Verhandeln, bis der Arzt kommt: Mit dem Mullah ins Integrationscafé?

Verhandeln, bis der Arzt kommt: Mit dem Mullah ins Integrationscafé?

Experten und ihre Sozialarbeiter-Diplomatie: Es braucht einfach mehr Verständnis und noch mehr Dialog Terroristen und Fanatiker… (Symbolbild:Grok)

Man möchte das Geschehen im Iran am liebsten gar nicht mehr kommentieren, so sehr schlagen sich in den sozialen Medien die Leute gegenseitig die Köpfe ein. Überall tummeln sich “Völkerrechtsexperten“ und “Nahostspezialisten“, nebst “Militärexperten” und “Nukleartechnikern”. Es ist vollkommen in Ordnung, auch ohne Expertise seinen Senf auf die Konfliktwurst zu schmieren, das nennt sich “öffentliche Debatte”, allerdings sollte man sich dabei schon seiner Grenzen bewusst sein. Und vielleicht wissen, was der Unterschied zwischen Hisbollah und Köttbullar ist. Ein wenig Recherche hilft in diesem Punkt weiter. Was also tun? Bei YouTube seinen Schwerpunkt auf Bastel- und Tiervideos verlegen? Letztens sah ich ein Video, bei dem ein junger Musiker einem Oktopus beibrachte, eine kleine Tonfolge zu spielen – auf einem eigens gefertigten Oktopusklavier. Das dauerte etwa sechs Monate. Wenn man noch ein paar Wochen Training draufgelegt hätte, wäre aus dem Oktopus vielleicht ein ganz passabler Völkerrechtsexperte geworden – zumindest im Vergleich zu Annalena Baerbock. Außerdem besitzt ein Oktopus den anatomischen Vorteil, sich gleich mit acht Armen gleichzeitig vor die Stirn schlagen zu können, wenn er in sinnlose Diskussionen hineingerät.

Eine “antiwestliche Einbahnstraße der Leitmedien” nennt Regula Staempfli das Völkerrecht und stellt zu dem Begriff treffend fest: “Kaum verteidigen sich westliche Demokratien militärisch, schallt das Wort durch die Studios von ARD, ZDF, SRF und ORF wie ein liturgischer Ruf. Sakral. Unantastbar. Schlussstein jeder Debatte. Wer es ausspricht, steht auf der Seite des Guten. Wer differenziert, gilt als Kriegstreiber.“ In der Tat: Völkerrecht und Moral werden derzeit arg strapaziert. Sogar den Iranern, die nun auf den Straßen tanzen, weil zumindest schon einmal ihr größter Peiniger Ali Chamenei in der Hölle schmort, wird mancherorts erklärt, wie pietätlos es sei, sich über den Tod eines Menschen zu freuen. Da wird den Angehörigen jener vom Regime Gefolterten und Getöteten sehr viel abverlangt. Man muss sich ernsthaft fragen, wie moralisch es ist, mehr Empathie für einen Diktator aufzubringen als für seine Opfer. Offenbar sind diese Moralapostel damit vollkommen überfordert, die sachliche Frage nach den Folgen eines Regimewechsels von der absolut verständlichen Freude der Bürger zu trennen. Der Verdacht liegt nahe: Hier haben wir es mit heimlichen Sympathisanten des Regimes zu tun, denen es in der Seele wehtut, einer möglichen Veränderung gegenüberzustehen. “Im Iran ging es den Frauen doch gar nicht so schlecht!”, kommentierte ein Nutzer. “Im Gegensatz zu Afghanistan durften sie studieren und die Schleierpflicht war auch nicht so streng!

Hassen und Zurückhassen

Ali Chamenei wird in den westlichen Medien vielfach als “konservativ” beschrieben. Wenn ich bedenke, wer in Deutschland hingegen als “rechtsextrem” eingestuft wird, klingt das, als habe es sich bei dem „Revolutionsführer” um die iranische Variante des Alm-Öhi gehandelt: ein bisschen grummelig, aber mit einem goldenen Herzen! Da fehlt nur noch die Schutzbehauptung, er habe gewiss nichts von den Untaten seiner Revolutionsgarden gewusst, die Frauen von der Straße wegverhafteten, weil die Verhüllungsvorschriften eben doch mit Gewalt durchgesetzt werden sollten. Verständnis für die israelische Position darf man in dieser Ecke erst recht nicht erwarten – obwohl man längst nicht mehr nur von einer Ecke sprechen kann, denn der Hass auf Israel – Verzeihung: die “Israelkritik” – hat sich mittlerweile an beiden Enden des politischen Hufeisens eingenistet. Sahra Wagenknecht zieht an einem Strang mit Jürgen Elsässer, der sich während der Sumud-Flottille in Greta Thunberg schockverliebt hat. In jene Greta also, die mit ihrem weltweiten Klimafeldzug auch in Deutschland die Grundlagen für Ideologieprojekte wie das Heizungsgesetz zumindest mitgelegt hat. So viel zum Punkt: “Wir müssen deutsche Interessen verteidigen!”.

Menschen wie Elsässer klammern sich an den Gedanken, die Israelis würden Deutschland in seiner Gesamtheit hassen, um auf dieser Grundlage ungehemmt zurückhassen zu können. Der Gedanke einer Zusammenarbeit wird von ihnen als “undeutsch” angesehen, weil in ihrer Vorstellung Israel von Pejes-tragenden Männern mit schwarzen Hüten bevölkert wird, die außer Orangen, ein paar Datteln und Uzis nichts zu bieten haben. Deshalb schwingt bei ihnen auch stets die Vorstellung mit, Israel stünde in einer gewissen Abhängigkeit zu Deutschland und man könne es wie ein ungezogenes Kind durch Taschengeldentzug bestrafen. Elsässer ist ein hoffnungsloser Fall, aber vielfach hat man in diesen Kreisen nicht begriffen, wie sehr sich selbst die arabische Welt in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, denn das Mantra “die hassen Israel schließlich alle auch!” gibt ihrer Weltsicht eine infantile Art von Legitimität. Ägypten und Jordanien, beides ehemalige Erzfeinde, haben immerhin zu einem stabilen Frieden mit Israel gefunden – und als der Iran Israel im letzten Jahr angriff, stieg die jordanische Luftwaffe auf, um einen Teil der von den Mullahs geschickten Drohnen abzufangen. Golfstaaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten geht es eher um Technologieaustausch: Israel führt den Markt für Wasseraufbereitungsanlagen an und hat auch im Bereich Cybertechnik einiges zu bieten. Gerade durch seine Zähigkeit und den Willen, sich nicht von islamistischen Terrorgruppen auf der Nase herumtanzen zu lassen, hat sich Israel den Respekt der Scheichs erworben. Das ist etwas, was naive Verhandlungsfreunde im Westen gerne vergessen: Wer stark ist, wird in dieser Welt respektiert.

Polarisierung zwischen Schlagworten

Die Erklärungen für den gemeinsamen Angriff von Amerikanern und Israelis auf den Iran polarisieren sich auf der einen Seite auf das alte Schlagwort “kein Blut für Öl” und auf der anderen auf eine humanitäre Menschenrechtsaktion zugunsten der geknechteten Iraner. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen; Trump ist dafür bekannt, Muskeln zu zeigen, um die USA in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen, und brach nach der Zerstörung der iranischen Urananreicherungsanlagen deshalb die Militäraktion im letzten Jahr ab, nachdem die Mullahs Verhandlungsbereitschaft gezeigt hatten. Zieht er es diesmal wirklich durch, wo diese Verhandlungen letztlich nichts gebracht haben? Auch Israels Motivation dürfte nicht allein in der Zerstörung des Atomprogramms liegen, das tatsächlich seit Jahren vor sich hindümpelt. Die Bedrohung ist in den letzten Jahren eine viel konkretere gewesen: Die vom Iran finanzierten Terrorgruppen wie die Hamas und die Hisbollah.

Die Zivilbevölkerung vor dem Dauerbeschuss wenigstens einigermaßen zu schützen, trieb Israel weiter in die Abhängigkeit von den USA hinein, als es dem Land lieb war. Die ständigen Versuche des Irans und seiner Handlanger, die israelische Luftabwehr zu überlasten, kosten Israel Unsummen und stellen es auch vor moralische Entscheidungen: Wenn man nicht alle Bürger schützen kann, wo lässt man dann Raketen durch? Die Gegner Israels zeigen gerne Bilder von den Ruinen in Gaza und im Libanon im Vergleich zu intakten israelischen Städten. Abgesehen davon, dass auch in Israel in den letzten Jahren etwa hunderttausend Menschen ihre Wohnung durch Luftangriffe verloren haben, sieht es dort vor allem deshalb besser aus, weil viel in den Zivilschutz investiert wird. Der psychologische Druck auf die Menschen, die mit ständigem Luftalarm leben müssen, wird von den Gegnern Israels einfach ignoriert. Und ja: Israel war zu unzähligen Verhandlungen bereit – aber diese verliefen auf der Seite der Terroristen so fruchtlos, als versuchte man, die Clans von Neukölln durch eine weitere multikulturelle Teestube zur Integration zu überreden.
Manchmal ist es mir unbegreiflich, warum politische Akteure, welche diese mangelnde Anpassungseigenschaft in Deutschland klar benennen können, noch immer glauben, im Nahen Osten könnte das anders laufen. “Verhandlungen” werden von den Terroristen lediglich genutzt, um ihre Batterien wieder aufzutanken und auf den nächsten Scheck aus dem Iran oder auch von der EU zu warten. Von letzterem werden nämlich keine Kindergärten gebaut.

Naives Schwarz-Weiß-Denken verbietet sich

In der Region selbst ist man inzwischen klüger: Während die “Tagesschau” einmal wieder einen Raketenangriff der Hisbollah auf Nordisrael verschwiegen hat und der israelischen Luftwaffe den schwarzen Peter zuschob, forderte selbst die libanesische Regierung, die Hisbollah müsse nun endlich entwaffnet werden, denn deren Terror schlägt auch die Libanesen in die Flucht. Die Hisbollah ihrerseits pfeift auf UN-Beschlüsse, nach denen sie sich gar nicht im Südlibanon aufhalten dürfte. Jordanien und ein Teil der Golfstaaten wissen ebenfalls, wer ständig Unruhe in die Region bringt: Der Iran mit seinen Terrormilizen. “Aber der Iran hat doch den IS bekämpft und damit die Region stabilisiert!”, las ich letztens. Das verhält sich allerdings wie bei Hitler und dem Kommunismus: Hier wurde kein Gegner ausgeschaltet, sondern vielmehr die Konkurrenz.

Ein naives Schwarz-Weiß-Schema verbietet sich bei der Betrachtung der aktuellen Lage. Man kann nicht einfach die Argumentation aufstellen, wenn der Angriff nicht aufgrund der Menschenrechte stattgefunden hätte, dann könne es ja nur um Öl gegangen sein. Umgekehrt gilt das ebenso wenig, aber sich einfach in Ruhe auf die Fortentwicklung seines Landes konzentrieren zu wollen, ist mit Sicherheit keine unmoralische Motivation. Auch darf man nicht die Bindung zwischen Israelis und Iranern vergessen: Man denke nur an die Teheraner Studenten, die sich weigerten, vor dem Eingang ihrer Universität auf eine israelische Fahne zu treten. Die Israelis wissen so etwas zu schätzen – und wer sagt eigentlich, dass nicht beide Seiten von einer Zusammenarbeit profitieren dürfen? Pathos erregt auch bei mir Misstrauen; aber auf einer ruhigeren Ebene kann hier durchaus eine Basis geschaffen werden. Nein, das Völkerrecht wird hier vielfach einfach von jenen vorgeschoben, die keine Veränderungen wollen oder eventuell sogar heimlich der Hoffnung anhängen, dem Iran könne es eines Tages doch noch gelingen, das ungeliebte Israel auszulöschen. Den Wagenknechts und Elsässers traue ich das durchaus zu. Es wäre für alle Beteiligten besser gewesen, wenn sich die Konflikte durch Verhandlungen hätten beilegen lassen, aber wenn Verhandlungen letztlich nur als Hinhaltetaktik genutzt werden, fließt am Ende auch wieder Blut. Ideologen lassen sich nun einmal nicht umstimmen… selbst wenn es ihr eigenes Leben besser machen würde.

21 Kommentare

  1. @Verhandeln, bis der Arzt kommt
    wer mit wem ?
    wir konnten vor kurzem erfahren, daß man in der Ukraine mit Russland nur verhandelt hat, um der Ukraine weiter aufzurüsten für einen geplanten Krieg gegen Russland und gar nicht die Absicht hatte, irgendwelche Abmachungen oder Ergebnisse auch einzuhalten.
    Es hat keinen Zweck, mit dem Wertewesten zu verhandeln – wer das versucht, findet sich auf der anderen Seite des Tisches auf dem Boden wieder. Die Wertewestler – das bunte Regime eingeschlossen – verstehen nur eine Sprache ! Jede Rücksichtnahme ist aus deren Sicht nur eine Schwäche – und das ist nicht neu – schon die Römer haben bei ihren Gegnern Frauen, Kinder und die Alten als Geisel genommen, wenn sie mit den Männern nicht fertig wurden – und das hat sie nicht gehindert, die Männer umzubringen, wenn sie sie in der Hand hatten. Und diese Art und Weise zieht sich seither durch die Geschichte bis heute – sie liegt in der DNA des Wertewestens.

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  2. Verhandlungen?
    Mit Leuten, die friedlichen Menschen, die für Freiheit demonstrieren, in die Gesichter schießen läßt? – Niemals!

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  3. Kommentieren ??? ich wundere mich nur über Argumente für den andauernden Krieg in dieser Region. Der Schah war
    den ….. nicht mehr (nützlich ) wurde abgesetzt – und Frankreich hatte sofort den Mullah in den Iran geschickt. Jetzt soll der Sohn des Schahs in den Iran zurückgeschickt werden ??? Ist das zum Weinen oder Lachen?? Israel behauptet seit
    rd. 30J der Iran sei Tagen oder abwechselnd Wochen vor Fertigstellung einer A-Bombe – Trump übernahm diese Aussage – vergessen dabei seine Rede nach dem Abwurf von Bunkerbrechenden Bomben. Nach m.M. ist diese Region
    mit den Pokerspielern – eher ein IRRENHAUS und wie bei Freie Welt zu lesen – ein schlechter Tausch von Öl/Gas aus RU.
    Haben all dies die linken NGOs zu verantworten???? Was bekannt ist – T. ist für big Deals. Folge dem Geld

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  4. Auch wenn sich die Wellen der Erregung hoch auftürmen, muss trotzdem die Frage nach dem Völkerrecht gestellt werden. Ich habe nichts gegen Israel oder dem Iran, stelle mir aber die Frage, wie dieser oder ähnliche Artikel aussehen würden, wenn Israel ein mehrheitlich christliches Land wäre.

    „Die Kriegserklärung der USA und Israel gegen den Iran verstößt nicht nur eklatant gegen das Völkerrecht, was jedoch bekanntlich ohnehin nur dann herangezogen wird, wenn es gegen nicht-westliche Mächte geht, etwa zur Diffamierung des russischen Vorgehens in der Ukraine, sondern erfolgt auch zu einem Zeitpunkt, an dem der Abschluss eines Atomdeals möglich schien. Noch am Freitag vermeldeten Beamte des Oman, auf dessen Boden die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA stattfanden, bedeutende Fortschritte und zeigten sich optimistisch, eine Lösung gefunden zu haben. Tatsächlich gilt es jedoch mittlerweile als sicher, dass einziges Ziel der Gespräche gewesen war, den Iran ein Gefühl trügerischer Sicherheit zu geben, denn die Militäroperation war monatelang vorbereitet. Und sollte unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen erfolgen.“
    (Quelle: https://www.compact-online.de/terror-israel-ermordet-ajatollah-chamenei/)

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    1. Du solltest vielleicht erst einmal begreifen das es hier nicht gegen den iran sondern fuer den Iran geht aber GEGEN die Terrorherrschaft der Mullahs (Marionetten des Deep State) und wenn ich schon den Bullshit von Compact Online sehe, man koennte fast meinen der Chamenei waere ein Heiliger gewesen

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      1. Stimmt, dieser Chamenei wird von der Querfront tatsächlich schon zum Heiligen verklärt. Gestern las ich in einem Kommentar entweder auf Tichys Einblick oder Apollo News, dass Chamenei aufrecht stehend dem Tode ins Auge geblickt habe, während Netanjahu sich (angeblich) nach Berlin verp*sst habe.
        Wusste nicht, ob diese Stilisierung Chameneis als tapferer Soldaten und Führer ernst gemeint war oder ob das jemand sich als Satiriker betätigt hat. Schallend gelacht habe ich dennoch, denn soviel Blödsinn habe ich selten gehört.

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  5. 😇…:
    Pietätlos!?😵‍💫
    Nicht jeder Tod ist
    Beklagenswert. Punkt
    👹 Über tote nur Gutes …Bullshit!🥸

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  6. Wird der Irankrieg von zionistischen und christlichen Wahnvorstellungen angetrieben?
    Immer wieder wird behauptet, der Iran und seine theokratische Elite seien extremistische Wahnsinnige, die ein Volk unterdrückten. Nun wird aber immer deutlicher, dass es zionistische und christliche Wahnvorstellungen gibt, welche den Angriffskrieg gegen den Iran zu befeuern scheinen.

    The Cradle berichtet, dass aus den US-Streitkräften Stimmen zu hören sind, die kritisieren, dass Kommandeure den Iran-Krieg als „Gottes Plan“ darstellen. Wie der unabhängige Journalist Jonathan Larsen als erster berichtete, erklärte ein Kommandeur einer US-Kampfeinheit Unteroffizieren, der Krieg gegen den Iran sei Teil von „Gottes göttlichem Plan“. Er behauptete angeblich, Präsident Donald Trump sei von Jesus „auserwählt“ worden, um Armageddon auszulösen. Die Beschwerde, eingereicht bei der Military Religious Freedom Foundation (MRFF), ist eine von über 110, die innerhalb von 48 Stunden von mehr als 40 Einheiten an mindestens 30 Standorten eingegangen sind. Die Beschwerdeführer, darunter Christen, ein Muslim und ein Jude, baten um Anonymität, um Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden. Das Pentagon hat sich noch nicht geäußert.

    Laut MRFF-Präsident Mikey Weinstein berichten Angehörige der Streitkräfte von „ungezügelter Euphorie“ in Teilen der Befehlskette, die den Angriff auf den Iran als biblisch legitimiert und mit den Endzeitprophezeiungen der Offenbarung des Johannes verbunden darstellten. Ein Unteroffizier schrieb, dass solche Rhetorik die Moral untergrabe und gegen den Verfassungseid verstoße, insbesondere für Truppen im Bereitschaftsstatus, die jederzeit eingesetzt werden könnten.

    Die Kontroverse entfaltet sich, während Kriegsminister Pete Hegseth die offen evangelikalen Programme im Pentagon ausweitet, darunter Gebetsstunden und Bibelstunden, die mit einer strikt pro-israelischen Theologie übereinstimmen.
    https://tkp.at/2026/03/03/wird-der-irankrieg-von-zionistischen-und-christlichen-wahnvorstellungen-angetrieben/

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    1. Irre, nur noch irre. Wo sehen Sie irgendwo in Europa, in Deutschland oder auch in Israel selbst diese “christlich-zionistischen Wahnideen“??? Was es gibt, sind islamistischer Terror, Gewalt und dschihadistische Wahnideen, die längst nicht mehr nur Ideen sind, sondern uns bald ebenso hier bedrohen wie sie Israel seit 78 Jahren bedrohen. Sie klammern sich an selektive Beispiele von Stimmen, die NULL Relevanz in Israel und für die israelische Politik haben. Das wäre so, wie wenn Sie im Ausland Deutschland nach Aussagen von Jette Nietzard oder Sawsan Chebli beurteilen – und ist keine seriöse Quellenexegese, sondern Cherrypicking für Wahnvorstellungen.

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      1. @Daniel Matissek

        Dann schlage ich vor, dass Sie sich mit dem relgiösen Fanatismus in den USA beschäftigen. Als Einstieg empfehle ich Ihnen sich mit dem sehr berühmten US-Pastor William Franklin „Billy“ Graham (in den USA trug der den Beinamen „Papst der USA“) zu beschäftigen, der ein sehr einflussreicher baptistischer US-Pastor war und einen sehr großen Einfluss auf die US-Republikanische Partei über Jahrzehnte hatte.
        Er war ein extrem religiöser Fanatiker, der alle US-Kriege mit schwachsinnigen Bibel-Interpretationen rechtfertigte und auch den völkerrechtswidrigen Irak-Krieg 2003 hat er mit extrem schwachsinnigen völig unpassenden Bibel-Zitaten rechtfertigt. Trump und viele US-Republikaner waren sehr großen Fans von ihm.
        Und er war ein messianischer christlicher Zionist!
        Ähnlich wie Bibi Netanjahu, der ein sehr fanatischer messianischer religiöser Zionist ist.
        Viele tiefgläubige Juden weltweit und auch in Israel lehnen bis heute Netanjahu’s pseudo-religiösen messianischen Zionismus ab, und zwar zu Recht!

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    2. Abstrus. Wir haben hier ein klassisches Beispiel für die „Wahrheits-Sandwich“-Taktik. Das von Ihnen servierte Sandwich baut sich so auf:

      Unten: Ein wahrer Kern (Soldaten beschweren sich über religiöse Rhetorik).

      Mitte: Massive Übertreibung und Umdeutung (Der ganze Iran-Konflikt sei nur ein religiöser Wahn).

      Oben: Gezielte Feindbildpflege (USA und Israel als irre Apokalyptiker).

      In Ihrem Kommentar vermischen sich Fakten und Interpretation zur manipulativen Zuspitzung.

      Der reale Kern: Es gibt in den USA tatsächlich die Military Religious Freedom Foundation (MRFF) und ihren Gründer Mikey Weinstein. Diese Organisation kämpft seit Jahren gegen religiöse Indoktrination im US-Militär. Es ist durchaus plausibel, dass es Beschwerden über christlich-nationalistische Rhetorik gibt – das ist ein bekanntes soziopolitisches Thema in den USA.

      Die manipulative Zuspitzung: Ihr Kommentar macht aus individuellen Beschwerden über das Fehlverhalten einzelner Kommandeure sofort einen systematischen „Angriffskrieg gegen den Iran“, der von „Wahnvorstellungen“ getrieben sei. Er suggeriert, dass die gesamte US-Militärführung nach der Offenbarung des Johannes handelt. Das ist eine massive Verallgemeinerung.

      An einzelnen Stellen zeigt sich das Framing sehr deutlich:

      „Zionistische Wahnvorstellungen“: Durch die Kopplung des Begriffs „Zionismus“ mit „Wahn“ wird das Selbstbestimmungsrecht Israels pathologisiert. Das ist ein klassisches antisemitisches Narrativ im Gewand der Geopolitik.

      „Kriegsminister“: Pete Hegseth wird nicht mit seinem korrekten Titel (Verteidigungsminister) genannt, sondern als „Kriegsminister“ tituliert – eine gezielte Abwertung, um Aggression zu unterstellen.

      Religiöser Determinismus: Indem behauptet wird, die USA wollten das „Armageddon“ auslösen, wird ihnen jede rationale politische Handlungsfähigkeit abgesprochen. Sie werden als religiöse Fanatiker dargestellt, die genauso schlimm (oder schlimmer) seien als die Theokratie im Iran.

      Und zur Quelle „The Cradle”: Dieses Onlinemagazin sitzt im Libanon und verfolgt eine sehr deutliche pro-iranische und pro-Hisbollah Agenda. Es ist bekannt dafür, Narrative zu verbreiten, die den Westen und Israel als Aggressoren darstellen.

      Und das pro-russische Propagandaportal tkp.at bereitet diese Themen für den deutschsprachigen Raum auf, vermischt sie mit einem Quäntchen Wahrheit (wie den Beschwerden im US-Militär) und fügt eine Prise Verschwörungstheorie hinzu.

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  7. Don’t buy china-made products the next years !!!
    You understood ? DON’T BUY CHINA-Made !!!
    Think twice what you realy need to have, but don’t buy china-made !!!

  8. Eine der schlimmsten Mordbestien wird gerade zum kuscheligen Knuddel-Opi verklärt, ich erwarte täglich die Regenbogen-Fans, daß sie ihn zur Ikone erheben.
    Vergessen all die „Fatwas“, mit denen weltweit jeder, der mit Satire oder Wahrheit um die Ecke kam, bedroht wurde und im Falle Salman Rushdie auch erwischt, was er nur knapp überlebte.
    Oder, bereits lange zurück, Rudi Carell, für einen harmlosen Sketch.
    Vergessen Betty Mahmoodys Buch „Nicht ohne meine Tochter“, vergessen Helmut Hofer, der wegen einer Beziehung zu einer Iranerin gesteinigt werden sollte.
    Vergessen die geschmückten Baukräne, vergessen die Verfolgungen und Steinigungen von Frauen, die ihre Kopftücher nicht trugen. Was mucken sie auch auf, wären sie doch artig geblieben und Opi hätte sie ganz lieb gehabt…
    Vergessen, daß man gesteinigt, gepeitscht und frikassiert wurde, wenn man bei Tageslicht gegessen oder auch nur Wasser getrunken hat, während des Ramadan.
    Schwamm drüber, kleine Petitessen und ansonsten war’s doch so schön bei Opis strenger Herrschaft.
    Was soll nur werden, ohne seine strenge Hand, nicht auszudenken, einfach so essen, trinken, normal kleiden.
    Igittipfui!
    Fast schon Anarchismus, Pfui-Bäh-Bäh.
    Ich fasse es wirklich nicht mehr, wie diese Terrorherrscher auf einmal verklärt werden.
    Aber, ich denke mal kurz zurück: Bei Castro war das ebenso, der zumpelbärtige Diktator wurde auf einmal auch zum gestrengen, aber herzlichen Kuschelopi verklärt…
    Irgendwie ist in DE sogar die Opposition völlig verstrahlt.

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    1. @McCarthyFan 4. März 2026 um 5:51 Uhr

      Na dann schauen Sie nach Saudi Arabien.
      Trump ist mit diesem Terror-Regime von Saudi Arabien bestens befreundet und macht munter Geschäfte mit denen.
      Saudi Arabien exportiert den Terror-Islam (Wahhabi-Islam) in die Welt. Für Trump trotzdem überhaupt gar kein Problem!
      Die Terror-Ideologie der ISIS-Terroristen hat theologisch gesehen sehr viele Ähnlichkeiten mit der Terror-Ideologie des Wahhabi-Islams , also mit der Staatsreligion von Saudi Arabien. Und das ist übrigens schon seit vielen Jahren bekannt. Auch die US-Republikaner und die US-Demokraten wissen darüber Bescheid.
      http://www.guardian.co.uk/world/2010/dec/05/wikileaks-cables-saudi-terrorist-funding

      http://www.france24.com/en/20120929-how-saudi-arabia-petrodollars-finance-salafist-winter-islamism-wahhabism-egypt

      http://dawn.com/news/1029713

      http://www.meforum.org/535/saudi-arabia-and-the-rise-of-the-wahhabi-threat

      Außerdem ist schon lange bekannt, dass Saudi Arabien und nicht der Iran für 9/11 Anschläge verantwortlich war.

      Und Israel hat schon 2013 gesagt, dass der israelischen Regierung die AL-Qaida Terror-Herrscher in Syrien an der Macht viel lieber wären , als der säkulare Assad, der ethnische und religiöse Minderheiten sowie Christen in Syrien geschützt hat!
      http://www.algemeiner.com/2013/06/04/israeli-officials-wed-prefer-al-qaeda-run-syria-to-an-assad-victory/

      Na, was sagen Sie dazu ?

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      1. Da schauen wir doch jetzt mal nach Syrien, wo ein (ehemaliger) Dschihadist, auf dessen Kopf 10 Millionen Dollar gesetzt waren, heute everybody’s darling ist. Wenn es einem nützt vergisst man vieles ganz schnell.

      2. Zitat:
        „Außerdem ist schon lange bekannt, dass Saudi Arabien und nicht der Iran für 9/11 Anschläge verantwortlich war.“

        Quatsch, es ist lange bekannt, daß es ein Inside Job war, daß sie es selber waren, die Amis.

        Nebenbei ist mir das Saudi Regime auch ein Greuel, ich bekenne freimütig, daß ich den Islam für das halte, was man im Scharia Staat Deutschland schon nicht mehr frei heraus äußern darf, ohne Hausbesuche zu bekommen.
        Es gibt auch keinen politischen Islam, sondern nur den Islam und der ist politisch.
        Der Islam ist eine weltweite Gefahr für alle, die auch nur halbwegs frei und sicher leben wollen.
        Trotzdem feiere ich mal einfach die Feste, wie sie fallen und wenn die Mullahs fallen, ist das ein Grund zum Feiern.
        Im Übrigen hätte ich gegen Regime-Change in DE auch nichts einzuwenden, denn sowas muß anscheinend immer von Außen kommen.

  9. Regierungen, die permanent dem Staat Israel mit Vernichtung drohen … Andere Regierungen – Jordanien und Ägypten wurden beispielhaft im Artikel genannt – haben Israel sicher nicht lieb, aber sie können mit der Existenz Israels leben. Mehr ist für ein friedliches Verhältnis zwischen Staaten meiner Meinung nach auch nicht nötig.

  10. US Troops were told Iran war is for ‘Armageddon,’ return of Jesus
    A combat-unit commander told non-commissioned officers at a briefing Monday that the Iran war is part of God’s plan and that President Donald Trump was

    „anointed by Jesus to light the signal fire in Iran to cause Armageddon and mark his return to Earth,“

    auf Deutsch:
    US-Truppen wurde mitgeteilt, der Iran-Krieg diene dem „Armageddon“ und der Wiederkunft Jesu.

    Ein Kommandeur einer Kampfeinheit erklärte Unteroffizieren am Montag in einer Besprechung, der Iran-Krieg sei Teil von Gottes Plan und Präsident Donald Trump sei
    „von Jesus gesalbt, um im Iran das Signalfeuer zu entzünden, das Armageddon auslösen und seine Wiederkunft auf Erden markieren soll.“

    https://article.wn.com/view/2026/03/03/us_troops_were_told_iran_war_is_for_8216armageddon_8217_retu/

    https://jonathanlarsen.substack.com/p/us-troops-were-told-iran-war-is-for

    Da sind sie wieder: Die religiösen Fundamentalisten. Mich erinnert es wieder an die Zeiten von George W. Bush, der ja einer der extremistischsten religösen Fanatiker der USA war und sehr viel religiösen Schwachsinn in seinen zwei Amtszeiten als US-Präsident verbreitet hat…

    1. Groteskes Cherrypicking. Außenseiter- und Extrempositionen werden zur scheinbaren Stützung eigener Vorurteile herangezogen. Ich sage ja: Als würde das Ausland ganz Deutschland mit Zitaten von Carola Rakete oder Maja T. erklären.