Trumps stille Gleichung: Quid pro quo – Grönland gegen Ukraine

Trumps stille Gleichung: Quid pro quo – Grönland gegen Ukraine

Trump in Grönland: Der Privatjet des Präsidenten im Januar auf dem Airport Nuuk (Foto:Imago)

Als Ökonom lohnt es sich, den aktuellen transatlantischen Lärm einmal beiseitezuschieben, die Emotionen auszublenden und nüchtern zu analysieren, wohin sich das Verhältnis zwischen Europa, den USA, der Ukraine und Grönland mit hoher Wahrscheinlichkeit entwickeln wird, denn wirtschaftliche Logik folgt Mustern, die sich oft erstaunlich präzise vorhersagen lassen. Man muss kein Trump-Fan sein, um zu erkennen, dass diese neue Phase transatlantischen Pingpongs weniger mit Moral als mit Kalkül zu tun hat, und dass hinter der lauten Drohkulisse aus Zöllen, Gegenzöllen, symbolischen Truppenentsendungen und empörten Erklärungen eine nüchterne ökonomische Logik arbeitet, die erstaunlich viele in Europa entweder nicht verstehen wollen oder bewusst ignorieren.

Donald Trump ist kein Ideologe im klassischen Sinne, sondern ein Geschäftsmann mit politischem Werkzeugkasten, und wer das ernst nimmt, erkennt schnell, dass Zölle auf Champagner oder Bordeaux Wein nicht das eigentliche Thema sind, sondern bloß Reizmarken, deren Effekte sich mit Preisabsatzfunktionen, Substitutionselastizitäten und Einkommenswirkungen ziemlich präzise vorhersagen lassen. Wer glaubt, hier werde blind experimentiert, verkennt, dass genau diese Effekte längst in Szenarien durchgerechnet sind, nicht nur in amerikanischen Thinktanks, sondern auch an den Finanzmärkten, die in den letzten 48 Stunden bereits gezeigt haben, was Trump wirklich fürchtet, nämlich fallende Kurse, nervöse Investoren und das Gefühl, die Kontrolle über den ökonomischen Resonanzraum zu verlieren.

Strategische Dummheit Deutschlands

Deshalb ist dieses öffentliche Pingpong zwar laut, aber nicht grenzenlos, denn dort, wo reale Vermögenswerte reagieren, endet Trumps Spieltrieb abrupt, was man in seiner ersten Amtszeit mehrfach beobachten konnte, wenn Börsenkorrekturen schneller wirkten als jede diplomatische Note. Gleichzeitig ist Trump hochgradig empfindlich gegenüber Provokationen, insbesondere dann, wenn sie symbolisch daherkommen und ihm keinen ökonomischen Nutzen bieten, weshalb die Entsendung von dreizehn Bundeswehrsoldaten nach Grönland politisch vielleicht wohlfeil, strategisch aber dumm war, weil sie zwangsläufig eine Reaktion provozieren musste. Trump hat in anderen Fällen gezeigt, etwa gegenüber Venezuela, dass er sich nimmt, was er nehmen kann, solange die Kosten gering bleiben, und genau hier liegt der Kern der kommenden Auseinandersetzung, die nicht über Zölle, sondern über Tauschgeschäfte entschieden wird.

Am Ende läuft alles auf eine brutale, aber schlüssige Gleichung hinaus: Grönland gegen Ukraine. Denn sollte Europa ernsthaft versuchen, sich amerikanischen Interessen im arktischen Raum entgegenzustellen, wird der Preis dafür nicht in Strafzöllen gezahlt, sondern in Washingtons Rückzug aus der Ukraine-Unterstützung. Fallen amerikanische Waffenlieferungen, Zieldaten, Satelliteninformationen und die Möglichkeit, europäisches Geld in amerikanische Rüstungsgüter zu verwandeln, bricht das gesamte Konstrukt der europäischen Ukraine-Politik in sich zusammen, nicht militärisch, sondern politökonomisch. Mit dem Wegfall dieser Unterstützung geraten nämlich auch jene
Netzwerke unter Druck, die vom Krieg nicht nur moralisch, sondern handfest ökonomisch profitiert haben, über Rüstungsaufträge, Lobbyismus und jene Grauzonen, die man höflich Interessenverflechtungen nennt und weniger höflich Kickback-Geschäfte.

Schöne Verpackung

Genau deshalb ist die Angst vieler europäischer Spitzenpolitiker so groß, weil sie wissen, dass dieser Krieg ohne amerikanische Rückendeckung nicht nur militärisch, sondern auch finanziell und politisch unhaltbar wird. Trump weiß das, und er weiß ebenso, dass die globalen Finanzmärkte am Ende als Regulativ wirken werden, weshalb er das Spiel nicht bis zum Äußersten treiben wird, aber er wird es weit genug treiben, um seinen Preis zu erzielen. Meine Vorhersage ist deshalb relativ klar: Wenn Europa politisch an der Ukraine festhält und diese Unterstützung als unverzichtbar betrachtet, dann wird man sich in den kommenden Tagen, Wochen und vielleicht auch Monaten, mit großer Kreativität und erheblichem diplomatischem Aufwand bemühen, Trump in der Grönland-Frage faktisch alles zu geben, was er will, ohne dass es am Ende so aussieht, als hätte er sich Grönland einfach genommen und Europa tatenlos zugesehen.

Die eigentliche Kunst wird also nicht die Entscheidung selbst sein, sondern ihre schöne und geräuschlose Verpackung, also ein Arrangement aus Sicherheitszusagen, wirtschaftlichen Kooperationen, internationalen Formeln und wohlklingenden Erklärungen, die es erlauben, Grönland preiszugeben, ohne das Wort Opfer in den Mund nehmen zu müssen. Europa wird versuchen, Grönland zu liefern, ohne es so aussehen zu lassen, als hätte man es geliefert, denn nur so lässt sich die Ukraine halten, die eigene politische Erzählung retten und zugleich verhindern, dass Trumps Sieg allzu offen sichtbar wird.

4 Antworten

  1. https://youtu.be/UKY5jGqM9Pg

    „PLÖTZLICH ZEIGT AFD ZENSIERTES LANZ MATERIAL! – Das passiert wirklich hinter der FASSADE!

    PLÖTZLICH ZEIGT AFD ZENSIERTES LANZ MATERIAL! – Das passiert wirklich hinter der FASSADE! Alice Weidel über ÖRR, Markus Lanz & GEZ!

    Quelle: Alice Weidel

    Eine beste Frau Dr. Alice Weidel, besser, zutreffender und ehrlicher, das geht gar nicht mehr !
    Deshalb wählt unsere Familie geschlossen die AfD, weil wir den Politikwechsel zwingen wollen, u.a.im großen Interesse für die Zukunft unserer Nachkommen.
    In diesem Jahr wird es mind. in einem unserer schönen Ost-Bundesländer die AfD in Regierungsverantwortung kommen und dann, dann geht es mit der Säuberung i.S. von Demokratie, Rechtstaat, Gewaltenteilung los !

    Auf geht es, packen wir es Hand in Hand gemeinsam an für unser Deutschland, für unsere Deutschen Bürger und andere, die hier einer regelmäßigen Arbeit nachgehen, Steuern und Sozialabgaben zahlen und sich in unser Rechts- und Gesellschaftssystem eingeordnet, angepasst haben !!!

    Es grüßt herzlich
    Fiete aus dem hohen Norden

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  2. Den desolaten Zustand Europas hat Trump nur gestreift: Geringeres Wirtschaftswachstum, niedrigerer Lebensstandard, niedrigere Geburtenraten, sozial destabilisierende Migration, Es fehlen: Energie- Mißwirtschaft, KI-Failure…. Hinzuzufügen ist, was Vance und Rubio über Europa äußern. Unterdrückung der Opposition, Beschneidung der Meinungsfreiheit, Abwendung von gemeinsamen demokratischen Werten. Blöde, daß unsere Eliten in ihrer DAVOS–Blase das bisher noch völlig anders sehen, allerdings wird sich das WEF als SAUF und HUREN – Transport Verein bald abschaffen .POSITIV: Greta hat sich nicht mal mehr hin getraut ( Grund : Bedeutungslos!!!!)

    Ich habe hingehört und gnadenlosen Pragmatismus, Realismus und ungeschminkte Wahrheiten gehört. Wird vielen nicht gefallen. Insbesondere der Anhänger der Windräder-Fanatiker aus Deutschland. Und den Ukrainekriegern- Hetzern auch nicht. Wer Trump sowieso missverstehen will hat dazu natürlich auch Gelegenheit bekommen.

    Trump bleibt Trump, man mag ihn hassen oder lieben. Aber im Gegensatz zu vielen Politiker/-Innen unserer Zeit, man kann Trump beim Wort nehmen. Es muss einem nicht alles passen, aber bei Trump bekommt man zu 95% was er verspricht. Und wo sonst gibt es dies noch?

  3. Trump lobt mal wieder dem deutschen Black-Rock-Agenten Bundeskanzler F. Merz

    Trump lobt Merz: „Er wird hervorragende Arbeit leisten“
    https://rtde.press/kurzclips/video/267923-trump-lobt-merz-er-wird/

    Und es war nicht das erste Mal, dass Trump den deutschen Bundeskanzler Merz und seine verheerende Politik gelobt hat. Im letzten Jahr hat er auch mehrmals den F.Merz und seine Politik gelobt:

    „Zolle großen Respekt“ Trump: Deutschland hat „sehr kranken Weg“ verlassen
    „US-Präsident Trump holt bei der UN-Vollversammlung zum Rundumschlag aus. Auch Deutschland erwähnt er. Man habe man auf Grün gesetzt – und sei „in den Bankrott“ gegangen, behauptet er. Nun kehre man diesem Weg den Rücken. Über den deutschen Atomkraftausstieg ist Trump schlecht informiert.

    US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Vollversammlung lobende Worte für die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz gefunden. „Ich zolle Deutschland großen Respekt. Deutschland wurde auf einen sehr kranken Weg geführt, sowohl in der Einwanderungspolitik als auch in der Energiepolitik“, sagte Trump und spielte auf die Förderung von erneuerbaren Energien durch die Ampel-Regierung von Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz ein. „Sie wurden grün und gingen bankrott.““
    Trump behauptete fälschlicherweise, die neue Bundesregierung sei deshalb wieder auf fossile Brennstoffe und Atomkraft umgeschwenkt. „Ich spreche Deutschland dafür großes Lob aus“, so Trump weiter. Über Kanzler Merz hatte sich der US-Präsident auch außerhalb der UN-Debatte mehrfach anerkennend geäußert und diesen einen „sehr großen Anführer“ genannt.
    https://www.n-tv.de/politik/Trump-Deutschland-hat-sehr-kranken-Weg-verlassen-article26051767.html

    Unfassbar, wie schlecht Trump informiert ist.Mn konnte es schon im letzten Jahr im Sommer sehr oft hören, dass Trump immer häufiger nur Schwachsinn über EUropa und vor allem über Deutschland erzählt.
    Fakt ist: Deutschland unter Kanzler Merz hat den „sehr kranken Weg“ unter Bundeskanzler Merz nicht verlassen. Deutschland fährt auch unter Kanzler Merz mit Volldampf in den Abgrund.

    Vor 2 Monaten bezeichnet Trump den Kanzler Merz nach Telefonat als „starken Kerl“
    US-Präsident Donald Trump hat sich nach seinem Telefonat mit Friedrich Merz (CDU) lobend über den Bundeskanzler geäußert und ihn als „starken“ und „klugen“ Mann bezeichnet. „Ich hatte ein großartiges Telefonat mit dem deutschen Bundeskanzler. Er ist ein starker Kerl, ein sehr guter Mann, der einen großen Wahlsieg hatte“, sagte Trump am Freitag (Ortszeit) im Gespräch mit Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.
    „Er ist ein starker Kerl und klug, ein sehr kluger Mann“, fuhr Trump fort.
    https://www.stern.de/news/trump-bezeichnet-merz-nach-telefonat-als–starken–und–klugen–mann-35869488.html

    Ja, Trump hat tatsächlich einen der schlechtesten und inkompetensteten deutschen Kanzler aller Zeiten , den F.Merz (CDU), als einen starken und klugen Mann bezeichnet . Trump meint es wirklich ernst.
    Er hat sich im Februar 2025 kurz nach den Bundestagswahlen auch über das Wahlergebnis der CDU gefreut. Denn Bundeskanzler Merz (CDU) ist ja bekanntlich ein Agent, eine Marionette von der US-amerikanischen Investmentgesellschaft BlackRock. Das ist auch Grund dafür, warum Trump so begeistert von Merz ist.

    Seltsamerweise sehen die deutschen Wähler das ganz anders als der Besserweisser
    US-Präsident Trump, der sehr gerne viele Lügen nicht nur über EUropa, sondern auch über Deutschland weltweit verbreitet. Die Umfragewerte von Merz rauschen immer weiter ab und haben zuletzt neue Rekord-Tiefstwerte erreicht.

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