
Noch vor wenigen Tagen hatte Chinas Präsident Xi Jinping erklärt, im von US-Präsident Donald Trump entfachten Zollkrieg “keinen Millimeter” zurückweichen zu wollen. „Wir ziehen das durch bis zum bitteren Ende“, ließ er die Welt wissen. Dass der Rote Drache damit seine Dominanz auf dem Weltmarkt unter Beweis stellen und die eigene Position gesichtswahrend und um jeden Preis festigen wollte, steht außer Frage; allerdings ist Chinas Wirtschaft in der Realität eben doch (noch) nicht so robust, wie sie gerne dargestellt wird.
Seit Jahren sinken die Exporte – jedenfalls die realen. Fleißige Analysten hatten die von China gemeldeten berauschenden Exportzahlen mit denen der Importeure chinesischer Waren verglichen – und siehe da: Diese Zahlen wichen erheblich voneinander ab; natürlich zu Ungunsten Pekings. Hinzu kommt, dass viele Verkäufe ins Ausland nur deswegen noch funktionieren, weil die KP-Zentralregierung die chinesischen Firmen mit Subventionen nur so zuschmeißt. Doch auch der Binnenmarkt entwickelte sich nicht so, wie die Kommunisten in Peking es sich vorstellen; der Aufschwung beim Konsum schwächt sich erstmals seit längerem ab.
Fairer Ausgleich
Vor diesem Hintergrund war bei Xis markiger Ansage wohl doch eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Die Folge: China hat jetzt, nach nur zwei Verhandlungstagen mit den USA, den Zollstreit zunächst für 90 Tage beigelegt. Man einigte sich darauf, die gegenseitig erhobenen Zölle zu senken. Für Güter aus den USA werden in China nunmehr 10 Prozent Aufschlag verlangt, währen die USA im Gegenzug nur 30 Prozent Zoll erheben. Das Verhältnis der Tarife entspricht in etwa dem Export- und Importvolumen beider Länder, so dass dadurch ein fairer Ausgleich in der Handelsbilanz geschaffen wird.
Die Vereinbarung ist zunächst eben nur rund drei Monate gültig; ob sich daran noch etwas ändert, bleibt abzuwarten. Vorab hatte China bereits eine lange Liste von US-Produkten festgelegt, für die gar kein Zoll fällig wird – weil diese dringend für die eigene Wirtschaft benötigt werden. Eines wird nach diesem – vorläufigen – Ergebnis jedenfalls deutlich: Chinas Position ist längst nicht so stark, wie man die Welt gerne Glauben machen möchte. Und Trump hat einen weiteren wirtschaftspolitischen Erfolg eingefahren und seine hysterischen Kritiker, die ihn als verrückten Zerstörer der Welthandels und irrationalen Quertreiber beschimpften, Lügen gestraft.
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3 Kommentare
Von einem fairen Ausgleich zu sprechen, ist eine Lachnummer. Immerhin bedeutet ein Zoll in Höhe von 30 % auf Konsumgüter aus China eine Verteuerung von 10 bis 15%, denn Zölle zahlt letztlich der Verbraucher, nicht der Hersteller. Ob die Amerikaner über das Anheizen der Inflation begeistert sein werden, kann getrost bezweifelt werden.
In dieser Welt kann man nur bestehen,
indem man manchmal Drohungen aus-
sprechen muss.
Mit vernünftigen Argumenten erreicht
man heutzutage nichts mehr.
Weiter so Donald.
Merz und Macron wollen an die privaten Vermögen der Bürger, um die EU-Politik zu finanzieren
Merz kündigt in Paris indirekt Europäisches Vermögensregister an
Merz: »Wir haben ein hohes Interesse daran, die Kapitalmärkte in Europa zu integrieren, zwischen Deutschland und Frankreich zu integrieren, WIR BRAUCHEN VOR ALLEM PRIVATES KAPITAL, DAS WIR MOBILISIEREN MÜSSEN, UM DIE NOTWENDIGEN INVESTITIONEN AUCH ZU ERMÖGLICHEN.«
https://www.freiewelt.net/nachricht/merz-kuendigt-in-paris-indirekt-europaeisches-vermoegensregister-an-10100242/
Merz will ran an das 2,8 Billionen Euro ersparte Guthaben der Bürger
Friedrich Merz nahm auf dem CSU-Parteitag am 12.10.24 zwar das Wort „Kriegsanleihen“ nicht in den Mund. Aber als er davon sprach, zehn Prozent der deutschen Spareinlagen „mobilisieren“ (Originalton Merz) zu wollen. Der Schwarzfelsen-Friedrich will ans Ersparte der Bürger ran!
Das Muster bleibt das gleiche
Ob 1914 oder 2024, der Plan ist immer der gleiche. Damals hat man die Kriegsanleihe als patriotische Pflicht verkauft. Heute nennt man es „Bürgervermögen mobilisieren“. Aber das Ziel bleibt das gleiche: Der Staat will an das Geld der Bürger weil der pleite ist. Damals wie heute hoffen sie, dass wir brav folgen und unser Erspartes hergeben.
https://opposition24.com/finanzen/merz-will-ran-an-das-28-billionen-euro-ersparte-guthaben-der-buerger/
https://www.freiewelt.net/nachricht/merz-will-privatvermoegen-der-buerger-fuer-staatsausgaben-mobilisieren-10098170/
https://www.youtube.com/shorts/ZxLK3-HMTXU?ysclid=m7wbtqlglm531859411