Theater im Theater: Wenn der letzte Vorhang fällt

Theater-„Protest“ in Coronazeiten, ohne auch nur Corona zu erwähnen: Jetzt heißt es Farbe bekennen (Foto:Imago)

Unter Deutschlands Theaterschauspielern galt lange das Prinzip der strikten Linientreue gegenüber dem vermeintlich fürsorgenden, „solidarischen“ Corona-Staat. Als sich abtrünnige Künstler an der sarkastischen Kampagne „#allesdichtmachen” beteiligten, rümpften nicht nur System-Blockflöten des Verbotsstaats wie Nora Tschirner oder Elias M’Barak, sondern auch die meisten Schauspieler und Intendanten der traditionell linksstaat-loyalen deutschen Bühnen die Nase – und distanzierten sich auf Twitter und in den Netzwerken mit am lautstärksten gegen jene, die sich hier „in bedenkliches Fahrwasser” begaben. Den Widerspruch, dass das linke Milieu den Lockdown ebenso wie jetzt die Impfkampagne guthieß, erklärte die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot in einem lesenswerten „Welt”-Interview gestern damit, dass diese Maßnahmen als Ausdruck einer „Solidarität” verstanden wurden, die „wie ein Köder in einem Milieu funktionierte, das sich strukturell eher als antiautoritär und freiheitsliebend versteht.

Ein Umdenken ist in diesen Kreisen nicht zu erwarten, ehe es der eigenen Existenz an den Kragen geht. Und genau dieser Zustand scheint nun schneller einzutreten, als die tapferen Corona-Masochisten der darstellenden Kunstschaffenden-Szene dachten: An den deutschen Bühnen wächst nämlich die Sorge um die Zukunft der deutschen Kulturlandschaft nach der Pandemie rapide. „Ich fürchte, dass die Häuser in eine doppelte Klemme geraten”, sagte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Carsten Brosda, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Denn einerseits hätten sie weniger Einnahmen an der Kasse, weil das Publikum nur langsam zurückkehre; andererseits seien auch die Kommunen als Zuwendungsgeber durch Corona finanziell immer klammer. Dies könne zu einer „Abwärtsspirale” führen, warnte Brosda, der zugleich Hamburger Kultursenator ist. „Aber diesen Fehler sollte die Politik nicht begehen. Die Bühnen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Gesellschaft aus dieser Krise wieder herausfindet”, so der Politiker in schalem Zweckoptimismus.

Dauerhafte Entwöhnung von kulturellen Gewohnheiten

Auch den Theatern zog Brosda den Zahn, dass es „nach Corona” (was immer dies bedeuten soll, da es ein Zurück wohl kaum mehr geben wird!) so weitergehe wie davor: Er mahnt deshalb schonmal „eine verstärkte Bereitschaft zur Erneuerung” an. Die Bühnen könnten nun nicht sagen: „Wir machen nach Corona einfach so weiter wie bisher, und das Publikum kommt zurück”, sondern dies werde zuerst „ein hartes Stück Arbeit”. Die Theater müssten ihren Standort in der Gesellschaft teilweise neu definieren. Das dürfte allerdings erst recht schwierig werden: Denn mit Sorge beobachten viele Intendanten, dass das Publikum auch im Frühherbst nur zögerlich in die Säle zurückkehrte, als die Corona-Bestimmungen vergleichsweise locker waren.

Manche sehen hier bereits eine dauerhafte Entwöhnung von kulturellen Gewohnheiten – analog zu den nachhaltigen Verhaltensänderungen im sozialen und Freizeitbereich, die Konzerte, Großveranstaltungen, Parties, Volks- und Straßenfeste oder auch Club- und Discothekenbesuche künftig zu als potentiell lebensgefährliche Ausnahmeerscheinungen wahrgenommenen, argwöhnisch beobachteten möglichen „Superspreader-Events” machen dürften. Denn damit in diesen Alltagsbereichen wieder Normalität einkehrt, müssten explizit alle Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen, Impfstatus-Zutrittregimes und vor allem natürlich die Maskenpflicht aufgehoben werden. Mehr noch: Sie dürften auch nicht auf den Status von staatlichen „Empfehlungen“ zurückgestuft, sondern müssten regelrecht verboten werden, damit sich die alte Normalität wieder entfalten könnte. Doch damit ist im kollektiven „Sicherheit-vor-Freiheit“-Zoo Deutschland nicht mehr zu rechnen.

10 Kommentare

  1. @Dauerhafte Entwöhnung von kulturellen Gewohnheiten
    da die „Deutschland Verrecke“ – Fraktion jetzt an der Macht ist, wird jetzt die letzte Szene der Hooton-Arie gespielt !
    Zu dumm zum überleben !

  2. Die sog. Kulturschaffenden sind schon vor Corona so weit nach links abgedriftet, so dass ich sage: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ Ich brauche kein linkes Theater. Es sind keine Kulturschaffenden sondern Kulturzerstörende.

    • Kulturschaffende nennen die sich sonst als Freigeister sehenden „Künstler“ immer dann, wenn sich des Geldes wegen bei den Herrschenden ranwanzen.
      Mit dem Aufruf der Kulturschaffenden, den jungen Führer Adolf Hitler zu unterstützen, mit dem Aufruf, die SED bei der Ausbürgerung Biermanns zu unterstützen und heute, beim Aufruf die Corona-Maßnahmen der Regierung zu unterstützen. Das Versagen dieser Möchtegern-Intelligenzja hat also eine gewisse Tradition.

    • Sie sagen es. wenn im heutigen Kulturbetrieb derr letzte Vorhang gefallen ist, bleibt uns eine jede Menge Müll erspart!

  3. „damit in diesen Alltagsbereichen wieder Normalität einkehrt, müssten explizit alle Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen, Impfstatus-Zutrittregimes und vor allem natürlich die Maskenpflicht aufgehoben werden. Mehr noch: Sie dürften auch nicht auf den Status von staatlichen „Empfehlungen“ zurückgestuft, sondern müssten regelrecht verboten werden, damit sich die alte Normalität wieder entfalten könnte. Doch damit ist im kollektiven „Sicherheit-vor-Freiheit“-Zoo Deutschland nicht mehr zu rechnen.“

    Das wird erst dann passieren, wenn eine meinungsbewegende Mehrheit verstanden hat, worum es bei diesem Coup wirklich geht, und was die Grundlage des ganzen Irrsinns ist, d. h. das, was diesen Terror erst ermöglicht.

    Mehr müsste man eigentlich nicht wissen: DIE GESAMTE VIROLOGIE IST WIDERLEGT!

    https://drive.google.com/file/d/1AtjQwZVu-FwjdTJ-W6QBRsevcz74TD4k/view

    Der Bundesgerichtshof (BGH) und das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart haben Weltgeschichte geschrieben.

    Hier finden Sie den Beschluss des BGH, AZ.: I ZR 62-16 vom 1.12.2016

    Der BGH und das OLG Stuttgart haben alle Behauptungen zum vermuteten „Masern-Virus“, zur Ansteckung von Masern und zur Masern-Imp­fung widerlegt.

    Mehr noch, es ist nun höchstrichterliche Rechtsprechung, dass die gesamte Viro­lo­gie widerlegt ist.

    Warum das so ist, finden Sie in diesem Text.

    Hier finden Sie das wichtige Urteil des Oberlandesgericht Stuttgart, AZ.: 12 U 63/15 vom 16.02.2016.

    https://wissenschafftplus.de

    Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles! 2013 HD (DE, Backup-Mirror) – https://www.bitchute.com/video/sfJus9BEtACU/

    TRUST ULTRA TRUST NAOMI – https://www.bitchute.com/video/05OsGCekumz9/

    Virology Debunks Corona – https://www.bitchute.com/video/YKktYdEGBRnP/

    Dr. Vladimir Zelenko – Massenmord, Überwachung und Vernichtung durch die sogenannten Impfstoffe!- https://www.bitchute.com/video/2Zkz4tBPG4Uo/

    Blog: https://coronistan.blogspot.com

  4. Deutsches Kulturgut schaute nur mit der Spitze seiner Zipfelmütze aus dem Mediengemenge der Jahreswende heraus. Anstatt „Faust“ Krimis, anstatt „Wagner“ Wachholder, anstatt „Beethoven“ Bettvorleger. Unsere Kulturbolschewisten kapieren nicht, daß es Generationen braucht, um sich eine treue fachkundige Anhängerschaft zu erschließen. Auffällig ist auch, daß keinerlei Anleihen aus dem russischen Fundus den Betrachtern geboten wurden. Man wollte keine Melodien sondern bevorzugte Gekreische, welches jedes kranke Herz belastet.

    Im Mittelalter mußten mehrfach Kriege sogar kurz vor dem „Endsieg“ abgebrochen werden, weil die Kriegskasse leer war und auch gähnend leer blieb. In diesem Sinne wird auch der „Corona-Krieg“ enden. Die Streiter strecken die Waffen und balgen sich daheim mit den dreißigfachen Überlebenshaltungskosten. Denn irgendwie muß die von den „Zeugen Coronas“ verordnete und staatlich vorfinanzierte Arbeitslosigkeit ja bezahlt werden. Die Unterstützung der breiten Volkskultur wird dann für Generationen ganz einfach vergessen. Bereits anno 1917 hatte man bessere Verwendung für Kulturtempel: Aus Opern und Theatern wurden Viehställe, und aus Künstlern wurden schlecht bezahlte Mägde und Melker!

  5. Mir können diese Kommunistenbrüder ohnehin seit Langem gestohlen bleiben. Ich erinnere mich noch sehr gut an jenen Vorfall, als ein Chefintendant einer deutschen Bühne einen ehemaligen RAF-Terroristen anstellte, obwohl dieser sich nie und zu keiner Zeit von seinen Verbrechen im Dienste des Kommunismus samt Zerstörung der Demokratie distanziert hat. Diese Leute haben es einfach nicht verdient, von uns Steuerzahlern ausgehalten zu werden. Sollen sie doch den Klingelbeutel in jenen Migrantenkreisen herumreichen, deren Masseneinwanderung sie so frenetisch bejubelt und beklatscht haben!

  6. Wenn doch eh nur das Geld zählt, auf Kultur, Zivilisation etc. „geschissen“ wird, sollten sich alle Anständigen, Ungeimpften etc. zusammentun und boykottieren, wo immer es nur möglich ist: gegen alle Hetzer, Impfbefürworter, Pseudo-Demokraten etc. Keinerlei monetären Umsatz mehr für solche Leute, nicht nur jetzt, wenn sie ihren Pandemie-Faschismus ausleben, sondern nie wieder!!! Sollen sie doch pleite gehen und vor sich hin jammern. Ich brauche sie nicht ….

  7. Claudia Fatima Roth, der Erzengel im silbrigen Babydoll Gewand, wird einschweben und es schon richten. Sie wird den bunten woke- und Gesinnungskuenstlern , die Milliarden Euro nur so hinterher verteilen..Hat sie nicht 4 Milliarden Euro Steuergelder zur Verfuegung?
    Dies duerfen die Seuerzahler erarbeiten, die sich die teuren Eintrittskarten nicht leisten koennen und den eklichen Schund, der heut zutage als Kultur und Kunst bezeichnet wird, auch gar nicht sehen wollen.
    Es ist schon lachhaft, wie die zur Mehrheit linken Kuenstler den Staat zur Hilfe rufen, sind sie den nicht immer dagegen gewesen?
    Wo bleibt das kuenstlerische, freiberufliche Stolz unabhaengig zu sein und Risiken ein zu gehen? Gibts wohl nicht mehr, am liebsten waeren sie verbeamtet.
    Kein Mileid mit diesen professionellen Jammer Gesindel.

  8. Das einstige Land der Dichter und Denker wird vom System platt gemacht.
    und für viele Schauspieler,Intendanten etc. heißt es Heute mehr denn je…Wes Brot ich ess…dess Lied ich sing..

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