Umfrage in Kaiserslautern zum Sicherheitsgefühl der Bürger: Migration ist natürlich kein Thema, dafür Graffiti und Hundekot

Umfrage in Kaiserslautern zum Sicherheitsgefühl der Bürger: Migration ist natürlich kein Thema, dafür Graffiti und Hundekot

Messergewalt und Migrantenkriminalität finden in der Umfrage nicht statt (Symbolbild:Pixabay)

Die Stadt Kaiserslautern möchte sich über das „subjektive Sicherheitsempfinden“ ihrer Einwohner informieren. Eine Umfrage, die vom Mainzer “Institut für Sozialpädagogische Forschung” (ISM) in Mainz eigens dazu erarbeitet wurde, soll Erkenntnisse liefern, die es ermöglichen, „Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Sicherheit, Ordnung und Lebensqualität in unserer Stadt zu planen und durchzuführen“, wie Bürgermeister Manfred Schulz mitteilte. Die Umfrage kommt quasi “passend” – just zu einem Zeitpunkt, da die Messerattacke von vergangenen Samstag, bei der ein Syrer zwei Landsleute in der Kaiserslauterer Innenstadt niederstach (von denen einer inzwischen verstorben ist), bundesweit für Schlagzeilen sorgte und die lokale Bevölkerung in große Unruhe versetzte. Eigentlich sollte man nun annehmen, dass genau solche Zwischenfälle in der Umfrage thematisiert oder behandelt werden – denn sie sind (dazu braucht es keine Demoskopie oder Sozialforschung) natürlich der Hauptgrund für ein verändertes – sprich: verringertes – Sicherheitsgefühl der Bürger.

Doch genau diese Form von Sicherheitsverlust sind in der Umfrage natürlich nicht enthalten und werden ausgeblendet; der blinde Fleck ist riesig; was allerdings nicht verwundert, wenn man Sozialpädagogen und keine Kriminologen zu diesem Thema Untersuchungen anstellen lässt. So werden wirklich neue oder erhellende Erkenntnisse durch die Art der Umfrage selbst unmöglich gemacht: In dem ganzen durchaus detaillierten Fragenkatalog, dessen Beantwortung immerhin zwischen 15 und 20 Minuten beansprucht, taucht das Wort Migration nur einmal im Einleitungsbereich am Rande auf, den jedoch nicht mehr in der ganzen Umfrage; und so darf und kann Problemzuwanderung als kriminalstatistisch erwiesener Haupt- wenn nicht sogar einziger Grund für das steigende Unsicherheitsgefühl von den Umfrageteilnehmern nicht einmal als subjektive Meinung angegeben werden. Die Umfrage ist damit aussage- und wertlos, liefert aber natürlich (was ihr einziger Zweck ist) jede Menge Ausreden- und Ablenkungsgründe.

Frust über die Gesamtsituation

Gleich zu Beginn wird abgefragt, wie zufrieden oder unzufrieden man „ganz allgemein“ mit der Lebensqualität in Kaiserslautern, in der eigenen Wohngegend und mit seiner aktuellen Lebenssituation ist. Diese letzte Frage zielt offenbar darauf ab, zu erkennen, ob man aus Frust über seine persönliche Situation ein negatives Gesamtbild hat. Danach wird gefragt, wie stark einen gesellschaftliche Entwicklungen wie „steigende Migration nach Deutschland“, zunehmende Fremdenfeindlichkeit, Krieg in Europa, wirtschaftliche Krise, sinkender Lebensstandard, Folgen des Klimawandels, zunehmende Umweltverschmutzung, zunehmende gesellschaftliche Spaltung und die Angst, keinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden oder arbeitslos zu werden, beschäftigen.
Die Stadt will auch wissen, ob man in den letzten sechs Monaten in der Innenstadt „Sachverhalte“, wie unter anderem Vandalismus, Graffiti, Lärmbelästigung, Personen, die andere anpöbeln, Streitereien oder Schlägereien in der Öffentlichkeit, leerstehende verwahrloste Gebäude, ungepflegte öffentliche Grünanlagen, Hundekot, „offensichtlich ohne Betätigung herumlungernde Personengruppen“, den Verkauf oder Konsum von Drogen in der Öffentlichkeit oder eine unangemessene Fahrweise von Auto-, Rad- oder E-Roller-Fahrer beobachtet hat.

Auch Befürchtungen über Einbrüche, vorsätzliche Beschädigung seines Eigentums, gewaltsame Angriffe, sexuelle Übergriffe, Terroranschläge, extreme Wetterereignisse oder körperliche Angriffe wegen der eigenen politischen Einstellung, religiösen Überzeugung oder sexuellen Identität werden erfragt, ebenso, ob man in den letzten beiden Jahren bereits Opfer solcher Übergriffe wurde und ob man etwa bestimmte Orte meidet, Umwege nimmt, größeren Personengruppen ausweicht, et cetera. Es wird auch gefragt, ob man steigenden Handlungsbedarf in Bereichen wie unter anderem Gewalt im öffentlichen Raum, Drogenproblematik, Vandalismus, Jugendkriminalität sieht. Auch nicht fehlen darf natürlich die Frage nach Erfahrungen mit “Rassismus” oder “Diskriminierung”, Scheinprobleme, die wenn, dann nur Ausländer und Zuwanderer betreffen. Das Sicherheitsgefühl der Migranten wird also stärker gewichtet als das der Einheimischen.

Wenn Sozialpädagogen Kriminologen spielen

Denn umgekehrt sucht man konkrete Fragen, ob man sich etwa durch die Überpräsenz von Migranten, vor allem aus dem islamischen Raum, verunsichert oder bedroht fühlt; wie man dazu steht, dass der Islam immer mehr Rücksichtnahme und Platz im öffentlichen Raum einfordert und erhält, oder worauf man selbst die steigende Gewalt und Unsicherheit zurückführt, sucht man dagegen vergeblich. Dass man sich des Problems durchaus bewusst ist, zeigen verklausulierte Fragen nach „offensichtlich ohne Betätigung herumlungernden Personengruppen“ oder nach den Ängsten bezüglich sexueller oder sonstiger Gewalt. Beides hätte man vor 2015 nicht gefragt. Dass Deutsche, die „offensichtlich ohne Betätigung“ sind, nicht in Gruppen herumlungern, sondern dies eine typische Erscheinungsform migrantischer Tagediebe ist, schimmert bei der Frage allenfalls äußerst sublim durch, wird aber nicht dezidiert ausgesprochen. Um zu den realistischen Erkenntnissen zu gelangen, müsste man jedoch klipp und klar fragen, ob man sich durch die Migration in den letzten zehn Jahren verunsichert fühlt und wenn ja, warum. Man könnte auch fragen, ob die Bürger meinen, dass man sich mit der Massenmigration überfordert hat, welche Erlebnisse sie damit verbinden und so weiter. Doch das ist nicht gewollt.

Aber wie immer und überall ignoriert man den Elefanten im Raum oder deutet ihn nur vage an. Dabei weiß jeder vermutlich genau – offensichtlich auch die Macher, vor allem aber die (öffentlichen) Auftraggeber der Umfrage –, woher der Wind in Sachen steigender Unsicherheit weht. Dass alteingesessene Einheimische in den letzten Jahren sich nicht plötzlich signifikant aggressiver geworden sind, plötzlich in Gruppen herumlungern und verstärkt Vergewaltigungen begehen, ist offenkundig, soll oder darf aber nicht ausgesprochen werden. Man nennt das Grundproblem nicht beim Namen, sondern verwässert es mit allerlei ablenkenden Fragen nach Graffiti, Hundekot, mangelnder Beleuchtung et cetera. Es gibt zwar die Möglichkeit, in Freifeldern individuell persönliche Erlebnisse zu schildern – in den Fragen selbst vermeidet man aber nach Kräften, das Thema Migration als mögliche Ursache von Ängsten vorzugeben.

Die üblichen Funktionsexperten

Diese Umfrage, für die eine unbekannte, aber sicher nicht geringe Zahl an Steuergeld fließen dürfte, ist damit von vornherein völlig unbrauchbar für irgendwelche realpolitischen Schlussfolgerungen. Sie soll, ähnlich wie Dunja Hayalis Propagandasendungen mit “Funktionsexperten”, die jeden Zusammenhang zwischen Migration und Gewalt verwässern und bestreiten sollen, vor allem den status quo zementieren helfen und von den echten Problemen ablenken: Am Ende wird es dann vermutlich heißen, dass das Unsicherheitsgefühl der Bürger vor allem deshalb massiv gestiegen ist, weil sie mehr Graffitis, Leerstand, schlechte Straßenbeleuchtungen oder  Grünanlagen und zu viel Hundekot im Stadtbild begegnen. In Wahrheit braucht es keine Umfrage für die simple Wahrheit: Die Bürger wollen eine massive Reduzierung der Massenmigration und ein Ende der Überfremdung, durch die man die eigene Stadt nicht mehr wiedererkennt und sich wie ein Gefangener in der eigenen Heimat fühlt.

Dass die AfD bei der Bundestagswahl im letzten Jahr mit 24,8 Prozent stärkste Kraft in Kaiserslautern (und damit, neben Gelsenkirchen, zur einzigen Hochburg im Westen wurde) und ihr letztes Ergebnis fast verdoppelte, ist ein geeigneterer Hinweis auf das Stimmungsbild als diese – nicht einmal repräsentative – Umfrage. Es muss gehandelt werden und ist allerhöchste Zeit, die massiven Probleme in dieser Stadt (wie auch so vielen anderen) anzugehen. Wenn man schon Befragungen durchführt, dann sollte man den Bürgern wenigstens auch die Möglichkeit geben, alle Probleme schonungslos anzusprechen, statt sie in einer Soße von Ablenkungen und Nebensächlichkeiten zu ertränken.

17 Kommentare

  1. Bei den meisten Deutschen läuft eindeutig die Realitätsspule schief, man leidet unter einer entfremdeten Wahrnehmung! Ein solches kaputtes Volk wird immer neue Scheiße bauen – Fleiß, Pünktlichkeit und Ordnungssinn zu Trotz! Man muss den Michel vor sich selber schützen, alles andere macht keinen Sinn mehr!

    1. das freut mich am meisten… unsere politidioten haben endlich was ordentliches geschafft,trifft di elinksrotzgrünen am härtesten hoffe ich doch…
      . „Politik hat Deutsche deutlich ärmer gemacht“ – Deutsche verlieren seit 2020 erheblich an Kaufkraft
      Die Preise steigen viel schneller als die Einkommen: Seit 2020 hat die Mehrheit in Deutschland real an Kaufkraft verloren. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen deutliche Einbußen beim Wohlstand. Weiterlesen auf welt.de alice erlöse uns von politdeppen…

  2. Mir würde sofort einfallen von wem ich mich am Meisten bedroht fühle. Nämlich von der Bürokratie. Habe grade meinen Folgeantrag auf Wohngeld bekommen. Früher waren es nur 1 Blatt mit 2 Seiten, plus Anlagen. Jetzt sind es 3 Blatt mit 5 Seiten Plus Anlagen. Sogar die Wertsteigerung von Eigentum wird abgefragt. Wie soll man da einen Nachweis erbringen. Ohne Gutachten, welcher Geld kostet ist dabei. Was die einem jetzt alles abfragen und später anrechnen als Einkommen wollen. Damit man nicht in eine Falle tappt da braucht man jetzt einen Anwalt damit einem nicht was angerechnet wird um das Wohngeld zu kürzen, aber sicher nur bei den echten Ureinwohnern. Die tägliche Abzocke vom Staat ist die größte Bedrohung.

  3. @Migration ist natürlich kein Thema
    verständlich, das ist ein Buzzword, einer der aktuellen Lord Voldemort, über den man nicht spricht.

    Oder wie mir mal ein Gründer in Ramstein am Tag der offenen Tür erklärte auf meine Frage, warum ich gegen Ramstein und die Amerikaner sein soll : „weil wir es dürfen!“

    Über die Migration darf man nicht reden, wenn man nicht den Besuch im Morgengrauen haben will und den Auszug im Bademantel !
    Das Terrorsystem hat viele Augen und Denunzianten.
    Weiß ich auch nicht, wie ich auf eine derartige Frage antworten würde, wenn ich da auf der Straße angelabert werde.
    Obwohl ich – je nach der Formulierung – als meine größte Bedrohung das Regime bezeichnen würde, das diese Dinge organisiert und geschehen läßt – also : Politik, Justiz und Polizei – und Militär nur deshalb nicht, weil es derzeit noch inaktiv ist – aber langfristig sehe ich auch Militär auf diesem Weg !

  4. Keine Entlastung: Reiche lässt deutsche Autofahrer bluten
    Während der Iran-Krieg die Ölpreise explodieren lässt und Diesel und Benzin inzwischen über zwei Euro kostet , zeigt die schwarz-rote Bundesregierung wieder einmal ihr wahres Gesicht: Abkassieren statt entlasten. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erklärte am Mittwoch am Rande der Handwerksmesse in München lapidar: „Die [Spritpreisbremse] steht nicht auf der Agenda.“
    https://pi-news.net/2026/03/keine-entlastung-reiche-laesst-deutsche-autofahrer-bluten/

    1. @Keine Entlastung: Reiche lässt deutsche Autofahrer bluten
      na selbstverständlich -das ist für die Linke schließlich zielführende de-Mobilisierung, wenn sich nur wenige noch das Ffahrwb leisten können.
      Das war schon das ziel der Grünen-Forderung damals, den Preis für Benzin auf 5 DM zu heben ! Damit es sich nicht mehr jeder leisten kann !
      Für den Graichen-Rotz läuft es gut !
      Da kommt jetzt Iran wie gerufen, um im Rahmen einer Schock-Strategie ihre Agrarisierungs-Ziele durchzusetzen.
      Bin schon gespannt, wann sie merken, das damit keine 80 Mio. Einwohner Deutschlands ernährt werden können!

      1. Reiche ist aber keine Grüne. Sie ist eher eine Lobby-Ministerin. Und außerdem , den Merz nennt man im Netz nicht umsonst seit Monaten schon „Außenkanzler“ oder „Bundeskanzler der Ukraine“ oder auch „BlackRock-Kanzler“…

  5. Einfach nur irre:

    Energiewende
    Wegen Iran-Krieg: Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen mehr Windräder in Deutschland
    Niedersachsen und
    Schleswig-Holstein drängen darauf, noch in diesem Jahr
    Sonderausschreibungen für mehr Windräder zu veranlassen. Dafür könnten
    Milliarden anfallen. Begründet wird die Forderung mit dem Krieg im Nahen
    und Mittleren Osten.

    https://apollo-news.net/wegen-iran-krieg-niedersachsen-und-schleswig-holstein-wollen-mehr-windrder-in-deutschland/

  6. Der grüne Schimmel in allen Verwaltungen , dieses einst schönen Landes, wuchert immer weiter und wird uns zerstören. Ich trauere unendlich um dieses“ Kein schöner Land in dierer Zeit“, da ich es als Kind und Jugendlicher noch erleben durfte. Zukünftige Generationen werden sich vor Kaftanen verbeugen, aber viele Wegbereiter dieser neuen Welt werden ebenso leiden unter den neuen Verhältnissen. „Deutschland“ ist das nicht mehr! (Darf man Deutschland noch aussprechen?)

  7. „Juden kontrollieren Banken“
    AfD-Jugend-Chefin äußert sich antisemitisch und rassistisch
    https://www.focus.de/politik/deutschland/afd-jugend-chefin-aeussert-sich-antisemitisch-und-rassistisch_47df2ced-fe5d-4a99-acc5-2b8012a7ba7b.html

    AfD-Jugend-Vorständin
    Julia Gehrckens nannte Pforzheim „gottlose Kanackenstadt“
    https://www.focus.de/politik/deutschland/julia-gehrckens-nannte-pforzheim-gottlose-kanackenstadt_e218f948-a7e5-4f4d-8f22-ebd4eb04dbf4.html

    Mein Kommentar: Mekrwürdig, wenn das faschistsiche Selenskij-Regime sich extrem rassistcih über die Russen udn andere ethnische Midnerheiten äußert, dann haben unsere Medien überhaupt gar kein Prtoblem damit. Denn das Bandera-Faschisten-Regime, welches seit 2014 in der Ukraine die Macht übernommen hat, ruft immer wieder offen dazu auf, alle Russen in der Ukraine auszurotten. Für die EU überhaupt gar kein Problem…
    Und nein das sind keine Lügenmärchen, sondern selbst andere EU-Zeitungen, sind schon vor Jahren ebenfalls aufmerksam geworden und haben darüber mehrfach berichtet.
    Unsere deutrschen Mainstream Medien verbreiten sogar das Lügenmärchen von Selenskij, dass Stepan Bandera udn seine Milizen angeblich überhaupt gar keine Kriegsverbrecher im Zweiten Weltkrieg waren , da RUssland angeblich nur Kriegspropaganda verbreiten würde. Unfassbar!

  8. Die Bemühungen der zuständigen Parteien sich für die derzeitigen und noch bevorstehenden Zustände aus der Verantwortung zu zu ziehen , sind schon immens und nehmen immer peinlichere Ausmaße an.
    Terror von links gibt es quasi garnicht und alle Migranten sind rechtschaffene Leute die uns mit ihrer Kultur bereichern. Also kann man sich unbesorgt um einheimische Bürger kümmern und deren lapidaren Gesetzesübertretungen mit volle Härte bestrafen!
    Ich bin mal gespannt ob auch die Bürger aus Kaiserslautern das verstanden haben und bei der Landtagswahl darauf reagieren.

  9. das ISM ein Haufen arbeitsloser Soziofreaks die dafür von den Verbrecherpolitikern bezahlt werden.
    Wo kommen wir da hin wenn jemand erkennt das die Migration nur der Kauf von Wählerstimmen durch Verbrecherpolitiker ist.