Freitag, 21. Juni 2024
Suche
Close this search box.

Unfehlbare Wissenschaft, Leugnung und Verblendung

Unfehlbare Wissenschaft, Leugnung und Verblendung

Die Erleuchtung der “Wissenden” (Symbolbild:Pixabay)

In einem Beitrag für die “Achse des Guten” unter dem Titel “Wissenschaft, Religion, Größenwahn” vom 24. Januar 2023 beschreibt Boris Kotchoubey, wie sich das Verhältnis der Wissenschaft zur Religion wandelte. Es handelt sich bei dem Text um einen Auszug aus dem lesenswerten Buch “Pandemiepolitik – Freiheit unterm Rad”, eine von Sandra Kostner herausgegebene Essaysammlung. Einstmals sei Wissenschaft ein Gegensatz zum Glauben gewesen, heute dessen Ersatz. Er verweist auf das berühmte psychologische Milgram-Experiment von 1961, das nachwies, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen: Probanden, die auf Kommando einem anderen Probanden zunehmend stärkere Stromschläge verabreichen sollen, sobald diese bei ihnen gestellten Aufgaben einen Fehler machten, gehorchten dem Befehl blindlings – sogar dann, als von ihnen verlangt wurde, die Spannung auf 300 Volt zu erhöhen. Die Mehrheit der Probanden verabreichten den Delinquenten sogar bis zu 450 Volt – und das “trotz der furchtbaren Schmerzensschreie des ‘Bestraften’ und des begründeten Verdachts, dass dieser verletzt oder sogar ohnmächtig werde”. Kotchoubey führt das Experiment als Beweis dafür an, “zu welchen Grausamkeiten der Gehorsam gegenüber Autoritäten führen kann.

Wie gut dies in der Praxis funktioniert und was Menschen auf Verlangen der Obrigkeit zu tun bereit sind, konnte man am Ablauf der Coronapandemie trefflich studieren; man denke hierbei vor allem an die blinde Befolgung nachweislich schädlicher Maßnahmen und Lockdowns, sowie anschließend an die Ausgrenzung von Ungeimpften. In Schweden gab es diese verheerenden Entwicklungen nicht, weder Lockdowns noch eine Diskriminierung Ungeimpfter – und siehe da: Heute beträgt (wohl auch deshalb) die Übersterblichkeit der Jahre 2021 und 2022, laut “Our World in Data, nur 211 Mehrverstorbene pro 1 Million Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland, bei einer ähnlichen Altersstruktur wie in Schweden, beträgt sie 1.157 pro eine Million Tote. Bei einer Bevölkerung von rund 84 Millionen hierzulande waren dies also über 80.000 Tote zuviel. Und die signifikante Übersterblichkeit setzt sich bis heute fort.

Eigentlicher Verrat an der Wissenschaft

Nochmals zu Kotchoubey: Ihm zufolge besteht der Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion nicht darin, “dass Wissenschaft eigene Aussagen ausstellt, die besser sind als die religiösen Aussagen”; denn tue sie das, dann verhielte sie sich ja wie eine andere Religion, “nur eine schlechtere, weil ihren Dogmen im Gegensatz zu denen der traditionellen Religionen jegliche transzendente Tiefe fehlt.” Der Vorteil der Wissenschaft besteht laut Kotchoubey vielmehr in ihrer Fähigkeit, “durch ihr kritisches Vorgehen die Falschheit der eigenen Aussagen zu überwinden.” Ihr Wesen gründe in dieser Entwicklung von unzutreffenden zu treffenden, von “schlechteren” hin zu “besseren” Aussagen – aber grundsätzlich nicht in „wissenschaftlichen Aussagen“ als solchen, da es diese als absolute Begrifflichkeit gar nicht geben kann. Kotchoubey folgert: “Daher ist jede ausschließliche Orientierung am ‘gegenwärtigen Stand der Wissenschaft’ ein Verrat an Wissenschaft.
Denn deren Aufgabe besteht nicht aus dem Stillstand, sondern aus dem Fortschreiten.
Hält sie an, bleibt sie an einer Stelle stehen, so versteinert sie sofort, wie Lots Frau, zu einer dogmatischen Sammlung falscher und – wie das Beispiel der Eugenik zeigt – manchmal sogar gefährlicher Sätze.

Was der “Achse”-Autor hier anführt, beschreibt allerdings Wissenschaft im Idealzustand, als redliche und rein an Erkenntnisgewinn orientierte, unabhängige Forschung. In Deutschland jedoch haben wir das Gegenteil davon: Die hörige Staatswissenschaft (seit 2020 im Bereich Virologie und Epidemiologie, im Bereich “Klima” schon deutlich länger), die mit einem dogmatischen Unfehlbarkeitsanspruch auftritt.

Resonanz mit der Staatsautoritär

Und eben deshalb gibt es heute, wie zuletzt im voraufgeklärten Mittelalter, wieder “Leugner” (man könnte auch von “Ketzern” sprechen): “Coronaleugner”, “Maßnahmenleugner”, “Impfgegner” (immerhin sind es in Deutschland rund 20 Prozent Ungeimpfte) und natürlich “Klimaleugner”. Leider, so wäre zu ergänzen, sind es viel zu wenige “Leugner” in Deutschland – sonst fiele es der “Konsens”-Wissenschaft nicht so leicht, ihre flatterhaften und willkürlichen Befunde und Prognosen als unumstößliche Wahrheiten zu verbreiten. Der übergroße Rest des Volkes existiert nämlich in enger Resonanz mit der Staatsautorität und heiligt das Prinzip “Bürgerpflicht” – wozu mittlerweile auch Denunziantentum gehört.

Und noch zwei denkwürdige Sätze finden sich in Kotchoubeys Beitrag: “Wenn das erste eugenische Experiment vor 80 Jahren in Millionen Ermordeten und hunderttausenden Zwangssterilisierten endete, so mag man sich die Anzahl der Opfer künftiger Experimente der gleichen Art nicht ausmalen”, schreibt er, und weiter: “Man arbeitet besonders gerne am Aufbau einer neuen, besseren Welt, wenn man dafür auch ordentlich finanziell belohnt wird – und umgekehrt, wer für sein falsches Vorhaben Millionen bekommt, beginnt selbst, an dieses Vorhaben zu glauben.” Diesen Zustand haben wir genau heute: Es sind Verrückte am Werk, die uns einem ebensolchen monströsen Experiment ausgesetzt haben – und sie sind selbst fest überzeugt, damit zum Segen der Menschheit zu handeln.

 

 

11 Responses

  1. Es gibt nicht nur künstliche Intelligenz (KI), sondern auch künstliche Dummheit. Und diese wird heutzutage an den Universitäten von vielen Professoren gelehrt.

    10
  2. https://youtu.be/CfO5h0qNprA

    „Carsten Stahl: „Ich wollte mich dazu nicht äußern, aber wer hat Sie ermächtigt?“

    vom 28.01.2023

    Wer kann dieser Regierung noch vertrauen?
    Unsere Familie tut es schon lange nicht mehr.
    Feinde sind in der Politik zu suchen und zu finden.
    Für solche Typen haben wir nur noch Verachtung.

    11
    1
  3. Ihr dürft zwei Dinge nicht verwechseln im Kapitalismus. 1. Es gibt die Wissenschaften die wissenschaftlich arbeiten, aber Interessengebunden sind. Und 2. Es gibt die Wissenschaften für das Volk, die nach dem Glauben ausgerichtet werden. Ich habe auch hier schon mehrfach den Satz veräußert: “Atheismus hat sich seinen eigen Gott seine eigenen Götter geschaffen.” Und das habe ich hier auch schon begründet. Der Atheismus der rein wissenschaftlich tätig ist, existiert wie der Kommunismus nur in Nischen dieser Gesellschaft, oder wirkt gut bezahlt im Interesse der Eliten ( wie Bill Gates z. b.) Und alle die glauben diese Eliten sind Linke haben und lassen sich ganz einfach nur immer wieder aus den verschiedensten Gründen Linken. Denn sie glauben fest an diese rechtsreaktionären und rechtradikalen Neoliberalen als Linke. Und weil das so ist werdet ihr ( die Mehrheit von “Links” bis Rechts) auch genauso darauf antworten.

  4. @wie sich das Verhältnis der Wissenschaft zur Religion wandelte.
    eigentlich nicht !
    Die Drittmittelstricher sind nur – systembedingt zwangsweise – davon abhängig, die politisch gewünschten Ergebnisse zu liefern.
    Und da sie das in Form von Verbesserungen und Neuentwicklungen nicht können, weil man dazu Kreativität und Gedankenfreiheit braucht, liefern sie, was sie können : sie liefern eine scheinwissenschaftliche Erklärung für die Wünsche der Politik!
    Die “Wissenschaft” ist systembedingt zu einem korrupten und inkompetenten Haufen verkommen!

    1. @zdago 29. Januar 2023 Beim 20:48
      “…sie liefern eine scheinwissenschaftliche Erklärung für die Wünsche der Politik!”
      War ganz besonders ausgeprägt in der ehemaligen DDR. In der BRD jetzt auch kurz vor der Vollendung.
      Wenn man die Struktur der soz. Gesellschaft und in einigen Religionen anschaut dann sind da sehr viele Ähnlichkeiten.
      Besonders bei der Unterdrückung von anders Denkenden.

  5. der kleine drecksack… do guck na: ..holt euch sein geld zu eurer impfschaden- entschädigung… verklagen in usa… das wird super…

    Die Gates-Beichte: Impfstoffe wirken nicht! Biontech-Großinvestor rudert zurück

    Er wollte die ganze Welt durchimpfen! Doch jetzt muss Bill Gates einsehen: Die derzeitigen Vakzine halten nichts von dem, was einst propagiert wurde. Gleichzeitig bereitet der Milliardär die Welt auf neue Pandemien vor! Von Kai Rebmann.

    1. @heinz weiss: Nein, dass stimmt so nicht Gates ist nicht zurückgerudert. Er hat nur gesagt, dass die “Impfung” nicht ganz so wirkte wie vorgesehen. Das heißt nicht, dass er zurückgerudert wäre, sondern, dass die Erwartungen nicht ganz eingetroffen sind. Das heißt nicht, dass auf der Basis des Großversuches an Menschen als allen Kontinenten nun keine “Impfstoffe” mehr in dieser Richtung auf den Markt gebracht werden sollen. DAS wäre ein zurückrudern. Er sagt nur, dass die Corona”impfung” nicht alle Varianten abgedeckt habe. DAS ist ein himmelweiter Unterschied zur Auffassung, dass er zurückgerudert wäre. Er will nur, die Verbesserung der “Impfstoffe”.

  6. Die “Wissenschaft” war schon immer so “unfehlbar”, jedenfalls die Sparte, auf die das fiktive Gebilde “Staat” sich berief:
    Es galt als gesichertes Wissen, daß man Kinder und junge Leute auf Altären schlachten muß, damit die Sonne wieder aufgeht. Und zwar massenhaft.
    Es galt auch als gesichert, daß Hexer und Hexen an allem Elend schuldig waren und daher verbrannt gehören. Massen haben “geforscht”, um die vorgegebenen Ergebnisse zu bestätigen.
    Scheibenerde und Co.
    Aderlaß.
    Eisengehalt im Spinat.
    Cholesterin und Statine.
    Kölner Dom säuft ab, wegen Schellnhubers Meeresspiegel.
    Keinen Wald, keinen Schnee, keine Ernten, keinen Regen, zuviel Regen, Warmzeit, Eiszeit, Scheißzeit.
    Eisbären sterben aus, gab aber noch nie so viele, wie jetzt.
    Eier gefährlich, Eier gut. Noch besser natürlich, welche zu haben…
    Die Vehemenz der Argumentation ist immer die gleiche: Das sind neue Erkenntnisse, die sind hieb und stichfest.
    Wer es nicht glaubt und dagegen spricht ist xxx (xxx = jeweils aktueller “Gott steh uns bei Begriff)
    Fazit:
    Das Dogma von heute ist der Irrtum von morgen.
    Vergessen, hat noch nie gestimmt, besser das erforschen, was nicht berichtet wird.
    Wirkliche Wissenschaft jedoch, die wurde immer verfolgt und verteufelt. Immer.

    1. Ich hab ein Buch welches vor über 100 Jahren von einem Arzt geschrieben wurde. Der schreibt das die wissenschaftlichen Ernährungsempfehlungen alles totaler Blödsinn sind und man könne alles essen was man verträgt, nur nicht zu viel von jedem.
      Der betrachtete allerdings nur den Mittelstand und aufwärts mit seinen Wohlstandskrankheiten.
      Wissenschaft erfasst nie das komplexe Leben.

  7. Wissenschaftler von heute, die Wissenschaft noch ernst nehmen, sind meist älter, weil sie noch wissen, was Wissenschaft im Kern heißt und sie kurz vor dem Abschluss ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Im Übrigen sind Wissenschaftler der verlängerte Arm der Politik geworden bzw. eines Grüppchens schwer Reicher. Nur so erhalten sie Forschungsgelder. Es ist wie im Mittelalter, als Wissenschaftler der kirchlichen Weltordnung untergeordnet waren und falls sie ihr Wissenschaftsbild nicht widerriefen auf den Scheiterhaufen endeten wie z.B. Giordano Bruno. Heute ist es nicht der Scheiterhaufen. Heute ist es das soziale und ökonomische Aus und es sind auch, wie z.B. bei Prof. Bhakdi, an den Haaren herbeigezogene Beschuldigungen, um sie vor Gerichte zu zerren.

    Die heutige Zeit ist ein Rückfall in die mittelalterliche Inquisition. Das Wort führen Sektenmitglieder, wie auch Sekten unser Leben bestimmen wollen.

    Wenn sich damals die Wissenschaft gegen die Kirche nicht durchgesetzt hätte, dächten wir heute noch, dass die Erde eine Scheibe wäre. Okay, manche denken das sicherlich noch wirklich, so wie ich den Bildungsstand der führenden Politiker einschätze.