
„Ich bin selbst, per Definition des Wortes, ein Mohr“, schreibt Kacem El Ghazzali Anfang November in der “Neuen Zürcher Zeitung” (NZZ). Damit zerlegt ausgerechnet ein benannter „Betroffener“ das hiesige Taburitual: Das Sprechverbot macht aus „Mohr“ ein “M-Wort” und setzt es implizit dem “N-Wort”, dem vermaledeiten „Neger“, gleich. Genau diese Gleichsetzung aber verfehlt Geschichte, Praxis und Maß: Wer derart „kontextsensitiv“ argumentiert, erklärt den deutschen Diskurs zum Nabel der Welt. Die Pointe sitzt: Der „Betroffene“ selbst widerspricht der Betroffenheitslogik. Er zeigt, dass „Mohr“ historisch ambivalent ist – je nach Szene deskriptiv, neutral, positiv. Die Quarantäne schafft erst jene Eindeutigkeit, die sie beschwört. Ghazzalis NZZ-Text ist ein präziser Reality-Check: Er nennt das Zürcher Schaumgebäck beim Namen, „Mohrenkopf“, und stellt es neben seine arabische Entsprechung „Ras al-Abd“, wörtlich „Sklavenkopf“. Und während hierzulande schon das M-Wort als rassistischer Hochrisikostoff gilt, wird dort der „Sklavenkopf“ unbekümmert verkauft und gegessen. Ghazzali, selbst Marokkaner mit dunkler Haut, betont, dass das Attribut „Mohr“ in Nordafrika stolz getragen wird – nicht als westliches „reclaiming“, sondern als historische Selbstbezeichnung. Er entlarvt die hiesige Empörung als eurozentrischen Reflex: Man verbietet ein Wort, das anderswo normal ist, und ignoriert, dass „Abd“ im arabischen Alltag weiterhin für Schwarze steht. Der Text ist kein „whataboutism“, sondern ein Plädoyer für echte Kontextsensitivität – jenseits lokaler Sühnerituale.
Die herrschende Lehre jedoch reklamiert diese Kontextsensibilität: Entscheidend sei, wie ein Wort „bei uns“ klingt. Doch genau diese Argumentation entlarvt ihre eigene Provinzialität. Sie isoliert den deutschen Sprachraum und macht ihn zum Nabel der postkolonialen Welt. Wäre sie konsequent, müsste sie auch „Araber“, „Türke“ oder den veralteten „Mohammedaner“ problematisieren – Begriffe, die im europäischen Kolonialdiskurs pauschalisierend aufgeladen wurden. Niemand verlangt ein „A-Wort“ oder „T-Wort“. Das Universalistische schrumpft auf den Radius einer hiesigen Sühneerzählung. Kontext im strengen Sinn hieße: transkulturell lesen. Wer global reden will, muss global messen – nicht lokale Befindlichkeiten und Allergien im eigenen Umfeld universalisieren.
Der Trickspiegel der Tabu-Pädagogik
Wo Wörter zu Fetischen werden, verdampft der Maßstab. „Mohr“ wird semantischer Hochrisikostoff; Inschriften geraten unter Kuratel; und die Kur erzeugt erst die Krankheit: Die Umschrift zum „M-Wort“ setzt das Label auf die gleiche Stufe wie „Sklave“ oder Neger – ein Kurzschluss, der die historische Textur amputiert, um ein Gefühl zu retten. Zugleich lebt die Debatte von einem professionellen Milieu, das – je weniger offenkundiger Rassismus sichtbar ist – desto fiebriger nach symbolischen Restbeständen sucht. Die Maschine muss laufen; also muss sie fündig werden. Diese semantische Kriegsökonomie verlagert die Energie von Taten, Institutionen, Strukturen in Silben. Während hier Fassaden gereinigt werden, heißen Backwaren andernorts „Sklavenkopf“; während man „M-Wort“ sagt, florieren reale Unfreiheiten jenseits des Blickfelds. Der Maßstab wird dort streng, wo er heimatkundlich anschlussfähig ist – und sanft, wo er das Bild stören würde. Als „sprachliche Entpigmentierung“ hat Rainer Bonhorst auf “achgut” schon vor Jahren die Spielart von Wokismus bezeichnet, Farben, Benennungen und geläufige Metaphern vorsortiert zu entwerten. Es entsteht ein Zertifikatswesen der korrekten Rede, das Bildung durch Etikettierung ersetzt. Wer die richtigen Meidungsformeln beherrscht, besteht die Prüfung; wer erklärt, statt zu meiden, gilt als verdächtig. Die Benennungspolitik im Stadtraum führt das Mechanische dieser Religion vor: Um jeden künftigen „Skandal“ zu vermeiden, benennt man lieber gar nicht mehr nach Menschen. In Gerlingen werden neue Straßen vorsorglich nach Getreidesorten getauft – Emmer statt Erinnern. Der öffentliche Raum wird sterilisiert, Geschichte zu Nährwertangaben; neutralisiert man das Risiko, neutralisiert man das Gedächtnis.
Ähnlich agiert die Kulturverwaltung im Naturkundlichen: Die „Mohrenlerche“ verschwindet aus taxonomischen Benennungen, als ließe sich ein historisches Palimpsest mit einem Streichholz erhellen. Der pädagogische Gewinn bleibt mager, der philologische Verlust ist sicher: Wörter werden nicht gelehrt, sondern entfernt. „Die Sprachreiniger von heute dienen nur noch ausnahmsweise der Völker- und Rassenverständigung“, empört sich Bonhorst. „Sie sind Teil einer neuen, uralten Bewegung geworden: Sie gehören der breiten Bewegung derer an, die mit Mitteln der Zensur die Freiheiten angreifen, die wir uns im Westen so mühsam erkämpft haben. Freiheiten, die die Mauren/Mohren nie hatten. Und denen wir nicht damit helfen, dass wir uns unsere Freiheiten Stück für Stück von politisch überkorrekten Zensoren beschneiden lassen.“
Das N-Wort als Maß aller Dinge – und was daran falsch ist
Die Gleichsetzung von „Mohr“ mit Neger als N-Wort ist der Kern des Fehlschlusses – und sie funktioniert nur, weil sie nie wirklich geprüft wird. Neger ist in Deutschland inzwischen Tabu: Wer es ausspricht, ist sofort erledigt, egal ob in Zitaten, in historischen Kontexten oder in ironischer Brechung. Die Übertragung schafft die moralische Lizenz, auch jeden Gebrauch von „Mohr“ als rassistisch zu brandmarken, ohne je nach Absicht, Kontext oder Wirkung zu fragen. Die Analogie wirkt plausibel, weil sie auf Angst basiert: Wer will schon riskieren, als Rassist dazustehen? So wird aus einem historischen Begriff ein automatischer Ausschlussgrund. Die Zwangsbindung von Hautfarbe an ein Werturteil darf nicht mehr hinterfragt werden. Man darf nicht mehr erklären, man muss schweigen – oder umschreiben. Diese Gleichsetzung ist keine Sensibilität, sondern eine Machttechnik. Und so wird aus einer unhinterfragten Analogie ein gesellschaftliches Gesetz: Das N-Wort bleibt das absolute Böse, „Mohr“ wird sein kleiner Bruder – und wer dagegen spricht, gilt als Verteidiger des Bösen. „Mohr“ aber war nie ein systematisches Erniedrigungswort, sondern geht wie Mauretanien auf das lateinische „maurus“ (Maure = Bewohner der nordafrikanischen Provinz Mauretanien, also Nordwestafrikaner) zurück. Das alt- und mittelhochdeutsche Lehnwort stand bereits seit dem Mittelalter nicht nur für Mauren in diesem Sinne, sondern verallgemeinert für „Menschen mit dunkler Hautfarbe“; hier spielte wiederum das griechische ἀμαυρός (“amauros”, „im Ganzen dunkel“) mit hinein.
Es wird heute vor allem in historischen oder literarischen Kontexten oder als Teil von Bezeichnungen gebraucht, zum Beispiel als Wappenfigur. Andere Quellen nehmen eine zusätzliche Transmission von St. Mauritius an, dem farbigen Anführer der Thebanischen Legion in Ägypten zur Römerzeit, der sich weigerte, Christen nur um ihres Glaubens willen zu töten, lieber selbst unschuldig sterben wollte und so zum Märtyrer wurde. In ottonischer Zeit stieg er zum Schutzpatron des neuen Erzbistums Magdeburg auf: Im Magdeburger Dom findet man seine Plastik als Vollblut-Afrikaner. Seine Beziehung zu Apotheken beruhe darauf, wie Christian Tauchnitz für die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” recherchierte, dass er als Heilkundiger galt und die Trennung der Berufe von Arzt und Apotheker erst durch Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen im Jahre 1237 verfügt wurde. Nach seiner eingedeutschten Namensform sind darüber hinaus viele St. Moritz-Kirchen benannt, viele Moritzburgen ebenso, etwa in Halle oder Zeitz. Wer das Wort nun für diskriminierend, kolonialistisch oder gar rassistisch hält, offenbart vor allem ein gravierendes Bildungsproblem. Mohr war also mal respektvoll, mal neutral, mal abwertend – je nach Kontext. Aber der Kontext interessiert heute nicht mehr. Es zählt nur die Gleichung: N-Wort = Böse, M-Wort = fast genauso böse. Fertig.
Deutschland als Nabel der postkolonialen Welt
Die paradoxe Pointe: Ausgerechnet im Namen der Globalität wird der deutsche Diskurs zur Weltformel erhoben. Ghazzali beschreibt diese Pose mit unfreundlicher Präzision: Die Deutungshoheit reklamiert „Betroffenheit im hiesigen Kontext“ als endgültigen Maßstab, erklärt zugleich aber die eigene Nullpunktsetzung zur globalen Norm. Der Diskurs gerät in jene „professionelle“ Endlosschleife: Je weniger brutaler Rassismus sichtbar ist, desto intensiver wird nach ambivalenten Formen gesucht. So wird aus einer historischen Kategorie ein reines Schreckbild; und aus dem Nachdenken über Geschichte ein Wartungsdienst für Triggerwarnungen. Es ist ein zutiefst deutsches Bedürfnis, seine Verwerfungen in Silben einzulagern und an den Silben Buße zu tun. Die Pointe war und ist nicht die Verteidigung eines Begriffs, sondern die Kritik an einer Semantik, die den moralischen Ernst an Schaumküsse delegiert, während sie das wirkliche Böse – die Handlungen, Institutionen und Ideologien – in den Nebel entlässt. Die pedantische Lust am Etikett ersetzt das unbequeme Geschäft der Unterscheidung: zwischen Beleidigung und Beschreibung, zwischen historischer Ambivalenz und rassistischer Absicht, zwischen bürgerlicher Direktheit und sadistischer Herabsetzung.
Ein kleiner Exkurs mag hilfreich sein: „schwarzfahren“, „schwarzsehen“ ebenso wie „schwarzmalen“, „schwarzärgern“ et cetera liegen in der europäischen Farbsemantik begründet – schwarz im Gegensatz zu weiß als Farbe des Bösen und Schädigenden, des Zorns und der moralischen Minderwertigkeit, der Illegalität („schwarzarbeiten“, „schwarzschlachten“ und so weiter), auch des Aberglaubens und der Nacht. Manche Linguisten erkennen darin auch noch das jiddische Wort „shvarts“, das „arm“ bedeutet. Vor allem die sich schwarz färbende Leiche macht die Farbe zu jener von Trauer und Tod; der „schwarze Tod“ ist bis heute Synonym für die Beulenpest. “Schwirzen” oder “Schwärzen” ist ein Ausdruck für Schmuggeln und stammt von Menschen, die früher nachts Schmuggelgut auf ihrem Rücken über Grenzen getragen haben. Wenn man im Dunkeln nicht gesehen werden will, sollte man sein Gesicht mit Ruß schwärzen – denn tatsächlich ist die Helligkeit einer der Nachteile von Menschen weißer Hautfarbe. Der Begriff „schwarzes Schaf“ wiederum geht auf die Wertmaßstäbe der Schafzucht zurück, wonach die Wolle weißer Schafe als wertvoller anzusehen ist, da sie sich einfacher färben lässt. Die Wolle eines einzigen schwarzen Schafes senkte die Wollqualität der ganzen Herde, weshalb solche Tiere schon in der Zucht, wenn möglich, aussortiert wurden.
Vom Spiegel zum Fenster
Die notwendige Korrektur ist nüchtern – und anspruchsvoll. Erstens: Philologie vor Moralismus! Wörter sind Sedimente, keine Sakramente. Wer sie verbietet, statt sie zu lehren, zerstört Semantik, um Empfindung zu schonen. Zweitens: Praxis vor Pose! Wer Rassismus bekämpfen will, priorisiert Recht, Schule, Sozialordnung – nicht den Farbton der Silbe. Rassismus ist zuerst Handlung – Ausschluss, Entrechtung, Gewalt –, und erst in zweiter Linie Vokabular. Drittens: Transkulturalität statt Monolog! Der deutsche Diskurs ist wichtig, aber nicht allein maßgeblich; er braucht Kairo und Rabat ebenso wie Zürich und Berlin. Viertens: Öffentlichkeit statt Entleerung! Topographische Benennungen sind keine Gefahrenzonen, sondern Gedächtnisräume. Wer sie neutralisiert, setzt das Bündnis von Ort und Bildung aus. Erinnerung ohne Risiko ist Erinnerung ohne Inhalt.
Der Effekt der Begriffstabuisierung ist ein doppelter: In der Sprache schrumpft die Freiheit semantisch, in der Praxis schrumpft sie real. In beiden Fällen regiert die unsichtbare Axiomatik; in beiden liefert der Trickspiegel, was die Kalibrierung verspricht. Der NZZ-Text eines Autors, der sich selbst „Mohr“ nennt, ist der Ernstfall: Er macht sichtbar, was der kontextsensitive Provinzialismus überdeckt – die Vielstimmigkeit der Welt. Wer universale Moral reklamiert, muss universale Maßstäbe pflegen – oder ehrlich zugeben, dass es um eine provinzielle Moral, um deutsche Selbstvergewisserung geht. Die Kombination von Unwissenheit und moralischem Überlegenheitsgestus hat noch immer Unheil gebracht, warnte der Bärstadter Pfarrer Eberhard Geisler schon vor Jahren in einem Leserbrief an die “Welt”. Wer konsequent wäre, müsste „Araber“, „Türke“ und „Mohammedaner“ gleichermaßen in die Quarantäne schicken – oder die Kategorien verlassen, mit denen er das Reale zum Symboltheater verkleinert. Die Republik braucht keine neuen Buchstabenverbote, sondern Leser: die Ambivalenz historischer Wörter auszuhalten; den Streit im öffentlichen Raum zu wollen; Maßstäbe über Sprachgrenzen hinweg zu prüfen; Erinnerung nicht zu glätten, sondern zu erläutern. Das ist der Schritt vom Spiegel zum Fenster – weg von der Selbstbespiegelung, hin zur Erfahrung. Wer Aufklärung will, beginnt bei der Axiomatik: Wörter sind Werkzeuge, keine Sakramente. Wer Gerechtigkeit will, schaut auf Handlungen. Wer Welt will, verlässt den Spiegel. Der Rest ist Pädagogik – und die genügt weder der Geschichte noch den Lebenden.
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11 Antworten
der gute alte feine geschmacklich hervorragende mohrenkopf… sein genuss erinnert eben so wenig an einen mohr , und ebenso wenig der führerschein an hitler … den immer noch jeden tag die polizei hunderttausende male von dem fahrzeug-führer verlangt… oh ihr volldeppen im lande… alice erledige das für uns.. weg damit…
alles für alicedeutschland…dumm dümmer saudumm deutsch…!
Neger Neger Neger Neger
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Im iberischen Sprachraum bedeutet negro als Adjekiv erstmal nichts anderes als schwarz. Man kann es sich schön vorstellen, wie die Iberer sich auf ihren winzigen Caravellen zum erstenmal bis an die Küsten Afrikas trauten und ein aufgeregter Matrose in die Kapitänskajüte stürzt, um zu berichten, daß man an der Küste merkwürdige Menschen gesehen hätte. „Merkwürdig? Was meinen Sie?“ Käpt´n, sie sind alle „negro“. Nicht die Bezeichnung als solche ist ausschlaggebend, sondern die Art und Weise, in der sie ausgesprochen wird, die Konnotation. Früher waren Krüppel einfach nur verkrüppelte Personen, dann wurde aus Ihnen Kriegsversehrte, danach waren sie Behinderte und was es heute ist, weiß ich nicht, aber womöglich „physiologisch Herausgeforderte“ oder ähnlicher Quatsch. Sogar der große Martin Luther King sprach auf seinen Reden von „…we negroes..“. Unsere verdummten Linken können das nicht auseinanderhalten. Sie verwechseln das Mißbrauchte mit dem Mißbraucher. Das Zigeunerschnitzel heißt ja nicht so, weil es so schlecht schmeckt, sondern ganz im Gegenteil, man will mit dem Namen des wohlschmeckenden Gerichts an diejenigen erinnern und die loben, die es erfunden haben. Oder heißen Frankfurter oder Nürnberger oder Wiener Würstel etwa so, weil man die Erfinder beleidigen will? Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Warum Linke da so intellektuell schwach verdrahtet sind, ist mir ein Rätsel.
Die Bezeichnung „Neger“ hat erst eine
negative Beedeutung bekommen, als
die Neger sich nicht mehr benehmen
konnten, oder wollten.
Mohr ist ein alter Familienname in Deutschland.
In meiner Familie bis zum 16. Jahrhundert nachweissbar,
Dieses Theater um N Wort und M Wort ist einfach irre.
Vor allem das Mohren Apotheken ihren Namen aendern sollten und manche es
wegen oeffentlichen Drucks der woken Spinner und beleidigter
victim BOC’s auch getan haben , ist sehr bedauerlich,
Meine südeuropäische Freundin meint dazu:
„Deutschland ist ein Land der kleinen Schwänze.“
😜
Man braucht über Sprachhygiene und Verfolgung harmloser Sätze gar nicht diskutieren, schon der Ansatz und die Anregung dazu ist totalitär.
Es stimmt also die Beschreibung, bzw. die Aussage verschiedener Denker und Autoren bereits vor langer Zeit, oft gar die Omas und Opas, aber eben auch Autoren, die ihren Kindern oder Enkeln sagten:
„Um zu wissen, ob es wieder soweit ist, braucht Ihr nur auf ein untrügliches Zeichen zu achten: Werden wieder Meinungen, Aussagen, Schriften verfolgt und zensiert, bestimmt wieder jemand, was noch geäußert werden darf, dann ist es wieder soweit!“
Es ist also wieder soweit und da braucht nichts mehr relativiert oder verharmlost, oder gar gerechtfertigt werden.
Es werden Äußerungen, Schriften, Worte, Gesten verfolgt und das ist totalitär. Punkt.
Und dabei interessiert mich nicht die Bohne, WELCHE Äußerungen es sind, ich habe eine Meinungsfreiheit, dann bestimmt keiner, oder es bestimmt einer, dann habe ich sie NICHT!
Das gilt für mich für sämtliche Prozeß- und Anzeigehanseln, egal welcher Seite!
Auch Punkt…
ähnliche gestörte mit fremdem geld sich wichtig machen… es wird die pflicht unserer kinder sein – banken und versicherungen in die schranken zu weisen.. abzocker von fremden geldern im zerknitterten anzug. kann weg… Nach AfD-Überweisung: Consorsbank kündigt Unternehmer Ohne Grund, ohne Gespräch – und ohne Scham
Ein Unternehmer zahlt seinen AfD-Mitgliedsbeitrag – kurz darauf verliert er Konto, Kreditkarte und Dispo. Keine Warnung, kein Gespräch. Nur noch Schweigen. Willkommen im neuen Deutschland: Wer die falsche Partei wählt, fliegt raus – nicht nur aus Talkshows, sondern aus dem Bankensystem. barzahlung ist ehrlich… kartenzahlung wird eure pleite und untergang sein…
„Neger“ ist ohnehin kein Schimpfwort und bedeutet nichts anderes als „Schwarzer“. Das Wort ist erst in Verruf geraten, als es von ein paar Hörgestörten mit dem tatsächlichen amerikanischen Schimpfwort „Nigger“ verwechselt wurde.
Wer die Sprache angreift und reglementieren will, bekämpft Volk, Sprache und Tradition.
Man ist offensichtlich zu blöd, um zu erkennen, dass nicht ein Wort oder ein ausbleibendes Gendern eine Diskriminierung darstellt, sondern immer nur das, was man darunter versteht. Und die Bedeutungen haben sich durchaus und schon immer im Laufe der Zeit gewandelt. Vor einem Jahrhundert hätte noch niemand etwas Anstößiges gedacht, wenn man ein junges Mädchen als Dirne bezeichnet hätte. Der Bedeutungswandel kann sich zum Positiven oder zum Negativen ändern. Und ich weiß beim besten Willen nicht, warum „Schwarzer“ eine angemessene Bezeichnung sein soll und „Neger“ eine negative. Es war auch schon umgekehrt. Und dass ein „Negerkuss“, „Mohrenkopf“ oder ein „Zigeunerschnitzel“ eine Diskriminierung darstellen soll, kann sich nur ein krankes Gehirn ausdenken. Darin steckt viel mehr Anerkennung, Verbundenheit und Sympathie. Fühlen sich auch Jäger durch das „Jägerschnitzel“ oder Holzfäller durch das „Holzfällersteak“ auf der Speisekarte tatsächlich beleidigt? Oder die Müllerin bei einer zubereiteten Forelle? – Wie krank muss man sein, um damit zu diesen verblödeten Unterstellungen zu gelangen!?
Das Erschreckendste daran ist, wie schnell dieser Irrsinn funktioniert. Ich ertappe mich selber dabei, bestimmte Worte nicht mehr zu benutzen um unleidigen Diskussionen über warum, weshalb, weswegen, richtig, falsch etc., einfach aus dem Weg zu gehen. Ich bin es auch müde (bin im letzten fünftel meines Lebens angelangt), das was bisher normal und selbstverständlich war, gegen diese „Intelligenzbolzen“ von eigenen Gnaden, gegen kognitive Dissonanz, gegen ideologische Besserwisserei und Gutseins-Wahn zu verteidigen, zu argumentieren. Ich gebe zu, ich habe mich in weiten Teilen der Bequemlichkeit, des Müde seins, des Friedens willen nach außen hin ergeben. Mein Geist, mein Verstand jedoch wird sich jedoch niemals ergeben! Ob dieser innere Widerstand noch einmal öffentliche Entfaltung findet, liegt in der Hand des Universums.