Von Anabel Schunke bis Jörg Meuthen: Renegaten zwischen allen Stühlen

Kolumnistin Anabel Schunke in einem ihrer Videos (Screenshot:Youtube)

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – und so meint so mancher, der einmal – zumindest aus linker Perspektive betrachtet – vom „richtigen Weg” abgewichen ist, dies durch Sündenbekenntnisse und heftiges Weihrauchkesselschwenken in Richtung der „Schurken” wieder ins Lot bringen zu können. Welche Motive auch dahinterstehen: Der eine mag vielleicht aufrichtigen Herzens seinen Gang auf die dunkle Seite der Macht bereuen, weil die politischen Ziele dort ihm doch schlussendlich zu radikal wurden. Manch einer möchte vielleicht lieber wieder bei seinem Lieblingsitaliener eingelassen werden und nicht selbst auf der Speisekarte der Medien stehen. Oder er will bei eben jenen auf einmal wieder als „seriöser Journalist” gelten – es ist nicht leicht, dem gesellschaftlichen Druck standzuhalten. Als „rechts” zu gelten, ist schließlich auch einem gewissen Lifestyle abträglich – in der urbanen Partyszene macht man sich damit eher unbeliebt, denn „bunt” ist eben hip.

Jörg Meuthen, Vera Lengsfeld und Anabel Schunke gehören zu jenen, die sich ab und an aus den Fesseln der öffentlichen Meinung befreien möchten – doch ach!, man dreht und wendet sich und wird dennoch nicht mehr aus dem Tal der Verdammten entlassen. Eher kämpft sich eine Fliege wieder vom Leimstreifen frei, als dass man von diesem Stigma je wieder loskommt. Die Spielregeln sind unerbittlich und Schummeln ist unmöglich, schon gar nicht, wenn man eher zu den „gemäßigten Rechten” zählt, also zu jenen, die hin und wieder ein wenig wohlfeile Migrationskritik üben oder es auch ganz in Ordnung zu finden, deutsche Kultur zu mögen. Wasch mich, aber mach mich nicht nass: Das funktioniert in der Medienwelt nicht. Diese gewöhnte sich nicht zuletzt deshalb so rasch an die Abstandsregeln im Lockdown, weil sie das „Social Distancing” bereits im Blut hat. Denn wer sich vom „Bösen” nicht fernhält, gilt als infiziert, und so man achtet schließlich schon untereinander darauf, keine Abweichler in den eigenen Reihen zu dulden (man befrage Sahra Wagenknecht zu diesem Sachverhalt). Nur wer noch rechter als rechts ist, wirklich extremistisch, einst mit einschlägiger Kleidung und verdächtigen Tattoos auf dem Leib und dazu vielleicht auch schonmal gewalttätig wurde, hat eventuell eine kleine Chance: Er kann dann medienwirksam an einem Aussteigerprogramm teilnehmen und anschließend als Streetworker oder Behördenberater fungieren. Dachte man hingegen stets nur „verkehrt” oder das Falsche, bekommt man garantiert keinen Fuß mehr auf den Boden – so verrückt das klingt.

Erstaunliche Heftigkeit der Ablehnung

Anabel Schunke, blonde Videobloggerin und Autorin, lange Zeit das Postergirl der vermeintlichen Rechtsintellektuellen, hat diese Regeln ebenfalls noch nicht begriffen  -und so versucht sie es nun mit derselben Technik, die schon bei Meuthen und Lengsfeld nicht funktioniert hat: Mit Flügel-Distanzeritis und wüster Höcke-Beschimpfung. Natürlich gewürzt mit einer ordentlichen Portion Verachtung für den ostdeutschen Wähler, der offensichtlich der politischen Aufklärung durch eine westliche Kolumnistin bedarf. Es ist in ihrem Fall eine Mischung aus Spaltung und Publikumsbeschimpfung. Vielleicht kann ich diese Haltung deshalb nicht teilen, weil ich mütterlicherseits nicht nur einen pfälzischen, sondern auch einen sächsischen Migrationshintergrund habe; es mag aber auch daran liegen, dass ich derlei kollektive Abwertung höchst erbärmlich finde: Diese Mode, auf den Osten der Republik herabzuschauen, entsteht genau aus der mangelnden politischen Bildung, welche Frau Schunke den Sachsen, Thüringern und allen anderen vorwirft, die auf dem Gebiet der ehemaligen DDR groß wurden oder diese gar noch erleben „durften”. Neben Calvin-Klein-Schlüpfern fehlte es dort nämlich bekanntlich auch an Meinungsfreiheit – weshalb man heute auf deren Einschränkung schonmal etwas heftiger reagiert.

Nun ist natürlich niemand gezwungen, die Thüringer AfD oder Björn Höcke zu wählen; aber die Heftigkeit der Ablehnung erstaunt dann häufig doch. Viele West-AfDler bevorzugen einen eher wirtschaftsliberalen Kurs – was ebenfalls akzeptabel ist, wenn sie die unterschiedlichen Bedürfnisse der Ost-AfDler respektieren. Die „Sozialismus”-Unkenrufe sind jedoch ähnlich deplatziert wie das allgegenwärtige „Nazi!”-Geschrei der Etablierten. Frau Schunke ist gewiss nicht die einzige, der die „Höcke-AfD” nicht fein genug ist, aber sie wird dabei gern besonders ausfallend:

(Screenshots:Twitter)

Das ist daher bemerkenswert, weil der Markenkern ihrer Arbeit in den sozialen Medien genau derjenige ist, den man der AfD gewöhnlich vorwirft: Das Zusammentragen von Berichten über Migrantenkriminalität. Stolz präsentiert sie täglich ihre Beute und schürt den Zorn jener Steuerzahler, zu denen sie nur bedingt gehört. Die Thüringer AfD-Fraktion um Björn Höcke befasst sich mit einem weitaus breiteren Themenspektrum, zu dem neben Migration auch Energiepolitik, die allgegenwärtige Inflation, Umweltschutz und die allgemeine Lage der Demokratie zählen – da geht es spannender zu. Was Frau Schunke antreibt, sich ausgerechnet Thüringen im Allgemeinen und Björn Höcke als Ziel ihres Unmuts herauszupicken, bleibt ein Rätsel. Natürlich ist es immer leichter, sich der mobbenden Meute anzuschließen, als zumindest neutral zu bleiben – aber mir scheint, es steckt mehr dahinter. Fast wirkt es, als habe sie sich von Höcke einen Korb irgendeiner Art geholt.

Das klingt alles doch sehr nach „Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken!”, was ebenfalls nichts Ungewöhnliches ist. Die eigene Migrationskritik ist eben doch immer die bessere, vor allem deren Motive. Und vielleicht kann man das noch klarer herausstreichen, indem man andere Kritiker als „völkisch motiviert” übel beleumdet – was immer das eigentlich bedeuten soll. Da ist es ebenso glaubwürdig, sich ein Schild um den Hals zu hängen „Ich gehöre nicht dazu!” – und von Mut zeugt es auch nicht. Frau Schunke gilt nicht gerade als pflegeleicht: Sie selbst hat es geschafft, bei Facebook hinausgeworfen zu werden – was zugegebenermaßen auch ein Qualitätsmerkmal sein kann –, aber auch die bezahlten Beiträge in ihren „Stammmedien” werden weniger.

Gewisse Zickigkeit

Vielleicht, weil sie am liebsten über sich selbst schreibt und über die ihr zustoßende Unbill, die sie im Gegensatz zu Björn Höcke natürlich keinesfalls verdient hat…  Dieses „Geopfere“ wird auch den größten Fans irgendwann zu langweilig, zumal inzwischen viele selbst über den Vorzug der Erfahrung verfügen, zum Opfer von Netzzensur geworden zu sein, und sich eventuell überlegen, ob ihnen das, was Frau Schunke da beklagt, wegen eigener freier Meinungsäußerung nicht schon selbst zugestoßen ist. Eine gewisse Zickigkeit Frau Schunkes gegenüber Kritikern rundet das Bild ab: Wer nicht von selbst an ihr bereits das Interesse verloren hat, ist wahrscheinlich schon verächtlich geblockt.

Zum Glück dreht sich die Welt auch ohne ihre Meinungsäußerung weiter, doch in ihrer Gesamtheit ist die „Habt mich wieder lieb!”-Brigade außerordentlich anstrengend. Denn auch wenn sie weit davon entfernt ist, je wieder in der „Society” mitspielen zu dürfen, werden ihre Äußerungen gern von dieser aufgegriffen: „Selbst die rechtsextreme XY distanziert sich von diesem Schurken!”. Es ist dasselbe wie bei Meuthen, der sich keiner Illusion hinzugeben braucht, von ihm würde im linken Mainstream je wieder ein Stück Brot nehmen, ganz gleich, wie sehr er sich zum selbstkritischen AfD-Renegaten stilisiert. Man liefert wie bestellt. Jedoch ist der Opportunismus ganz umsonst – denn bekanntlich wird die Denunziation geliebt, während man den Denunzianten verachtet. Und irgendwann ist er dann in der Versenkung verschwunden.

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29 Kommentare

  1. https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-der-linke-rassist_id_180463181.html

    Habe es komplett gelesen und nun ist meine Laune wie das Wetter-total beschi…..
    Aber es geht noch schlimmer-glaubt ihr nicht?
    Lokus :“Bereits vor der Razzia wurde eine Feindesliste bei den Reichsbürgern entdeckt, welche einen gewaltvollen Umsturz in Deutschland planten. Unter anderem stehen Annalena Baerbock, Friedrich Merz und Saskia Esken auf der Liste der Reichsbürger.“

    Nun ja, meiner Meinung nach klingt das wie eine Fahndungsliste für später……..
    Auf jeden Fall ist doch klar, was hier läuft. Die ganze Sache ist eine Luftnummer. Und wird jeden Tag durch die Medien gepeitscht! Ah ja, und die gaaaaaaaaaaaaaaanz wichtigen Themen natürlich-Sea Life Aquarium ist geplatzt. Ehrlich, waren auch die Reichsbürger, die wollten das Berlin geflutet wird und dann wahrscheinlich ein „Reich“ im Meer errichten. Mit Poseidon und Arielle an der Spitze. Ach ja, die wichtigste Meldung, dauernde Einblendungen im TV-Boris ist frei. Ja der Becker, was für Held. Ist gerade noch einmal mit dem Leben davongekommen, in diesen schrecklichen englischen Gefängnissen.Und gleich überall weltexlusiv Interview mit Becker, Buch mit Becker…
    Seltsam, das Kriminelle überallgefeiert werden, Bücher schreiben dürfen oder nebenbei noch Millionen verdienen.Irgendwas mach ich da wohl falsch,oder???

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  2. Anabel Schunke, hat schon längst ihre Reputation in rechten Kreisen verloren. Es war bereits vor mehr als 7 Jahren, damals war ich noch auf Facebook aktiv und ja leider auch ein Fan des sogenannten Postergirls. Dies jedoch endete abrupt, als die Islamkritikerin und antieinwanderungs Verfechterin, sich mit einem Video offenbarte, wo sie in recht freizügiger Pose, inmitten einer Horde kiffender Clankrimineller, zu einem eher lallenden Statement hinreißen ließ, welches einem Kopfstoß mit der Plattschaufel glich. Der Clip war nur wenige Sekunden lang und reichte völlig aus, um die wahre Gesinnung Schunkes zu erkennen. All daß wofür sie scheinbar stand, wurde damit ad absurdum geführt, ihr neuer Freundeskreis war jener, den sie zuvor stets kritisiert hatte und so machte sie anschaulich klar, sie ist, war und wird niemals, eine von uns sein. Die wohl wichtigste Tugend in konservativen Kreisen, ist die Loyalität und eben diese trat Schunke mit Füssen, denn als neu generierte Flüchtlingsfreundin, ließ sie es nicht nur dabei, ihre Sympathie für Zuwanderer zu bekunden, nein sie ging einen Schritt weiter, zu weit um es genau zu sagen, und verhöhnte, verspottete dabei ihre bisherigen Supporter, insbesondere jene, die sich offen pro AfD bekannten. Erst eine Weile später, prägte sich der Begriff „Feindzeugen“. welcher jene U-Boote beschrieb, die es im Inneren der Partei gab. Höcke als Grund für die Ablehnung der AfD zu proklamieren, ist wie ein Offenbarungseid, des intelektuellen Tiefflugs. Man zeigt damit, daß man nichts, aber auch rein gar nichts begriffen hat, denn der Personenkult der um ihn betrieben wird, wird von ihm selbst weder forciert, noch gewünscht. Dabei handelt es sich zumeist um Zuschreibungen, deren Korrektheit weder stimmen, noch überprüfbar seien müssen und sie kommen in überproportionaler Anzahl, von denen die eine klare Ablehnung der AfD, in jedem zweiten Satz erwähnen.

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    • Mir ging es auch so.
      Ich fand ihre Artikel auf FB und in den alternativen Medien brilliant.
      Als ich sie dann aber mal live auf Youtube erlebte, fragte ich mich, wer hat diese Artikel geschrieben? Diese Dame, die hier rumstottert und außer Banalitäten nichts zu sagen hat, doch ganz sicher nicht!

  3. Was genau bedeutet eigentlich dieser linke Kampfbegriff „rechtsextrem“? Eine logisch nachvollziehbare Erklärung habe ich bislang noch nie vernommen. Insbesondere von denen nicht, die den Begriff so gern immer wieder benutzen.

    Leider wurde die Frage nach der Definition bislang nicht einmal von der AfD gestellt, obwohl man Linke damit hervorragend ins Schleudern bringen würde.

  4. Danke.
    Erhellender Artikel nebst visueller Beweislast. Bei der A.S. hatte ich schon manches Mal den Gedanken, ob das (gestylte oder gestilte oder gestielte oder auch gestelzte) Aussehen nicht doch von einer differenten politischen Herkunft zeugt – im Gegensatz dazu, was sie so offiziell vertritt! Scheint mein innerer Kompaß mal wieder die richtige Richtung zu deuten:
    scheint ein Maulwurf für den Mainstream allgemein zu sein …

    Gruß Rolf

  5. Solchen Personen geschieht es gerade recht. Ich habe schon ein paar Jahre nichts mehr von Schunke gelesen, seit ich von Achgut weggegangen bin, weil ich dort zensiert und beschimpft wurde wegen meiner Geschichtskenntnisse zum Ausbruch des Ukrainekrieges. Frau Lengsfeld ist mir schon immer suspekt. Sie gerierte sich als Bürgerrechtlerin in der DDR. Sie war aber eher eine Bürgerrechtlerin, die vom Staat bevorzugt wurde. Sie hatte eine gute Anstellung bei einem Verlag und als man ihr den Prozess machte, bekam sie den Freifahrtschein und konnte in England an einer Privatschule studieren. Ich denke nicht, dass andere, wirkliche Bürgerrechtler, soviel Entgegenkommen des Staates erwarten durften. Und Meuthen? Ich habe seine guten Beiträge eigentlich gemocht, sie wurden aber immer seichter. Er träumte wahrscheinlich von einer liberalen Partei, die es heute so nicht mehr gibt und geben wird, was man bei der FDP bewundern kann. Alles was der Ideologie der Altparteien entgegensteht IST lt. deren Ansicht rechts, auch wenn es die Wahrheit ist. Dass Ostdeutsche immer im Fadenkreuz von Diffamierungen stehen, ist Konsens weitgehend Konsens der Länder der alten Bundesrepublik. Wir sind ungeschlachten, barbarisch, haben keine Bildung und sind im Grund noch Kommunisten oder so etwas Ähnliches. WIR, zumindest diejenigen, die die DDR bewusst erlebt haben, sind diejenigen, die einen totalitären Staat erkennen, wenn er sich bildet. Die unbedarften Menschen in Westen bemerken dagegen kaum etwas, was um sie herum geschieht. Ein Arbeitgeber damals in meiner Stadt verglich unser Leben bzw. Berufsleben mit einem leeren Stück Papier. Als wir noch Ost und West waren, waren wir die Brüder und Schwestern. Wir waren ja weit weg und keiner dachte, dass wir so schnell zusammenkommen würden. Als es dann doch geschah, waren auf einmal die „lieben“ Brüder und Schwestern die Rivalen. Wir hatten alle eine sehr gute Schulbildung und sind nicht so doof, wie Frau Schunke meinte. Und große Teile der Ostdeutschen haben auch noch alle Latten am Zaun. Dass sich Frau Schunke so im Ton vergreift, hätte ich ihr dennoch nicht zugetraut. Zur Person Höcke kann jeder denken, was er will. Ich habe einige seiner Reden auf YT gehört und die waren nie gegen die Demokratie gerichtet. Aber, unser Staat hat eine andere Vorstellung von Demokratie. Wie ich heute las, hat die Ukraine mit Selenskyj den Karlspreis empfangen, weil – hier blieb mir die Spucke weg – sie Europa retten und die westlichen Werte. Nun ja, was soll man dazu sagen. Wenn die Ukraine die westlichen Werte vertreten sollte, weiß ich, dass ich in keiner Demokratie mehr lebe, sondern dass das alles Werte sind, die wir eigentlich 1945 hinter uns gelassen haben sollten. Ich sehe, dass ich mich da getäuscht habe.

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    • Stimme zu.
      Nur, Ihr lebtet in der DDR in der jetzigen östlichen Hälfte dieser Sch… Republik, nicht in Ostdeutschland sondern in MITTELDEUTSCHLAND – gemäß der Reichsaufteilung.
      Was die Intelligenz der Mitteldeutschen anbelangt, so kann ich als gepamperter Westdeutscher nur beipflichten und noch erhöhen. Erstens sind die Menschen im jetzigen östlichen Teil der Republik (MITTELDEUTSCHLAND) weitaus besser gebildet, und – so habe ich feststellen können – haben überwiegend Herzenswärme, die ich hier im Westen immer mehr vermisse. Und Zweitens entstammten die meisten der Dichter und Denker und Erfinder und Philosophen überwiegend dem Mitteldeutschen Teil des Gesamtreiches!

      Ich bin keiner, der irgendjemandem – sei es aus Opportunismus oder Kriechertum oder sonstigen Minderwertigkeitskomplexen – Honig um den Bart schmiert.
      Das, was ich geschrieben habe, ist meine innerste Überzeugung …

      Gruß Rolf

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      • @Rolf: Sie haben recht. Es war Mitteldeutschland. Jetzt ist es nicht mehr Mitteldeutschland (zumindest geografisch), weil ein ganzes Stück Deutschland eben nicht mehr da ist. Wir gehören aber zumindest zu Mitteleuropa. Das ist ja auch etwas. Ich glaube, dass die Menschen, die hier kommentieren, niemanden Honig ums Maul schmieren wollen. Das hat man hier auf dieser Seite nicht nötig. Es gibt hier erfrischende Diskussionen und man kann immer etwas dazulernen.

    • „Alles was der Ideologie der Altparteien entgegensteht IST lt. deren Ansicht rechts, auch wenn es die Wahrheit ist.“

      Natürlich ist das rechts! Links etwa? „Rechts“ bedeutet: Für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, im teilweise extremen Gegensatz zu links. Grotesk, dass manch Aufrechter immer noch übers rechte Stöckchen springt.

  6. Ich wähle AfD nicht trotz, sondern wegen dem Höcke-Flügel. Von Schunke und Lengsfeld lese ich schon sehr lange nichts mehr, weil uninteressant. Genauso wie Tichys und die Achse, die eigentlich nur negativ über die AfD berichten. Außerdem geht mir Broder, mit der immer gleichen Laier, tierisch auf den Sack. Warum lebt der eigentlich in Deutschland?

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  7. Peinlicher Neidartikel ohne jede Substanz über erst (angekündigt) Meuthen, Lengsfeld und Schunke, endend in einem faktenlosen Schunke-Bashing. Dass sich einige Ossis radikalisiert haben, ist common sense, genauso wie die Tatsache, dass die AfD ohne Höcke und die anderen Rechtsextremen weit besser dran wäre, denn eine neue NPD braucht keiner. Dass dieser Artikel von einer Älteren Unattraktiven über eine Jüngere Attraktive geschrieben wurde, macht es nicht besser. Schade eigentlich, denn die Konservativen hätten in Deutschland die Mehrheit, wenn es darin nicht ständig Spaltereien gäbe. Das ist es, was die Linksgrünen uns voraus haben!

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    • Marco van Orthen: Danke für Ihr Ossi-Bashing. Ich freue mich immer, wenn jemand uns Ossis beschimpft. Da habe ich doch mal wieder recht gehabt. Wenn es gegen den Osten geht, sind einige aus dem Westen immer vorne dran. Und warum? Viele Wessis haben noch nicht bemerkt, dass ab 1990 eine andere Zeitrechnung erfolgte. Der Westen war nicht mehr gezwungen sich Deutschland als Aushängeschild für den Osten zu leisten. Jetzt konnte alles, abgebaut werden, was störte. Wir im Osten wissen genau, WAS Diktatur bedeutet. WIR haben sie erlebt. Und diese Diktatur war schon wegen fehlender technischer Möglichkeiten Kindergarten zu dem, was bis jetzt gekommen ist und was noch auf uns zukommt und zwar leider mit Billigung einer großen Zahl der Bürger, die nicht verstehen, was sie für eine Wanze in ihrer Tasche oder Hand haben mit ihrem Smartphone. Sie werfen den Konservativen vor, dass die sich spalten. SIE machen das gleiche mit anderen Vorzeichen. Was wir brauchen ist keine Neuauflage einer CDU. Wir brauchen eine Vertretung, die anders ist und nicht diesen Blockparteien zustimmt. Und gerade Sie, der sich auf Höcke eingeschossen hat, sind eben so ein Spaltpilz der Bürgerlichen, so wie viele aus dem Westen von Deutschland. Es geht hier nicht um einzelne Personen. Es geht um das Parteiprogramm und wenn Sie das nicht lesen oder lesen wollen und nur Höcke sehen, sind Sie keinen Deut besser als diejenigen, die wegen Höcke keine AfD wählen. Wenn ich schon immer höre, wie Schunke plapperte – völkisch. Was ist völkisch? Sie hängen noch 1933 – 1945 nach, wo man völkisch gewesen sein soll. Ich bin in einer anderen Zeit und in einem anderen Land aufgewachsen, habe keine Schuldkult erlebt, weil wir zu den Siegern der Geschichte gehörten. Völkisch hat bei uns überhaupt keine Rolle gespielt. Wir wurden national erzogen in der DDR. Das fehlt den Westdeutschen, deshalb haben Sie auch kein Verständnis für das, was z.Z. hier abläuft. Ein Meuthen ist weichgespült. Er wäre der Falsche, wie auch eine Lengsfeld oder Schunke. Und kommen wir noch einmal auf Lengsfeld zurück, die meint Bürgerrechtlerin gewesen zu sein. Wissen Sie, was es in der DDR hieß Bürgerrechtler zu sein? In der Regel „Bautzen“, aber keine gute Stelle in einem Verlag und schon gar nicht ein Studium in England, was dieser Person ja auch irgendjemand bezahlt haben muss, da es eine Privatschule war.

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      • „Ich bin in einem anderen Land und in einer anderen Zeit aufgewachsen, habe keinen Schuldkult erlebt, weil wir zu den Siegern der Geschichte gehörten.“

        Das ist eine merkwürdige Logik. Gehörten die Amerikaner, Engländer und Franzosen nicht zu den Siegern des WK II?
        Dafür, daß dennoch nur im Westen Deutschlands der Schuldkult gepflegt wurde (und bis heute mit Hingabe gepflegt wird), muß es folglich andere Gründe geben. Es lohnt sich, diesen Gründen nachzugehen.

        • Die Gründe liegen auf der Hand:
          mach Druck auf ein Volk, indem Du ihm immer wieder seine Schuld oder die Schuld seiner Vorfahren in bezug auf die Erbsünde an den Kopf knallst. Das zermürbt, wenn es jahrein jahraus zelebriert wird und verursacht in gewisser Weise auch Kurzschlüsse im Gehirn, das dadurch für eine flexiblere Betrachtungsweise blockiert wird. Der Zweck der Übung!!! Wie bei einer Sekte, die durch ihren Anführer auf diese Weise eingenordet und mit Scheuklappen versehen wird. Und es gibt diese Sekte, die seit Jahrzehnten gegen das Wohlergehen des Deutschen Volkes wirkt – die SHOAISTEN

          Gott zum Gruße

          • Lieber Rolf, mittlerweile kenne ich Ihren Eifer, wenn es um dieses Thema geht (lach).
            Ja, der Westen Deutschlands kam nach dem Krieg relativ schnell zu Wohlstand, den man abschöpfen konnte.
            Was aber die Wenigsten wissen, ist, daß es – mit immer neuen Begründungen – schon mehrfach allerletzte Zahlungsforderungen gab, bei denen es aber letztlich doch nicht blieb. Soweit ich informiert bin, zahlt Deutschland bis heute.
            Allerdings nicht mehr lange, wenn die Entwicklung so weitergeht, wie sie für Deutschland offenbar geplant ist und von unserer Regierung umgesetzt wird .

      • Schon länger her, las ich in einem Bericht über Frau Lengsfelds Leben in der ehemaligen DDR, daß sie sehr wohl von der Stasi eingebuchtet wurde, weil sie schon in frühen Jahren auf ihre Selbstbestimmung Wert legte und sich ungern instrumentalisieren ließ. Wenn ich mich richtig erinnere, erfolgte ihre Inhaftierung in Hohenschönhausen. Und das nicht nur für zwei oder drei Tage.

        Das Studium in England folgte erst anschließend, möglicherweise erst nach dem Mauerfall. Das erinnere ich nicht mehr genau.

    • Der Landesverband Thüringen ist der einzige, der bei der letzten BTW Stimmenzuwächse bekam. Woran das wohl liegen mag? Wer eins und eins zusammenzählen kann, zieht daraus die richtigen Schlüsse.
      Was genau sind sog „Rechtsextreme“?
      Die sog „NpD“ ist eine Parteiendarstellung der Geheimdienste mit dem Auftrag, dem Blödmichel ein Nationalsozialismusproblem vorzugauckeln. Sozialisten – nationale wie internationale – sind aber links. Sahen führende Nazigrößen übrigens auch so. Andere Linke wissen das wie immer natürlich besser.

      Wenn Sie Höckewähler zu ihrer Meinung zum Nationalsozialismus fragen, bekommen Sie i.d.R. zur Antwort, dass man mit Sozialismus jeglicher Farbe nichts am Hut hat.

  8. Marco van Orthen 17. Dezember 2022 – 18:03
    … genauso wie die Tatsache, dass die AfD ohne Höcke und die anderen Rechtsextremen weit besser dran wäre, denn eine neue NPD braucht keiner.

    Sie schlagen nur in die von grün-links vorgegebene Kerbe, Höcke sei „rechtsextrem“, wie jene auch ganz ohne Substanz oder Begründung. Wer Höcke genau zuhört, merkt, daß der zwar gerne polarisiert, aber sonst eigentlich eher die Positionen vertritt, für die die SPD einst stand: damals, als sie noch Politiker wie Herbert Wehner, Willy Brandt und auch Helmut Schmidt hatte.

    Es lohnt sich, deren Reden heute nochmal nachzuhören, die gälten heute allesamt als „rechts“ oder „AfD-nah“.

    Ohne Höcke wäre die AfD besser dran?

    Quatsch. Was die AfD nicht braucht, sind pseudo-konservative — in Wahrheit stromlinienförmige — Opportunisten wie Meuthen, Petry, und ja, auch Lucke.

  9. Wer meint, mit den bürgerlichen Bolschewisten und Grünen einen Gleichklang in Bezug auf Freiheit zu erhalten, irrt sich tödlich. Es gibt nur eine Möglichkeit, diese sozialistischen Wiedertäufer zu stoppen. Bei deren Anschuldigungen und Aktionen sofort zum Gegenangriff überzugehen.
    Qualitativ sind wir wirklichen Konservativen denen überlegen. Aber bei den Rot/Grünen gehört Lügen und Behaupten statt Belegen zum politischen Handwerk.

  10. Schunke ist – zumindest dem Geburtsort Goslar nach – selbst Sächsin, wohingegen die im Artikel als Sachsen bezeichneten Leute keine Sachsen sind.

    Daß Höcke als Dämon benutzt wird, um die eigenen Ansichten als vermeintlich gut zu festigen, ist doch ein weitverbreitetes Muster in diesem kaputten Volksrest.

  11. „Eine gewisse Zickigkeit Frau Schunkes gegenüber Kritikern rundet das Bild ab“
    Das kann ich bestätigen. Mich hat sie schon vor vielen Jahren auf FB geblockt, weil ich nicht in die Lobeshymnen eingefallen bin, sondern es wagte, auch mal einen kritischen Kommentar zu schreiben.

  12. Ist, außer mir, hier vielleicht jemanden aufgefallen, dass Frau Schunke sehr gute Artikel schreiben kann, aber auf Youtube, wenn sie live spricht, eher einen sehr dürftigen Wortschatz hat?
    Hat sie vielleicht einen Ghostwriter?

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