der Iran ein sofortiges Ende „aller Aggressionen und Attentate“. Gemeint sind damit mutmaßlich gezielte militärische Operationen, die Teheran seinen Gegnern zuschreibt. Zweitens verlangt man belastbare Garantien gegen ein Wiederaufflammen der Kampfhandlungen – ein Punkt, der angesichts der komplexen regionalen Gemengelage schwer zu operationalisieren ist. Drittens besteht der Iran auf Entschädigungszahlungen für Kriegsschäden. Eine solche Forderung ist völkerrechtlich nicht ungewöhnlich, politisch jedoch hochsensibel, da sie implizit eine Schuldfrage aufwirft.

Viertens verlangt Teheran ein umfassendes Ende der Kämpfe „an allen Fronten“, einschließlich der Aktivitäten verbündeter Milizen. Hierzu zählt unter anderem die Hisbollah sowie weitere sogenannte Stellvertreterstrukturen, auch mit Bezug zu den Vereinigte Arabische Emirate. Die fünfte Forderung schließlich hat besondere geopolitische Brisanz: Der Iran beansprucht die Souveränität über die Straße von Hormus als „natürliches und legitimes Recht“. Diese Meerenge zählt zu den wichtigsten Energietransportrouten der Welt. Eine einseitige Kontrolle durch Teheran würde das internationale Machtgefüge erheblich verschieben und dürfte insbesondere bei westlichen Staaten auf erheblichen Widerstand stoßen.

Historische Dimension und Deutungshoheit

Die Schärfe der aktuellen Rhetorik verweist auf eine Eskalationsstufe, die in dieser Form selten geworden ist. Beobachter ziehen bereits Vergleiche zu Konfliktkonstellationen, wie sie zuletzt im Umfeld des Zweiter Weltkrieg zu beobachten waren – ein Hinweis weniger auf konkrete Parallelen als auf das Ausmaß der gegenseitigen Blockade und des Misstrauens. Die iranische Zurückweisung des amerikanischen Vorschlags ist somit weniger als kategorisches Nein zu verstehen denn als Versuch, die Verhandlungsparameter neu zu definieren. Während Washington einen offenen Rahmen für Gespräche signalisiert, setzt Teheran auf strategische Eigenständigkeit und maximale Forderungen.

Ob sich daraus ein tragfähiger diplomatischer Prozess entwickeln kann, bleibt offen. Klar ist jedoch: Solange beide Seiten ihre Positionen primär zur Demonstration politischer Stärke nutzen, wird ein Durchbruch schwer zu erreichen sein. Der Konflikt verlagert sich damit zunehmend auf die Ebene der politischen Deutungshoheit – und entfernt sich zugleich von einer kurzfristigen Lösung.

21 Kommentare

  1. Sechstens fordern die Nachthemden eine rückwirkende Amnestie für alle in der Vergangenheit begangenen Verbrechen und darüber hinaus eine umfassende Immunität für alle in der Zukunft noch zu begehenden Verbrechen.
    Wenn schon, denn schon!
    😜

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  2. Man vergleiche was Trump will, und was Bibi will !!! Trump will Iran verbieten seine Souveränität auszuüben. „Bibi“
    will ein Teil von Libanon besetzen. Was soll Trumps Plan überhaupt aussagen – Die Araber sind Blöd ??? Der Prinz will
    das Trump Bodentruppen in den Iran einsetzt – ein zweischneidiges Schwert !!! Trump spielt mit „Amerika First“

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  3. UKRAINE – USA – „Vor unseren Augen“ – CIA koordiniert Nazis und Dschihadisten

    https://mundderwahrheit.wordpress.com/2014/05/19/ukraine-usa-vor-unseren-augen-cia-koordiniert-nazis-und-dschihadisten-thierry-meyssan-19-05-14/

    Am 8. Mai 2007 erstellten Nazi- und islamistische Gruppierungen in Ternopil (west-Ukraine), eine so genannte anti-imperialistische Front zum Kampf gegen Russland.

    Organisationen aus Litauen, Polen, Ukraine und Russland sind daran beteiligt, darunter auch die islamistischen Separatisten von der Krim, von Adygeja, von Dagestan, Inguschetien, Kabardino-Balkarien, Karatschai-Tscherkessien, Ossetien, Tschetschenien.

    Da Dokka Umarov wegen der internationalen Sanktionen nicht präsent sein kann, lässt er seinen Beitrag dort lesen.

    Die anti-imperialistische Front wird von Dmytro Jarosch geleitet, der während des Putsches von Kiew im Februar 2014 stellvertretender Sekretär des Rates der nationalen Sicherheit der Ukraine werden wird. ALLES LESEN !!

  4. Allerdings gibt es in der SPD wenigstens noch vereinzelt Stimmen, die sich im Ukrainekrieg für diplomatische Bemühungen einsetzen.

    In der Union herrscht nur das alte Weltbild vom „bösen“ Russland und dem „guten“ Amerika, was dann auch in hündischer Ergebenheit zu Trump ubd doppelten moralischen Standards zum Ausdruck kommt!!

  5. @Irans Bedingungen für ein Kriegsende
    historisch gesehen überaus unterhaltsam : nach über 200 Jahren gewaltsamer Expansion kommt das Imperium an seine Grenzen!
    Und schon sein Vorgänger, das britische Imperium, hat seinen Untergang in den kriegen gegen Deutschland gelegt : es brauchte die Truppen seiner Kolonien, und diese sahen, das ihre so überlegenen Herren genauso bluteten und starben und keineswegs besser waren als sie selbst.
    Der Rest ist dann Geschichte und die USA ihr Nachfolger.
    Und es scheint jetzt, das auch die USA auf die Truppen ihrer Kolonien zurückgreifen wollen/müssen – historisch gesehen der Anfang vom Ende ! Die Abhängigen in Arabien gehen schon von der Fahne !

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  6. Zitat: „Erstens fordert der Iran ein sofortiges Ende „aller Aggressionen und Attentate“. “
    Darüber lässt sich doch reden, wenn der Iran sich selbst mit einbezieht.
    Zitat: „Zweitens verlangt man belastbare Garantien gegen ein Wiederaufflammen der Kampfhandlungen …“
    Kein Problem: Solange der Iran nicht anderen Völkern und Staaten den Tod bringen will und solange er keine bestialischen Terrorakte finanziert (solange er sich also an seine erste Forderung hält), gibt es keinen Grund für Kampfhandlungen.
    Zitat: „Drittens besteht der Iran auf Entschädigungszahlungen für Kriegsschäden.“
    Da die Kriegsschäden dadurch entstanden sind, dass der Iran seine ersten beiden Forderungen selbst eklatant gebrochen hat, muss dies abgelehnt werden.
    Zitat: „Viertens verlangt Teheran ein umfassendes Ende der Kämpfe „an allen Fronten“, einschließlich der Aktivitäten verbündeter Milizen.“
    Hier kann man den Iran nur unterstützen und schnell und konsequent gemeinsam mit dem Iran darauf hinarbeiten, dass das Ende von Hisbollah und Hamas herbeigeführt wird.
    Zitat Fünftens: „Der Iran beansprucht die Souveränität über die Straße von Hormus als „natürliches und legitimes Recht“.“
    Da diese Forderung auch die Hoheitsgewässer von Oman betrifft (auf die auch die ‚internationale Gemeinschaft‘ keinen unmittelbaren Zugriff hat), muss sie abgelehnt werden. Hier gelten die bisherigen internationalen Vereinbarungen, deren (auch militärische) Verteidigung zur Notwehr zählt.
    Die fünf Forderungen des Iran sind nicht nur eine Grundlage für weitere Verhandlungen, sie sind ein Friedensangebot an die ‚internationale Gemeinschaft‘.

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  7. Trump verweist immer wieder darauf den von einem Bau einer Atombmbe abzubringen.
    Warum geht Trump dann nicht gegen Pakistan vor ?
    Pakistan hat schon längst die Atombombe (siet den 1990-er Jahren ). Und in Pakistan gibt es mindestens genauso viele Terror-Organisatione wie im Iran. Und Pakistan hat soeben einen Krieg gegen Afghanistan angezettelt und droht (laut britischen Mainstream Medien) schon seit mehr als 20 Jahren Indiens Großstädte mit Atombomben auszulöschen.
    Warum hat den die US-Regierung ,damals noch unter dem US-Präsidenten dem US-Republikaner G.W. Bush die Sanktionen Anfang der 2000-er Jahre gegen Pakistan aufgehoben und hat beim War on Terror mit dem Terror-Regime von Pakistan zusammengearbeitet?

    Die größte Bedrohung für die Region (in der Golfregion) geht definitiv von Saudi Arabien aus. Dieses Terror-Regime welches immerhin für 9/11 Anschläge verantwortlich ist .
    https://www.focus.de/politik/ausland/skandaloese-enthuellungen-so-tief-soll-saudi-arabien-in-die-9-11-anschlaege-verstrickt-gewesen-sein_id_5450372.html

    https://www.welt.de/geschichte/article154460697/So-halfen-saudische-Agenten-den-9-11-Terroristen.html

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/vorwuerfe-gegen-saudi-arabien-die-geschichte-von-9-11-muss-neu-geschrieben-werden-14267152.html

    Dem Trump ist das auch egal, dass Saudi Arabiens Regime viele US-AMerikaner am 11.09.2001 getötet haben. Ihm sind Geld und Macht viel wichtiger. Das Leben der US-Amerikaner interessiert ihn überhaupt nicht.Für Trump ist die Hauptsache , dass die Geschäfte zwischen den USA und Saudi Arabien boomen.

    Wie selektiv und völlig ohne Logik aber willkürlich die USA das Thema Menschenrechte siet Jahrzehnten auslegen, das konnte man schon daran erkennen als der wichtige US-Verbündete Saudi Arabien (eines der frauenfeindlichsten Länder der Welt) vor paar Jahren und zwar 2017 in die UNO-Kommission für Frauenrechte gewählt (mit Unterstützung des kollektiven Westens) wurde.Damals hatten die US Amerikaner , die US Regierung und viele EU-Länder merkwürdigerweise aber keine Probleme damit gehabt. Merkwürdig…
    https://www.diepresse.com/5206760/saudiarabien-in-uno-kommission-fur-frauenrechte-gewahlt

    Nur das von den pöööhsen Sozialisten damals regierte Schweden als eines der wenigen westlichen Länder, hat damals sehr laut dagegen protestiert und war darüber entsetzt und empört. Denn Saudi Arabien ist ja schließlich genauso wie der Iran eines der frauenfeindlichsten Länder der Welt!
    ABer für die US-Regierung gar kein Problem. Hauptsache das radikalislamische Wahhabi-Regime von Saudi Arabien macht viele Geschäfte mit den Amis . Da stören die Menschenrechte und die Moralapostel nur…

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    1. wenn man ganz scharf hinguckt, könnte man den krieg gegen den iran auch als einen proxy krieg gegen europa betrachten..kommt nur auch den standpunkt an. qui bono?

  8. Die Parallelität der deutschen Politik und Medien zum Ukraine- und zum Irankrieg. Grundlage dafür ist das ideologische, von persönlicher Unwissenheit und fremden Interessen, Haltung und (Doppel-)Moral geprägte Bild, was die seit einigen Jahren handelnden Personen in Deutschland haben. ( die Wahrheit stirbt zuerst im <<<Krieg!!!!)
    Es gibt seit mind. 10 Jahren keine objektive Berichterstattung mehr über Russland oder den Orient bzw. Nahen Osten.
    Mit dem Tod eines Peter Scholl-Latour, eines Lutz Ruge oder einer aus der ÖRR-Welt verdrängten Sabine Krone-Schmalz oder Roger Köppel wird nur noch politisch-ideologisch nützlicher Bullshit, Haltung, Moral und – man mag es kaum glauben bei den „Guten“ – Hass und Hetze über diese zu Monstern und Feinden aufgebauten Regionen verbreitet.

    Nützliche Idioten sowohl in den Reihen der Spitzen-Parteipolitiker, aber auch der Abgeordneten (die nur zu 50% „unmittelbar“ wie es das GG vorschreibt, gewählt sind) dienen in Deutschland (in der Alt-BRD schon immer) fremden Interessen. Deutschland steht mithin am Scheideweg, was wohl vielen gar nicht bewußt ist – entweder grundlegende Reformen, was nur funktioniert, wenn man die Verantwortlichen der multiplen Krise im Lande, also die Altparteien, abwählt—oder….Crash oder Krieg.

    Es sieht aber nicht nur nicht nach grundlegenden Reformen aus, sondern Crash und Krieg werden durch das aktive Handeln der Regierenden heraufbeschworen.( JEDER VERBLÖDE POLITIKER BRAUCHT EINEN VERBLÖDETEN WÄHLER!!! so funktioniert der deutsche BT.)

  9. Zitat: “ …. Der Vorschlag ist weniger als Ultimatum denn als Rahmen zu verstehen.“

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    Kompletter Unsinn: Trump formuliert nur das, was schon vor dem Krieg gefordert wurde! Die komplette Kapitulation des Iran. Das ist und war und sollte wohl auch alles andere als „hilfreich“ sein.

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    So kann es gehen, wenn man glaubt, sich über alle denkbaren Reaktionen und Interessen anderer gewaltsam hinwegsetzen zu können.

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    Der gesamten Menschheit haben Israel und die USA mit ihrem Angriffskrieg jedenfalls einen wahrlich katastrophalen Bärendienst erwiesen.

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    Über die „Schuldfrage“ können wir uns in einigen Jahren unterhalten – wenn es dann noch geht!

  10. Könnte das Armageddon sein, das wir gerade erleben (Johannesoffenbarung 16,16) und von dem immer wieder gesprochen wurde. Gnade uns Gott.

  11. Meine 2 cent dazu

    DER DOMINOEFFEKT, DEN IHNEN NIEMAND ERKLÄRT

    Der Iran ist nicht nur ein Land im Krieg.

    Er ist eine Finanzierungsmaschine.

    Seit 1979 ist das islamische Regime der mit Abstand größte Geldgeber des Terrorismus im Nahen Osten.

    Folgendes bricht zusammen, sobald dieses Regime fällt:

    DOMINO 1: Hisbollah (Libanon)
    Der Iran schickt ihnen jährlich 700 Millionen bis über 1 Milliarde Dollar.
    Das ist ihr gesamtes Kriegsbudget.
    Kein Iran = keine Hisbollah.

    DOMINO 2: Hamas (Gaza)
    93 % der Finanzierung der Hamas stammen aus dem Iran.
    100 bis 350 Millionen Dollar pro Jahr in bar.
    Kein Iran = Die Hamas hat kein Geld zum Kämpfen.

    DOMINO 3: Houthis (Jemen)
    100 bis 200 Millionen Dollar pro Jahr in direkten Überweisungen.
    Plus Waffen. Plus Ausbildung. Plus Kommandeure der IRGC vor Ort.
    Kein Iran = Die Houthis werden wieder zu einer Stammesmiliz mit AKs.

    DOMINO 4: Irakische Milizen
    Kata’ib Hisbollah. Asa’ib Ahl al-Haq. Badr-Organisation.
    Alle finanziert, bewaffnet und geleitet von der iranischen IRGC.
    Kein Iran = sie verlieren ihren Gönner. Schnell.

    DOMINO 5: Syrische Milizen
    Der Iran hat 16 MILLIARDEN Dollar ausgegeben, um Assad zu stützen.
    Das gesamte syrische Stellvertreter-Netzwerk läuft auf iranischem Geld.
    Kein Iran = kein Geld, keine Mission.

    Die Leute fragen immer wieder, warum diese Operation wichtig ist.

    Das ist der Grund.

    Eine Quelle. Fünf Netzwerke. Milliarden an jährlicher Terrorfinanzierung.

    Zieh die Quelle ab. Das ganze Netzwerk stirbt.

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  12. Joe Kent: Charlie Kirk versuchte Trump vor seinem Tode vom Iran-Krieg abzubringen
    Zu den prominentesten Gegnern des Krieges gegen den Iran zählte Charlie Kirk, der am 10. September brutal ermordet wurde. Der wegen des aktuellen Iran-Krieges zurückgetretene frühere Direktor des „National Counterterrorism Center“, Joe Kent, erinnert sich noch gut an Charlie Kirk. Er bestätigte, dass Kirk großen Einfluss auf Donald Trump hatte und immer wieder versuchte, Trump vom Iran-Krieg abzubringen.
    https://www.unser-mitteleuropa.com/193396

    Tja, nun wissen wir auch warum Charlie Kirk gescheitert ist, Trump zu überzeugen. Trump ist kein MAGA, sondern ein waschechter NeoCOn!

  13. Nachdem Trump und der menschenverachtende Rechtsextremist Netanjahu viele Führungspersönlichkeiten des Mullah-Regimes, darunter auch viele gemäßigte udn moderate ausgeschaltet haben, werden immer radikalere Personen nun beim Mullah-Regime nach oben gespült. So wie es viele Politologen und viele asiatischen und russische Experten vorhergesagt hatten.
    Trump und Netanjahu werden keinen Regime-Wechsel erreichen,wenn das so weitergeht.

    Neue Personalie in Iran
    Ein radikaler Revolutionsgardist lenkt nun die Geschicke
    Mohammad Bagher Zolghadr wird neuer Sekretärs des Nationalen Sicherheitsrates. Er war Mitbegründer der Revolutionsgarden – und gilt als absoluter Hardliner.

  14. Die US-Wähler könnten Trump stoppen, aber werden sie?
    In den USA wendet sich die Öffentliche Meinung gegen Israel. Angefeuert durch die Wut auf Donald Trump. Die Zeitschrift Foreign Policy (FP) ist ein durch und durch transatlantisch und hegemonial ausgerichtetes Medium zur Unterstützung der imperialen Herrschaftsansprüche der USA. Und was schreibt das Blatt? „Die Israel Lobby ist Verantwortlich für den Iran-Krieg.“ Auch die Stimme der Volksseele verändert sich.

    „Wer trägt also die Verantwortung? Allen voran Präsident Donald Trump und seine Schar unfähiger und inkompetenter Gefolgsleute. Wie George W. Bush im Jahr 2003 traf er die Entscheidung und trägt die letztendliche Verantwortung für die Folgen. Und natürlich trägt auch Netanjahu, der versucht, die israelische Hegemonie über die gesamte Region zu errichten, aber ohne aktive Unterstützung der USA keine Chance dazu hat, eine direkte Verantwortung. Doch kein Präsident handelt völlig allein – was auch immer Trump uns glauben machen will – und es ist bekannt, dass Trump sich von dem beeinflussen lässt, was er von seinem Umfeld hört. Zu Trumps engstem Kreis gehören viele, die überzeugte Verteidiger Israels sind, langjährige Nutznießer von Wahlkampfspenden für Israel oder beides. Trumps zwei Nahost-Gesandte – Steve Witkoff und Jared Kushner – sind beide glühende Unterstützer Israels, ebenso wie der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee. Rubio, der auch als nationaler Sicherheitsberater fungiert, war während seiner Zeit im Senat ein überzeugter Verfechter der besonderen Beziehung zu Israel und einer der größten Empfänger pro-israelischer Wahlkampfspenden. Die derzeitige Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, arbeitete als Beraterin für Netanjahus Wiederwahlkampagne 2020. Abgesehen von der Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard, die vor ihrer MAGA-Ära die übermäßige US-Unterstützung für Israel infrage stellte, fällt es schwer, jemanden in den höchsten Kreisen der Regierung zu finden, der sich öffentlich für eine Distanzierung der Vereinigten Staaten von Israel ausspricht.“

    Zweitens habe Trump selbst seine Dankbarkeit gegenüber engagierten pro-israelischen Persönlichkeiten wie dem verstorbenen Sheldon Adelson und seiner Witwe Miriam anerkannt, schreibt das Blatt. Und verweist auf einen kürzlich erschienenen Artikel in „The Nation“, der ausführte, wie Trump in seiner Rede vor der Knesset im Oktober 2025 Miriam Adelson – die größte Einzelspenderin bei den letzten US-Wahlen – hervorhob und sogar spekulierte, sie liebe Israel womöglich mehr als die Vereinigten Staaten. Ähnliche Bedenken erklärten möglicherweise auch, warum einige führende Demokraten sich davor scheuten, Israel für den Kriegsbeginn oder die Trump-Regierung für ihren Kriegseintritt zu kritisieren, und sich stattdessen auf die mangelhafte Kriegsplanung konzentrierten.

    Dann kommt der Artikel zum dritten Punkt. Dieser Krieg käme nicht aus dem Nichts. Zwar befänden sich die Vereinigten Staaten und der Iran seit Jahrzehnten in einem Konflikt, und weder Israel noch die israelische Lobby tragen die alleinige Verantwortung für das Misstrauen, mit dem die beiden Länder einander begegnen. Nichtsdestotrotz haben Lobbygruppen wie AIPAC, die Foundation for Defense of Democracies, die Zionist Organization of America und United Against Nuclear Iran über Jahre hinweg daran gearbeitet, den Iran zu dämonisieren, US-Unternehmen an Geschäften dort zu hindern und frühere Versuche der ehemaligen iranischen Präsidenten Akbar Hashemi Rafsanjani und Mohammed Khatami zur Verbesserung der Beziehungen zu torpedieren. Diese Gruppen seien auch Verantwortlich dafür, dass Trump das Atomabkommen JCPOA mit dem Iran brach, nach westlicher lesart „kündigte“.
    https://tkp.at/2026/03/26/die-us-waehler-koennten-trump-stoppen-aber-werden-sie/

  15. Netanjahu drängt weitere Länder in den Krieg gegen Iran
    https://www.n-tv.de/politik/Netanjahu-draengt-weitere-Laender-in-den-Krieg-gegen-Iran-id30498376.html

    „Netanjahu will kämpfen, bis vom Iran nichts übrig ist“
    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Netanjahu-will-kaempfen-bis-vom-Iran-nichts-uebrig-ist-id30491726.html

    Während Trump und die NeoCon-Faschisten derzeit alles versuchen, um die Europäer bzw. die NATO in den Iran-Krieg zu verwickeln, hat Netanjahu noch mehr im Sinne. Er will nun auch arabische Staaten in den Krieg gegen den Iran reinziehen…
    Typisch Netanjahu. So kennt man ihn schon seit den 1990-ern. Ein ultraradikaler Brandstifter, der überall nur Chaos und Verwüstung anrichten will…

  16. Er hat es schon wieder getan..! Trump hat das Ultimatum verlängert. Das ist so inkonsequent wie dumm. Die ganze Islambagage tanzt nun dem Westen auf der Nase herum.. DAS ist der Schrecken ohne Ende-

  17. Besonders pervers finde ich die Haltung der Europäer, die alle Kriege der USA unterstützen, aber wenn sich Russland zur Wehr setzt ist dies das BÖSE RUSSLAND !?!?

  18. man wundert sich also wenn man in eine Kneipe geht und eine Schlägerei anfängt das man einen auf die Fresse bekommt? Heuchlerische Saubande

  19. „Der Preis war es wert“: 75 Jahre Chaos und Zerstörung im Namen westlicher Werte

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/513690/der-preis-war-es-wert-75-jahre-chaos-und-zerstoerung-im-namen-westlicher-werte

    Im zweiten Teil seiner großen Analyse zeigt DWN-Kolumnist Rüdiger Tessmann auf, wie die USA nach 1945 eine weltweite Spur der Verwüstung hinterlassen haben – immer in Namen angeblich überlegener Moral.

    Vietnam, Iran, Lateinamerika

    Aber auch in Europa führten die USA einen Regimewechsel herbei – die Maidan-Proteste in der Ukraine konnten wir im Fernsehen beobachten.

    Kenner der Situation in der Ukraine wussten, dass die Ost-Ukraine russisch-sprachig ist und nicht von Russland-feindlichen Politikern aus Kiew regiert werden will, und dass die Krim ohnehin zu Russland gehört.

    Fazit: Kompromisse zwischen drei Gleichberechtigten zu finden, erfordert allerdings Politiker, die den Frieden als Ziel vor Augen haben, und nicht die imperiale Machterweiterung eines einzigen Akteurs.

    Die in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vorgebrachten Gedanken könnten als Leitsterne dienen.

    Sie betonen die Entscheidungsfreiheit der Völker, nicht die Vorherrschaft eines einzigen Staates gegenüber allen anderen – und das ist etwas, was man in den USA überhaupt nicht gerne zur Kenntnis nimmt. ALLES LESEN !!