Verwahrlosung und Verblödung: Brauchen wir bald zwingend den Tierhalter-Führerschein?

Haustiere werden wieder Opfer inkompetenter Tierhalter (Symbolbild:Pixabay)

Eine Faustformel aus der heutigen Zeit könnte lauten: Wenn die Menschheit verblödet, dann sollten unsere vierbeinigen Freunde nicht darunter leiden müssen. Schaut man sich jedoch das immer stärker werdende Ausmaß an Verwahrlosung und Verblödung an, so darf getrost angezweifelt werden, in welchen „guten Händen” die Tiere bei gewissen Haltern heutzutage überhaupt noch sind. Private Personen sind davon genauso betroffen wie etwa die Landwirtschaft. Generell könnten Hund oder Katze die besten Freunde des Menschen sein, um uns ein unschätzbar wertvolles Maß an Liebe, Spaß und Zuneigung zu schenken. Diese Gegenliebe ist bei gewissen Menschen leider nur sehr bedingt der Fall, die ihre Vierbeiner stattdessen mit Misshandlung, Desinteresse und Verwahrlosung zu strafen. Nicht wenige Tiere sind der Willkür des Menschen völlig ausgeliefert. Dabei sind die Vierbeiner beileibe keine „Sache”, auch rechtlich schon lange nicht mehr, und sollten auch nicht so behandelt werden.

Bereits 2017 legte der Deutsche Tierschutzbund den Entwurf einer 28-seitigen Verordnung vor, welche die Haltungsbedingungen von Haustieren penibel regeln sollte: Erst bei einem Sachkundenachweis über den artgerechten Umgang dürften dann etwa Hunde, Katzen, Hasen oder Meerschweinchen an den jeweiligen Interessenten verkauft werden. Bei Erfüllung der Voraussetzung würde dann eine Art „Tierhalter-Führerschein” ausgestellt werden. Die politische Entscheidungsfindung über diesen Entwurf ist seit nunmehr fünfeinhalb Jahren in der Schwebe, die Politik reagierte bis zum heutigen Tage nicht mehr darauf. Vermutlich, weil das Los von Haus- und Hoftieren weder Geld noch Prestige einbringen. In der Schweiz existieren seit 2008 verbindliche Regelungen zur Eignung von Tierhaltern; in Deutschland, wo jeder Furz bürokratisch geregelt ist, nach wie vor nicht. Ein Armutszeugnis.

Nicht mehr ohne „Tierhalterführerschein”

Generell würden nach den Vorstellungen des Tierschutzbundes bei der Ausgabe des Tierhalterführerscheins folgende Aspekte in Betracht gezogen: Jeder Tierhalter soll im Falle einer Neuanschaffung bei der zuständigen Behörde den Nachweis über die persönliche Haltungsmöglichkeiten und Fachkenntnisse zur jeweiligen Tierart vorweisen müssen. Eine selbige Überprüfungspflicht soll auch für die entsprechenden Tierhändler gelten. Geregelt würde auch eine Betreuungspflicht, die zwingend vorschreibt, dass sich täglich mindestens eine Person des Haushalts oder Landwirtschaftsbetriebs mit den Tieren adäquat beschäftigen kann. Wer Tiere auf Internetportalen anbietet, muss nachweisen können, dass die Tiere art- und verhaltensgerecht gehalten und aufgezogen wurden. Parallel dazu soll ein grundsätzliches Verkaufsverbot im Freien wie etwa auf Parkplätzen oder auf Märkten erwirkt werden. Enthalten sind zudem: Ein Halsbandverbot für Katzen anhand der Erstickungsgefahr; die Mindestgröße und Beschaffenheit von Käfigen; eine Impfpflicht sowie das Verbot von Qualzuchten (Zucht bei Inkaufnahme von Verhaltensstörungen, Missbildungen oder allgemeinen Schmerzen).

Bereits 2012 kam es zu einem ersten Versuch, den Tierführerschein auf Bundesebene durchzusetzen. Die damalige schwarz-gelbe Regierung sah jedoch keinen Handlungsbedarf oder konkreten Anlass zum Tätigwerden. Die Lage der Haustiere in Deutschland hat sich seither nicht verbessert; im Gegenteil. Mittlerweile wären sogar ein Haltungsverbot und auch der Entzug von Tieren für Menschen ohne entsprechende soziale Mindestkompetenzen oder eine zumindest hinreichende Befähigung zur art- und bedürfnisgerechten Haltung zu fordern – ebenso wie eine noch härtere Bestrafung bei Tierquälereien. Gerade die so „naturverbundenen“ Grünen könnten in der Regierung hier einiges bewirken und damit zu ihrer eigentlichen Berufung zurückfinden.

 

Dieser Beitrag erschien auch auf beischneider.

16 Kommentare

  1. Wenn ich mir die Hundegassi Führer so anschaue: ja, wir brauchen so etwas.
    Ich habe drei Hunde gehabt. Ich musste keinen an die Leine nehmen. Ich beherrschte sie ohne Schläge o-ä.

    • Du meinst wohl, die Hunde, die mit ihren Haltern Gassi gehen.

      Ich sehe sehr wenige Halter, bei denen der Hund höchstens auf gleicher Höhe läuft. Aber sehr viele, bei denen der Hund vorne geht.

      Wer vorn geht, der führt. Hunde haben niemals vor dem Menschen zu gehen.

  2. Ich hatte vor ca. 2 Wochen irgendwo im TV gehört, dass es Politiker in Deutschland gibt, die einen Eltern-Führerschein fordern.
    Bei „falscher politisch unkorrekter“ Erziehung der Kinder kommt dann das Jugendamt einfach schnell um die Ecke und holt sich die Kinder. Damit die Kinder ohne Eltern aufwachsen und gendergerecht, politisch korrekt, feministisch anti-patriarchalisch erzogen werden und die Kinder im Teenageralter noch schnell ohne Zustimmung der Eltern Geschlechtsumwandlungen bei sich machen zu lassen .

    Solche Forderungen sind nicht neu

    https://www.bild.de/news/vermischtes/eltern-fuehrerschein-3526882.bild.html

    https://eltern-onlinetraining.de/brauchen-wir-einen-elternfuehrerschein/
    https://www.bz-berlin.de/archiv-artikel/cdu-expertin-fordert-eltern-fuehrerschein

  3. Nach der Lehre des Nazareners sind die Tiere unsere „minderen Brüder“.
    Wenn wir sie schlecht behandeln, zieht das entsprechende Bestrafung
    nach sich. Tiere haben im übrigen auch eine Seele!

  4. Das Land der Mega-Dilettanten,
    das Land, wo Minderheiten bestimmen wollen,
    das Land der Massenimportierung,
    das Land das in Bälde finanziell, wirtschaftlich,
    menschlich und nicht Gesetz komform untergehen wird.

    Hoffentlich trifft es bald ein, damit die Alternative nach Besinnung der Wähler
    die Möglichkeit hat, gründlich und nachhaltig den Schmutz in vielen Ecken säubern kann.

  5. Ich sehe, bei den Detsen ist einfach Hopfen und Malz verloren. Jedes Problemchen, oder auch eingebildetes Problemchen, muß einfach zwanghaft mit Paragraphen und Verordnungen, Pflichten und Sanktionen erschlagen werden.
    Als ob es dadurch auch nur einem Tier besser ginge, wenn man wieder einen neuerlichen Zwang mit zwangsfinanzierten Parasitenjobs zur Verwaltung dessen einführt.
    Selbst in der Opposition sind noch gefühlte 90% Verbotshansel und Verordnungsterroristen. Deutsche Belehrigkeit eben.

  6. Hundesteuer erhöhen (könnte den angesprochenen „Führerschein“ teilweise ersetzen).

    Offtopic:

    Übergewinnsteuer-B für B-amte, Politiker und Staatsmedien einführen.

  7. Was verlangt man? Menschen werden auch nicht menschenwürdig behandelt. Unsere Regierung macht gerade wieder vor mit ihren Coronagesetz, was sie von den Menschen hält. Nichts. Sie werden unter die Knute gezwungen. Es ist kein Wunder, dass einige Menschen das nach unten weitergeben. Wer keine Liebe und Achtung empfängt, kann schwer Liebe und Achtung weitergeben. So der Blockwart gegenüber den Hausbewohnern, der Chef gegenüber seinen Untergebenen usw. usf. Und den letzten beißen dann die Hunde. Das sind nämlich dann die Haustiere. Ich weiß nicht, ob das stimmt, was Sie in Ihrem Artikel schreiben. Bei uns im Viertel werden die Hunde vergöttert, auch von denen, die man als Unterschicht bezeichnet. Ich glaube auch nicht, dass die Mehrzahl der Menschen so gegenüber ihren Tieren sich verhalten. Das sind im Prinzip, denke ich mal, nur eine kleine Minderheit und manche davon aus fehlgeleiteter Tierliebe. Den wächst das dann irgendwie über den Kopf. Den Tierhaltungsführerschein finde ich total überflüssig. Wenn es danach gegangen wäre und wir wären von pingeligen Beamten per Fragebogen befragt worden, wir hätten sicherlich nie und nimmer unsere liebe Katze damals halten dürfen. Traue keinen Gesetzen, die bis ins Letzte ausformuliert werden, weil es dann Beamte gibt, die diese Gesetze bis auf den Buchstaben genau ausführen und nicht nur das, sie wollen dann ihre Macht auskosten. Übrigens, kann die Forderung, dass es ein Halsbandverbot für Katzen geben sollte, wohl nicht mit den Vogelschützern abgestimmt worden sein. Die drängen nämlich darauf, dass die Katze ein Halsband mit Bimmel haben sollte. Wie ich es kenne, geht es den Hunden und Stubentigern oft besser als manchen Menschen. Man sollte doch die Tür im Hause lassen. Wie es auf dem Dorf zugeht, weiß ich nicht, aber da würden schon Besichtigungen langen und Strafen, die auch Strafen sind, wenn Nutztiere nicht gut behandelt werden. Aber darüber erlaube ich mir kein Urteil.

  8. Und kein Wort zum Schächten von Rindern, Schafen und Ziegen im Beitrag.

    Das Schächten erfolgt aus religiösen Gründen und ist komplett abzulehnen.

    Wie sagte doch Jesus (Mk 7,14-15 EU)?

    „Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage!

    Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.“

    • Ja, weder Halal, noch koscheres Töten wird erwähnt. Beides ist in meinen Augen bestialisch.
      Und beides müsste sofort verboten werden.

      Das fällt aber mal wieder unter religiöse Freiheit. Darunter werden täglich unzählige Verbrechen verübt. Geschlechtsverstümmlungen der männlichen Säuglinge (Juden, Moslems) und später auch die vieler der Mädchen (Moslems). Bestialisch. In Somalia sind 90 % der Frauen verstümmelt. Sie leiden, und es kümmert niemanden. Tagesschauthema? Nicht einmal im Traum.

      Was sagen denn unsere Tierschützer dazu, dass im asiatischen Raum, Hunden bei lebendigem Leib das Fell vom Körper abgezogen wird? Danach wandern diese armen Kreaturen zurück in den Käfig, um erst Stunden später den Tod zu bekommen.

      Was sagen sie dazu, dass Haien bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten werden, und diese verstümmelten, schwimmunfähigen Körper zurück ins Meer geworfen werden?

      Darum kümmert sich niemand.

      Natürlich leiden auch hier bei uns Tiere, aber die Masse eben nicht. Und die schwarzen Schafe unter den Tierhaltern wird es immer geben. Kontrolle heißt das Zauberwort. Unangekündigte Kontrolle. Und dann muss die Strafe richtig weh tun.
      Die meisten Menschen sind bei uns eher zu überfürsorglich. Sie behandeln Hunde und Katzen wie Menschen. Was auch eine Art Tierquälerei ist, denn das Tier ist ein Tier und kein Mensch.

  9. Das Nanny Syndrom greift um sich! Die Aufgaben werden kaum noch erfüllt, aber neue Bevormundungen häufen sich. Messer und Gabel bergen auch Verletzungsgefahren, wie wäre es mit einem Besteckführerschein, ohne den nur noch mit Löffel gegessen werden darf?

  10. Hundeführerschein? Lieber erst einmal einen KINDERführerschein! Gerade unsere „Gäste“ bräuchten da einen…..allerdings bin ich gegen jede Gängelung mündiger Bürger. Es reicht mir, wenn der Deutsche heute seinen Hund nicht mehr frei wählen kann (sogenannte „Kampfhunde“ sind verboten, für mich Diskriminierung pur und die Hunde können nichts dafür) und am besten nur noch Möpse verkauft werden. (Brrr!)

  11. Moin! In Ihrem Bericht haben Sie ungewollt den Bock zum Gärtner gemacht. Die Grünen und Tierliebe? Wenn die wirklich für die Natur und Tierwohl wären, würden sie nicht halbe Wälder abholzen und im Wald Straßen aus Beton gießen um ihre Windräder aufzustellen. Windräder schreddern nachweislich Greifvögel und andere geschützte Arten. Selbst Insekten die als Vogelfutter für die Vögel lebensnotwendig sind, kleben an den Flügeln. Das zeugt lediglich von einer „Agenda“. Hofhunde tragen teilweise immer noch eine Laufleine. Personen die ihren Hund nicht(!) artgerecht halten, werden nicht bestraft. Grund : sie gehören einer „schutzwürdigen“ Ethnie an, mit der man sich nicht anlegt. Polizei ,Tierschutz und Kreisverwaltung halten sich raus. So geschehen in meinem Wohnort. Regt man sich über die Haltungsbedingungen auf, wird man mit dem Messer bedroht. Nein, es sind keine Muslime, es sind Menschen die so hört man Jüdischer Abstammung sind. Mir ist scheißegal was die glauben, ich verachte ihre Art ihren Schäferhund zu halten.!!!!

  12. Eher einen Führerschein für E Bike Fahrer , die meisten Älteren , scheinen durch die erzielbaren Geschwindigkeiten überfordert und Jüngere fallen durch rücksichtslose Fahrweise auf Bürgersteigen auf . Wobei Feriengäste erst durch unsicheres fahren auffallen , sich dann aber in Platz da , jetzt komm ich Fahrer wandeln und meinen mit der Kurtaxe auch die Vorfahrt mit gekauft zu haben .

  13. An für sich wäre so ein Tierhaltungseignungsnachweis sicherlich zu befürworten und sollte auch für Schlachttiere gelten. Damit könnte man z.B. ausschließen, dass sich ein Mohammedaner ein Schaf kauft.
    In der heutigen Zeit wäre aber eher damit zu rechnen, dass es darauf hianauslaufen würde, dass nur politisch korrekt eingestellte und vollständig geimpfte Leute zu einer Tierhaltungsprüfung zugelassen würden. Und allen anderen die Tiere entzogen würden. Irgendwo muss man ja schließlich anfangen, Tierhaltung ist nämlich in Schwabs schöner neuer Welt nicht mehr vorgesehen.

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