Überlegenswert: Grünwähler enterben

Wenn der Erblasser in spe den Erben in spe auslacht (Foto:Imago)

EU-Vermögensregister, Minuszinsen bei der Bank, Inflation, horrende Steuerquote, unverschämte Spritpreise, erodierende innere Sicherheit, Erbschaftssteuerdebatten, Hausbau unerschwinglich, Immigration ohne Ende – und massenhaft naseweise Jungdeutsche, die grün und rot wählen, weil sie mit utopistischen Träumen mindestens so voll sind wie mit Hormonen. Noch leben aber die Alten – und sie hätten oft etwas zu vererben. Ob sie wohl dem jungen Utopistengemüse die Daumenschrauben anlegen sollten?

Steuer-Stasi

Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock befürwortet eine bundesweite „Steuer-Stasi“ in der Verkleidung von „bürgerlichem Engagement“. Im grün regierten Baden-Württemberg gibt es das schon: eine von der Landesregierung freigegebene Meldeplattform im Internet, bei der man anonym Leute anschwärzen kann, die man der Steuerhinterziehung verdächtigt. Woher hatte der Nachbar das Geld für seine Hausrenovierung? Wie kam er jetzt zu diesem Porsche? Warum fliegen die drei Mal im Jahr in den Urlaub? Soviel verdienen die doch gar nicht? Wie Ökos benehmen die sich auch nicht. Die grillen oft. Das sind bestimmt solche Rechten, die AfD wählen und Steuern hinterziehen. Da machen wir doch einfach einmal eine Verdachtsmeldung. Um den Rest kümmert sich dann das Finanzamt. Der Fiskus soll die mal unter die Lupe nehmen.

Für die Grünen wurde das ein weiterer Wahlkampf-Flop. Die Kanzlerkandidatin erntete viel Ekel und Abscheu für ihren Vorschlag, eine bundesweite „Steuer-Stasi“ zu etablieren.

Enkelbriefe

Das ist aber noch nicht alles. „Fridays For Future“, eine Vorfeldorganisation der Grünen,  stellte Textvorlagen für „Enkelbriefe“ zur freien Verfügung ins Netz, die stilistisch sehr familiär und persönlich gehalten sind. In diesen „Enkelbriefen“ wird für die grünen Klimaziele geworben. Der utopistische FFF-Jünger soll sie einfach kopieren, nur noch seinen Servus daruntersetzen und das Ganze dann als „Familienpost“ an die lieben Großeltern verschicken, die vermutlich schon aus Gewohnheit seit Jahrzehnten die Union wählen. Das Kalkül: Vielleicht werden die Großeltern dieses Mal dann doch die Grünen wählen, wenn es den geliebten Enkel glücklich macht, der doch in seinen jungen Jahren schon so von der Angst vor dem Weltuntergang gepeinigt ist.

Erbschaftssteuer

Derweilen machte ein Artikel der Münchener Tageszeitung „tz“ in den sozialen Netzwerken die Runde. Ein 49-Jähriger hatte ein Haus in einem der besten Stadtviertel von München geerbt. Vierzehn Mietparteien wohnen darin, seit 133 Jahren war das Haus im Familienbesitz. In dieser Zeit ist es bereits mehrfach vererbt worden – und jedes Mal wurde Erbschaftssteuer fällig. Der 49-Jährige ist nun der erste Erbe seit Generationen, der verkaufen muß, weil er die Erbschaftssteuer nicht bezahlen kann. Eine knappe Million Euro will der Fiskus von ihm haben. Die Kommentare zu dieser Meldung fallen überwiegend empört aus. Vom gierigen Staat ist die Rede, von fiskalischer Enteignung auch.

Die Debatte um eine drastische Erhöhung der Erbschaftssteuer findet seit Jahren statt. Wortführer sind oft genug diejenigen, die entweder nichts zu vererben oder nichts zu erben haben. 100 Prozent Erbschaftssteuer waren schon im Gespräch. Erbschaften seien ungerecht, hieß es außerdem, weil sie einem leistungslosen Einkommen gleichkämen. Als ob Erbschaften außer den Erblasser und seine Erben irgendjemanden etwas angingen. Eine Erbschaft ist das, was nach Abzug aller Steuern übrig geblieben ist. Es ist allerdings auch ein alter Hut, daß eines der beliebtesten Gesprächsthemen in Deutschland seit jeher das Geld der Anderen ist.

Geld und Klimaaktivismus

Nur so als gedankliche Übung stelle man sich einfach einmal die Frage, was wohl vom „Fridays For Future“ – Aktivismus einer Luisa Neubauer übrig bliebe, wenn ihr diejenigen in ihrer Familie, die momentan noch auf den Millionen sitzen, klarmachen würden, daß sie dereinst nichts erben wird, wenn sie mit ihrem verpeilten Aktivismus nicht aufhört. Ob das wohl verfangen würde? Das könnte gut sein, weil anzunehmen ist, daß die Langstreckenluisa noch nicht realisiert hat, wie wenig es zu vererben und zu erben geben wird, wenn erst einmal die von ihr favorisierten Grünen und Roten die Gesetze machen.

Es wäre deshalb vielleicht eine ganz gute Idee, sich in einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne an jene meist schon älteren Vermögenden zu wenden, die eine grüne Regierung oder eine grüne Regierungsbeteiligung gern abwenden würden und ein Vermögen an junge Grünwähler zu vererben hätten. Das wären dann sozusagen umgekehrte, „offene Enkelbriefe“. Wenn die nächsten Erblasser durchgeknallte Kinder und Enkel haben, welche die Grünen wählen, könnten sie mit Enterbung winken. Hier der Entwurf eines solchen umgekehrten „offenen Enkelbriefs“. Er darf gern kopiert und an zukünftige Erben verschickt werden.

Umgekehrter Enkelbrief

Lieber/liebe …… (Vornamen einsetzen)

Als deine liebenden Eltern/Großeltern bewundern wir Dich für die Selbstlosigkeit hinter Deiner Forderung, Erbschaften extrem zu besteuern oder sie überhaupt abzuschaffen. Du bist ein gut geratenes Kind/Enkelkind. Wir haben deshalb beschlossen, Deine vorbildliche Haltung keinesfalls mit einem Erbe im Wert von mehreren hunderttausend Euro der materialistischen Versuchung auszusetzen. Geld verdirbt den Charakter. So lange wir noch diejenigen sind, die über unser Vermögen verfügen können, werden wir es deshalb verprassen. Aus den Gesprächen der vergangenen Jahre wissen wir schließlich, was Du von unserem umweltverachtenden Lebensstil hältst. Wir finden, daß es uns nicht zusteht, Dein Gewissen mit den Resultaten unserer eigenen Lebensleistung zu belasten, da wir unser Vermögen, wie Du immer wieder richtig festgestellt hast, nicht nach den Kriterien von Mitbestimmung, sozialer Gerechtigkeit, Umweltfreundlichkeit und ökologischer Nachhaltigkeit erworben haben. Wir waren einfach zu dumm dafür. Gottlob sind wir heute klug genug, unsere Fehler einzusehen. Leider sind wir noch immer nicht klug genug, um uns von unseren Gewohnheiten zu trennen. Bitte vergib uns, lieber/liebe …. (Vornamen einsetzen).

Aus Sorge um Dein Seelenheil teilen wir Dir nun in familiärer Liebe das Folgende mit, lieber/liebe … (Vornamen einsetzen): Sollten die Grünen an der nächsten Regierung beteiligt sein, kürzen wir Dein Erbe um die Hälfte. Sollte sich herausstellen, daß Du sie selbst gewählt hast, ist alles weg.

Schweren Herzens werden wir Dir zuliebe zahlreiche Kreuzfahrten unternehmen, Opa wird sich den Bugatti kaufen, den er schon so lange haben wollte, und Oma wird das Pflaster von der Gartentür bis zur Haustür vergolden lassen. Bei unseren Gartenfesten werden wir von Grillkohle auf Bargeld umsteigen. Unser Testament werden wir dahingehend ändern, daß wir großherzig eine Abrißfirma bedenken, die unmittelbar nach unserem Tode die Villa dem Erdboden gleichmacht. Das Grundstück geht an die Stadt unter der Auflage, daß sie es in ein Biotop für Frösche und Seeotter verwandelt. Der Bugatti soll dabei im Teich versenkt werden, damit sich dort ein Korallenriff bilden kann.

Wir haben unserem Brief an Dich eine Fünf-Euro-Note beigelegt unter der Maßgabe, daß Du sie entweder an Greenpeace spendest oder anteilig für den Kauf eines Fahrradreifens verwendest.

In der Hoffnung, Dir mit dieser Nachricht den Tag versüßt zu haben, lieber/liebe …. (Vornamen einsetzen), freuen wir uns auf Deinen baldigen Besuch (Spenden/Ausgabenbeleg für die fünf Euro mitbringen!) und verbleiben …

In inniger Verbundenheit

Deine Eltern/Großeltern …. (Namen einsetzen)

Erfreuliches

Die Kampagne „Grüner Mist“ wirkt bald besser, als zu erwarten gewesen war. Wenn es nun noch gelingt, einen „umgekehrten Enkelbrief“ wie den obigen in lustigen Varianten bis zur Bundestagswahl als ganzseitige Anzeige in den großen deutschen Tageszeitungen und auf Plakaten unterzubringen, könnte es vielleicht noch gelingen, den Absturz der Grünen weiter zu beschleunigen. Das Ganze garniert mit dem Foto eines überaus liebevoll dreinblickenden, gutsituierten Rentnerpärchens, das dem Betrachter die gereckten Daumen, eine Fünf-Euro-Note oder ein Stück Pflaumenkuchen auf einem Teller entgegenhält – und das Wahlvolk sollte sich ausschütten vor Lachen über die Grünen und ihre Wähler. Lachen wirkt befreiend.

5 KOMMENTARE

  1. Unbedingt ergänzen mit der Kampagne: „Die wollen euch den Lottogewinn enteignen!“
    So werden gerade diejenigen angesprochen, die nichts zu erben/vererben haben.

  2. Gut, aber … nicht die Enkel erben, sondern die Kinder. Sonst geht der Brief nach hinten los 😉

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