Übertriebene Spaltung ist doof – Zwanghafte Eintracht um jeden Preis aber auch

Soziale Kernspaltung: Krach zwischen Freunden und Verwandten wegen Corona, Politik, Energie oder Klima – was tun? (Symbolbild:Imago)

Teile und herrsche – das ist es, was sie wollen”, „wir lassen uns nicht spalten” und „egal ob geimpft oder ungeimpft – wir alle halten zusammen”: Sätze wie diese gehörten in den letzten zwei Jahren zu den Standardphrasen der alternativpolitischen Szene. Sie sollten ein Gefühl der Versöhnung und des „Zusammenhalts” vermitteln. Es sollte bloß nicht der Eindruck entstehen, wir täten es den vielen Angehörigen der „Mehrheitsgesellschaft“ gleich, die (Corona-)Mainstreampositionen vertreten, und schürten Hass und Hetze so wie sie. Zudem gilt es – oder galt es zumindest -, so viele Leute wie möglich auf seine Seite zu bringen und sie ebenfalls zur Teilnahme am Protest zu bewegen.

Beispielsweise war es den „Querdenkern“ wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich, egal ob geimpft oder nicht, einer generellen oder einrichtungsbezogenen Impfpflicht sowie den ausgrenzenden 3G- und 2G-Maßnahmen zur Wehr setzen. Auch machte man sich allgemein für den Zusammenhalt aller stark. Als ganz schrecklich empfanden viele kritisch und oppositionell Denkenden es, wenn Freundschaften zerbrachen oder wenn gar das Tischtuch zwischen Familienmitgliedern zerschnitten war.

Gemischte Gefühle zum Harmonie-Zwang

Dieser Haltung stehe ich mittlerweile mit gemischten Gefühlen gegenüber. Natürlich ist es schade, wenn eine langjährige Freundschaft in die Brüche geht oder man mit Familienmitgliedern auf Kriegsfuß steht, weil man in puncto Zuwanderung, Ukrainekrieg oder Corona-Impfung unterschiedlicher Meinung ist. Andererseits war man auch vor der „Pandemie“ nur in den seltensten Fällen immer der gleichen Ansicht, geschweige denn, dass immer harmonische Eintracht geherrscht hätte; im Gegenteil. Meist gab es entweder schon vorher die ein oder andere Reiberei – oder man pflegte ein recht oberflächliches Verhältnis zueinander, wo nur unverfänglicher Smalltalk geführt wurde, ohne dass es je inhaltlich kontrovers „zur Sache“ ging. Ich persönlich habe es jedenfalls noch nicht erlebt, dass ich mich mit jemandem supergut verstanden habe, mit ihr oder ihm über alles reden konnte und durch dick und dünn gegangen bin, bis dann plötzlich völlig konträre Haltungen zu gewissen politischen Themen aufgetaucht wären, wegen denen wir uns auf einmal spinnefeind wurden.

Zwischentöne und Schattierungen sind selten: Die meisten Menschen vertreten entweder (fast) immer Mainstreampositionen oder (fast) immer die alternative Meinung. Also ist man sich entweder, egal um welches politische Narrativ es geht, weitestgehend einig oder größtenteils uneins. Höchstens gibt es mal einige Konflikte um einzelne konträre Positionen, die aber in ihrer Anzahl so gering sind, dass man über sie hinwegsehen kann und daraus kein großes Zerwürfnis resultiert. Mir sind jedenfalls keine Fälle bekannt, wo Menschen hinsichtlich Massenmigration, Energiewende, Abtreibung und Corona immer einer Meinung waren, jetzt beim Ukrainekrieg aber auf einmal völlig gegensätzliche Ansichten vertreten.

Kommt es zum Crash, lag vorher schon etwas im Argen

Wenn es jetzt unter Freunden oder im Kreise der Familie zum Zerwürfnis kommt, dann lag man sich in der Regel auch vorher schon immer wieder über Kreuz oder der Kontakt war reichlich oberflächlich, weshalb man auch nur über unverfängliche Dinge wie das Wetter, das Essen, den letzten oder den nächsten Urlaub oder über gemeinsame Bekannte sprach. Oft werden einem diese Oberflächlichkeit und die sich in ihr spiegelnde eigentlich schon immer oder seit längerem bestehende unpassende Konstellation erst im Nachhinein als solche bewusst. Wenn man in sich kehrt, muss man sich dies jedoch ehrlich eingestehen – und kommt dann nicht selten zu dem Schluss, dass der nunmehr ehemalige Freund oder das andersdenkende Familienmitglied gar keinen großen Verlust bedeutet. Die Frage stellt sich hier, wieso „Zusammenhalt” und das Ziel des Sich-nicht-spalten-Lassens eigentlich so wichtig sind, wenn ehrlicherweise gar keine gemeinsame Basis für eine Beziehung privater Natur besteht? Warum muss eigentlich um jeden Preis ein Kontakt bis in alle Ewigkeit aufrechterhalten werden?

Meiner Meinung ist der Versuch, sich um krampfhafte Harmonie zu bemühen, reine Zeitverschwendung – gerade, wenn die eigene Freizeit ohnehin knapp bemessen ist. Meine zwei kleinen Kinder, mein Mann, gleichgesinnte Freunde und Bekannte, meine Schreibtätigkeit für „Ansage!“ und die tägliche Hausarbeit sind für mich etwa schon zeitaufwendig genug; wieso sollte ich da meine Zeit noch vergeuden, indem ich mich mit Leuten abgebe, mit denen ich nicht das Geringste gemein habe – außer vielleicht das Geschlecht, die Nationalität oder die Tatsache, dass wir beide der Spezies Mensch angehören? Im Familiären lässt sich der Umgang natürlich nicht immer vermeiden, schließlich will man ja in der Regel auch nicht den Kontakt zu den eigenen Kindern, Enkeln oder Neffen abbrechen; dies führt dann, wie bereits erwähnt, zu zähem, oberflächlichem Geplänkel, wobei man sich des öfteren Gesprächsthemen förmlich aus den Fingern saugen muss, will man das Minenfeld streitbarer Themen diplomatisch umschiffen.

Zoff, langweilige Diskussionen oder Lügen

Weil das aber nicht immer gelingt, kommt es nicht selten zu peinlichen Gesprächspausen und gegenseitigem Anschweigen – zumal es wirklich nicht jedermanns Ding ist, Smalltalk zu betreiben und über Dinge zu reden, die einen eigentlich nicht die Bohne interessieren – vor allem, wenn es nur dem Zweck dient, bloß nichts „Falsches“ zu sagen.

Normalerweise würde man über die Dinge reden, die einen beschäftigten, und das sind in diesen Zeiten zwangsläufig die Politik und die gesamte gesellschaftliche Entwicklung. Das würde zumindest mich interessieren; es anzusprechen macht in diesem Fall jedoch wenig Sinn, weil letzten Endes sowieso jeder bei seiner Meinung bleibt und es dann eben zumeist im Streit endet. Zudem habe ich mit Menschen, die politische Mainstreampositionen vertreten, die Erfahrung gemacht, dass sie mit Andersdenkenden meist gar nicht mehr über Politik sprechen möchten: Schneidet man solche Themen an, wird sofort abgeblockt, das Gesagte ignoriert oder zumindest nur sehr knapp geantwortet, so dass man merkt, wie unangenehm dem Gegenüber das Thema ist. „Ich kann mit dir darüber nicht reden”, heißt es dann, und der Vorwurf, sich aus jeweils manipulativen Quellen zu informieren, wird am Ende von beiden Seiten erhoben, das Ganze schaukelt sich hoch und am Ende ist die Stimmung im Keller. Letzten Endes kommt also doch nur oberflächliches Geplänkel infrage.

Verirrt und falsch abgebogen?

Ich kenne aber auch das umgekehrte Szenario, wo die Verwandtschaft – etwa bei einem Wiedersehen nach vielen Jahren – fälschlicherweise wie selbstverständlich annimmt, man vertrete dieselbe (Mainstream-)Position, wahrscheinlich, weil die gegenteilige Meinung dermaßen geächtet ist, dass man sich gar nicht vorstellen kann, ausgerechnet Mitglieder der eigenen Familie hingen solchen „radikalen“ und „schädlichen“ Ansichten nach. So wurde manch einer dann beispielsweise gefragt, ob man eigentlich „schon geboostert” sei – obwohl er tatsächlich noch nicht einmal erstgeimpft ist. Komplett ungeimpft zu sein liegt für die netten Angehörigen aber offenbar außerhalb des Vorstellbaren, und anzunehmen,  dass ausgerechnet geschätzte Personen aus der eigenen Familie zu dieser „verirrten”, „falsch abgebogenen“ und angeblich „abgedrifteten“ Feindgruppe gehören könnten, wäre ja abwegig.

Da es im konkreten Beispiel um die Verwandtschaft meines Mannes ging und dieser keinen Streit wollte, musste ich als loyale Ehefrau gute Miene zum bösen Spiel machen und Dinge behaupten, die das komplette Gegenteil von dem waren, was ich eigentlich fühle und denke. Also entweder kommt es zum Streit zwischen Andersmeinenden und -denkenden – oder man muss sich verstellen. Beides ist für mich keine gute Basis für eine Aufrechterhaltung des Kontakts. Aber was tut man nicht alles seinem Mann und den Kindern zuliebe für den Familienfrieden…

Die Familie kann man sich nicht aussuchen

Anders als bei Verwandten hat man bei Freundschaften oder gar Liebesbeziehungen aber schließlich die Wahl; das ist ja das Gute. Seine Familie kann man sich bekanntlich nicht aussuchen – alle anderen Beziehungskonstellationen schon. Und hier ist es mir inzwischen, wie gesagt, durchaus wichtig, dass man auch politisch zumindest weitestgehend auf einer Wellenlänge ist. Unpolitischen Menschen mag das anders ergehen, doch da ich sehr an Politik interessiert bin, stellt dies für mich auch ein wichtiges Gesprächsthema dar. Zumal heute ja im Prinzip alles politisch ist, beziehungsweise die Politik mehr als irgendwann zuvor seit 1945 in das tägliche Leben der Menschen eingreift; erst durch Corona-Maßnahmen, dann durch die Energiepreise. Von Gender und der täglichen Konfrontation mit den Folgen der Flüchtlingspolitik ganz zu schweigen.

Leute, die sich für diese Zusammenhänge nicht interessieren oder von diesen Sujets keine Ahnung haben und es auch gar nicht wollen, sind für mich keine interessanten Gesprächspartner und deswegen für eine Freundschaft ungeeignet. Abgesehen davon: Politisch desinteressierte Menschen, wenn man sie dann doch einmal zu ihren Ansichten fragt, vertreten dann zumeist doch wieder die typischen Mainstreammeinungen und plappern das ihnen in den etablierten Medien Vorgebetete einfach nach – und aus ihrer Sicht fahren sie damit gut, denn wenn man keine tiefere Ahnung hat, kann man auch nichts falsch machen. Wie dem auch sei: Meine Erfahrung ist die, dass man früher oder später doch immer wieder auf die neuralgischen Streitpunkte –  Masseneinwanderung, Corona-Impfung, Klima, Waffenlieferungen in die Ukraine – zu sprechen kommt und am Ende oft nur noch sinnlos hin- und herdiskutiert, sich oft sogar in die Haare bekommt und lautstark miteinander streitet, was Nerven, Zeit und Lebensenergie raubt. Darauf habe ich keine Lust mehr.

Partnerschaften zwischen politisch Andersdenkenden funktionieren noch weniger

Ich bin ja glücklich verheiratet, aber einen Ehemann oder festen Partner mit völlig konträren Ansichten könnte ich mir noch weniger vorstellen. Wie soll denn da ein harmonisches, spaßiges Beisammensein möglich sein? Ständig käme es zu Zankereien oder man müsste wichtige Themen totschweigen. Selbst wenn man politisch sehr ähnlich tickt und dieselbe Partei wählt, gibt es trotzdem noch genügend Streitpunkte. Da ich meinen Mann über die AfD kennengelernt habe, ticken wir beide sehr ähnlich, und doch gibt es immer wieder Themen, wo wir uns uneins sind – etwa bezüglich Homoehe, Leihmutterschaft oder auch der Frage, wer alles zum deutschen Volk gehören soll. Wie sollen da erst Paare, in denen etwa die Frau grün und der Mann AfD wählt, miteinander klarkommen? Die gesellschaftliche Spaltung ist zu fundamental, als dass solche Gegensätze überwindbar wären – was auch eine Folge der verhängnisvollen Entwicklung ist, dass man bestimmte Ansichten einfach außerhalb des demokratischen Diskurses gedrängt hat.

Auch sonst kenne ich fast nur Paare, die politisch sehr ähnlich eingestellt sind. Das gilt auch für die Streitthemen Corona und Impfung: Konstellationen etwa, wo er ein glühender Impfbefürworter und sie eine absolute Impfgegnerin ist, wo die willkommensklatschende Teddybärwerferin mit dem ultrarechten Hardliner liiert ist oder der gechippte, durchgeboosterte und -digitalisierte Transhumanist mit der selbstversorgenden, strengstens auf Privatsphäre bedachten emphatischen Einsiedlerin ein glückliches Paar bildet, habe ich jedenfalls noch nicht erlebt. Obwohl es einmal hieß, Gegensätze ziehen sich an, ist so etwas heute fast undenkbar.

Auf Distanz gehen bedeutet nicht Intoleranz

Indem man sich im Privaten weitestgehend nur mit Leuten abgibt, die ähnlich denken wie man selber, schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen verbringt man seine Freizeit mit Gleichgesinnten und kann sich deshalb ausgelassen über Politisches auslassen, und man kann sich gegenseitig mit seinem Wissen bereichern; zum anderen verplempert man seine Zeit nicht mit Menschen, mit denen man nichts gemein hat und verkrampft über Dinge reden muss, die einen gar nicht interessieren, wo man sich obendrein verstellen muss, damit es nicht zum Streit kommt. Nur weil man zu Andersdenkenden auf Distanz geht, heißt das ja noch lange nicht, dass man sie nicht toleriert oder ihnen sogar ihre Daseinsberechtigung abspricht. Niemand sollte für seine Ansichten diskriminiert werden (zumindest nicht, wenn sie grundgesetzkonform sind) oder an den Pranger gestellt werden – aber ich finde eben auch nicht, dass man per se den privaten Kontakt, geschweige denn eine Freundschaft/Partnerschaft, zu diesen Menschen suchen/mit ihnen eingehen muss.

Wenn ich diese „Wir lassen uns nicht spalten, sondern halten alle zusammen“ – Parolen höre oder lese, habe ich manchmal nämlich das Gefühl, als müsste man sich krampfhaft mit Andersdenkenden abgeben oder zumindest das Gespräch mit ihnen suchen, um nicht als böse und intolerant zu gelten. Das sehe ich inzwischen ganz anders: Meine Freizeit verbringe ich mit Menschen, mit denen ich ganz ungehemmt über die neuesten politischen Irrungen und Wirrungen plaudern und das Maul zerreißen kann und nicht mit (meiner Meinung nach) uninformierten, durchgeboosterten und kriegsgeilen Gutmenschen, nur „weil wir uns nicht spalten lassen sollen”. In der eigenen „Blase“” ist es erträglicher.

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15 Kommentare

  1. Es gibt in dieser Gesellschaft unzwischen nur noch einen Zwang :
    Den Zwang das Maul zu halten will man nicht geoutet werden oder von Repressionen bedroht werden.

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  2. @nur in den seltensten Fällen immer der gleichen Ansicht,
    das ist richtig – aber dann wurde das auch mit dem einen oder anderen Kraftwort und einer Runde Bier wieder beerdigt.
    Im Falle CORONA hat die Terror-Politik des Regimes dann aber dazu geführt, das der Ausgleich nicht mehr möglich war. Das totalitäre Auftreten des Regimes zusammen mit der andauernden Hetze der Medien ( s.#ichhabemitgemacht – eine Vielzahl von Beispielen, die das Regime jetzt per „Justiz“ unterdrücken möchte ) hat Spuren hinterlassen.
    Bei mir persönlich war das noch harmlos – einige Familienmitglieder sind natürlich dem Regime gefolgt – aber es blieb noch bei etwas familiärem Spott, während ich auf der anderen Seite feststellen mußte, daß sie sich um echte Informationen nicht bemüht haben. Begriffe wie PEI, RKI, DIVI usw usw sind ihnen nicht nur unbekannt, sie haben sich auch nicht dafür interessiert – sie haben sich da an die Vorgaben des bunten Tages gehalten, dessen Mitglieder auch nur die Überschriften des „Gesundheitsministers“, aber keine Fakten kennen.
    Inzwischen schweigt man zu dem Thema !
    Aber ich kenne auch viele Fälle, in denen die Hetze von Regierung und Regierungsmedien ernsthafte Folgen innerhalb der Familien hatte.

    Deshalb sind die Normsituation und die Folgen der Regimepolitik nicht gleichsetzbar !
    Es ist – wie gelegentlich auch formuliert – eine Auseinandersetzung zwischen Verstand und Gefühl.
    Das Regime terrorisiert auf der Gefühlsebene – mit der Wicht seiner Medien und der Zensur des Verstandes ! Den Vertretern des Regimes sollte das nicht vergeben und vergessen werden – derartige Übergriffe sind nicht akzeptabel !

  3. Sehr guter Artikel.
    Beschreibt er doch den auch meiner Meinung nach größten Schaden der Corona-Inszenierung, den fundamentalen Bruch in der Gesellschaft durch alle Ebenen.
    Ist so und muss man wohl auch akzeptieren, wenn man nicht in die hier geschilderten, energieverzehrenden und letztlich zeitverschwendenden Schattenbox- oder Versteckspiele abdriften möchte.
    Aber: selten was Schlechtes, wo nicht auch was Gutes ist.
    Und für mich ist das die konsequente Bereinigung derer, denen ich aktiv meine Lebenszeit u. Energie schenke.
    Der Intelligenz- u. Lemming-Test „Corona“ bei dem es wohl um viel, viel mehr (wie z.B. Freiheit, Bürgerrechte, Selbstachtung, Verhältnis zum eigenen Körper, zu Leben und Tod und vieles elementare mehr) ging, brachte positive Fokussierung auf die mir wirklich wichtigen Menschen in meinem Leben, mit denen ich wertvolle Zeit verbringe.
    Auch gebe ich nur noch Geld für Künstler und Medien aus, die als Säule der obengenannten für eine freie Gesellschaft fundamentalen Koordinaten Stand hielten.
    Der Rest ist mir nicht mehr wichtig und wird mir niemals mehr Zeit, Energie oder Geld stehlen.
    Auch auf der Positivliste muss ich vermerken, dass ich im Rahmen der einschlägigen Veranstaltungen so starke, interessante und wahrhaftige Menschen kennenlernen durfte, dass ich diejenigen, die gar nicht wissen von was wir im Grunde reden, schon fast wieder etwas bemitleiden könnte.
    Was ich aber natürlich nicht tue, auch nicht die „Plötzlich und Unerwarteten“ selbst in der weiteren Familie, die die Wahrhaftigkeit eingeholt hat.
    Eins kann ich aber (zum Leidwesen einiger „Stromlinien-, u. Öko-Kuschler“ – auch in meiner Familie) leider immer noch nicht lassen:
    Meine Meinung IMMER UND AUCH KLARSTENS zu äußern, wenn es so weit ist.
    Und ja, ich gebe zu meiner Schande zu, dass ich (manchmal, sagen wir selten, sagen wir wenn es gar nicht anders geht) die auch hier geschilderten „Ringelpietz ohne Anfassen- Spiele“ schon mal durch eine meinungstechnische Atombombe auflockere und dann (mit einer imaginären Tüte Chips) die unterschiedlichsten „Reaktionen“, Flucht-, u. Empörungsversuche genieße.
    Irgendwie sind dadurch seltsamerweise auch zeit-, u. energieraubende – also überflüssige – Treffen jeglicher Art weniger geworden, was mir als Steinbock sowieso gut in den Kram passt, weil ich mir sagen ließ, dass die eh nicht Everybody’s Darling sein wollen. Schon aus Prinzip nicht.
    Bleibt mehr Zeit für meine Frau und mich und die Berge und die Kinder mit Anhang werden fürs Leben abgehärtet.
    Böser Gustl.

  4. Indem man sich im Privaten weitestgehend nur mit Leuten abgibt, die ähnlich denken wie man selber, schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:

    fazit… ich rede seit ende der meinungsfreiheit in ddr2-land nur noch mit guten deutschen die mindesten 3 monate schon mal im knast waren… echte deutsche eben die den mund aufmachen und ihre meinung sagen … findet man immer mehr… bis es knallt .

    http://www.amfedersee.de

  5. Das ist genau das, was ich in den letzten beiden Jahren gelernt habe. Das ist reine Zeitverschwendung, sich mit diesen Menschen ernsthaft auseinanderzusetzen.
    Außer Stress kommt da nichts bei rum.

  6. Der Deutsche, immer dem Pragmatismus zugewand, und gerade dieser Pragmatismus hat in den letzten 110 Jahren 4 mal zur Katastrophe geführt. Nicht nochmal. Kein Vergeben, kein Vergessen, keine Kooperation mit Mitläufern, Opportunisten und Pragmatikern.

  7. Freunde, Verwandte

    Leider bin ich nicht allein,
    im Gegenteil bin im Verein,
    in dem sich jetzt alles versammelt,
    für die die Welt zu Boden rammelt.

    Niemand kann dem mehr entfliehen,
    sich Fronten durch Familien ziehen.
    Verliert man Freunde, Liebste gar,
    bei denen der Verstand ist rar.

    Noch geht man mit Worten bloß,
    statt Waffen aufeinander los.
    Jene Vernunft nicht kann erreichen,
    gehen jetzt schon über Leichen.

    Viele Arten Wahn sie fördern,
    machen sich gemein mit Mördern.
    Weil die mit Geld und Obdach winken,
    Menschen im Mittelmeer ertrinken.

    Werden mit kranker Hysterie
    Komplizen einer Industrie,
    die statt Gesundheit zu verbreiten
    wird vielen Menschen Tod bereiten.

    Sind nicht in ihrem Wahn zu stoppen,
    lassen sich von Politclowns foppen.
    Brauchen dringend eine Wende,
    damit das alles geht zu Ende.

  8. Raus aus der Schublade, selber denken, eigene Meinung bilden, selbst nachdenken, selbst entscheiden…
    Andere Meinungen, auch wenn da ein Name steht der angeblich eine Bedeutung suggerieren soll sind ebenfalls nur Ansichten von irgendwem und keine Gesetze von Göttern oder die ultimative Wahrheit, das „übersehen“ viele.
    Selten haben Experten recht, fast nie ist ein Titel eine Garantie für Qualität, hätte ich auf andere gehört wäre mein Schaden eklatant gewessen, hätte ich mich auf den Staat verlassen oder den Politikern vertraut wäre ich entweder schon tot oder auf der Straße gelandet.
    Ich gehöre zu keiner Seite und es spricht alles dafür das dies so bleiben wird, mir sind in meinem Leben nur wenige Dutzend Menschen begegnet die eine echte Persönlichkeit hatten und wirklich außergewöhnlich waren, die überwiegende Mehrheit waren Kopierer von Kopien kopierter Kopien.

  9. Ich kann nur bestätigen, dass es ein steiniger Weg ist, weg von den Mainstream-Medien hin zu den alternativen Medien zu kommen.

    Und genau deshalb sind die alternativen Medien so wichtig. Heute favorisiere ich ganz klar „ansage.org“ und „kontrafunk.radio“ -„Die Stimme der Vernunft“.

    Ich war früher, als Frauke Petry noch Parteichefin war, der Überzeugung, dass die AfD eine Nazi-Partei ist. Davon wollte ich mich eines Tages selbst überzeugen und bin aus Neugier zu einer AfD-Veranstaltung gegangen. Es war einfach der persönliche Kontakt, der ein Umdenken eingeleitet hat.

  10. Auszug aus den MSM:

    „Laut einer aktuellen Studie verfängt sich Russlands Kriegs-Propaganda bei immer mehr Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern.
    Signifikant tritt dabei der Unterschied zwischen Westdeutschen und Ostdeutschen zutage.
    Und eine bestimmte Wählerschicht ist ebenso besonders empfänglich für Behauptungen aus dem Kreml.“

    Versteckte Beleidigungen als Begründung, aber dennoch ein Eigeständnis des Scheiterns der Staatspropaganda.
    Wenn man bedenkt wie abgeschnitten die russische Berichterstattung ist, liegt es doch viel mehr daran das viele den Kurs nicht mehr unterstützen und die Grenze des Akzeptabelen schon längst überschritten ist.
    Dennoch ist es traurig das die meisten trotz aller Opfer, dem Undank und den Beleidigungen ukrainischer Politiker, es schlichtweg an der geistigen Kapazität fehlt um zu der simplen Erkenntnis zu gelangen, das es falsch ist sich derart benutzen zu lassen.

  11. Auszug aus den MSM:

    Kinder als Klimasünder?
    Wie rational die radikale Maßnahme der Birthstrike-Befürworter ist, zeigt eine Studie, die die Forschenden Seth Wynes und Kimberly A. Nicholas von der schwedischen Lund Universität erstellt haben. Darin untersuchten die Forschenden, welche Maßnahmen zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes führen – und nahmen in ihre Berechnungen auch den Verzicht auf Kinder mit auf. Demnach vermeidet dieser im Durchschnitt 50 Tonnen CO2 pro Jahr und damit ein Vielfaches von dem, was etwa durch den Verzicht auf ein Auto (5,3 Tonnen CO2 pro Jahr) oder auf Fleisch (1,6 Tonnen CO2 pro Jahr) eingespart werden kann. „Diese hohe Zahl begründet sich durch Auswirkungen des Kindes auf Generationsketten“, erklärt Forscher Gesang. „Das bedeutet: Die Emissionen der eigenen Kinder und Enkel gehen alle auf mich selbst zurück“, erläutert er.

    Krass oder?
    Kinder zeugen ist unsolidarisch!
    Total geisteskrank!

  12. Meine Frau und ich haben schon Jahrzehnte vor Corona diejenigen unserer ohnehin wenigen Bekannten abgelegt, bei denen man jedes Wort auf die Goldwaage legen mußte (es waren Altkatholiken, bei denen man kein kritisches Wort über die Kirche sagen durfte). Ansonsten galt für uns immer, daß unsere Beziehung vor dem Verwandschaftsverhältnis kommt. Das heißt, jeder von uns hätte eher den Kontakt zu den eigenen Eltern und erst recht weiter entfernten Verwandten abgebrochen, als daß sich einer von uns wegen der Angehörigen des Ehepartners „verbiegen“ muß.

  13. Meine Eltern sind bereits lange tot. Der Rest der buckligen Verwandtschaft ist seit Jahrzehnten links-grün verstrahlt, Besserwisser und Verbotshansel. Gespräche selbst über Belanglosigkeiten waren nicht möglich, ohne angeblökt zu werden.
    Fazit:
    Alles, was meinen „Standards“ nicht entspricht, habe ich rigoros rausgefiltert, Kontakte abgebrochen. Ohne Streiterei, ich habe mich simpel zurückgezogen.
    Wir leben in buchstäblich unterschiedlichen Universen, es gibt keine Gemeinsamkeiten, keine wirklichen Gespräche, brauche ich nicht.
    Wären diese während der Spahndemie nachdenklich geworden, hätten sie von sich aus nachgefragt: Wie geht’s, was denkst Du denn darüber, das ist doch komisch?
    Da nichts kam, hab ich nichts verloren.
    Es kommen stattdessen Kontakte, mit denen man auf Augenhöhe und mit sehr verwandter Denkstruktur kommuniziert, sind viel mehr wert.

  14. Das ist gut so, wie Sie Ihren Tag einrichten, werte Fr. Steinmetz. Ein sehr schöner Artikel. Unterschreibe ich direkt. Bitte weiterhin bei der Ansage veröffentlichen. Dank vorab dafür.
    Und mir persönlich ist’s völlig gleich. Es ist schlicht sinnlos, dich mit dummen Menschen zu unterhalten. Die lasse ich, Achtung jetzt -> links liegen. Zu schade für das bißchen Lebenszeit, welche uns allen gewährt wird.
    Wenn ich etwas hasse, dann ist das Dummheit und Faulheit! Sozialisten eben.
    Oft schon zitiert(er Klassiker): Ist die Ampel aus, gilt rechts vor links.

    • „…sinnlos, dich…“ -> „sich“
      Mein Fehler. (Eine „Bearbeiten-Funktion“ wäre gutt für manch Malheurchen 🙂 )

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