Vom Ende der Romantik

Vom Ende der Romantik

„Früher war alles besser“ nur eine Einbildung? Das Elbufer als Müllkippe (Foto:ScreenshotFacebook)

Irgendwann hat wahrscheinlich jeder mal kurz daran gedacht, wie es wohl wäre, sein „eigenes Ding“ zu machen. Ein Café, eine Bar oder ein Restaurant zu eröffnen, zum Beispiel. Irgendwas Kleines, Gemütliches, wo Leute kommen, die man gerne kommen sieht. 99 von 100 Träumern werden bei genauerem Nachdenken davon schnell wieder abgekommen sein. Bei mir war dieser Augenblick schon vor einigen Jahren gekommen, als mir nämlich ein erfahrener Barbetreiber aus dem Wedding erzählte, dass es in ganzen Stadtvierteln Berlins de facto inzwischen unmöglich geworden sei, eine derartige Romanze in die Tat umzusetzen. Jedenfalls nicht, ohne dass kurz nach Eröffnung ernst blickende Typen auftauchen, die einem etwas von „gewissen Risiken“ erzählen, vor denen man sich schützen müsse oder, noch besser schützen lassen müsse! Wer den angebotenen Schutz nicht in Anspruch nehmen wollte, bei dem flog kurz darauf irgendetwas in die Scheiben, wurde eingebrochen, Feuer gelegt oder es kam zu anderen Unappetitlichkeiten.

Gründe, die einem zivilen Normalbürger, der ein derartiges Corleone-Setting bisher nur aus dem Kino kannte, doch nahelegen, dass er wahrscheinlich keine Nacht mehr ruhig schlafen können würde. Inzwischen registriert die Berliner Polizei nicht nur fliegende Steine und Buttersäure, sondern 520 handfeste Schusswaffeneinsätze im Jahr, die ganz gern Kniescheiben, Unterbauch oder Oberschenkel der Inhaber zu Fällen für die steuerfinanzierte Intensivmedizin machen. Manchmal bleibt auch einer auf der Strecke. Die „beinharte Gastlichkeit“ im Gewerbe hält eigentlich nur noch aus, wer kulturbedingt ohnehin mit der „Materie“ vertraut ist. Gut, in die muss man ja nicht unbedingt eintauchen.

Kriegszustand bei “Risikospielen

Eine ganz andere, heute irgendwie auch verblasste romantische Erinnerung ist die an den Besuch eines Fußballspiels. Man fuhr mit Vaddern oder Freunden zu irgendeinem „Derby“ ins Stadion, suchte sich seinen Platz, verfolgte das Geschehen auf der „Wiese“, diskutierte über die eine oder andere „Pfeife“ unten auf dem Platz, sprang in der Halbzeit für eine Wurst auf oder bei einem Tor. Bei ähnlichen Vorhaben der Gegenwart findet man sich häufig genug mitten in einem Kriegsschauplatz wieder. Einem sogenannten “Risikospiel”, bei dem Städte schon im Morgengrauen von Hundertschaften gesichert werden müssen, bei dem Halbnackte auf Zäunen hängen, sich mit Böllern beschießen, Ultras aggressive Choreos aufführen und sich unaufhörlich, nicht selten ohne jeden Blickkontakt zu den Akteuren, selbst feiern. Fußball scheint von der schönsten zur martialischsten Nebensache der Welt mutiert zu sein. Es scheint grundsätzlich nicht mehr um das Runde, das ins Eckige muss, zu gehen – sondern ums „Rahmenprogramm“: Nach dem „Vorglühen“ werden Zubringerzüge auseinandergenommen, Bullen bekämpft, und vor und nach dem Spiel gibt’s auch untereinander ordentlich aufs Maul.

Als besonders geil gilt es, den feindlichen Rasen optisch in ein rauchschwadenverhangenes Schlachtfeld zu verwandeln, Spielunterbrechungen zu erzwingen oder Bilder von Trümmerbergen zu teilen, die vorher mal Sanitäranlagen waren. Der über dem wöchentlichen Schauspiel thronende Fussballverband sammelt hinterher routiniert Strafgelder ein – und am nächsten Samstag beginnt alles wieder von vorn. Vor dem gestrigen Champions-League-Finale in einer der letzten zivilisierten Städte Europas werden seit einigen Tagen schon kilometerlange Fußgängerzonen mit Gittern und Spanplatten gesichert, um das Saisonfinale des 4,4 Milliarden schweren Kommerzspektakels der UEFA einigermaßen unbeschadet überstehen zu können. Klar, es gibt auch immer noch friedliche Fans, und ja, man muss ja auch nicht hin, wenn einem „die Stimmung“ nicht passt.

Orientalische Grillkommandos und vegane Weltverbesserer

Wenn es um verbleibende romantische Refugien geht, gehören vielleicht Spaziergänge am Dresdner Elbufer zu den letzten beglückenden Unternehmungen, die einem so einfallen, wenn einem spontan nach Glückshormonen ist. Nach Einbruch der Dunkelheit häufen sich allerdings auch hier die Vorfälle, bei denen Jugendbanden Spaziergänger abziehen, Drogenverkäufe in Faust- und Messerkämpfen münden. Die entsprechenden Meldungen findet man zumeist nur noch in den wortkargen Polizeiberichten, den Zeitungen ist es inzwischen egal. Am Sonntagmorgen fällt der Blick von Joggern und Touristen dann nicht mehr nur auf die weltberühmte Stadtsilhouette, sondern auf enorme Müllberge, die orientalische Grillkommandos und vegane Weltverbesserer in trauter Gemeinschaft der ehrenamtlich tätigen Nachwelt hinterlassen. Okay, wenn einen sowas ästhetisch anödet, fährt man eben woanders hin.

Die alltäglichen kleinen oder größeren Veränderungen im friedlichen, rücksichtsvollen Miteinander könnte jeder endlos mit eigenen, teils natürlich noch deutlich drastischeren Stadtbildbeschreibungen fortsetzen. Man findet sie auf allen ideellen und materiellen Ebenen. Genervte Gute-Laune-Menschen werden einwenden, das alles sei letztlich nie anders gewesen, und das insinuierte „Früher war alles besser!“ könne man nicht mehr hören. Verständlich. Statistiken, die das eine oder andere belegen könnten, existieren natürlich nicht. Das alles hilft nur mir nix: Ich sehe Verdrängungsprozesse, Aggressivität, Verrohung, Verelendung, eine Gesellschaft, die in regelrecht archaische Zustände zurückfällt. Aber wahrscheinlich kann man das nur sehen, wenn man eine gewisse Zeitspanne auf diesem Planeten herumgelaufen ist. Der Rest gewöhnt sich einfach.

19 Kommentare

  1. Neben dem Ersten Weltkrieg, dem
    Zweiten Weltkrieg, war die Öffnung
    der Grenzen der größte Fehler von
    uns.

    Auch das Hereinlassen von den
    Muslimischen Horden betrachte
    ich als großen Fehler.

    Fest steht:

    Der Anteil von nicht anständigen
    Ausländern ist zu groß.

    Der Anteil von Moslem – Kindern
    ist zu groß.

    Alle wollen nur Geld.
    Eine Gegenleikstung wird nicht
    erbracht.

    Wir müssen das Ruder herum
    reißen.

    Viel Zeit bleibt uns aber nicht
    dafür.

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    1. Das mit den Weltkriegen ist so aber falsch.
      Edgar Dahl klärt auf. Einfach mal bei Amazon gucken.

  2. Wir waren noch vor 10 Jahren sehr gerne und oft in DD. Heute fahren wir da nicht mehr hin. Also keine Einnahmen für das Hotel, keine 6% Bettensteuer für Dresden, keine Restaurantrechnung, kein Freischütz mehr im Elbsandsteingebirge, kein Besuch der Schlösser Pillnitz und Großsedlitz, keine Schifffahrt nach Meißen oder Bad Schandau, kein Besuch des Grünen Gewölbes um die schönen Erklärungen von Uwe Steimle in sächsisch zu hören. Kein Besuch mehr des Böhmer am Altmarkt mit einem guten sächsischen Landwein, den Böhmer gibt es nicht mehr.

    Dafür hübsch häßliche neue Wohnhäuser für die zahlungskräftige Kundschaft und Grillplätze für die zukünftige Mehrheit im Lande.

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  3. Amerikanische Verhaeltnisse koennte man dies Alles nennen. Hat es mal vor 120 jahren nicht gegeben, in dem damaligen Deutschland da gab es natuerlich ein paar andere Verhaeltnisse, aber die waren, mit oder ohne Uniform, immer noch menschlich, behutsamer koennte man vermuten.
    Nachdem aber vor 80 Jahren ca 2 Millionen junge deutsche Maenner auf den Rheinwiesen von unseren grossen Freunden aus den USA halt umgebracht (entsorgt) waren, entstand ein gewisses Vakuum. Arbeitskraefte fehlten im Wiederaufbau. Man holte Menschen aus Italien, Spanien, spaeter aus Jugoslawien. Das waren aber Menschen aus sogenannten christlichen Kulturraeumen. 1960, da lief das Wirtschaftwunder schon auf vollen Touren, holte man dann Tuerken…die, die damals kamen, haben sich aber noch ein wenig integriert (siehe, der kleine Akif).
    Aber 2015 war dann die Hexe aus der Uckermark am Ruder, jetzt kam der Riff-Raff und Alles was niemand braucht…
    Na dann macht mal, Murksel laeuft immer noch frei herum und haelt freche Reden…

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    1. Die Volksfeinde, also die, die uns maximalen Schaden zufügten sind voller Orden und haben, da sie den wahren Herrschern gut dienten, hochdotierte Posten bekommen.
      Merkel voller Ordern.
      Lauterbach ist bei der WHO.
      Baerbock ist bei der UNO.

      Schaut selber, und ihr werdet sie finden.

      Schröder, der sich den USA verweigerte (in der Bundesrepublik wohl einmalig?) und KEINE Bundeswehrsoldaten, in deren völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak schickte, wurde als Bundeskanzler abgesägt. Merkel kam.

      Denkt mal darüber nach.
      Die Politiker arbeiten nicht für das Volk. Sie sehen sich nicht als Diener des Volkes. Wieso geht das Volk wählen? Es wählt damit seinen Untergang. Beweise: Jeden Tag hier zu lesen.

      Die Demokratie ist beschissen … ach halt … falsch … die Demokratie ist toll. Nur für wen?

  4. die Politik (das Kapital) will das so und deswegen müssen DIESE Politiker und das hinter ihnen stehende und steuernde Kapital weg

  5. Wo ist denn die Montägliche Demo gegen links und gegen den ganzen Dreck und Unfug geblieben? Nichts. Pegida? Jetzt wählt Dresden linksradikal. Unglaublich. Die Gehirnwäsche der Stasi wirkt immernoch. Das linksradikale geschwatze der schon vorher verblödeten „Lehrer“ auf linksradikalen Unis in diesem Drecksstaat toppt dann noch alles. Dieser Drecksstaat ist nicht mehr mit einer „friedlichen Demo“ zu xxen

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    1. In der DDR wurden wir nationalsozialistisch erzogen. Wir bekamen Heimatliebe und -verbundenheit, Volksliebe und Nationalbewusstsein mit auf den Weg.
      Es gab die Volkssolidarität. Die Nationale Volksarmee. Die Nationale Volkskammer usw. usf.

      Und die ganze Zeit gab es da die Stasi. Die hat aber nirgendwo Gehirnwäsche betrieben, sondern war irgendwie der Gestapo ähnlich. Geheime Staatspolizei, für die, die das nicht wissen.

      Die Gehirnwäsche, und ich nehme mich da nicht aus, kam über das Westfernsehen.
      Nach dem Mauerfall folgten dann die Westpolitiker, Westlehrer, Westdienstleister, das Grundgesetz und überall wurden die DDR Leiter ausgetauscht. Das Land und seine Betriebe verraten und verkauft.

      Merkel selber ist nur eine Marionette der Wessis. Diese Frau ist unterirdisch, keine Frage, aber die Politiker der CDU waren Wessis und die ließen Merkel gewähren. Im Gegenteil, sie unterstützten und förderten das alles, dessen Ergebnis wir heute alle leben. Es wäre ihnen doch ein Leichtes gewesen, Merkel in die Wüste zu schicken. Aber dann wäre es wohl zu offensichtlich gewurden, dass der Umsturz und Niedergang der BRD von den Westpolitikern kam und kommt.

      Schäuble war eine riesige Enttäuschung. Was für ein Kriecher.
      Merz? Auf den hatten wohl viele Hoffnungen, aber er setzt alle fort. Blackrock lässt grüßen.

      Es würde mich nicht wundern, wenn hinter dem Mauerfall die CIA steht. Ich erinnere nur an den Maidan.

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      1. so ist es, der Mauerfall gehörte in das Konzept der USA ihre Hegemonie zu vergrößern und Russland einzukesseln natürlich wie immer von der CIA angeschoben die ja die wahre Regierung der USA ist und durch ihre „Analysen“ zusammen mit der Rand Corporation die Politik steuert

        1. Na @Ronny gleich mal ausprobiert was ich beschrieben habe.
          Erfahrungsgemäß ließt hier bei der 2. und 3. Freigabe kaum noch Einer was, geschweige gibt eine Bewertung ab.
          Übrigens mit Ihren Ungereimtheiten können Sie eventuell einen Altbundi beeindrucken. Hab jetzt hier in einem Altbundesland so einige ehemalige DDRler erlebt die Sachen erzählt haben das glaubten die Altbundis und mir standen die Haare zu berge was die so raus hauten.

  6. Sie haben den Straßenverkehr vergessen, als Sie das Verschwinden von Höflichkeit und das Erstarken von Aggressivität und Verrohung thematisierten, Herr Burggraf. Und jeder, der es wissen will, weiß, welche Bevölkerungsgruppe das verursacht. Das Problem ist, daß dieser Verelendung nichts entgegengesetzt wird. In China werden die Menschen maximal überwacht, was ich nicht gutheiße. Aber es ist technisch möglich. Warum nicht in Fußballstadien? Warum wird am Elbufer kein generelles Grillverbot ausgesprochen?? Weil die vielfältigen , toleranten, schwachen Deutschen es so wollen. Erst gestern erzählte mir ein Rettungssanitäter, dass sie einen medizinischen Notfall bestimmter Bevölkerungsgruppen nicht in den Wagen tragen können. Das macht die Familie, respektive der Clan. Ich kann diese Zustände nicht mehr ertragen,wir bereiten unsere Auswanderung vor. Punkt.

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  7. Ich hatte 2 Kunden die nach der Vereinigung mutig Spielhallen in OST Berlin eröffneten. Die erzählten mir was sie so alles durchmachen mussten. Der Eine ein harter Typ der zu DDR Zeiten, wie man durch sein Fenster sehen konnte machte Krafttraining in seiner Wohnung an der Stange in der Türöffnung. Der hatte zum Schluss nur noch eine Spielhalle. Mit dem Gewinn kaufte er sich ein kleines Miethaus. Seine Freundin aus dem Westen ist davongelaufen weil er die mit arbeiten lassen wollte. Aber die wollte auch nur absahnen. Den Rest der Spielhallen hatte ihm die Mafia abgeknöpft.
    Der 2. Ist alles los geworden und am Boden zerstört hat er dann Astrologie studiert. Seine Frau hatte einen Kosmetikladen eröffnet. Die hat den allgemeinen Druck der Markwirtschaft nicht ausgehalten und ist am Druck mit einem Born out auf dem Ku-Damm zusammengebrochen.
    Mich wollte auch ein illegaler Türke erpressen. Er fing auch schon an handgreiflich zu werden. Ich wusste aber das er nebenan schwarz in der Dönerbude arbeitete. Da hat er ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut als ich im sagte dann würde ich ihm beim Amt anzeigen.
    Selbständig machen will gut überlegt sein!!! Ich war es schon zu DDR Zeiten. Ich musste mich nur umstellen. Nur ist gut gesagt.

  8. Wow und in Halle sachsen-anhalt wurde eine frau „angestochen“. So nennt man das mittlerweile. nachzulesen. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Videotext MDR.

  9. guckt auf die Fußballfelder und ihr wißt wo unsere Regierung herkommt, den Rest machen die Gutmenschen