
Rüdiger Safranski ist kein politischer Aktivist im Intellektuellenkostüm, sondern ein Autor, der seine Autorität aus einer anderen Quelle bezieht: aus der geduldigen Arbeit an Denk- und Lebensgeschichten. Wer über Schopenhauer, Nietzsche, Heidegger und die Romantik geschrieben hat, wer die großen Gestalten als Spiegel ihrer Epochen liest, hat ein feines Sensorium für den Moment, in dem eine Gesellschaft ihre Begriffe verliert – und damit ihre Orientierung. Genau aus dieser Perspektive spricht Safranski jetzt im Interview mit der “Neuen Zürcher Zeitung”: Nicht als Parteigänger, sondern als Diagnostiker einer Republik, die sich in moralische Reflexe verkrallt. Safranskis Kernthese ist so schlicht wie folgenreich: Eine Mitte-Rechts-Politik sei in Deutschland „im Moment unmöglich“, weil die AfD so lange dämonisiert worden sei, dass sich die politischen Akteure in eine selbst geschaffene Falle manövriert hätten. Die CDU mache bei der Brandmauer „leider mit“ und habe sich damit „in die Geiselhaft der SPD begeben“; sie müsse SPD-Politik machen, weil sie „keine andere Option“ habe. Safranski betont, es gehe nicht einmal zwingend um ein Bündnis – schon die Möglichkeit, sich in Einzelfragen tolerieren zu lassen, würde das Machtgefüge verändern.
Diese Argumentation ist interessant, weil sie nicht auf Sympathie für die AfD angewiesen ist. Für Safranski ist die AfD „keine sympathische Partei“ und hat „am Narrensaum rechtsradikale Kräfte“. Dennoch gehöre sie „ins demokratische Spektrum“. Damit markiert er eine wesentliche Unterscheidung, die in der gegenwärtigen Debattenkultur oft unterdrückt wird: zwischen politischer Ablehnung und politischer Ausgrenzung. Man kann eine Partei schlecht finden und sie dennoch als legitimen Bestandteil des parlamentarischen Spiels behandeln – ja, gerade das ist der Lackmustest liberaler Demokratie.
„Neue Berliner Mauer“ – eine Ost-West-Metapher als Warnsignal
Den stärksten Satz liefert Safranski dort, wo er die absehbare Zukunft beschreibt: Wenn in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern AfD-Mehrheiten entstünden, werde man eine „absurde Situation“ bekommen; dann werde die Brandmauer „zur neuen Berliner Mauer“, diesmal bloß “vom Westen her errichtet“ – eine Brandmauer „gegen die neuen Bundesländer“. Man muss diese Metapher nicht wörtlich nehmen, um ihren politischen Sinn zu verstehen. Safranski beschreibt die Gefahr einer demokratischen Spaltung nach einem einfachen Muster: Wenn große Wählersegmente strukturell vom Regieren ausgeschlossen bleiben, verwandelt sich Demokratie vom Verfahren in ein Milieuprojekt. Der Staat erscheint dann nicht mehr als neutrales Dach, sondern als Parteigebäude, in das man nur mit der richtigen Gesinnungsstatik hineinpasst. Seine „Mauer“-Formel ist ein Warnhinweis auf die soziale Sprengkraft dieser Entwicklung.
Safranski setzt noch tiefer an – beim Vokabular: Man habe sich angewöhnt, von „unserer Demokratie“ zu sprechen, sage er, mache sich aber nicht klar, dass zu dieser Demokratie „das ganze Spektrum von links bis rechts gehört“. Gleichzeitig sei das Schlagwort „Demokratie gegen rechts“ in Umlauf, wobei „rechts“ für Linke teils „schon bei der CDU“ beginne. Das Ergebnis sei eine „vollkommen verkrampfte Situation“. Das ist mehr als Sprachkritik. Safranski legt offen, dass mit dem Wort „Demokratie“ zunehmend ein politischer Besitzstand markiert wird: Demokratie wird nicht mehr als offenes Verfahren begriffen, sondern als moralisch definierte Zone, deren Grenzen flexibel nach Bedarf verschoben werden. Wer die Grenze zieht, gewinnt Macht – weil er den Gegner nicht mehr widerlegen muss, sondern aus dem Raum des Legitimen hinausdefiniert.
Wenn Begriffe kippen: Das Gendern und die Faschismus-Inflation
Hier kommt Safranskis berühmter Satz im Originalkontext: „Wenn man gegen das Gendern ist, gilt man ja schon fast als Faschist.“ Er verbindet ihn unmittelbar mit einer Warnung vor Begriffsverfall: Das Wissen darum, „was Faschismus, was Nationalsozialismus wirklich war“, gehe verloren; diese inflationäre Gleichsetzung sei eine „gefährliche Verharmlosung dessen, was Rechtsextremismus wirklich bedeutet“. Das ist eine konservative Kernintuition: Wer die härtesten historischen Begriffe für Alltagskonflikte vernutzt, zerstört den Maßstab, der die Republik eigentlich vor echten Extremismen schützen soll. Das Wort „Faschist“ wird dann zur Debattenabkürzung: Es ersetzt Gründe durch moralische Eliminierung. Und wer so argumentiert, produziert zwangsläufig Angstkommunikation, Selbstzensur und Lagerbildung – also genau jene Polarisierung, die er vorgibt zu bekämpfen. Safranski schlägt eine Richtung vor, die in Deutschland inzwischen als Tabubruch gilt: Parteien müssten daraufsetzen, die AfD zu „zivilisieren“, statt sie zu „dämonisieren“; sie solle „Regierungserfahrung sammeln“, das „schleift ab“.
Er erinnert an die Grünen, die früher radikal gewesen seien und später staatstragend wurden. Und er formuliert eine psychologische Regel: Wer dauernd als „Aussätziger“ behandelt werde, werde tatsächlich aussätzig. Gleichzeitig hält er fest: Die AfD sei „keine erfreuliche Erscheinung“, aber „keine Gefahr für die Demokratie“. Damit legt Safranski den Finger in die Wunde der deutschen Gegenwart: Ausgrenzung ist nicht nur ein Mittel gegen Radikalisierung – sie kann Radikalisierung auch stabilisieren. Wer jeden Kontakt moralisch verbietet, überlässt die Partei sich selbst, treibt sie in Echokammern, erhöht ihren Opferstatus und macht aus politischer Konkurrenz eine Schicksalsgemeinschaft.
Warum Safranskis Stimme Gewicht hat
Safranski spricht nicht aus dem Reflex des Tages, sondern aus dem langfristigen Blick auf Epochen, Irrtümer, Verführungen – und auf die Rolle von Sprache in politischen Umbrüchen. Im Interview erklärt er selbst, warum Biographien einen direkten Zugang zur Zeit geben; er nennt als Beispiel, wie er das Jahr 1933 über die Figur Martin Heidegger verstanden habe – über den „Moment des fatalen Irrtums“. Dies ist der biografische Unterton seines politischen Einwurfs: Er warnt weniger vor einem konkreten Gegner als vor einer kulturellen Selbsttäuschung – der Illusion, man könne Demokratie retten, indem man sie verengt, und man könne Extremismus bekämpfen, indem man Begriffe inflationiert.
Safranskis Interview ist deshalb bemerkenswert, weil es die deutsche Lage auf eine präzise Formel bringt: Die Brandmauer ist nicht nur eine Abwehr gegen „rechts“, sondern auch eine Selbstfesselung der Mitte – und damit undemokratisch, da sie vorhandene demokratische Mehrheiten verhindert. Und die Sprachformeln, mit denen man sie rechtfertigt – „unsere Demokratie“, „Demokratie gegen rechts“, der faschistische Kurzschluss –, sind nicht neutral, sondern politisch wirksam. Wer so spricht, verschiebt Grenzen, produziert Lager und verliert die Fähigkeit, mit dem normalsten Vorgang in einer Demokratie umzugehen: dass ein relevanter Teil des Volkes anders wählt, als ein Juste Milieu es wünscht.
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14 Kommentare
Echt jetzt,was redet der für ein Mist.Die echten Nazis sitzen bei der SPD und Grüne.Bevor er weiter Stuss redet,sollte dieser Mann das Programm der AFD lesen..
Im Artikel kommt das Wort Demokratie zehnmal vor.
Viel zu wenig! Mindestens dreimal soviel wäre erforderlich, um den unbedarften Leser den Begriff ins Gehirn zu waschen,
Fur mich ist der Käse sowieso gegessen.
Wer meint, daß eine Mehrheit aus Knallköpfen über die Rechte und Pflichten aller zu bestimmen habe, den kann ich intellektuell nicht ernst nehmen. Darum:
Abschalten!
😜
Wir brauchen garnicht lange um den
heißen Brei reden.
In Deutschland ist die Demokratie und
die Meinungsfreiheit in Gefahr!!!
Und die, dies nicht sehen wollen, sind
Akteure der Diktatur!!!
Da sollte Herr Safranski auch mal darlegen , wieso die AfD “ keine erfreuliche Erscheinung “ ist , wieso und in welchem Zusammenhang genau meint er das ……?
Böhmermann ist nur ein bezahlter Narr des ZDF. Die eigentlichen Versager sitzen in der politisch gesteuerten (SPD/GRÜNE) Sender-Leitung und im Rundfunkrat. Meine Meinung : Auflösung der zwangsfinanzierten Sender durch einen demokratischen Volksentscheid und somit ist auch das Thema Böhmermann erledigt. Allerdings sollte man wissen das SPD und GRÜNE keine demokratischen Volksentscheide wollen. Ergo, müssen zuerst mal SPD und GRÜNE weg !!
Nur Frage der Zeit bis sehr bald eine Regierungsbildung ohne AfD nicht mehr möglich sein wird. Besonders erfreulich, dass die neuen AfD-Wähler von den Altparteien kommen. Wenn erst die ,,Nichtwähler“ sich für die AfD entscheiden, dann dürfte die AfD durchaus stärkste Partei werden. Jetzt wo Merz öffentlich bekannt gab,dass der Steuerzahler sich darauf einstellen muss, dass die Ukraine sogar langfristig mit Waffen und Geldern der Steuerzahler unterstützt wird, das dürfte der AfD weiteren Wählerzulauf sichern.
Zunächst stellt sich die Frage, von welcher Demokratie wir sprechen? Etwa die, die wir gegenwärtig haben? Ohne Gewaltenteilung? Eine Demokratie, mit der sich parlamentarische Mehrheiten zusammensucht, die keiner der Wähler will? Ist das unsere Demokratie? Man sollte auch bei der Verwendung des Begriffes „Demokratie ebenfalls vorsichtig sein.
Wenn im Bundestag 10 Dummköpfe 9 vernünftige Leute überstimmen, ist das Demokratie. Merkt ihr was?Irgendwas stimmt nicht.
Allerhöchstens 60% der Wähler können überhaupt die Tragweite seiner Entscheidung an der Wahlurne richtig einschätzen. Die meisten haben gar niht die Zeit, sich mit globalen Realitäten sprich Abhängigkeiten und Verknüpfungen auseinanderzusetzen,
Bekanntlich lassen sich Deutsche gerne belügen und spielen sich weltweit wie ein Musterschüler auf. Dabei sind die Deutschen ein ziemlich verdummtes Volk. Das sah man auch bei Corona, Klimawahn und e-Mobilität- Die nächste „Impf“-Propaganda startet im kommenden Herbst. Ich sehe jetzt schon, wie die stundenlang anstehen werden. Das gegenwärtige Parlament paßt hervorragend zu den Deutschen.
Welche Wohltat, einen Kommentar zu lesen von jemandem, der fähig ist, logisch zu denken!
Bravo Dogbert! 👏👏👏
Rüdiger Safranski hat schon Ende 2018 in einem SPIEGEL-Interview versucht, einen rationaleren und demokratischeren Umgang mit der AfD anzuregen. Der SPIEGEL-Interviewer ging sogar darauf ein, stellte von sich aus fest, dass die AfD keine rechtsextreme Partei ist und sagte, Alexander Gauland, damals der Lieblingsfeind „unserer“ Demokraten, sei ein sehr Konservativer, der gelegentlich markige Sprüche fallenlasse, aber kein Faschist und kein Gefährder. – Genützt hat es NICHTS. Inner- und außerhalb der SPIEGEL-Redaktion konnte soviel gelassene Einsicht und Toleranz sich nicht länger als einen Moment lang hörbar machen, durchsetzen sowieso nicht. Safranski irrt sich, glaube ich, auch mit der Einschätzung der Grünen als staatstragender Partei, obwohl es da durchaus ein paar Leute gibt, die genau das sein wollen. Aber die meisten hochpositionierten Grünen sehen die permanente Kulturrevolution („Transformation“) als ihre Aufgabe an. Und überhaupt – erst, wenn das herrschende Parteienkartell sich von seinen Medien und seinen „N“GO- und „N“GO-ähnlichen Kulturrevoluzzi samt deren teils US-amerikanischen Finanziers abgrenzt, diesen Redaktionen und „Aktiven“ die Steueralimente streicht und dahinter kommt, dass Politik die Kunst des Möglichen und Verhandelbaren ist, erst dann ist es für die AfD und deren zunehmend große Wählerschaft sinnvoll, mit denen zu reden.
Einige Formulierungen des Herrn Safranski sind eigenartig. Die Partei AfD sei keine erfreuliche Erscheinung. Wie kann eine Partei, deren Programmatik wesentlich auf der der CDU von Anfang der 2000er Jahre brriht,unerfreulich sein?
Wie kann eine Partei nicht erfreulich sein, wenn sie zum demokratischen Spektrum gehören und man Demokratie ernst nimmt?
Oder ist das nur der Kotau vor den Machthabern, damit Safranski nicht ins Visier gerät?
Safranski macht den Fehler, die etablierten Parteien für die eigentlich Guten zu halten, die sich lediglich bei der Bändigung der unsympathischen AfD in der Wahl der Mittel vertun.
Damit trägt Safranski allerdings Scheuklappen, da er die von den etablierten Parteien mutwillig und ohne Not herbeigeführte Universalmisere auf ausnahmslos allen Gebieten ihres verhängnisvollen Wirkens vollkommen übersieht. Diese Parteien haben dem Land und dem Volk in voller Absicht, Niedertracht und Vorsatz in jeder Hinsicht schweren Schaden zugefügt und tun dies immer noch. Und mit diesem schuldhaften Fehlverhalten, das überhaupt nichts mit der AfD zu tun hat, verlieren sie auch jegliche Legitimation und jeden Anspruch, eine moralische Instanz zu sein, die die AfD oder sonst noch irgendwen „zivilisieren“ könnte.
All die von dieser Seite entwickelten und ins Spiel gebrachten Idiotien wie „Zustimmung von der falschen Seite“ und „Kontaktschuld“, mit denen sie das Klima in Deutschland verdorben haben, wirken auch in die andere Richtung. Für einen AfD Wähler ist die SPD eindeutig und ohne Anführungsstriche die falsche Seite, an der man sich mit Kontaktschuld infizieren kann. Die AfD könnte sich daher auf derartiges überhaupt nicht einlassen. Ihr würden die Wähler davonlaufen, wenn sie sich jetzt auf die Ebene von Merz oder Klingbeil herab begäben, um sich von diesem Sumpf besu … äh … „zivilisieren“ zu lassen. Für die Wähler der AfD ist nämlich die AfD die maßgebliche Instanz – und eben genau nicht so miese Vereine wie SPD, CDU oder Grüne.
Sicherlich ist Safranski ein kluger Kopf – aber hier hat er, sich ganz eindeutig zu sehr in höheren Sphären ausgetobt und dabei die offensichtlichste Realität zu seinen Füßen vollkommen übersehen.
1989 wurde das SED Regime gestürzt, die Proteste standen unter dem Schatten, dass es zur blutigen Niederschlagung hätte kommen können. Trotzdem war der Leidensdruck der DDR Bürger stärker und sie haben es geschafft. Mit Merkel wurde dank dem Finanzkriminellen KOHL (Schmiergeld!!) und Schäuble dann das trojanische DDR Pferd, Honeckers Rache, zurm Kanzler bestimmt. Damit begann das Verhängnis seinen Lauf zu nehmen und Deutschland erlebt einen, in der Geschichte einmaligen Sabotageakt, den die AMPEL– Regierungen gegen das eigene Volk betreibt, wie es in diesem Ausmaß nur durch Besatzungsmächte durchgeführt wurde.
Diese jetzt– Regierung, „UnsereDemokratie“, ist die bösartigere Variante der SED. Sie vernichtet den Bürgern ihre Lebensgrundlagen, ihre Freiheit. Sie sabotiert und zerstört due Energieversorgung, die Wirtschaft, Kultur und Sprache. Sie betreibt mit det Islamisierung die völlige Auflösung der deutschen Nation und des deutschen Volkes. Sie zerstört, welche Perversion, mit Hilfe der christlichen Kirchen, das,Christentum und unterwirft sich, ebenso wie die christlichen Kirchen, dem Islam. Linke NGOs regieren und bestimmen in grenzenlosen Hass auf Deutschland die Politik.
Gesetzesübertretungen der Regierung, der Staatsmedien, der NGOs „UnsererDemokratie“ werden VERBRECHEN „demokratisch“ legitimiert, wie es in jeder 1933 Diktatur üblich ist. Und das Volk? Es scheint fatalistisch zu sein, geistig tot/, blind. Es wählt seine Saboteure und Schlächter immer wieder bis zum Untergang. Es ist eigentlich unfassbar, dass sich ein Volk so erniedrigen lässt, ohne den geringsten Versuch aufzustehen.
…..Den Ruf „Wir sind das Volk“ der 1989 die DDR Diktatur stürzte, kann man heute ersetzen durch den Ruf „Wo ist das Volk“? In diesem Sinne: R.I.P.Deutschland? Was es jetzt bräuchte, wäre die völlige Auflösung der politischen Parteien. Es müssten für jedes Ressort politisch unabhängige Fachleute und Experten ans Werk gehen, um diesen Staat (Schweinestall!!!)wieder ins richtige Fahrwasser zu bringen.
Das korrupte Gestrüpp und die Verflechtungen von Regierung, Staatsmedien und NGOs muss zerschlagen werden. Dass es gehen kann hat man nach 1945 und 1989 gesehen. Nur darf man zukünftig nicht den Fehler machen, die Diktaturen nur halbherzig aufzuarbeiten. Täter müssen bestraft werden und nicht wie nach 1989, als die SED zu „Die Linke“ mutierte, wieder in politische Verantwortung kommen lassen. Es ist an der Zeit, dass ein großer Ruck durch das L A H M E Volk geht, denn es ist stärker als diese Saboteure auf ihren Brandmaursesseln.
Ganz gute Sicht der Dinge, wie ich finde, bis auf Ihren Vorschlag, die Parteien aufzulösen und politisch unabhängigen Fachleuten die Politik zu überlassen. Bedeutet das etwa, dass in Zukunft keine Wahlen mehr stattfinden sollen, der Souverän also keine Mitspracherecht mehr haben soll? Wer wählt dann diese Experten aus? Die KI, oder die Globalisten? Im übrigen habe ich sowieso kein Vertrauen mehr in irgendwelche Experten, seit meinen, eigentlich unser aller Erfahrungen mit der Coronapandemie, beim Klimawandel und anderer Themen. Diese Professoren, Ingenieure und was dafür noch in Frage kommt vertreten genauso unterschiedliche, gegensätzliche Auffassungen über eine Sache wie die Parteien. Wenn ein gutes Salär, Ansehen, Aufstieg u.a.m. winkt, ist der eine oder andere von denen gerne geneigt, die Auffassung dessen zu vertreten, der ihn in das Amt berufen hat; sind ja auch nur Menschen.
Ich finde nicht, dass er irgendetwas entkrampft hat. Natürlich konstatiert er richtig, dass die Brandmauer nicht nur Unsinn sondern dezidiert undemokratisch und deshalb im Ergebnis auch grundgesetzwidrig ist.
Andererseits meint er aber auch, nicht ohne abschätzige Bemerkungen zur AfD auskommen zu können. Da frage ich mich: Was soll das ?
Demokratie ist eine Erfindung des Kapitals um uns glauben zu machen, wir hätten etwas zu entscheiden –PUSTEKUCHEN , was an Politikhanseln in den sogenannten Demokratien herumstolpert gehorcht, oder wird weggeräumt