Vielfaltssicherung: Die Staatsfunker und das Zahlvolk

Ein Hoch auf die Gebührenzahler – und auf Karlsruhe! (Symbolbild:Pixabay)

2756/20 – 2775/20 – 2777/20: So lauteten die Glückszahlen der staatsrichterlichen Verfassungslotterie unter Ziehungsleiter Stephan Harbarth am 13. Mai 2021. Kurz nach Bekanntgabe des milliardenschweren Geldregens durch den stets verlässlichen Ersten Senat jubelten die Gewinner in den Sendemastanstalten. Aus der Staatsferne zwar, aber live auf allen Kanälen und passend zum Weltcocktailtag direkt in die fassungslosen Gesichter der Beitragszahler hinein. Verbarg sich hinter dem Code doch nicht nur die unmissverständliche Botschaft, dass alle Gegner der Rundfunkbeitragserhöhung keinerlei „tragfähige“ Argumente für ihre knausrige Position hätten deutlich machen können, sondern auch die unverzügliche Auszahlung des sauer verdienten Zugewinns an alle öffentlich-rechtlich Darbenden.

Und damit nicht genug. Denn eigentlich, so betonten die Robenträger damals, stünde der Gemeinschaft der Volkserziehenden trotz der bereits weltweit einzigartigen Finanzausstattung ja noch viel mehr zu, aber diese Boni müssten dann bitteschön erst noch beziffert und angemeldet werden. Die Notwendigkeit der Kompensation über die zunächst zu begleichende Finanzierungslücke von 1,5 Milliarden Euro hinaus sei dabei „zu berücksichtigen“. Die Wortgewaltigen zu Karlsruhe hatten damit in weiser Voraussicht den mitunter etwas unglücklich argumentierenden Journalismusdarstellern zusätzlich zum Blankoscheck gleich noch das wasserdichte Wording mit auf den Amtsweg gegeben.

Gerechte Verteilung von Dienstverbrennern und Beraterverträgen

Dankend wurde dies aufgegriffen: „Die Bekanntgabe“, so fasste es der Chef des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) Frank Überall zusammen, sei „eine schallende Ohrfeige ins Gesicht von Populisten, die versuchen über die Finanzierung Einfluss auf die Programminhalte zu nehmen“. Schließlich ginge es um „die Qualität, ausgewogene Information, Orientierungshilfe und Vielfaltsicherung.“ Das werden sich die 75 Millionen Populisten im Land sicher hinter die Ohren geschrieben haben.

Und aus heutiger Sicht ist dagegen ja auch nur wenig zu sagen. Es gibt diverse Chauffeure, die Dienstverbrenner verteilen sich einigermaßen gerecht auf 8er von Audi und 7er von der Konkurrenz, die Intendanten vergeben die Beraterverträge durchaus an verschiedene Ehepartner, arbeiten mal im Ost- und mal im Westflügel, und die Spesenrechnungen weisen eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung (bei allerdings leicht erhöhtem Alkoholkonsum) aus.

Nur mit dem italienischen Parkett… also da ist Imelda Schlesinger übers Ziel hinausgeschossen! Das sei „enttäuschend”, meint nun Altvolontär Buhrow (bei gesicherten 15.000 Euro Monatspension hätte sie es bei ukrainischer Fichte belassen können!) und setzt sich routiniert an die Spitze der unvermeidlichen Reformbewegung. Jetzt, wo er die vielfaltssichernden Funktionen seines Dienstwagens entdeckt hat, ist ihm unterwegs auch schon eine Lösung eingefallen. Die Rundfunkräte müssen jetzt besser… also vor allem: finanziell besser ausgestattet werden. Sehr viel besser. Ich gehe davon aus, dass er den Stephan beim nächsten Multiplikatorentreffen mal fragt, ob der angesichts der Notlage vielleicht eine Idee hat…

12 Kommentare

  1. Ein Hoch den Abzocken, nichts Könnern, Geld Vernichtern, Größenwahnsinnigen, Lügnern, Betrügern –
    eben allen Ganoven

  2. Hahahahahahahahahahaha! Heute sollte die „alles entscheidende“ Sitzung der rbb-Rundfunkrates stattfinden. Es stand im Raum Madame Schlesinger „fristlos“ zu kündigen. Nun. das ist nicht geschehen. Wenn ich wetten sollte: Das wird auch nicht geschehen. Warum? Nun, Madame Schlesinger ist ihren Gegnern um ZWEI Nasenlängen voraus!!!

    • Angesichts Mme Schlesingers Umgang mit Steuergeldern ist es verwunderlich, dass sie nicht fristlos entlassen wurde. Könnten sich die zwei Nasenlängen Vorsprung Schlesingers als belastendes Material gegen Schlesingers Kollegen und Chefs erweisen? Eine Rückzahlung mit gleicher Münze steckt hier wohl dahinter.

  3. Das soll Demokratie und Gewaltenteilung sein?
    Das höchste Gericht hat sich f.d. Ewigkeit als Erfüllungsgehilfe
    für grünlinks Politik und gegen die Interessen des deutschen
    Volkes gemacht.
    Der Faschismus blüht leider bis in die Gerichte, noch blüht er.
    Es wird die Zeit kommen wo man diese Volksfeinde und „Salonjuristen“ zur Rechenschaft ziehen wird und das wird das deutsche Volk selbst erledigen.
    Pfui.

  4. „Die große Gasmulage-Abzocke“
    Polit-Blogger Michael Mross kommentiert.
    Deutschland Kurier v. 15.08.2022
    https://youtu.be/duj-PDT1pRA

    Für mich ist das keine Umlage.
    Es handelt sich vielmehr um eine Steuer auf eine Steuer.
    Wie damit Energiesicherheit gestaltet werden soll,
    erschließt sich keinem denkenden Menschen.
    Die Abzockerei des Bürgers durch diese unsägliche Regierung
    nimmt weiter Fahrt auf, obwohl die Steuereinnahmen sich zum
    Vorjahr in diesem Jahr drastisch erhöht haben.
    Es ist nicht mehr zu ertragen, eine widerliche, abgehobene
    Minderheit von Volksgegnern saugt dem Bürger in diversen Bereichen
    Sicherheiten und Realeinkommen ab !!!

  5. Tja so geht es eben in einer blanken Diktatur das ist wie zu Honeckers Zeiten denn die haben auch schlicht Herrn Schnitzler und seine üblen Gesellen gehabt und wir haben nun eine Justiz die tatsächlich tief im Achtersteven der Berliner Schwadronierer steckt und somit auch das schlicht durchwinkt was diesem korrupten und unfähigen Berliner Idiotenverein nützlich erscheint. Wir dürfern die Namen derer die hier diese bösartige Inszenierung stützen niemals vergessen denn diese wahrlich kriminell und nur sich selbst bereichernden Kriminellen müssen von denen, die sie belügen und betrügen hart und unnachgiebig bestraft werden.Diese medialen Täter sind verantwortlich das Land in einen Zustand der Agonie, der Angst, der Panik und der totalen Unsicherheit, Zerissenheit und zigfache Spaltung geführt zu haben. Die Bürger sitzen einer gigantischen Lüge auf und diese madialen totalen Billighuren kennen die Hintergründe sehr genau.
    Wir müssen es laut und deutlich in ihre miesen Fressen hämmern, dass wir die sind, die sie bezahlen und sie haben uns zu dienen und nicht umgekehrt!

  6. So viel verdienen Direktoren und Direktorinnen bei der ARD

    Die Monatsgrundgehälter 2021 der Direktoren und Direktorinnen der ARD basierend auf der Quelle Gehälter und Vergütungen in der ARD.

    • BR: 20.805 Euro

    • HR: 15.590 Euro

    • MDR: 16.837

    • NDR: 19.989 Euro

    • RBB: 17.708 Euro

    • RB: 16.498 Euro

    • SR: 15.325 Euro

    • SWR: 19.323 Euro

    • WDR: 20.491 Euro

    „Gehalt bei der ARD: Was Intendanten und Intendantinnen verdienen“
    https://praxistipps.focus.de/gehalt-bei-der-ard-was-intendanten-und-intendantinnen-verdienen_149268

  7. Man müßte einen fristlosen Kündigungsgrund hinzufügen: „Kündigung aus nachträglich bekanntgewordener Charakterschwäche“ mit Schadenersatzanspruch.

    Ich plädiere schon lange dafür, Gehälter für Spitzenleute als das x-fache der Rente des Durchschnittsrentners zu bemessen. Da könnte man dann schnell ein Gefühl dafür haben, ob das dreifache oder fünfzehnfache des Monatseinkommens eines Rentners, der ein Leben lang gearbeitet und Steuern gezahlt hat, gerechtfertigt ist.

  8. Imelda Schlesinger und Ferdinand Buhrow.
    Sehr schönes Paar übrigens. Und so eilfertig. Ich denke, der Business Insider sollte genau da weiter machen oder um es mit Deep Throat zu sagen: follow the Money!

Kommentarfunktion ist geschlossen.