
Eddie Murphy und ich, wir hatten ein paar gute Jahre. Damals, Anfang der 80er, liefen „Nur 48 Stunden“ und „Die Glücksritter“ im Magazin, einem Hamburger Programmkino, als double feature – und ich war zigmal dabei. Den ersten „Beverly Hills Cop“ mochte ich auch noch, aber schon beim zweiten Teil hatte ich genug von Murphys Kodderschnauze. 2019 kam dann Murphys hochgelobtes Comeback mit „Dolemite Is My Name“. War auch nichts für mich. Vier Jahre später kam „You People“, den ich mochte, aber mehr Jonah Hill wegen, Eddy spielte nur eine Nebenrolle. Von vierten „Beverly Hills Cop“ habe ich noch zehn Minuten geschafft, dann schlief ich ein.
Nun also „The Pickup“: Eine Action-Komödie unter der Regie von Tim Story, erhältlich auf Amazon Prime Video. Meine Erwartung war gering, aber selbst das sollte mich nicht vor einer Enttäuschung bewahren. Die Handlung: Ein Heist mit Potenzial, aber ohne Tiefgang. Die Geschichte dreht sich um Russell Pierce (Eddie Murphy), einen pflichtbewussten Geldtransporterfahrer, der kurz vor der Rente steht, und Travis Stolly (Pete Davidson), einen ungestümen Neuling mit Polizisten-Träumen. Bei einem Routineauftrag werden sie von der kriminellen Zoe (Keke Palmer) überfallen, die einen größeren Plan verfolgt: den Raub von 60 Millionen Dollar aus einem Casino.
Schauspiel: Chemie ohne Durchschlagskraft
Was als simpler Überfall beginnt, entwickelt sich zu einem chaotischen Heist-Abenteuer, bei dem Russell und Travis gezwungen sind, mit Zoe zusammenzuarbeiten. Die Prämisse klingt nach einer spannenden Mischung aus Action und Buddy-Comedy, doch das Drehbuch von Matt Mider und Kevin Burrows verschenkt das Potenzial. Die Handlung verliert sich in vorhersehbaren Wendungen und einer kitschigen Hintergrundgeschichte für Zoe, die ihre Motivation als Rächerin für den Tod ihres Vaters rechtfertigen soll, aber emotional flach bleibt.
Eddie Murphy zeigt in „The Pickup“ einen ungewohnten Rollenwandel: Statt des gewohnt übersprudelnden Plauderers spielt er den besonnenen, fast mürrischen Russell. Diese Zurückhaltung ist erfrischend, doch sie nimmt ihm auch die Bühne für seine legendäre Komik. Pete Davidson übernimmt die Rolle des chaotischen Sidekicks, doch seine Gags wirken oft bemüht und vorhersehbar. Keke Palmer bringt als Zoe Energie und Charme, kann aber das schwache Skript nicht retten. Eva Longoria bleibt als Russells Frau Natalie blass und unterfordert, während Nebenrollen wie der ansonsten großartige Andrew Dice Clay verschwendet werden. Die Chemie zwischen Murphy und Davidson hat ihre Momente – doch sie reicht nicht aus, um den Film zu tragen.
Inszenierung und Action: Starker Start, schwaches Ende
Regisseur Tim Story, bekannt für „Ride Along“, liefert in den ersten 30 Minuten eine dynamische Actionsequenz, die mit rasanten Autoverfolgungen und soliden Stunts punktet (jedenfalls für Leute, die Autoverfolgungsjagden nicht so langweilig finden wie ich). Doch nach diesem Höhepunkt verliert der Film an Fahrt. Die Action wird repetitiv, und die Komödie verflacht in platte Gags. Visuell ist „The Pickup“ sauber produziert – aber ohne markante Handschrift. Die Musik von Christopher Lennertz unterstützt die Szenen, bleibt aber unauffällig. Mit einer Laufzeit von 94 Minuten ist der Film kurz, aber dennoch zu lang für das, was er bietet.
Auf Rotten Tomatoes erreicht er nur 28 Prozent% positive Kritiken, und auch die Zuschauer scheinen wenig begeistert. Für Fans von Murphy oder Heist-Komödien mag der Film möglicherweise etwas Unterhaltung bieten, doch er bleibt ein weiterer Beweis, dass Murphys Streaming-Comeback bislang noch keinen echten Volltreffer gelandet hat. Meine Bewertung: 4/10.
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5 Antworten
Hat der Murphy seine große Zeit nicht schon längst hinter sich?? Einige unerschrockene Nostalgiker scheint es ja auch in Euren Reihen noch zu geben…
Ich bin erschüttert.
Ach, der ist mit Eddy Murphy?
Daher kam mit der Schwarze im Trailer so bekannt vor… habe das ganze Machwerk aber bereits als „… typischer US-Schund mit dummen Sprüchen ohne sinnvolle Handlung…“ abgezeichnet und es nervt mich ungemein, dass man bei Prime immer wieder mit diesen dummen Trailern überschwemmt wird… wenn der spätestens bei 3. anzeigen nicht auf die Watchlist oder aufgerufen wird, sollte eine Automation erkennen „der WILL den nicht sehen, egal wie ich ihn damit nerve…“
Gibt sowie kaum noch was gescheites bei Amazon Prime zu finden, ich sitze manchmal 1h rum und schaue Trailer über Trailer, ohne dann einen Film anzusehen, weil das alles so sturnzdumm und überzogen ist, dass einem die Galle hoch kommt.
Und WENN dann mal was interessant ist, soll man dafür ZUSÄTZLICH zu den 89€? noch andere Kanäle abonnieren nur wegen eines Films/Serie?
Nä, shice drauf…
Wenn ihr – Amazon – Geld braucht für eure geförderten Produktionen, dann hört auf, den ganzen woken Scheiß zu finanzieren und legt wieder wert auf gute Drehbücher…
Der Witz ist vor Jahren war wurde er mit einer Transennutte erwischt, das war praktisch das Karriereende. Würde das heute passieren, bekäme er nen Preis von der LBQTXYZ-Community.
„Bei einem Routineauftrag werden sie von der kriminellen Zoe (Keke Palmer) überfallen“
Und schon sehe ich mir den Film nicht an. Ist mir zu woke.
Wo sind nur die Frauen hin, die keine Männer spielen? Wo sind die männlichen Bösewichte hin?
Die Frauen haben die Waffen der Frau gegen die Waffen der Männer getauscht. Das ist ätzend.
Letztens sah ich Fast and Furious 10. Nachdem da eine 60 kg Frau 10 ausgebildete Nahkämpfer, die alles an die 100 kg wogen, ausgeschaltet hatte, natürlich mit ihren Fäusten, war Schluss und ich löschte den Film von der Festplatte.
Ich muss ehrlich sagen, dass mich seit 2020 kein Film mehr in seinen Bann zog. Schwule, Lesben, Transen, Mannfrauen, die dazu noch von Schwarzen gespielt werden, stoßen mich mittlerweile richtig ab. Dazu kommen noch die Versuche den Zuschauer zu erziehen. Nein, danke.
Außerdem, es mag an meinem Alter liegen, die Geschichten wurden alle schon zigmal erzählt. Es werden nur die Örtlichkeiten und Schauspieler ausgetauscht. Den Schluss kennt man. Die CGI Effekte sind nichts mehr, was einen vom Hocker wirft. Disney und Pixar haben ihre Zeit längst hinter sich mit ihrem woken Scheiß.
Kino, Serien und Computerspiele sind ausgelutscht. 2019 habe ich mir Transport Fever 2 gekauft und Anno 1800. Seither nichts mehr. Auch Filme kaufte ich keine mehr. Ich unterstütze diesen ganzen Mist und die Gier der Anbieter nicht mehr.
Ab und an ziehe ich mir noch einen Film aus dem Internet, schaue ihn an und bin froh ihn nicht bezahlt zu haben. Früher habe ich die Filme, die mir gefallen haben, gekauft. Heute sind sie mein Geld nicht wert.
Streaming? Nicht mit mir.