Vor dem Ende des Papiergeldes: Die Inflation, die EZB und die Zwickmühle

Künftig nur noch Geld im Kopf, aber nicht mehr in der Hand… (Symbolbild:Pixabay)

Viel Geld, immer mehr Geld, trifft auf immer weniger Güter. Diese Inflation ist eigentlich eine Stagflation – eine „besonders gemeine Kombination von Inflation und Wirtschaftsschrumpfung“, die mit Geld nicht bekämpft werden könne, wie der diplomierte Volkswirt und Vorstandschef von Degussa Goldhandel, Dr. Markus Krall, gegenüber der aktuellen Printausgabe der „Epoch Times” (ET) erklärt. Krall zieht in diesem Kontext ein plausibles Resümee über den großen Bankencrash vor dem Zweiten Weltkrieg und warnt: „Heute stehen wir vor einer ähnlichen Situation. Nur dass die geldpolitisch verschuldeten Ungleichgewichte heute um ein Vielfaches größer und gefährlicher sind als 1929.“ Das Geld fresse sich jetzt quasi seinen Weg „von den Sachwerten in die Rohstoffe, die Energie, die Halbfertigprodukte, dann die dauerhaften Konsumgüter wie Autos, Haushaltselektrik und Elektronik und schließlich in die Lebensmittel”, so der Ökonom zur ET.

Der Volkswirt warnt, dass sich die Altersvorsorge der Deutschen, die ohnehin nur mehr aus Nominalvermögen – also Anleihen und Ähnlichem – besteht, in kürzester Zeit in Luft auflösen könne und die Einkommen der Deutschen künftig bereits zur Monatsmitte – und nicht mehr erst, wie in allen bisherigen temporären Krisen, unter Umständen im letzten Monatsviertel – mit der Realität der Lebenshaltungskosten kollidieren würden: „Am Ende des Geldes ist dann noch der halbe Monat übrig“, sagt Krall.

Auf Gedeih und Verderb der Zentralbank ausgeliefert

Dass trotz einer inflationären Geldschwemme die Deutschen über immer weniger Kaufkraft verfügen und die Bestreitung ihrer Existenz elementar bedroht ist, ist dabei nur ein Problem. Ein weiteres besteht darin, dass sie daran gehindert werden könnten, ihr letztes Hab und Gut im Fall einer unvermeidlichen neuen Finanzkrise in Sicherheit zu bringen. Immer größere Hürden bei der Bargeldbeschaffung durch Ausdünnung des Filial- und Geldautomatennetzes oder indem man gleich – wie ab sofort bei der Deutschen Bank – am Schalter überhaupt kein Geld mehr abheben kann, vergrößern die Abhängigkeit vom elektronischen Giralgeld und liefern die Bevölkerung auf Gedeih und Verderb der EZB-Willkür aus.

Wohin dies führen kann, zeigt sich aktuell gerade in China: Als eine Folge der weltwirtschaftlichen Krise durch gestörte Liefer- und Handelsketten und Versorgungsengpässe, aber auch der inländischen Zero-Covid-Politik ist die Bevölkerung in immer mehr dortigen Metropolen verunsichert – weshalb die Menschen ihre Sparguthaben ausgezahlt haben möchten. Wer jedoch versucht, diese abzuheben, weil es ihm auf der Bank mittlerweile zu unsicher erscheint, der wird mancherorts auf ganz deutliche Weise daran gehindert – und zwar just durch Missbrauch der Corona-Notstandsregelungen: Er erhält einfach in seinem dort alltagsbestimmenden Smartphone einen roten Corona-Status – womit er sich nirgendwohin mehr bewegen kann und am öffentlichen Leben nicht mehr teilnehmen darf. Als „Gefängnis namens Quarantäne“ umschreibt dies die Journalistin und China-Expertin Lea Zhou in der aktuellen Ausgabe von ET treffend.

Per „Infektionsschutz“-Diktatur wider den Banken-Run

Zhou schildert alptraumhafte Zustände,  wie sie theoretisch auch den Europäern und speziell den Deutschen früher oder später blühen könnten: „Chinas Banken sind ins Trudeln geraten. Vielerorts wird vom Ansturm der Kunden auf ihre Banken berichtet. Um den übermäßigen Druck von Banken und der Bankenaufsichtsbehörde zu nehmen, greift die Verwaltung der Provinzhauptstadt Zhengzhou im Zentralchina auf Corona-Maßnahmen zurück: Der Status des Gesundheitscodes im Corona-Ausweis betroffener Bankkunden wird einfach manipuliert. Die Kunden können sich somit nicht mehr frei bewegen.” Der Gesundheitscode funktioniere als „eine neue, kostengünstige und flächendeckende Variante von elektronischen Fußfesseln“, so die China-Expertin. Mit Hilfe von Big Data gewönne die digitale Überwachung Chinas eine „ganz neue Qualität”.

Man sollte sich dieses warnende Beispiel im Hinterkopf behalten, wenn auch bei uns in wenigen Monaten wieder so grund- wie anlasslose „Corona-Maßnahmen“ nach und nach zurückkehren werden.

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5 Kommentare

  1. Und was kann jeder einzelne nun tun? Auf jedenfall immer Bargeld zuhause bunkern. Nie zuviel auf der Bank lassen. Langsam aber sicher, seine Euro in andere Wertsachen umtauschen. Goldmünzen, Silbermünzen, Nahrungsmittel bunkern, alles bunkern, was man so braucht. Auch über auswandern nachdenken. Wohin ist schwierig und individuell verschieden.
    Man wird halt zum Prepper.
    Ich habe auch schon über ein kleines Beet für Gemüse und Gewürze nachgedacht. Kommt. Paßt in Garten, Balkon oder Wohnzimmer.

  2. Mit dem abartigen elektronischen Geld sind die letzten Freiheiten
    der Bürger vorbei.
    Dieses bringt auch eine Zeit von größten Geldbetrügen mit sich.
    So z.B. sind Buchgelder a.d. dreckigen Blatt Papier nicht nachprüfbar.
    Merkt ihr Dilettanten noch etwas, merkt die Masse der Bürger noch
    was?
    Faschisten geht es nur noch um Volkszüchtigung, Volksverbote, stetige
    Bürgerkontrollen, den Menschen das Geld aus dem Beutel zu nehmen,
    u.v.a. mehr, alles nach der Menschen verachtenden China-Diktatur.
    Es wird allerdings die Zeit kommen, wo das Volk den Kessel zum platzen
    bringt und dann…………………..

  3. Hauptsache im Urlaub braucht man kein Geld zu tauschen – WARNUNGEN wurden einfach ignoriert.
    Jetzt zahlt man für die eigene Blödheit !!!!!
    Oder man macht es wie die Tschechen – EU Fördergelder Abschöpfen und in Kroatien ALLES an
    Immobilien zu überteuerten Preisen aufkaufen.

    • Wieso eigentlich „eigene Blödheit“?
      Wurden wir gefragt? Hatten wir eine Wahl? … ja und wie ist das eigentlich mit den Wahlen?
      Wir sollten uns nicht immer so in unserem Selbsthass suhlen.

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