Veggie-Dämmerung bei Iglo: Zunge schlägt Moral

Veggie-Dämmerung bei Iglo: Zunge schlägt Moral

Der Verbraucher hat gesprochen: Re-Revolution im Tiefkühlregal (Symbolbild:ScreenshotYoutube)

Wenn ein Konzern wie Iglo seine vegetarische Linie „Green Cuisine“ zurückfährt und die Marke „Veggie Love“ gleich ganz einstellt, ist das mehr als eine Sortimentsbereinigung; es ist ein stilles Eingeständnis: Der große Veggie-Hype der vergangenen Jahre trifft auf die Realität von Kaufkraft, Geschmack und Alltagskultur. Laut aktueller Pressemitteilung reduziert Iglo sein Veggie-Sortiment und setzt wieder stärker auf Fleischprodukte und klassische Fertiggerichte, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Parallel dazu zeigen Marktanalysen: Die anfängliche Begeisterung für Fleischersatzprodukte hat ihren Zenit überschritten. Umsätze stagnieren oder gehen zurück, ein erheblicher Teil der Verbraucher probierte einmal – und kehrte dann zum Gewohnten zurück. Was als moralisch aufgeladener „Ernährungswandel“ verkauft wurde (wer erinnert sich nicht an en “Rügenwalder”-Hype), erweist sich im Alltag vieler Menschen als endliche Episode: spannend, teuer, oft enttäuschend in Geschmack und Textur – und am Ende doch kein Ersatz für das Schnitzel vom Metzger oder die altmodische Frikadelle.

Man könnte also sagen, Iglo kehrt zur Realität zurück, weil der Markt etwas sehr Banales signalisiert: Moralische Erzählungen ersetzen nicht die sensorische Erfahrung, und politische Kampagnen können das, was Menschen essen wollen, nur begrenzt umerziehen. Denn die Geschichte des Veggie-Booms ist eine Geschichte der Überhöhung.

Vom Hype zur Ernüchterung

In wenigen Jahren wurde aus einem Nischenmarkt eine Art Ersatzreligion: Wer Erbsenprotein-Buletten kaufte, stand vermeintlich auf der richtigen Seite der Geschichte. Fleischesser gerieten unter Rechtfertigungsdruck, Hersteller von Ersatzprodukten wurden als Pioniere einer besseren Welt gefeiert. Doch der Markt kennt keine Erbsünde, sondern nur Wiederkaufraten. Studien zeigen, dass viele Kunden Fleischersatz aus Neugier probierten, aber nur ein kleiner Teil dauerhaft dabei blieb. Geschmack, Konsistenz und Zusatzstoffe werden als zentrale Gründe für den Rückgang genannt. Die Zeitdiagnose wird inzwischen sogar im Mainstream formuliert: Der Hype lässt nach, der Trend bleibt – aber auf niedrigerem, nüchternerem Niveau, während der Fleischkonsum in Deutschland zuletzt wieder leicht gestiegen ist, muss die Zeit eingestehen.

Aus nüchterner, bürgerlich-konservativer ist dieser Stimmungswechsel interessant, weil er einmal mehr zeigt, wie weit sich die symbolische Politik vom Alltagsverhalten der Bevölkerung entfernt hat. In Talkshows und Lehrmaterialien wird das Ende des Fleischzeitalters beschworen, in den Tiefkühltruhen und an den Kassen findet eine sanfte Gegenreformation statt. Die Bürger stimmen mit dem Einkaufswagen ab – und nicht mit den Schlagworten der Ernährungsaktivisten.

Die semantische Frontlinie

In diese Phase der Ernüchterung hinein verlagert sich der Kulturkampf auf ein scheinbar lächerliches Feld: die Produktnamen. Das Europäische Parlament hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, vegetarische und vegane Ersatzprodukte künftig nicht mehr „Burger“, „Schnitzel“ oder „Wurst“ nennen zu dürfen. Begriffe wie „Tofu-Wurst“ oder „Veggie-Burger“ sollen reserviert werden für tierische Produkte; Fleischersatz muss auf Phantasiebezeichnungen ausweichen. Parallel dazu diskutiert Brüssel seit Jahren darüber, dass pflanzliche Drinks nicht „Milch“ heißen dürfen – was der EuGH bereits bei Sojamilch und dergleichen begrifflich legalisiert hat. Die Begründung lautet offiziell: Verbraucherschutz. Man wolle Verwechslungen verhindern, Klarheit schaffen, Landwirte schützen. Die Gegenseite – von Verbraucherschützern bis zu Herstellern – hält das für künstlich: Niemand halte ein „Sellerie-Schnitzel“ für ein Kalbsschnitzel, und Begriffe wie „Seitan-Schnitzel“ seien vielmehr Orientierung als Täuschung.

Hier zeigt sich ein paradoxes Spannungsfeld: Aus konservativer Perspektive liegen eine Sympathie für die Position „Wurst ist Wurst, Schnitzel ist Schnitzel – und Wurst wächst nicht am Sojafeld“ nahe. Der Schutz der Begriffe ist auch ein Schutz kultureller Formen. Ein „Fischstäbchen“ ist mehr als ein Proteinriegel in Panade; es steht für eine Esskultur, einen Geruch, eine Kindheitserfahrung. Dass das EU-Parlament genau hier ansetzt, ist nicht völlig absurd, sondern berührt die Frage, ob Sprache noch an Wirklichkeit gebunden sein soll. Gleichzeitig aber ist die regulatorische Antwort von Brüssel erneut technokratisch-übergriffig. Sie ersetzt den gesunden Menschenverstand durch eine Namenspolizei, die bis ins Kleingedruckte definieren will, was sprachlich erlaubt ist. Eine emotional aufgeladene Debatte darüber, ob ein Erbsen-Pressling „Burger“ heißen darf, wirkt grotesk in einem Europa, das an ganz anderen Stellen seine Realitätssinne verliert.

Zwischen Pflanzenstäbchen und Wahrheit

Das Beispiel „Fischstäbchen“ macht die Verwirrung deutlich. Darf man pflanzliche Produkte „Fischstäbchen“ nennen? Aus Sicht der Veggie-Lobby: ja – weil der Name Orientierung bietet, nicht Herkunft beschreibt. Aus Sicht der Fleischfraktion und vieler konservativer Politiker: nein – weil der Begriff historisch und kulturell an Fisch gebunden ist.

Jenseits der Marketingfragen berührt das eine tiefere Wahrheitsebene. Sprache ist nicht beliebig; sie trägt Erfahrungsgehalte. Wer die Wörter umetikettiert, greift in die kulturelle Speicherung von Wirklichkeit ein. Insofern sind „Pflanzenstäbchen“ als klare Benennung nicht nur ehrlich, sondern auch zivilisiert: Man sagt, was Sache ist. Der Kunde weiß, dass er ein Produkt aus Pflanzenfasern in Fischform kauft, nicht einen Fisch aus der Nordsee.
Am deutlichsten wurde das in Stuttgart, wo vor einem halben Jahr eine Filiale der Dresdner „Veganen Fleischerei“ eröffnete. Das Sortiment heißt „Kein Schnitzel“, „Keine Wurst“, „Kein Gulasch“. Die Sprache macht dabei schon die Kapitulation mit: Man verkauft die Abwesenheit als Essenz. Doch man muss mit aristotelischer Unterscheidung von Substanz und Akzidenz daran erinnern, dass Wörter wie „Wurst“, „Schnitzel“ oder eben „Fischstäbchen“ keine beliebig befüllbaren Hüllen, sondern kulturell sedimentierte Gattungsbegriffe sind – Verdichtungen von Jagd, Zucht, Schlachtung, Haltbarmachung, von Festen und Fastenzeiten.

Der Körper als letzte Instanz

Wer pflanzliche Imitate mit diesen Namen versieht, lebt von einem Kredit, den Metzger, Jäger und Bauern über Jahrhunderte erarbeitet haben, und ersetzt Sein durch Schein: Textur, Farbe und Marketing treten an die Stelle der materiellen Wahrheit des Produkts. Sprache, so die Pointe, ist Gemeingut und Ordnung der Wirklichkeit, kein Marketingspielzeug; „vegane Wurst“ ist dann nicht mehr ein harmloser Scherz wie „Katzenzungen“, sondern eine semantische Enteignung, bei der die Aura des Überlieferten genutzt wird, um etwas ganz anderes zu verkaufen. Problematisch wird es dort, wo der Veggie-Markt selbst beginnt, mit der eigenen Moral zu schummeln. Iglo musste bereits ein „Veggie Love“-Produkt vom Markt nehmen, weil es trotz „Veggie“-Marke tierisches Lab im Gorgonzola enthielt – also objektiv betrachtet nicht vegetarisch war. Die Verbraucherzentrale Hamburg setzte eine Unterlassungserklärung durch; das Produkt darf nicht mehr als „Veggie“ verkauft werden. Ausgerechnet der moralisch erhöhte Sektor stolpert damit über ein einfaches Wahrheitsgebot: Wenn Veggie draufsteht, muss Veggie drin sein.

Die Ironie ist offensichtlich: Während Brüssel darüber nachdenkt, ob eine Erbsenbulette „Burger“ heißen darf, täuschen reale Produkte ihre eigene Zielgruppe mit Labeln, die nicht halten, was sie versprechen. Hier wäre eine konservative Haltung klar: Semantischer Realismus beginnt nicht bei EU-Verbotslisten, sondern bei der Ehrlichkeit der Produzenten. Im Hintergrund dieser Debatten steht etwas, das sich durch keine Kampagne wegregulieren lässt: der menschliche Körper. Er ist die letzte Instanz, an der sich moralische Erzählungen, Verpackungstexte und EU-Verordnungen brechen. Geschmack, Sättigung, Verträglichkeit – all das lässt sich nicht durch Diskurs ersetzen. Die Ernährungsforschung zeigt, dass viele Kunden zwar aus Umwelt- oder Tierwohlmotiven zu Ersatzprodukten greifen, aber langfristig vor allem Preis, Geschmack und Einfachheit entscheiden

Zwischen Freiheit und Bevormundung

Genau darauf reagiert Iglo. Wenn der Konzern sagt, man müsse „wieder mehr fleischbasierte Proteinquellen anbieten“, um Kunden zurückzugewinnen, wird klar: Der Körper hat abgestimmt. Der Veggie-Hype war ein Versuch, den Gaumen politisch zu erziehen; er ist an der Alltagsanthropologie des Durchschnittsdeutschen vorerst gescheitert. Für eine konservative Interpretation bedeutet das: Hier wird im Kleinen sichtbar, was im Großen gilt. Die Moderne versucht, den Menschen als formbares Projekt zu behandeln – geschlechtsneutral, ernährungserziehbar, kulturrelativ. Aber an bestimmten Stellen wie Geschlecht, Nahrung oder Familie schlägt die Wirklichkeit zurück. „Die Realität setzt sich immer durch“, wie Boris Reitschuster formulierte, „nur nicht sofort.

Bleibt also am Ende nur Häme über vegane Schnitzel und gescheiterte Marken? Das wäre zu billig. Ein aufgeklärter Konservatismus hat kein Interesse daran, Menschen ihr Sellerieschnitzel zu verbieten. Er verteidigt die Freiheit des Einzelnen, anders zu leben – aber er wehrt sich gegen die Verwandlung dieser Lebensstile in moralische Zwangsordnung. Was von der Veggie-Episode bleibt, ist eine doppelte Lektion. Erstens: Märkte sind keine pädagogischen Einrichtungen. Man kann Verbraucher nicht dauerhaft gegen ihren Geschmack, ihre Traditionen und ihre ökonomischen Zwänge umerziehen. Zweitens: Sprache ist kein neutrales Spielfeld. Wer die Begriffe von Wurst, Milch, Fleisch und Fisch umdefiniert, greift in die kulturelle Grammatik ein, mit der eine Gesellschaft sich selbst versteht.

Die Tiefkühltruhe als Seismograph

Der richtige Weg wäre deshalb weder ein EU-weites Namensverbot noch ein zynischer Anything-goes-Markt, in dem alles alles heißen darf. Sondern ein semantischer Realismus: Pflanzenstäbchen sind Pflanzenstäbchen, Fischstäbchen sind Fischstäbchen. Und wer pflanzliche Produkte mit Fleischnamen auszeichnet, muss zumindest so klar kennzeichnen, dass kein normaler Käufer getäuscht wird – weder im Hinblick auf Zutaten noch auf Erwartung. Iglo, eine Ikone deutscher Tiefkühlkost, steht damit exemplarisch für eine Epoche, in der Konzerne und Politik gleichermaßen einer Erlösungserzählung aufgesessen sind: Die richtige Ernährung wird die Welt retten, und die richtige Verpackungssprache wird die Menschen erziehen. Jetzt, da Bilanzzahlen und Konsumstatistik einen anderen Text schreiben, beginnt ein mühsamer Rückweg zur Normalität.

Ob man in Brüssel in einigen Jahren rückblickend sagen wird, dass „Pflanzenstäbchen“ der Beginn einer ehrlicheren Sprache waren, oder ob man darin nur ein weiteres Kapitel europäischer Regulierungsobsession erkennt, wird davon abhängen, ob der Kontinent den Mut findet, Realität und Freiheit höher zu gewichten als Symbolpolitik. Bis dahin bleibt die Tiefkühltruhe ein zuverlässigerer Seismograf als manche moralischen Beschlüsse.

28 Kommentare

  1. @bei Iglo: Zunge schlägt Moral
    die haben auch einen Fehler gemacht – die hätten sich vorher ein paar Politiker kaufen müssen, die das passende Gesetz machen, das jeder nur das Zeug von ihnen kaufen und essen darf – vielleicht mit Abstand und Maske und Kontrolle durch die Polizei !
    Ich weiß noch vom Röntgen vor vielen Jahren, daß es da Zeug gibt, das man auf dem Schirm erkennen kann ! Sowas müssen sie dann reinpanschen, und das Regime läßt dann kontrollieren, daß jeder eine ausreichend Menge davon gefressen hat !
    Da können sie dann auch noch für die nächsten Gen-Experimente am Menschen lernen – wenn die Spritze eine sichtbare Veränderung hervorruft – also z.B. grüne Haut, dann sie die Gespritzten und die Ungespritzten sofort unterscheidbar u d können von der Polizei auf der #Straße jederzeit einer anlasslosen Kontrolle unterzogen werden. Und wer auf dem Weg zum Bäcker sich dreimal bei einer anla0ßlosen Untersuchung ausziehen muß und den Finger in den Hintern bekommt, wird sich bald „freiwillig“ spritzen lassen !
    Wer traut das diesen Politikern der Blockpartei nicht zu ?

    20
  2. Veggie oder Wurst und Fleisch? Mhhmm.
    Nun denn, macht euch keen Kopp.
    In ein paar Jahren essen wir alle Halal, wenn sich nicht schleunigst etwas ändert.

    34
    1
    1. Das sehe ich auch kommen. Und halal ist die schlimmste Form der Tierquälerei: unbetäubt wird den armen Geschöpfen die Kehle aufgeschnitten und man läßt sie dann ausbluten. Religiöse „Freiheit“ steht lt. höchst richterlichem Urteil über dem Tierwohl. Jetzt auch illegal in Deutschlands Hinterhöfen zu besichtigen.

  3. Die EU und Iglo können mich mal kreuzweise mit diesem nicht nachzuvollziehenden Theater. Sollen sie ihren Mist doch selber fressen.

    25
  4. Im Grunde geht das am eigentlichen Problem vorbei:
    Die unsägliche Mäc-Freßindustrie an sich, vollkommen gleichgültig, ob da nun genmanipulierte Zutaten von Pflanzen oder Tierzombis zusammengerührt und über die Mägen der ebenfalls bereits hochgradig zombifizierten Verbraucher wieder teuer entsorgt werden. Fazit:

    Alles Sondermüll und zum Füttern des gemeinen Volkes, welches lediglich nur noch als eine Fakultät von Arbeits- Steuer- und Konsumsklaven gehalten und betrachtet wird, reicht das allemal aus.

    25
    2
    1. Burger ist lecker, gesund und nahrhaft für mich.
      Gibt echt nichts Besseres. Mein Darm ist nach dem Mahl ruhig und mein Magen voll.
      Da ist alles drinnen, was mein Körper braucht.

      Kann ja jeder anders sehen, denn ich spreche nur für mich. Aber warum dies ständig in den Dreck gezogen wird, verstehe ich nicht. Niemand wird gezwungen, das zu essen.
      Was andere Menschen essen, ist deren Angelegenheit. Das geht niemanden etwas an.

      1. Ein gut gemachter „Börger“ aus hochwertigen Zutaten ist eine vollwertige Mahlzeit, sättigt und schmeckt.

        Den gibt es aber nicht zum (für das gebotene dennoch viel zu teuren) Schleuderpreis von MäcDarmreiz & WurgerDing, denn von deren Pappfraß wird einem nur schlecht statt satt.

        1
        1
    1. Nur andere Ketten. Hast du kein eigenes Hirn?
      Nichts davon brauchen wir. Jeder Mensch ist einzigartig, ein Individuum. Er hat selber zu entscheiden, was ihm schmeckt und bekommt.
      Der Herbert Gruhl soll sich um seine Angelegenheiten kümmern und andere damit in Ruhe lassen.

      Ich, und zwar NUR ICH, bestimme über meinen Körper und kein anderer Mensch hat das Recht sich dahingehend einzumischen.

      1. Herbert Gruhl ist schon seit 33 Jahren Geschichte.
        Und der Maastricht-Kritiker würde sich im Grabe umdrehen was heute aus seinem politischen Erbe geworden ist.

  5. Die Ironie ist doch, dass vegane Produkte Fleischprodukte nachahmen. Natürlich braucht es dazu auch die klassische Bezeichnung. Man hätte es irgendwie normen können, wie solch Produkte beschriftet werden, damit man auf den ersten Blick erkennt, was es ist. Ein Logo, Farben, bei der sinnfreien Ampel hat man es doch auch gemacht. Oft muss ich genauer hinschauen, etwa bei Fake-Käse, wenn der mal wieder reduziert in der MHD Kiste liegt, kommt oft vor, unbeliebt. Ich vermute, es liegt am Bauchgefühl, das solche Lebensmittel hinterlassen. Rapsöl ist nun mal nicht so nahrhaft und bekömmlich, gut ist es auch nicht. Wer auf seinen Körper hört, gibt diese Ernährung bald auf, merkt, dass was fehlt. Wer’s ignoriert, sieht spätestens nach ein paar Jahren alt aus, buchstäblich.

    17
    1. Und ein Lastenfahrrad ahmt einen LKW nach. Nennen wir es doch auch LKW und verlangen einen entsprechenden Führerschein.

    2. Ich habe auch andere Leute kennengelernt, die mir begeistert von ihrer Veggie-Ernährung berichteten und welche Vorteile sie mit sich brachte (Gewichtsabnahme etc).

      Ist mir alles egal. Ich brauche mir nur die Inhaltsliste anzusehen (allein bei Veggie-Sahne !), und mir vergeht der Appetit angesichts all der Ersatzstoffe, die man dann anstelle eines simplen Naturprodukts zu sich nimmt. Ich denke, entweder man IST Vegetarier und hält diese Ernährungsform dann auch problemlos durch, oder man ißt doch ab und zu mal etwas ECHTES Fleisch. Warum denn auch nicht!!?? Aber was sind das für Leute, die einerseits nicht auf Fleischgeschmack verzichten, andererseits aber kein Fleisch essen wollen? Leute, die nicht die Wahrheit machen.

  6. Wenn ich was von vegetarisch, vegan oder BIO lese, bin ich weg. Ich habe mich hinreissen lassen bei LIDL einen Tomatensaft in „BIO“ zu kaufen, was kann man da schon viel falsch machen? Alles! Bringt bei mir die Verdauung durcheinander mit Dauerdünnschiss und ungeheuren Gasmengen. Noch verdünnt sparsam verbrauchen und dann nie wieder !

    12
    1
    1. nicht mal verdünnt trinken!
      ab damit ins Klo!
      Über die schimmelig verarbeitenten Bio-Früchte und Gemüse berichtet
      niemand.

    2. Wieviele normale Tomatensäfte anderer Firmen haben Sie in Ihrem Leben denn schon konsumiert? Der Biosaft war vielleicht kontaminiert, was natürlich auch nicht vorkommen dürfte, aber vorkommen kann. Und gerade Lidl ist immer mal wieder gezwungen, gerade Nicht-Bio-Produkte zurückzurufen.

  7. Iglo Markenrodukte sind bei der Preisgestaltung mit Abstand sehr teuer. Vielleicht geht deswegen auch noch zusätzlich der Umsatz zurück. Die Menschen in diesem gebeutelten Drecksstaat haben immer weniger Geld zur Verfügung. Der Rahmspinat vom Discounter kostet die Hälfte und schmeckt auch. Genauso mit den Fischstäbchen und es gibt noch mehr überteuerte Iglo Produkte, die man durch preiswertere zu 100% ersetzen kann. Auch dahin geht der Trend.

  8. Veggie-Burger: Nur echt aus frisch geschlachteten Vegetariern. Für die grünen Menschenfresser. 🙂

  9. Entweder mit frischen Zutaten kochen oder gar nicht.
    Ein Vollkorn-Käsebrot ist gesünder als die oft bakterienverseuchte angetaute und viel zu teuere TK-Ware.
    Gefrierschrank abtauen und für immer den Stecker ziehen.
    Nach dem Trocknen und Lüften gut als Vorratsschrank zu gebrauchen.
    Spart übers Jahr viel Geld für frische unverarbeitete Nahrungsmittel.

  10. Vegan ist genauso Schwindel und Verdummung der Leute wie die
    Klimaabzocke.
    Das vegane Zeug besteht aus Chemie und Hilfsstoffen.
    Iglo begreift es erst wenn es zu spät ist.
    Vor Jahren haben diverse Discounter den woken Blödsinn bereits
    ad acta gelegt weil sie Geld draufgelegt haben und das Zeug wie Blei im Regal stand.

  11. „weil es trotz „Veggie“-Marke tierisches Lab im Gorgonzola enthielt – also objektiv betrachtet nicht vegetarisch war.“

    Vegetarisch war es doch wohl schon, aber eben nicht vegan. Oder?

  12. Daß der Trend zum „Veganen“ zurückgeht, ist erleichternd. Das kann man dann quasi aussitzen. Es kann ja jeder konsumieren, was er möchte, aber was mich nervt, ist diese Art, einem die vegane Lebensweise aufzwingen zu wollen. Es wäre zu schön, wenn es auch bei anderen Strömungen, die derzeit das Land erschüttern, so einfach wäre. Dann könnte man sich auch hier wieder aussuchen, wen man wählt, was man sagt, welche Meinung man vertritt. Das kann man natürlich auch jetzt, jedoch nicht ohne Repressalien.

  13. Ideologie, Geschmack, Moral etc. hin und her, aber die entscheidende Grundlage des Seins ist der Energieerhaltungssatz, der in der populärsten Form lautet: von nischt kommt nischt. Dabei geht es um Energie, die vom menschlichen Körper auch effektiv und nachhaltig umsetzbar ist. Am meisten davon braucht das Gehirn. Theoretisch könnte man auch Papier essen, denn es enthält nicht geringe Energiemengen, die z.B. frei werden, wenn man es verbrennt. Aber der Körper hat nun mal nicht gelernt, es zu verbrennen. Nicht umsonst war die Umstellung auf mehr fleischliche Nahrung ein wesentlicher Vorgang der Menschwerdung. Wer glaubt, das ließe sich einfach rückgängig machen, der hat sie nicht alle. Nächstens sind Proteine die wichtigste stoffliche Substanz im menschlichen Organismus. Tierische Proteine sind im allgemeinen aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit vom menschlichen Organismus viel leichter, d.h. mit weniger Energieaufwand aufnahmefähig, als pflanzliche – eine Frage der Effektivität des Stoffwechselprozesses.

  14. Schon länger gibt es „Sichtvegetarier“, Leute die „Fleisch“ nur essen wenn es so durchverarbeitet ist daß es mit ursprünglichen Fleisch praktisch nichts mehr zu tun hat und weder in Geschmack noch Biss oder Aussehen auch nur im Geringsten daran erinnert daß es mal ein Tier war.

    Dieser „Vurst“- und „Vleisch“-Vegetarismus ist das Gegenstück dazu, futtern künstlich zusammengeklebte Pampe bei der man ebenfalls weder von Aussehen noch Geschmack oder Biss das ursprüngliche Gemüse oder Getreide erkennen kann.

    Für beide gilt: Man ist was man isst – minderwertig, künstlich und herkunftsverleugnend neuzeitlich dekadent.